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Katamaran Heldenberg in den British Virgin Islands -
Englische Jungfraueninseln

von Tina Sommer/ Email: heldenberg@yahoo.com

Von St. Maarten kommend klarierten wir in Virgin Gorda ein. In der St. Thomas Bay Spanish Town, die Hauptstadt, besteht eigentlich hauptsaechlich aus der Marina, die von Laurance Rockefeller gebaut wurde.

Die Behoerden findet man am Ferriedock rechts. Die Einzigen Dinge die hier beim Einklarieren nicht willkommen sind, sind Waffen, Milchprodukte, Obst und Sachen die Durchfall verursachen. Nach Alkohol, Zigaretten oder Haustieren sind wir gar nicht erst gefragt worden. Die Leutchen haben Angst vor der Maul und Klauenseuche.

Custom nahm uns 17 USD ab, Immigration ein paar Cent für das Formular. Aufenthalt wird fuer maximal 1 Monat gestempelt, was man im Anschluss aber verlaengern kann. Das heisst, das Schiff muss nach einem Monat fuer 200 USD importiert werden und das gilt dann fuer ein Jahr, wenn es eine "Pleasure Yacht" ist. Bei Gewerblichen, wie z. B. Charter, verteuert sich das ganz erheblich auf 600 USD. Bei der Immigration ist man vom Guten Willen der Beamten abhaengig, es wird immer nur 4 Wochen verlaengert zu 10,- usd per Person und das maximal bis zu 6 Monaten, da sind die ansonsten eher scheuen und freundlichen Leute sehr strikt.

In der Marina "Virgin Gorda Yacht Harbour" in Spanish Town kann man 1 Stunde gratis anlegen und man bekommt Wasser, Diesel und Eis, wenn man das mit dem Hafenmeister zuvor ueber Channel 16 ausmacht (man ruft "Virgin Gorda Yacht Harbour").

Neue Information (01/2004):
Bei 'Drake's Anchorage' im Virgin Gorda Sound gibt es rein gar nichts mehr. Selbst die Moorings sind verlegt worden. Das Restaurant ist seit gut 10 Jahren geschlossen

Die Marina Chandlery ist gut sortiert (Gastlandflagge!) und es gibt Internet Anschluss (min.15 Minuten 5 USD mit Floppybetrieb) wo man seine emails erledigen kann. Auch Müll und Waescheservice sind vorhanden. Beim Einkaufen in Buck's Foodmarket kann man noch einmal richtig Salat und Gemuese in die Bordkueche tun. Wir gingen an eine Boje von Moore Secure, ausserhalb des Hafens, was etwas rollig werden kann, da die Faehren ständig vorbeifahren. Das Mooring (Bojen) System ist in den ganzen BVI installiert und kostet unter Tags oder Stundenweise nichts, aber über Nacht 20 USD. Allerdings muß man sich in manchen Buchten zeitig genug rann machen, damit man über Nacht noch eine freie Boje abbekommt. Gegen Abend kommt jemand mit einem Formular am Boot vorbei und holt die 20 USD ab.

Bei uns ging es weiter in den Gorda Sound durch die suedliche Einfahrt des Anguilla Cut zwischen Moskito Island und Anguilla Point. Vorsicht, bei niedrig Wasser kann die geringste Tiefe in dieser schmalen Fahrrinne 1,5m (5 Fuss) sein. Die sicherere Einfahrt ist der Northern Channel, diese fuehrt an der Aussenseite von Colquhoun Riff und dem Cactus Point vorgelagerten Riff in suedoestlicher Richtung hindurch. Tiefe variiert zwischen 6 und 10m und die schmalste Stelle der Durchfahrt ist von 2 roten und 2 gruenen Tonnen gut markiert.

Drake's Anchorage 18°30,50'N/64°23,10'W bot uns wirklich eindrucksvolle Schnorchelausfluege am Colquhoun Riff. Die Fische und Farben die sich uns zeigten waren spectaculaer. Das Moskito Island Restaurant (Channel 16 ruf "Drake's Anchorage") ist bei Vorreservierung fuer ein 5 Gang Dinner im franzoesischen Stil zugaenglich, nicht aber die Insel selbst, dieses Luxusresort ist fuer nur 24 Hotelgaeste rein privat gehalten. Wuerfeleis ist ueber das Restaurant erhaeltlich.

Leverick Bay und Marina 18°30,10N/64°23,02W offeriert bei einer Abnahme ueber 25 Gallonen Diesel 1 Flasche Navy Pusser's Rum gratis, man kann auch Wasser tanken und Eis bekommen. Die Marina hat abgesehen von der Hotelanlage, Full Service Dive Shop, Muenzwaschmaschinen, Muellentsorgung, eine Filiale von Buck's Supermarket, einen Pusser's Store und verschiedene Wassertaxis so wie Faehrservices. Das Lighthouse Restaurant, bietet taeglich Happy Hour von 5-7pm, das heisst 2 Painkiller zum Preis von Einem und auf jedes Bier oder Cocktail 1 USD Nachlass, so wie Chicken Wings pro Stk. um -,25us-cent, an. Auch die Nutzung des Swimmingpools ist frei zu Jedermanns Verfügung.

Der "Bitter End Yacht Club" 18°30,12'N/64°21,29'W sollte ein Muss sein, wenn man schon einmal so weit gereist ist, es gibt ebenfalls die ueblichen "Facilities" der anderen Marinas, wie Wasser, Eis, ect... aber wie's "Am bitteren Ende" halt so ist, alles etwas gehobener, feiner und auf jeden Fall sehenswert. Fuer den Landgang wird das Beiboot am Dingidock vor dem eingezaeunten Fischgehege festgemacht. Swimmingpoolbenutzung fuer Nichthotelgaeste 5 USD, dafuer bekommt man sogar ein Handtuch. Im "Emporium" kann man die Bordbar auffüllen und um 9.30am gibt es taeglich frisches Brot, so wie ein bisschen Obst und Gemuese, wenn man Glueck hat, allerdings zum Flitterwochenpreis. Man kann hier täglich Schnorchel und Tauchausfluege buchen, so wie einen Tagestrip nach Anagada, wo wir zwar auch hin wollten, aber das Wetter nicht mitspielte. Es gibt auch einen Souvenir Shop, in dem man die schoensten Ansichtskarten und Kopfschmerztabletten bei Bedarf bekommen kann.

"Saba Rock" ist die kleinste bewohnte Insel in den Virgin Islands. Kuerzlich wurde die ehemalige gemuetliche Rastahuette in eine elegante Bar mit Buffet (25 USD/p.P.) und festlicher Steelband am Abend umgewandelt. Man legt mit dem Dingi direkt bei der Terrasse an und geniesst die Aussicht bei einem Bushwalker oder Bierchen. Die Attraktion am Abend ist ausserdem eine Lichtquelle unter Wasser, wo riesige, silbern glaenzende Fische "Tarpoons" durch Anfuetterung angelockt werden und nicht selten steigen ein paar beschwipste Urlauber ins naechtliche Wasser um mit den Tieren zu "schwimmen". Manchmal, allerdings selten, kommen noch riesigere Haie rein und fressen die Tarpoons auf, wurde uns erzaehlt.

Wie auch immer, die Naechte sind magisch schoen, oft sternenklar und unvergesslich. Da wir uns von unseren Ankerplaetzen oder Moorings eben nicht immer gleich am naechsten Tag trennen konnten, machten wir eine Dingifahrt durch den ganzen Gorda Sound, was ich sehr empfehlen kann.

Fat Virgin's Cafe am Biras Creek ist etwas ganz Feines, hier gibt es einen "Dress Code" (fuer Maenner lange Hosen) und einen "Code fuer die Geldboerse", dafuer sind Movie Stars und andere Prominenz mehr unter sich. Im Gun Creek liegt das Einheimische Dorf "Creek Village" und ein Ferry Dock, wo man sein Dingi lassen kann. 200m die Hauptstrasse rauf soll es eine Lebensmittel Versorgungsstelle geben.

Vixen Point auf "Prickly Pear Island", das voellig als Naturschutzpark gilt, liegt quasi genau gegenueber auf der anderen Seite des Sounds und faellt durch sportliche Aktivitaeten wie Strandspiele, Hobby Cats und Jet Skies auf. Das oertliche Restaurant "The Sand Box" serviert taeglich lunch und dinner. Reservierung empfohlen auf Channel 16 (ruf "The Sand Box") und ist darueber hinaus fuer seine "Margaritas" wohl bekannt.

"Eustatia Island" ist absolut privat, nur der Strand ist oeffentlich so wie auf allen Inseln, aber fuer das Innere der Inseln gilt - betreten verboten, ebenso "Necker Island" wo man sogar am Strand nicht gern gesehen wird, kann man doch die ganze Insel fuer laeppische 30.000 USD pro Tag mieten.

"Necker Island" ist im Privatbesitz des amerikanischen Multi's, der sich auch mit seinen "Virgin's Mega Stores" in Sachen Musik einen Namen gemacht hat. Nichts desto trotz beinhaltet das Unterwasserleben hier solch eine Vielfalt und Herrlichkeit, dass selbst prominente Unterwasserforscher hier her kommen, um in Neptun's Tiefen hinabzusteigen.

bvi02.jpg 341x234 Das absolut Beste und Beeindruckendste aber an Virgin Gorda hebten wir uns fuer den Schluss auf, "The Bath" 18°26,1'N/64°26,5'W an der Suedwestkueste von Virgin Gorda, koennte man sich nach den Seychellen versetzt glauben! Riesige Granitsteine zeichnen das Ufer, bilden Gaenge, Hoehlen und Schluchten zu Wasser und zu Land. Man kann im Wasser alles Leben sehen, das das karibische Meer nur so bietet. Beim Schnorcheln kann man glauben, in einem riesigen Aquarium zu sein und begegnet Fischen, die man bei uns nur als Zierfische kennt in enormen Groessen. Selbst Schildkroeten, Rochen und Barrakudas zeigen keine Scheu dem Menschen gegenueber und durch die Taucherbrille kann man sie nur fassungslos bestaunen. Dingis am Strand sind verboten, es gibt einen Dingi Parkplatz im Wasser mit einer Leine zwischen zwei Bojen, ab da muss man an Land schwimmen oder noch besser schnorcheln. Auch ist die Schwimmerzone deutlich mit Bojen gekennzeichnet.

Von den Bath an Land gibt es einen schmalen, markierten Weg durch die Felsen, den man auf keinen Fall auslassen sollte. Die maechtigen Steine bilden durch Haufen Hoehlen und Grotten, die zu eindrucksvoll sind um sie zu beschreiben. Man geht den vielen Spuren am Boden nach, ungefaehr 20 Minuten bis man in die naechste Bucht "Devils Bay" gelangt und man erkennt warum die Bath ihren Namen tragen. Es gibt immer wieder kleine Schneisen zwischen den Steinen ins glasklare Wasser, so dass sich fast ein Jeder sein eigenes "Bad" suchen kann, links und rechts, teilweise sogar ueber dir erheben sich enorme manchmal fast runde Steinhaufen.

bvi01.jpg 401x301 Fischen ist hier so wie in allen Marina Schutzpark's der BVI's strikt verboten, deshalb auch der Artenreichtum hier, aber man kann die Fische fuettern, gekochter Reis mit Erbsen kam besonders gut an. Das gab ein Gewurrl im Wasser! In allen Farben tummelten sich die gar nicht scheuen Fische. Wir bekamen auch wirklich gute Fotos hin. Von Virgin Gorda ging es den Sir Francis Drake Channel entlang, Ginger Island auslassend, erreichten wir in knapp einer Stunde Cooper Island, wo wir in der Manzanee Bay vor Anker gingen. (Vorsicht beim Ankern, in der Nacht laeuft Stroemung in diese Bucht und kann die Boote zusammen bringen, hier ist man in jedem Fall mit einer Moore Secure Boje besser dran!)

Der Strand von einem Kokospalmenhein gesaeumt, die Farben im Wasser leuchten in der Nachmittagssonne. Kleine bunte Haeuschen die man fuer guenstgige 100 USD taeglich mieten kann, gehoeren zum "Cooper Isand Beach Club". Bar und Restaurant sind relativ gut besucht durch die vielen Charterboote die taeglich hier her kommen und wieder gehen. Links von der "Hotelanlage" findet man wild, romantisch, rot-gelb-gruen, eine Rastahuette mit Bar davor, die nicht betrieben wird und zwei Haengematten, wo man den Besitzer kennen lernen kann. James, besser bekannt als "Jamsy", verkauft karibische Souvenirs angefangen von Marmeladen und Kraeutertees bis zu verschiedensten Heiloelen, Amuletts, Ketten oder Ohrgehaenge, die neuesten T-Shirts ueber Pringels und Sonnencreme gegen "Hang Over". Eine aufwendig gearbeitete, geschnitzte Holzskulptur im Eingang des Shops stellt einen verblueffend echt wirkenden Leguan dar. Jamsy macht Begleitungen auf Tauchtrips oder Schnorchelausfluegen oder faehrt auch schon mal mit nach Salt Island, wo der Einzige noch dort lebende Einwohner sein Freund ist und tolle Geschichten zu erzaehlen weiss.

Salt Island liessen wir trotzdem aus, die Distanzen zwischen den Inseln sind dermassen kurz, dass man dem Segel rauf und runter gar nicht mehr nachkommen wuerde. Man kann von Cooper Island auch mit dem Dingi nach Salt Island fahren. Fuer das beruehmte Wrack der Rhone auf der anderen Seite von Salt Island hat uns leider das Wetter mit einer Tropical Wave einen Streich gespielt.

Peter Island, ebenfalls im Privatbesitz, aber mit Hotelbetrieb hat seine eigenen Reize, so wie wirklich jede einzelne Insel hier. Lange, vanillefarbene Sandstraende mit Kokospalmen und tropischen Buschwerk, Buchten mit einzigartiger Unterwasserwelt, einer Marina (ruf Channel 16 "Peter Island Yachtclub"), wo sich der Jet Set die Hand gibt und nicht selten mehrere Yachten mit Hubschrauber an Bord sich ein Stelldichein geben. Trotzdem kann man dort aber auch als Mooring Lieger (sollte eine frei sein), gratis die Toiletten und Duschen nutzen. Wasser, Diesel und Eis soll man auch problemlos bekommen.

Wir waren allerdings nicht in der Marina, da wir unser Eis von "Deliverance" bekamen. Junge Leute die mit einem Speedboot taeglich von Tortola rueber kommen um Getraenke, Bier, Red Bull, Eis, Obst, Eier, Brot und Gebaeck, ect... zu verkaufen. Man kann sie auch taeglich ab 14h auf Channel 16 ueber VHF rufen und in Cooper Island, Salt Island, Peter Island und Norman Island treffen, sie fuehren eine Riesige Red Bull Fahne.

Deliverance entsorgt auch den Bordmuell (2,50 USD der Sack) und nimmt Bestellungen fuer den naechsten Tag entgegen. Vorsicht, ich habe einmal fuer eine bestellte gruene Salatgurke 2,50 USD bezahlt - allerdings Supermarktpreis! Wuerfeleis kostet 5 USD bei Deliverance und im Supermarkt Tortola 4 USD. Manchmal gibt es auf Tankstellen Blockeis zu kaufen, das ist guenstiger und haelt laenger.

Jedenfalls statteten wir "Great Habour" auf Peter Island einen laengeren Besuch ab und wuerden es jederzeit wiederholen, aber der Hit war "Little Harbour" auf Peter Island! Meine erste Begegnung, ich mit einer Schildkroete im Wasser! Wir wollten nur eine Nacht bleiben, wir blieben eine Woche. Man ankert mit Heckleinen zum Land und taucht in die magische Anziehungskraft dieser Bucht ein.

Barrakudas in Luftmatratzengroesse, kommen zum Nachmittagskaffee unter unserem Boot hervor geschwommen. Markrelen, damit koennte man Medaillen gewinnen, stuertzten sich auf unsere Essensueberreste. Wir hatten da schon Einen am Haken, und hier ist auch kein Marineschutzpark, die Fischerlaubnis kostet 12 USD, somit es waeren schon schoen grosse Fische gewesen, aber im Zweifel mit Cigatuerra, liessen wir es dann doch lieber. Fischen ohne Lizenz (Erlaubnis) ist so wie so nicht empfohlen und das Ministery of Fisherie und Agriculture vergibt im Zuge der Lizenz, Details welche Fische, man wo, ungefaehrdet fangen und essen darf. Speerfischen, ist so wie so verboten, beim Lobster fischen darf man sich auch nicht erwischen lassen und man hat es auch nicht leicht.

Dafuer konnte man in riesigen Fisch Schwaermen von vielleicht 5 cm langen Fischen, durchs Wasser schnorcheln, da sah man gar nicht mehr durch oder auch nur den Grund. Wenn man hindurch schwimmt, teilt sich der Schwarm wie von Zauberhand, deformiert sich und formiert sich wieder oder alle flitzen in die gleiche Richtung davon, weil sich ein Raeuber naehert.

Danach Norman Island, die ganze Insel Marina Schutz Park. "The Bights" eine geraeumige weitlaeufige Bucht wie ein BH, 100 Moore Secure Bojen ueberall! Zumittag noch fast alle leer, abends alle voll! Kein Ankerplatz aus zumachen, schliesslich gingen wir wieder mit Heckleinen hinter dem Partyboot "Willi. T." vor Anker. Das Ding hat seine 30 m (93 feet) und eine Etage stockaufwaerts, von wo die Ladies fuer ein William Thornton T-Shirt nackt ins Wasser springen, immerhin von einer 4 m Hoehe. Die Maenner springen teilweise mit, zwecks moralischer Unterstuetzung ebenfalls nackt. T- Shirts nur fuer Maedels. Unter der Sprungterrasse wird getanzt, die Musik laeuft heiss und nicht nur die...fragt mal nach einem "Bodie Shot"oder "Suhs Tschuhs". Topp Less Springerinnen bekommen ein Willi T. Taatoo, das Motto dieser ganzen Bucht ist die Piratenflagge und am Strand gibt es die Beach Bar "Billy Bones", die die Happy Hour mit einem Kanonenschuss um Punkt 5pm einlaeutet.

Zwischen der Billy Bones Strandbar und dem Willi T. Boot den Strand entlang, hat man ein sehr beeindruckendes Schnorchelrevier mit dem hier nicht rechnen wuerde, das Unterwasserleben ist hier noch voellig intakt und rege. Die "Caves" waren leider auch nicht das Erlebnis, da wieder eine Tropical Wave durchzog, aber in Einer von Denen haben Eingeborene vor langer Zeit angeblich wirklich einen Schatz gefunden und das Buch "Die Schatzinsel" soll auch hier entstanden sein. Trotzdem sind sie unbedingt sehenswert, halb unter Wasser halb ober, die Farben der Hoehlen oberhalb des Wassers waren sehr kraeftig, nur ich war zu sehr mit der schlechten Unterwassersicht und einer eventuellen Hai Begegnungen beschaeftigt, um diesen Ausflug wirklich zu geniessen.

Im Uebrigen war der Grund Geroell und gab nicht viel her. In der Bucht aber vis á vis von Treasure Point, dort sahen wir richtig grosse Tarpoons, einen Barrakuda aus einiger Entfernung, Gott sei Dank sah er uns nicht, und eine Vielzahl tropischer Fischschulen und Schwaerme in Mitten von Korallengaerten mit Schluchten und Gaengen. Der obligatorische Barrakuda in Luftmatratzengroesse verfolgte uns anscheinend so wie so von Ankerbucht zu Ankerbucht... Wir haben in unserem Salon eine Bodenluke, von wo ich meine Fische fuettern kann und detailiert beobachte, was unter uns vorgeht. Oft ist es so faszinierend, einfach nur so hinein zu schauen, ebenso wie die blauvioletten Engelfische zu beobachten, die auf der Suche nach Nahrung unseren Unterwasserrumpf abscheren. Doch die Wasser Temperatur ist warm und wir hatten zu tun unser Unterwasserschiff sauber zu halten. Da wir nun auch hier in den "Bights" schliesslich und endlich viel laenger blieben als zuvor geplant, ging die naechste Reise ins benachbarte Tortola, "Road Harbour" 18°25'N/64°36,5'W, denn wir mussten unser Visum verlaengern.

Road Town ist ein verschlafenes Nest, in dem die Marinas, neben dem Cruislinerdock dominieren. Wir ankerten links vor dem Ferrydock, wo sich auch die Behoerden befinden. Natuerlich krachten wir im Anschluss direkt in den Pusser's Laden rein, was soll man sagen, die Klamotten, na ja, aber das Pub ist gut.

Donnerstag abends von 8-10pm "Nickel Night" jedes Bier -,05 us-cent! Das erweckt Hunger und der kann da ebenfalls gleich ausgezeichnet und reichhaltig gestillt werden, unserer Meinung nach, sollte man einen Crew Ausflug Donnerstag abends in Road Town immer einplanen! Pusser's Pub & Store gibt es vier mal auf Tortola, aber nirgends mit einer Animation wie in der Hauptstadt und auch nicht in diesem Preis-Leistungsverhaeltnis. Jeden Tag laeuft ein anderes Programm. Dienstag ist "Lady Night" Ladies zahlen nur den ersten Drink, jeder weitere in dieser Nacht ist fuer das weibliche Geschlecht auf Kosten des Hauses. Happy Hour von 5 pm - 6.30 pm taeglich, was sich ebenfalls in erster Linie auf den "Painkiller" bezieht.

Punkto Verpflegung kann ich "Bobby's Supermarket" sehr empfehlen und in gewissen Dingen ist auch der "Rite Way" vielleicht noch guenstiger, aber nicht so gut sortiert. Gleich ueber dem "Rite Way" Foodstore im ersten Stock befindet sich die hiesige "Library", wo man fuer 1,50usd eine halbe Stunde Internet Zugang bekommt, nur ohne Diskettenbetrieb, aber 2 PC's und wirklich schnell.

"Soper's Hole" 18°23'N/64°42'W, sah auf den Ansichtskarten weit besser aus, wir tankten hier zwar Diesel, Wasser und bekamen sogar Eis, alles war relativ eng, die Moorings waren fast alle voll, die Faehre nach St. Thomas und allen moeglichen Inseln geht hier ebenfalls mehrmals taeglich und sendet ihre Wellen aus, aber wohl fuehlten wir uns nicht. Nachdem wir den hiesigen Internet Zugang genuetzt hatten (1 USD die Minute - 5 Minuten min.), verzogen wir uns um die Ecke in die naechste Bucht "Smugglers Bay". Dadurch versaeumten wir zwar "Jolly Roger Inn", aber man kann ja nicht alles haben im Leben. Dafuer gab's in der naechsten Bucht keine Moorings und einen leichten Schwell rein, aber sie revanchierte sich mit einem Unterwasser Schnorchelpfad, der am Strand in einem Schaukasten dargestellt ist und durch zwei Bojen im Wasser markiert wird. Bei einem Lagerfeuer am Strand dieser netten Bucht, die manchmal etwas seltsam riecht, durch den nahe gelegenen Salzpond, lernten wir auch saemtliche Moskitos von Tortola persoenlich kennen. Wir mussten das Autan sogar als Haarspray benutzen.

Ohne auch nur einen Fisch zu fangen, gelangten wir am naechsten Tag voellig zerstochen nach "Yost van Dike", wo wir mit einem Bordgelage, versuchten unsere Moskitobisse zu vergessen, was sogar soweit fuehrte, dass wir um 1h frueh mit den Barrakudas im Wasser um's Boot schwammen. An die Bucht selbst, gibt es ausser dem Namen "Little Harbour" 18°26,16'N/64°43,57'W nicht all zu viele Erinnerungen.

Der naechste Stop, "Great Harbour" 18°26,20'N/64°45,11'W ersparte es uns wieder einmal die Segel zu setzten. Hier also sollen sich zu Silvester bis zu Dreitausend Leute am Strand treffen zu einem Megabesaeuffnis. Der Ankergrund ist schlecht, auf Felsen, Moorings gibt es keine. Beim Schnorcheln zum Anker, eher wenig Leben im Wasser. Wir beschliessen einen Strandspaziergang. Das "Dorf" (die Hauptstadt von Yost van Dike) ist sauber, die Einheimischen freundlich, in keiner Weise aufdringlich, man wird nicht angesprochen und die Farben der Planzen, Gewaechse und Buesche, die ueberall ueppig wuchern oder in der Sonne leuchten, kann man wirklich schon fast kitschig nennen. Es blueht und gedeiht auf dieser Insel, die knapp156 Einwohner hat, wirklich schoen. Foxy's, wohlbekannt unter Regattaseglern, zeigt an Hand der Bauweise des Lokals, dass er auch mit wirklich vielen Gaesten fertig werden kann. Great Harbour ist so gross, dass man 5 Minuten nach rechts gehen kann und dann wenn man sich nirgends hinsetzten moechte, kann man noch einmal 10 Minuten in die andere Richtung gehen. Dort bekaempften wir den Kater vom Vortag erfolgreich mit ein paar Carib bei "Rudolf" der noch ein paar hundert T-Shirts und 3 BH's vom letzten Silvester, so richtig mit jeweiligen Autogramm in der Bar von der Decke runter haengen hat...

Man sagt zum Jahresende, fahren alle mit ihren Beibooten zum Strand und feiern die Nacht durch, zum nach Hause fahren nimmt man einfach irgendein Dingi und bringt es dann andern Tags zum Strand zurueck um sein Eigenes wieder zu bekommen. "no problem mon..." Noch voellig fertig von "Little Harbour" am Vortag, gingen wir ziemlich bald in die Heia, wo wir lange kein Auge zu bekamen, da die Kette die ganze Nacht am Fels scheuerte. Dafuer die naechste Bucht - wieder nichts zum Segeln - noch naeher.

"White Bay" 18°26,43N/64°45,82'W (Riffdurchfahrt), wir ankerten innerhalb des Riffs, vielleicht einen Meter Wasser unter dem Kiel, ganz in der linken Ecke, direkt vor "One Love". Nun lernten wir die Magie von Yost van Dike erst wirklich kennen. Der urspruengliche Plan von hier nach Anagada zu stechen, fiel mit dem Wetterreport um und wir beschlossen, einen Tag laenger hier zu bleiben. Wir bereuen nichts. Das beste Schnorchelrevier mit den schoensten Fischen im Innenriffbereich, Tarpoons Gr.48, Mantas im Umfang einer Stola aus dem "Dick ist Schick" Katalog, Schiltkroeten, Papageienfische, unzaehliche Zierfische, Korallengaerten, Seesterne, ueberdimensionale Seegurken, Conch auch Lambi genannt - auf 5 Quadratmetern ca.15 Stueck, und so weiter, das muss man wirklich selbst erleben!

An Land lernten wir "Sedi" kennen. Er ist der Besitzer von "One Love", einer Strandhuette im Rastafaristil und deutlich erkennt man, dass der Eigentuemer ein grosser Zauberer ist. Er legt wirklich ununterbrochen eine gute Show hin. Angefangen von dem Strandgut das die Huette ziert, haben auch viele Besucher ihr Souvenir zurueck gelassen im Sinne eines Andenken fuer Sedi, der damit leider voellig ueberfordert ist, da in der Saison all die grossen Cruisliner am Aussenriff fuer ein paar Stunden vor Anker gehen und an die 100 amerikanische Touristen taeglich an den Strand kippen. Die kommen zumeist nur einmal im Leben dorthin und das nur fuer ein paar eindrucksvolle Momente, aber fuer die Einheimischen ist es ein staendiges kommen, gehen und nie wiederkehren. Dort einen oder mehrere Rumpunches zu drinken, kann auf keinen Fall verkehrt sein.

Als Sedi hoerte, wir wollen ueber Nacht bleiben, bot er uns seine Mooring an, da er sein eigenes Boot gerade an Land hatte. Wir uebersiedelten also an die Mooring, um wieder eine Tropical Wave abzuwarten und genossen einen Strandtag von unbeschreiblichen Zauber. Nach 4pm kehrt Ruhe ein in dieser Bucht, die Charterboote sind weg, ebenso die Speed und Ausflugsboote von Tortola oder St. John. Vereinzelt liegt ein Langzeitsegler vor Anker, auch am Strand schliessen die Buden. Die Farben von Land und Wasser zu Sun Set sind fenomenal. In der Ferne koennen wir abends von unserer Terrasse aus ein wunderschoenes Feuerwerk beobachten. Vermutlich ein Cruisliner nach einem Galladinner...

Nun auch die schoenste Zeit geht zu Ende, wir verbrachten noch einen Regen reichen Tag vor Guana Island, das ebenfalls unter Naturschutz steht und am Strand stehen schon ueberall Schilder mit "keep off", aber es soll die einzige Insel dieser Groesse weltweit sein, die so eine sagenhafte Vielzahl an Artenreichtum in Sachen Flora und Fauna drauf hat.

Marina Cay eine winzige Insel suedlich von Great Camanoe und Scrub Island ist durch ein riesiges Riff und die Inseln im Norden extrem gut geschuetzt. Es gibt Moore Secure Bojen und seit Pusser's die Insel uebernommen hat, ist auch alles voellig neu renoviert worden. Am Steg gibt es Diesel, Wasser und Eis. Das Riff zeigt seine Farben nicht wenn eine Tropical Wave durch geht.

"Trellis Bay"18°26,77'N/64°32,05'W, unmittelbar beim Flughafen, hat den einzigen Muellentsorgungsplatz, den wir in den BVI's fanden, der gratis ist. In dem "Trellis Bay Market" bekommt man Blockeis, Brot, Bier so wie Grundnahrungsmittel, manchmal etwas Tiefkuehlkost, Huhn, Obst und Salat. "The Last Resort" ist eine winzige bewohnte Insel in der Mitte der Trellis Bay mit einem langen Steg, die Zeit verflog wie im Flug, wir konnten beim besten Willen nicht alles untersuchen.

Wir besuchten auch noch "Buck Island"18°25'N/64°33'W, sehenswert, wenn man bis auf den hoechsten Zipfel klettert, hat man einen 360° rund um Blick ueber die Inseln am Sir Francis Drake Channel, wir genossen es wirklich, eine ganze Insel fuer uns allein lag uns zu Fuessen. Die Unterwasserlandschaft gibt hier bis auf den ueblichen Barrakuda und die hier wohnenden Schildtkroeten nicht viel her.
"Maya Cove" 18°26'N/64°34'W liegt direkt hinter einem gut sichtbaren Riff und die Einfahrt ist gut betonnt. Es ist die Basis von "Sun Sail Yacht Charter" und dementsprechend voll Bojen und Booten in allen Groessen.

"Paraquita Bay" 18°25,1'N/64°34,4'W ist ein relativ gutes Hurrikan Schlupfloch, allerdings wird vom Staat Tortola da die Hand darueber gehalten und die ganze Lagune ist voll vernetzt von einem Bojen System, wo alle Charterschiffe wie z.B. von der Firma Moorings Bareboat Charter, hinein gepfercht werden und dann noch die Jenigen die rechtzeitig reserviert haben, alles in allem ca. 200 Boote. Die Einfahrt ist schmal, seicht und haarig. Wir sind sehr froh, dass uns so eine Situation hier erspart geblieben ist. Alles in Allem war es ein wirklich schoener Trip ueber 2 Monate BVI und doch haben wir noch lange nicht alles gesehen, wir kommen wieder!



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Letzte Änderung / Last change: Dienstag, 22. Mai 2007