![]() Karte gross - jpgBereits im Juni diesen Jahres wurden wir im - immer noch nicht fertigen - Hafen von Tropea an der Westküste Kalabriens in rüder und aggressiver Weise von einem einheimischen Fischer zur Zahlung von Liegegeld genötigt; das angebotene Trinkgeld wurde empört zurückgewiesen.Von anderen erfuhren wir, dass Liegegeld von zum Teil 60,- und 70,- DM je Nacht verlangt und offenbar von den meisten wohl auch gezahlt wurde. Die von der Crew einer deutschen Motorjacht per Handy gerufene Polizei hat die Situation schnell geklärt: der Hafen ist frei zu benutzen! Nachdem wir von Segelkameraden die Nachricht erhalten hatten, dass die Capitanerie im Juli und August besetzt und der Hafen offiziell in Betrieb war, haben wir Tropea auch im Oktober wieder angelaufen. Es bot sich jedoch wieder dasselbe Bild: der Hafen ist erst halbfertig, offizielle Hafenvertreter waren nicht anzutreffen. Dafür war aber sofort nach dem Einlaufen ein Hüne von Mann zur Stelle, der uns einen Liegeplatz anwies und offen mit Repressalien für den Fall drohte, dass das von ihm geforderte Liegegeld von 30,- DM nicht gezahlt würde. Wir haben uns dann auf 20,- DM für 2 Nächte geeinigt, leider hatte er das am folgenden Abend vergessen und forderte erneut 25,- DM. Zur Unterstützung der Forderung wollte er mit gezücktem Messer an Bord kommen. Es gelang mir zwar, den Mann mit dem Bootshaken in der Hand von seinem Vorhaben abzubringen, dafür wurde uns aber die Muring durchgeschnitten. Nachdem ein anderer Italiener beruhigend auf den Mann eingewirkt und ich erneut 15,- DM gezahlt hatte, konnten wir die Nacht unbehelligt verbringen. Am nächsten Tag habe ich bei der Polizei Anzeige erstattet, bei der Stadtverwaltung Tropea habe ich mich schriftlich beschwert. Italienische Segelkameraden haben die Unterlagen dem italienischen Tourismusministerium zugeleitet. Eine Reaktion erfolgte bisher von keiner dieser Stellen. |
