Auf ein Wort- Gedanken zum Blauwassersegeln
von Joachim Michels, SJ „Da sind wir“ |
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Sei vielen Jahren lese ich Publikationen über Blauwassersegeln in Magazinen aus aller Welt. Besonders aufschlussreich sind Leserbriefe, die die Erfahrungen von Seglern vor Ort reflektieren, die ja keinem Redaktionszwang unterliegen und häufig mehr Sachkenntnis aufweisen als Journalisten in ihren Redaktionsstuben. Aus diesem Grund sind die Zeitschriften von großen Vereinen wie Trans Ocean oder der Seven Seas Cruising Association eine wahre Fundgrube für den, der sich, aus welchen Gründen auch immer, für weltweite Segelreisen begeistert. Nun muss ich feststellen, dass in der TO-Zeitschrift zunehmend Artikel negativer Art erscheinen, will sagen, das Gejammer wird immer umfangreicher. Hat sich die Seglerwelt in den letzten fünf Jahren, in denen wir nicht mehr regelmäßig unterwegs sein konnten, so sehr verändert? Ich kann mir das nicht vorstellen, sondern glaube vielmehr, dass die Klagen mit mangelnder Vorbereitung und der damit verbundenen, nicht genügend durchdachten Einstellung zu einer Weltumseglung zu tun haben. Auf einmal geraten gar die freundlichen Tongaer (nicht Tonganesen) in die Schusslinie der Segler und gleich wird pauschal die ganze Südsee diffamiert. Man stelle sich einmal vor, eine tongaische Familie, leicht als Fremde zu erkennen, würde durch Mecklenburg-Vorpommern touren. Gegenbeispiel: Mit dem Gruß „salem alaikum“ wird dem Segler auch in Aden im Jemen vom Hafenmeister die freundlichste Einklarierungsprozedur zuteil werden. Vor zwei Jahren kam nachts im Hafen von Nassau (Bahamas) ein Einheimischer zu unserem Boot hinausgeschwommen, um das Dingi mitzunehmen. Vergebens, denn es war angekettet und dieser Umstand verursachte auch den Lärm, durch den wir aufwachten und den Mann vertrieben. Bevor ich noch zu Ende denken konnte: natürlich die verd... Bahamaer, erinnerte ich mich an den Aufbruch zu unserer Weltumseglung. Alles, was wir nicht verkauft hatten, schleppten wir in den letzten zwei Monaten aufs Boot und ich schlief in dieser Zeit schon nachts an Bord, weil es zu einer Reihe von Einbrüchen auf den Segelstegen unseres Vereins an der Elbe gekommen war. Um eine problemlose und begeisternde Segelreise um die Erde zu genießen, wie sie möglich war, noch möglich ist und auch in Zukunft sein wird, sollte jeder Schiffer diese fünfzehn Punkte beachten:
Bon Voyage! |
