Der Bügelanker
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Der Bügelanker ist starr, bewegliche Teile und Gelenke, die unklar kommen könnten und mancher Hand schon zur Falle geworden sind, gibt es nicht. Schaft und Flunke sind aus hochwertigem Schiffbaustahl (RSt 42), die Überrollbügel aus starkwandigem Qualitätsrohr. Das Material gewährleistet zuverlässig Schweißverbindungen und ist wiederholt verformbar, ohne zu ermüden. Die Anker sind feuerverzinkt. ![]() 4Phasen Eingrabung
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Damit ein Anker sich schnell eingräbt und im Grund den größten Halt findet, muß der Zug gleich so flach zum Anker kommen, daß ein Teil der Ankerkette oder Trosse vor dem Anker auf dem Grund bleibt oder das Schaftende nur minimal angehoben wird. Denn wenn ein Anker wegen zu kurzer Verbindung auf unreinem Grund slippen muß, sammelt er Bewuchs oder Gegenstände, und damit gefüllt, kann er sich dann nicht mehr eingraben. Für den flachen Zug muß die Verbindung zwischen Schiff und Anker sorgen. Eine Trosse aus Nylon oder Polyester muß 6 bis 10 mal so lang sein wie der Abstand zwischen Ankerrolle oder Klüse und dem Grund. Eine Ankerkette, abhängig von ihrem Gewicht, muß 3 bis 6 mal so lang sein. Trosse mit Kettenvorlauf müssen 5 bis 8 mal so lang sein; als Länge des ICettenvorlaufs empfiehlt die See - Berufsgenossenschaft eine Schiffslänge. Der Zulassung für die Berufsschiffahrt gingen Langzeitbewährung an mehreren Fischereifahrzeugen und Haltekraftmessungen unter Aufsicht der See - Berufsgenossenschaft voraus. Mannschaften deutscher Seenotrettungskreuzer haben Bügelanker lange und hart erprobt. Die "Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" hat daraufhin begonnen, Schiffe ihrer Flotte mit Bügelankern auszurüsten. Bei der weltweiten Erprobung des Bügelankers waren erfahrene Blauwassersegler und Seglerinnen wie, Gudrun Calligaro, Wilfried Erdmann, Arved Fuchs, Burkhard Pieske, Gerd Engel, Dieter Brümmer, Heide und Erich Wilts, Aribert Besch, Helmut van Straelen und viele Andere, sehr behilflich. Rolf Kaczirek |
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Durch mehrere Berichte in der Yacht und in TO 39 u. 43 neugieng und auch alle Vorschußlorbeeren gleichzeitig etwas skeptisch geworden, habe ich einen 28kg Bügelanker erworben und ihn in dieser Saison in der Türkei und Griechenland getestet. Der Anker ist wirklich einmalig, im allen Buchten und Häfen, die ich anlief. und wo ich in den zurückliegenden Jahren Schwierigkeiten mit meinem alten Ankergeschirr: 30 kg Bruce. CQR, hatte und speziell bei starkem Meltemi mitsamt Anker auf die Reise ging, lag ich bei gleichen Verhältnissen in dieser Saison wie in Abrahams Schoß. Nicht in einziges Ankermanöver mußte doppelt durchgeführt werden, Es ist wirklich nicht zu fassen, wie dieser Anker sich eingräbt, gleich ob in Sand, Seegras oder Mudd. |
So begeistert war ich selten von einer Neuentwicklung, Nach 17 Jahren Mittelmeererfahrung und mit allen Querelen des Ankerns bestens vertraut, kann ich nur jedem Segler empfehlen: schaut Euch diesen An ker einmal an oder unterhaltet Euch mit einem Schiffer, der selbigen schon fährt. Meinen letzten Test machte ich im St.- Pauls Hafen, Türkei, wo der Anker bekanntlich nur in der Mitte der Bucht in weißem Sand richtig faßt. Hier haben wir den Bügelanker bewußt im Seegras abgelassen und mit 2300 U/m achteraus festgefahren. Auch hier ein voller Erfolg.Bisher fuhr ich auf meiner "Santana" einen Bruce 30kg als Hauptanker einen CQR und einen Stockanker. Nunmehr ist mein Hauptanker der neue 28kg Bügelanker.Hoffentlich finden sich noch viele Nachahmer, dann können wir in Zukunft alle wieder ruhiger bei Sturm vor Anker schlafen. |
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Im letzten Sommer in Neuseeland, sprich im Dezember und Januar, haben wir wiedermal viel am Boot gearbeitet. Ende Januar starteten wir dann zum großen Trip zur Südinsel von Neuseeland. Wir erforschten alle touristischen Sehenswürdigkeiten, angefangen vom Marlborough Sound über den Abel Tasman Nationalpark, wo wir vier Tage mit Rucksack und Zelt gewandert sind. Weiter ging's mit dem Auto bei schönstem Wetter entlang der Westküste nach Süden. Wir besuchten die Gletscher, den Milford Sound, unzählige Seen, die südlichste Ecke in Bluff und reisten entlang der Ostküste wieder nach Norden über Invercargill und Dunedin. Ein Abstecher ins Landesinnere zum Mount Cook dann nach Christdurch und an der Küste entlang nach Picton zur Fähre über die Cook Strait. Durch den Südwesten der Nordinsel und zurück zum Schiff in Tauranga. Über fünf Wochen waren wir mit unserem Auto unterwegs, haben auf abgelegenen Campingplätzen gezeltet oder in kleinen Cabins geschlafen. Neuseeland hat faszinierende Landschaften, nur die Sandfliegen sind eine Plage. Von Mitte März bis Mai war nochmal Großeinsatz am Boot angesagt. "Antaia" stand vier Wochen an Land zum Sandstrahlen und Pinseln, und, und ... Am 24. Mai liefen wir dann endlich aus, mußten jedoch den vielen neuen Freunden fest versprechen, wiederzukommen. |
Nach einem rauhen Törn von acht Tagen, bei dem wir unseren Süßwassertank unfreiwillig mit Salzwasser füllten, da der Stopfen verlorenging und das restliche Süßwasser durch einen geplatzten Schlauch in den Motorraum und die Schraubenbilge lief, erreichten wir das südliche Minervariff, ein Korallenatoll mitten im Ozean. Bei Hochwasser spült das Wasser über das Riff, bei Niedrigwasser ist die höchste Erhebung eine Sandbank und ein paar Felsbrocken, die vom Sturm auf das Riff geschleudert wurden. Hier wollten wir einige Tage ausruhen, schwimmen und tauchen. Die Ruhe sollte uns jedoch nicht beschieden sein, denn am zweiten Tag unseres Aufenthaltes verschlechterte sich das Wetter sehr schnell, der Wetterbericht am Spätnachmittag sagte schweren Sturm voraus, an ein Auslaufen aus dieser Mausefalle war nicht mehr zu denken. Der Wind nahm stetig zu und blies in der Nacht mit 45 bis 50 Knoten, in Böen bis 60, Windstärke 12, Orkan. Außer uns lagen noch elf andere Boote hinter dem Riff, davon drei deutsche Jachten, "Como no", "Patuki" und "Talofa", letztere mit zwei kleinen Kindern an Bord. Bei all den Stürmen, die wir schon abgewettert haben, hatte ich noch nie diese seelische Anspannung gefühlt, und die allgemeine Meinung vom Minervariff war, daß der Ankerplatz bei mehr als 30 Knoten Wind zu gefährlich ist. Dazu kam, daß die Hilferufe der anderen Schiffe, bei denen die Ankerleinen und Ketten rissen und die ins Treiben kamen, nicht gerade zur inneren Ruhe beitrugen. Zudem konnten wir nicht einmal helfen, da unser Dingimotor am Tag vorher seinen Geist aufgegeben hatte. Glücklicherweise konnten sich die Schiffe selbst retten, indem sie sich freimotorten oder zusätzliche Anker werfen konnten. |
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Bei Tagesanbruch ließ der Wind etwas nach, und wir dachten schon, wir hätten das Schlimmste überstanden. Der Wind drehte auf NW, und alle verlegten sich in die NW-Ecke, ein weiteres Schiff (Nr. 13) lief noch in die Lagune ein. Schon in der Nacht hatten wir über Funk die Horrormeldungen gehört von den Schiffen, die draußen vom Sturm überrascht worden waren, und im Laufe der nächsten 24 Stunden zeigten diese Meldungen das gesamte Ausmaß der Tragödie. Von den ca. 50 Jachten, die geradezu zwischen Neuseeland und Tonga oder Fiji unterwegs waren, war ein Schiff mit drei Personen verschwunden, nur die leere Rettungsinsel wurde gefunden. Sieben weitere Schiffe, die zum Teil durchgekentert waren und den Mast verloren hatten, wurden von ihren zum Teil schwerverletzten Besatzungen (21 Personen) verlassen bzw. konnten abgeborgen werden. Etliche andere Schiffe waren in Seenot, hatten Wassereinbrüche und schwere Schäden, konnten sich aber selbst helfen. Interessanterweise hat man später zwei oder drei der verlassenen Schiffe in relativ gutem Zustand wiedergefunden. Zurück zu uns, denn wir hatten uns wohl zu früh gefreut. Das Sturmtief war wohl in letzter Minute kurz vor Erreichen des Minerva Riffs nach SW abgeschwenkt, aber es zog drei schwere Fronten hinter sich her, die uns voll erwischten. Die zweite Nacht brachte Winde von Orkanstärke und darüber, eine Jacht maß 70 Knoten, als der Windmesser davonflog. Besonders bei Hochwasser waren die Schiffsbewegungen unvorstellbar, die Sicherungsleine an der Ankerkette stöhnte in nervtötenden Tönen, und wir standen im Niedergang und warteten nur auf den Knall, daß irgend etwas reißt. Mehrere Male mul3te Werner auf das überspülte Vorschiff, um mit Maschinenunterstützung den Haken der Sicherungsleine wieder einzuhängen, da sonst der gesamte Zug auf die neue Ankerwinsch kam. Im Höhepunkt des Sturms wurde selbst das zu gefährlich, da die Gefahr bestand, vom Deck gespült zu werden, und das vor Anker! Um uns herum herrschte Chaos. Einigen Booten brachen ihre Ankerketten und sie verloren den zweiten und dritten Anker. "Talofa", der schon zwei Anker verloren hatte, kam ins Treiben und der Motor wollte nicht anspringen. Sigi hatte große Angst, mitsamt den Kinders aufs Riff zu gehen. Wir konnten nicht helfen, "Patuky", deren 12-mm-Kette gebrochen war und die schon Kreise in der Lagune fuhren, versuchten, eine Leine überzubringen, was aber nicht gelang. |
Zu unser aller Erleichterung, kamen "Talofas" Ersatzanker zum Halten und auch der Motor konnte zum Leben erweckt werden. Auch andere Boote fuhren Kreise, nachdem sie ihren letzten Anker verloren hatten, oder sie konnten sich an andere anhängen, mußten jedoch die gesamte Nacht mit Maschine unterstützen, um den Zug auf die Kette zu verkleinern. Aber auch diese Nacht ging vorbei, ohne daß eines der Boote oder gar die Besatzung größeren Schaden gelitten hatte. Die zweite und dritte Front liefen durch, waren jedoch deutlich schwächer, 30 Knoten wurden schon fast als windstill empfunden. Nach drei Tagen konnten die ersten Tauchversuche gestartet werden und dank GPS und Tauchgeräten konnten fast alle Anker und Ketten geborgen werden. Unser Anker, ein ganz neuer 28-kg-Bügelanker, hatte sich soweit in den Sand gegraben, daß wir alle Mühe hatten, ihn hochzuholen. Die Ankerwinsch hatte einen leichten Schaden genommen und eierte, was jedoch mit ein paar gezielten Schlägen mit dem Hammer behoben werden konnte. "Como no", ebenfalls mit Bügelanker, hatte auch nur einen Anker draußen gehabt und keinerlei Probleme damit. Dieser Anker hatte für uns seine Feuertaufe bestanden, und wir haben auch nach einem weiteren halben Jahr nur das höchste Lob für ihn. Als alles sich beruhigt hatte, segelten wir in zwei Tagen nach Nuku’olafa, der Hauptstadt des Königreiches Tonga auf der Insel Tongatapu, wo wir Mitte Juni ankamen. Hier blieben wir fast acht Wochen und segelten dann durch die Ha’apai Inseln zur Vava’u Gruppe. Diese Inseln sind höher und haben zum Teil schöne Sandstrände und Ankerbuchten. Man kann wochenlang von einem zum anderen Ankerplatz gondeln, Schwimmen, Schnorcheln, Riffwandern. Auch die einheimische Bevölkerung ist sehr freundlich, und wir haben viele schöne Kontakte geknüpft. Hier haben wir auch unsere Trauminsel gefunden und werden voraussichtlich für einige Zeit hierbleiben. Solltet ihr in ein bis zwei Jahren einen Urlaub in der Südsee planen, wendet Euch an uns, mehr wird jetzt nicht verraten. |
| Verdrängung Monohull | Verdrängung Kat oder Tri |
Ankergewicht | Anker Länge mm | Anker Breite mm |
|---|---|---|---|---|
| 0,8 t | 0,4 t | 6 kg | 590 mm | 250 mm |
| 1,8 t | 0,9 t | 9 kg | 660 mm | 280 mm |
| 2,8 t | 1,4 t | 11 kg | 740 mm | 310 mm |
| 4,6 t | 2,3 t | 14 kg | 790 mm | 330 mm |
| 7,0 t | 3,5 t | 16 kg | 830 mm | 350 mm |
| 8,4 t | 4,2 t | 18 kg | 890 mm | 380 mm |
| 10 t | 5,0 t | 20 kg | 890 mm | 380 mm |
| 16 t | 8,0 t | 25 kg | 960 mm | 405 mm |
| 23 t | 11,5 t | 30 kg | 1040 mm | 440 mm |
| 32 t | 16,0 t | 40 kg | 1150 mm | 480 mm |
| 42 t | 21,0 t | 48 kg | 1170 mm | 510 mm |
| 60 t | 30,0 t | 60 kg | 1290 mm | 560 mm |