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Wie kommt man von Colon/Panama am besten nach Florida hoch?
von Uda und Thomas Eulenberg S/Y November |
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Ob es so am besten ist, können wir nicht sagen, aber als eine Alternative auf dem "dornigen" Weg in die Staaten gibt es folgende selbst gefahrene Möglichkeit. Von der Karibikseite Colon/Panama am Ausgang des Panama Kanals hoch nach Kuba/Florida Ist für viele Segler oft ein kniffliges Problem. Die Saison für diesen Trip ist ziemlich kurz, weil
Je später desto günstiger, was Windrichtung und Wellenbildung auf dem ersten Teil des Trips angeht. Dazu muss man wissen, dass das südwestliche Karibikbecken vor den Küsten von West-Venezuela, Kolumbien und Panama zu den Gebieten auf der Erde gehören, in der sich eine hohe und sehr konfuse See bildet, die durch den Passat und die geografische Lage bedingt im Frühjahr bis Mai/Juni äusserst unangenehme und nicht selten gefährliche Reisebedingungen schafft, die schon manchen Booten zum Verhängnis geworden sind. Selbst das Ablaufen vor dem Wind , von Venezuela/ABC-Inseln kommend hat es in sich, umsomehr ist ein Kurs quer zum Wind-und das ist bei der Fahrt von Panama nach Norden nun mal der Fall-unangenehm und sollte gut geplant werden. Das nun mal genug zur "Theorie". Was sollte man in der Praxis beachten??
Je früher man im Jahr da ist, desto mehr profitiert man von den Schönheiten dieser Inselwelt. Weiterhin sollte man entweder über Wetterfax/Email oder Funkrunden die Seebedingungen für den zu durchfahrenden Seeraum abfragen. Da ist NOAA als amerikanischen Wetterbehörde DIE Datenquelle. Die von NOAA herausgegebenen Fax-Bilder zeigen die Wind und Seebedingungen sehr gut an. Bedingungen unter 8 ft See (Angaben für 2002-2003) sind günstig für den Start. 9-11 ft See bedeutet eine ziemlich rauhen bis sehr rauhen Start und Trip. Weiter muss man wohl damit rechnen, die ersten 100-200 Meilen zu Motoren bzw. Motorsegeln, da der Einfallswinkel des Passats in dem Teil der Karibik fast immer viel nördlicher ist, als in den allgemeinen jahrelangen Beobachtungen angegeben. Wenn man dann startet und der Wind sollte wirklich sehr nördlich einfallen, dann sollte man unter Motor auf den ersten Meilen soviel Ost machen, wie die See zulässt. Das hat man schnell raus, da bei Abfahrt aus den St. Blas nach spätesten zwei/drei Stunden das Seebild so einstellt, wie man es für die nächsten 24 h wohl "auf der Nase" hat. Das hat den Vorteil:
Nach allem, was man liest, haben diese fischreichen Bänke (Gorda, Sueno, Seranilla, Rosalind) es bei schlechten Wetter (vor allem wohl bei Nordern) in sich. Wir sind Ende Mai/Anfang Juni da hoch gesegelt, unter sehr angenehmen Bedingungen und hatten dadurch keine Probleme, weder mit Verkehr von Fischern noch mit Seebedingungen. Der Yucatan Channel auf der Kubaseite war dafür mit "saublöder" achterlicher See unangenehm, in einem solchen Mass, dass sich unser Verstellprop fast selbstständig gemacht hätte. Alle sechs Imbus-schrauben des Untergehäuses haben sich durch diese konfuse See mit übertragenen Vibrationen auf die Prop-blätter gelöst und wir mussten notgedrungen einen Hafen in Kuba anlaufen. Santa Lucia...den können wir nun keinem empfehlen, da der Hafenkapitän (2003) völlig unfähig ist, seinen Job zu machen. Aber das ist mehr eine Geschichte für einen Seglerabend am Ankerplatz und hat mit der Passage an sich nichts zu tun. Der Rest ist dann ziemlich easy und für den Segler von einem schwereren Boot ein richtiges Highlight. Der Golfstrom schiebt mit einer solchen Geschwindigkeit, dass es eine helle Freude ist, die letzten Meilen nach Miami oder Key West zu machen. Wir sind dann nach Miami im Golfstrom durchgesegelt und bei Biscayne Channel eingeschwenkt Viel Verkehr in den Straits of Florida aber von Habanna kommend wegen des Schiebestroms nur ein kurzer Trip.von ca. 190 Meilen, bei 9-10 kn über Grund geht das schon schön schnell. Fazit. Es ist immer schwer, anderen Seglern einen Tipp zu geben oder zu raten, was für die eine oder andere Crew richtig ist, deshalb soll das hier Gesagte als Anhaltspunkt dienen. Die St.Blas-Alternative hat gegenüber der Direkt-Strecke nach San Andes/Providencia den Vorteil, mehr Seeraum zum Manövrieren zu haben. Die Fahrt ist auf den ersten 100 Meilen sicher rauher, wenn man aus dem Panamabecken herauskommt, wird nach unserer Erfahrung das Segeln angenehmer und die Bänke, die ja doch weiter nördlich liegen, sind unter heutigen Navigationsbedingungen mit GPS und einer stabilen Wetterlage spannend zu durchfahren, aber kein wirkliches Problem. Der Start ist das A und O bei dieser Fahrt. |
