Schindluderei mit Rettungsinseln
von von René Haenggi, SY. Svenya
|
|
Nachfolgend ein kurzer Artikel über Rettungsinseln. Man kann dieses Thema nicht genügend behandeln, denn es hat zu viele schwarze Schafe unter den Wartungsfirmen. Wir Segler bezahlen viel Geld und wiegen uns oft in falscher Sicherheit. Dieses Jahr war meine Rettungsinsel fällig für die zweite Wartung. Im Gegensatz zum ersten Mal beharrte ich darauf bei den Arbeiten anwesend zu sein. Die gemachten Erfahrungen seien hier kurz wiedergegeben. Erstmals wurde ich mit meiner Insel vertraut und sah wo was ist und vor allem wie viel von was vorhanden ist. Nach dem Öffnen eine schreckliche Feststellung. Die Firma in Santa Cruz, Teneriffa, die die letzte Wartung durchführte ersetzte die Signalraketen nicht. Ein nachträglicher Test ergab, sie waren alle unbrauchbar! Haltbarkeit: 3 Jahre! Wie wir Segler über den Tisch gezogen werden bewies die vom Hersteller autorisierte Firma in Montevideo, die die zweite Wartung durchführte.
Um mit dem feuchten Lappen über den Container zu fahren und zwei Kleber anzubringen verlangt man 46 US$. Glücklicherweise habe ich beim Öffnen gleich die Preise für die Arbeit fixiert und schriftlich festgehalten. So war die Diskussion über eine um 200 US$ höher präsentierte Rechnung nur von kurzer Dauer. Fazit: An meiner Rettungsinsel legt niemand mehr Hand an ohne meine Anwesenheit. Nach dem Öffnen der Rettungsinsel sofort Kosten schriftlich festhalten. Die Signalraketen, Rauchfackeln und eine brauchbare Erste Hilfe Tasche bringe ich selbst mit. |
