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Die verschiedenen Wahrheiten des Sozialismus
Ludus amoris in Kuba

Klaus Häussler, SJ "Ludus amoris"
Leserbriefleft.gif 40x15 von Peter E. Müller zu diesem Bericht

Aktuelle Info von Marianne Schwitter Bottmingen
Es dürfen keine Dollars mehr benützt werden, Verlust bei Wechsel 10%, Sie sollten dies ändern, weil man sonst Verluste macht.
Hinweis Euro mitnehmen oder Schweizer Franken.

Mit bestem Dank für Ihre Aufmerksamkeit, sie ersparen Reisenden Aerger so.
Spannend war die Antwort auf die Frage schon, wie Kuba uns empfangen würde, nachdem im TO-Magazin recht kontrovers über die Behandlung von Seglern berichtet wurde.

Wir steuerten aus verschiedenen Gründen die Südküste an: Einmal kamen wir von den südlichen Bahamas. Von Castle Island aus zum Capo Maisi , dem Osthuk Kubas, waren es gerade mal 120 sm , also ein Segeltag. Dann schien uns das Wetter im Süden beständiger zu sein als im Norden. Und schließlich ging die Kunde, dass die Offiziellen an der Südküste versierter waren im Umgang mit Seglern.

Santiago de Cuba ist der erste Einklarierungshafen, wenn man von Osten kommt. Uns fiel auf dem Weg entlang der kubanischen Küste auf, dass es keinen Schiffsverkehr gab. Keine Fischer befuhren die Küstengewässer wie es sonst allgemein üblich ist. Und die Ebenen und dahinter die Berge schienen kaum besiedelt.

Santiago de Cuba grüßte uns zunächst mit der Rauchfahne seines Chemiewerkes. Eindrucksvoll das mächtige Fort El Morro am Eingang des Fjords, der zum Jachthafen führt und noch weiter zum sehr geschützten Seehafen. Einige Jachten lagen bereits an der Pier bzw. vor Anker, u.a. die TO-Jacht "White Witch". Ein Offizieller bat uns in gutem Englisch, zunächst zu ankern, bis wir aufgerufen wurden. Kurz darauf wies man uns einen Platz an der Pier zu, die entgegen Beschreibungen in einem Guide absolut in Ordnung war. Vielleicht war sie inzwischen renoviert worden. Auch das Hafenwasser war keineswegs so schmutzig, wie beschrieben.

Dann begann eine Einklarierungsprozedur, die sich über viele Stunden erstreckte. Zwei Leute von der Guardia, zwei von der Hafenmeisterei, zwei Customsbeamte, einer von der Immigration , zwei mal zwei von der Agriculture und schließlich zwei von der Quarantäne. Alle wollten, nachdem sie ihre Papiere selbst ausgefüllt hatten, das Schiff von Innen sehen. Warum, wurde uns nicht klar, denn eine Kontrolle konnte man das nicht nennen. Niemand schaute in die Schapps oder den Kühlschrank. Aber man wollte unsere Konserven sehen und befragte uns sehr genau nach dem Inhalt. Die BSE-Epidemie in Europa hat hier wohl einige Furcht ausgelöst. Dann das Gemüse: jedes einzelne Stück wurde in die Hand genommen und untersucht. Aber alles lief ausgesprochen gelassen und höflich ab. Überraschenderweise wurden wir von der Agriculture-Dame nach Seife, Shampoon und Schokolade für ihre Kinder gefragt. Und der Beamte von der Immigration bat um Batterien. Ansonsten lief alles äußerst korrekt ab.

Vom Zollbeamten wurden wir genau instruiert, wie zu verfahren war, wenn wir das Marinagelände verließen: wir mussten in seinem Büro vorbeikommen und unsere Taschen öffnen. Ebenso, wenn wir wieder zurückkamen. Er kontrollierte sehr genau, aber immer höflich und freundlich. Vorschrift - sagte er. Ein Hand-GPS und der Behälter für Notsignale wurden von ihm versiegelt. Erst nach Auslaufen aus diesem Hafen war ein Entfernen erlaubt. Auch hier verschloss sich uns der Sinn dieser Maßnahme, denn verhindert werden konnte dadurch gar nichts.

Als zwei Tage später Freunde aus Deutschland eintrafen, wurden ihre Taschen ebenfalls sehr genau durchsucht. Dann wurden sie in die Crewliste aufgenommen, und die Prozedur war schon erledigt. Gekostet hat die Einklarierung etwa 100 US$. Die Marinagebühren betrugen 0,45 US$ pro Fuß pro Tag.

Ich denke, dass man mit diesen behördlichen Maßnahmen durchaus klar kommen kann, zumal sie keinerlei schikanösen Charakter aufwiesen, wie man das ja vom Ostblock her kannte. Zu verstehen war nicht alles, was verordnet wurde. So machte der konsequente Zollbeamte konsequent um 17.00 Feierabend und niemand kümmerte sich mehr um passierende Segler. Die Sicherheitsfrage in der Marina ist so gelöst, dass grundsätzlich keine Personen von außerhalb, weder Einheimische noch andere, ins Gelände dürfen. Außerdem ist 24 Stunden Wachpersonal postiert.

Übrigens: als der langwierige Einklarierungsvorgang beendet war, kam der Clubmanager und begrüßte uns mit einem eiskalten Drink. Wann ist uns das zuletzt passiert? In die Stadt Santiago de Cuba kommt man entweder mit dem Taxi - 6 US$ - oder man wartet vor dem Jachtclub auf den Bus - 20 Pesos. Der kommt dann oder auch nicht. Menschenschlangen an den Haltestellen gehören zum alltäglichen Bild. Das Transportwesen ist so unterentwickelt, dass jede Gelegenheit ergriffen wird, irgendwie voranzukommen, als Sozius auf einem MZ-Motorrad aus der ehemaligen DDR, auf Eselskarren oder auf LKWs.

Santiago ist die zweitgrößte Stadt Kubas. Die einstmals herrschaftlichen Gebäude aus der Kolonialzeit sind in einem erbärmlichen Zustand. Hier wird deutlich, dass sich seit dem US-Embargo wirtschaftlich in Kuba nicht mehr viel bewegt. Es fehlt an allem; Baumaterial ist ebenso wenig vorhanden wie Fleisch, Seife oder andere Dinge des täglichen Bedarfs, die bei uns so selbstverständlich sind. Allerdings, so stellten wir später fest, ist die Lage Santiagos besonders schlecht. Der Tourismus greift hier noch nicht , also bestehen wenig Möglichkeiten, Dollars zu "machen". Denn wer Dollar, die allmächtige Währung, besitzt, dem stehen die Dollarshops offen mit etwas Luxus wie Seifenpulver, Hygieneartikel, Coca Cola oder Stereoanlagen.

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Marie geniesst das Taxi mit Cuba-Driver

Der Kurs des Peso macht die beklemmende Situation deutlich: 1 US$ entspricht 27 Pesos. Der durchschnittliche Monatsverdienst z.B. des Marinamanagers beträgt 150 Pesos, also etwas mehr als 5 US$. Die Gesellschaft teilt sich inzwischen in Dollarbesitzer und Habenichtse. Die Kluft vergrößert sich unaufhörlich, da aus den USA jährlich etwa 1 Mrd. US-Dollars zu den armen Verwandten in Kuba fließen. Das birgt Zündstoff und ist doch gerade das, was Fidel Castro vermeiden wollte. Man darf gespannt sein, wie dieses Problem gelöst wird.

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Fischer verkaufen uns Langusten für harte Dollars

Ein Erlebnis besonderer Art zeigte uns, wie die Bevölkerung versucht, sich über Wasser zu halten. Beim Verlassen der Marina wurden wir von einem Pedro abgefangen, der uns anbot, bei ihm privat zu Hause das Abendessen einzunehmen. Preis: 5$ pro Person für Chicken, Fisch oder Lobster. Getränke extra. Das schien uns interessant, erhofften wir uns so einen Einblick in die private Sphäre von kubanischen Haushalten. Pedro führte uns zum Haus seiner "Schwester" Rosa Maria, die in ärmlichsten Verhältnissen mit ihrem Mann und 3 Kindern lebt. Aber es war äußerst sauber. Und Rosa Maria kochte exzellent. Darüber hinaus hatten wir in Gesprächen die Gelegenheit, einiges über die politische und soziale Situation in Kuba zu erfahren. Der Frust über die Hoffnungslosigkeit war spürbar. Aber wir stellten auch hier später fest, dass es da wohl ein West-Ost-Gefälle auf der Insel gibt, denn in Havanna empfanden wir die Situation anders. - Auch am nächsten Tag pilgerten wir zu Rosa Maria. Hier hörten wir dann heraus, dass Rosa Maria überhaupt nicht Pedros Schwester ist. Dieser ist nämlich ein Schlepper, der das meiste Geld bei dem Geschäft einsteckt. Von 5$ bleibt Rosa Maria 1$. Als wir das gespannt hatten, tricksten wir den Schlepper aus und zahlten Rosa Maria, was ihr zustand. Zudem fand Maria in unserer Kleiderkammer einige überflüssige Kleidungsstücke. Und den Kindern brachten wir Spielzeug. Es war plötzlich Weihnachten in der Hütte.

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Die Hafenpromenade ist unpassbier bei stürmischem Nordwind

Am Morgen, als wir Santiago verließen, machten wir eine böse Entdeckung. Der Wind hatte in der Nacht gedreht und blies den Dreck aus den Chemieschornsteinen über den Hügel in die Bucht. "Ludus amoris" hatte plötzlich hässliche gelbe Sommersprossen, die sich ins Gelcoat eingefressen hatten. Eine schöne Bescherung. Draußen im offenen Wasser spülten wir das ganze Schiff sauber. Und dann mussten wir das Gelcoat mit Stainremover behandeln und anschließend einwachsen. Das Ergebnis war einigermaßen zufrieden stellend.

Wir segelten, jetzt mit unseren Besuchern Hasko und Babs an Bord, etwa 40 sm nach Westen entlang der Küste und liefen abends in Chivirico hinter das schützende Riff. Bald danach kam ein Guardia herangerudert und stellte sich als Edelberto vor. Er war etwa 19 Jahre alt und eine richtig wichtige Amtsperson. Aber liebenswürdig. Er nahm das "Despacho" an sich, schaute sich im Bootsinnern um - aber erst, nachdem ihn Maria höflich nötigte, die Schuhe auszuziehen. Später marschierten wir den Hügel hoch zum Hotel. Von dort hatte man eine tolle Sicht über die Bucht. 10 US$ wurden gefordert, wenn man sich auf dem Hotelgelände bewegen wollte. Aber so wichtig war uns die Sache nicht und so wanderten wir ins Dorf, wo abends das Saturday Night Feaver ausbrach. Auf dem Marktplatz war eine Bühne aufgebaut. Und dort produzierte sich die Jugend mit Tanz und Rapsongs, dass es eine Lust war zuzuschauen. Keine Spur mehr von der etwas melancholischen Atmosphäre in Santiago. Hier kochte die Stimmung wirklich über.

Am nächsten Morgen holten wir Edelberto aus dem Bett. Er zog seine Uniform an und füllte eine Spalte im Despacho aus und gab es uns zurück. Dieses Despacho ist ein Bootsbegleitpapier, auf dem die angelaufenen Anchorages vermerkt werden, sofern es überhaupt eine Guardia in Sichtweite gibt. Später, in den Jardines de la Reina, zeigte sich kein Offizieller mehr. Häufig haben sie nicht mal ein Ruderboot, um zu uns raus zu kommen. In Portillo klopften junge Guardias nachts um 20.00 ans Boot, nachdem sie einen Marsch von 10 km zurückgelegt hatten und dann noch eine Bäuerin auffordern mussten, sie zu uns zu rudern. - Wieder mussten sie auf Geheiß von Maria die Schuhe ausziehen, bevor sie den Niedergang hinabstiegen. Mühsam entledigten sie sich ihrer Knobelbecher und schauten sich dann unten etwa 10 Sekunden um. Warum eigentlich? Wir wurden nicht schlau daraus, hatten aber das Gefühl, dass sie angesichts des "Luxus" so befangen waren, dass sie sich nicht mehr trauten. - Noch 2 Stunden später roch das Boot wie eine Käserei...

Es war herrliches Segeln! Der stramme Nordost verlieh uns Rumpfgeschwindigkeit. Unsere Gäste waren happy. Vom Mittelmeer waren sie gewohnt, 80% zu motoren. Hinter Capo Cruz erstrecken sich die Jardines de la Reina - eine große Bucht, die von einem Riffsaum geschützt ist. Es gibt mehrere Passagen, wo man hindurchschlüpfen kann und man befindet sich dann in geschütztem Gewässer. Hier beträgt die Wassertiefe etwa 6 m. Man segelt dann zu den Cayos Cürvo, Breton usw. Bald tauchen dort Fischer auf und bieten für geringes Geld - aber natürlich "Dollares" - Fisch und Lobster an.

Unsere letzte Station war Casilda mit seiner Marina. Die Fahrt durchs Riffgewässer ist recht trickreich aber alle Passagen sind sehr gut betonnt. Vor der Einfahrt in die Marina wird es noch mal spannend: Wassertiefe 1,80 m. Man wartet also besser Hochwasser ab. Die Marina liegt in einer Lagune, umsäumt von Mangroven, und ist fest in der Hand von Sun Sail, einem Bootsvercharterer. Es gibt Moorings, wo man für 10$ fest machen kann.. Am Steg ist eine Bar aus Palmwedeln aufgebaut, wo man auch essen kann. Die Authorities sind locker und professionell. Hotel und Charterbetrieb haben hier wohl einiges bewirkt. Vor Sonnenuntergang geht man am besten zum Beach beim nahen Hotel, denn in der Lagune treiben winzige Nonos für etwa 2 Stunden ihr Unwesen. Danach ist wieder Ruhe.

Hier ist ein sicherer Platz, um das Boot für einige Tage alleine zu lassen. Also fuhren wir mit unseren Gästen im Taxi - 140 US$ - nach Havanna. Eine Privatadresse hatten wir von TO-Jacht "White Witch" bekommen, wo wir zwar nicht unterkamen, aber weitervermittelt wurden. Für 25$ (Doppelzimmer) wurde uns jeder notwendige Luxus geboten. Das Quartier lag zentral und die Wege zu den Brennpunkten der Stadt waren kurz.

Hier zwei gute und preiswerte Adressen:
Lic. Miriam Rodrigüz Domingüz,
e-mail: sinai@cubacel.net
und LULU - "La Rampa", Infanteria 17 apto. 10, Cuba, Tel. 8792243

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Amikreuzer aus den 50iger Jahren werden mühsam am Leben gehalten

Havanna - La Habana - ist eine tolle Stadt. Hier ist das Flair der Hemingway-Zeit spürbar. Die ehemals reiche Stadt ist natürlich in einem desolaten Zustand. Aber man hat begonnen, die wichtigsten Gebäude zu restaurieren, erkennend, dass der Tourismus die wichtigen Devisen ins Land bringt. So liegen also Morbides und das pulsierende Leben in der Stadt dicht beieinander und geben ihr einen einzigartigen Charme. Hinreißende Musik klingt aus Patios und Cafes, von Straßenecken und Hinterhöfen, häufig zelebriert von ehrwürdigen älteren Herren.

Abends zogen wir durch die Bars. Zwar geht in der Hauptstadt nichts mehr ohne Dollars, aber die Preise sind moderat. Der Mann am Klavier spielte für uns Wunschmelodien. Wir fühlten uns zurückversetzt in die Fünfziger des letzten Jahrhunderts. Unsere Freunde flogen zurück nach Deutschland. Und wir stiegen in den bequemen Reisebus nach Trinidad/Casilda für 25$ pro Person. 7 Stunden später waren wir wieder auf der "Ludus amoris".

Fazit: Kuba ist für mich eines der letzten "Paradiese". Hier herrscht ausgeprägte Höflichkeit und karibische Fröhlichkeit. Noch hat der Tourismus die Strukturen nicht entscheidend verändert. Natürlich hat der Sozialismus seine eigenen Merkmale. Aber er ist nicht von jener preussischen Machart, wie wir es von jenseits des Eisernen Vorhangs kennen. Die Situation Kubas ist aus den bekannten Gründen schwierig. Aber wenn Fidel Castro, den sie hier trotz aller Entbehrungen lieben, nicht mehr ist, könnte sie sich rasch und total ändern. In Miami sitzen die Exilkubaner in den Startlöchern - mit Unterstützung der USA.

Seglern bietet Kuba alles: herrlichen Wind, herrliche Reviere. Zwar sind die Versorgungsmöglichkeiten eingeschränkt - Gemüse, Tomaten, Orangen, Kokosnüsse - aber Fisch und Lobster sind dafür reichlich vorhanden. Wer zwischendurch seinen Luxus braucht, kann in die Touristenhotels gehen, wo alles geboten wird. Diesel und Wasser sind in Marinas vorhanden. Schiffszubehör für Jachten ist kaum zu finden. Es sei denn, man kommt mit einer Charterniederlassung ins Geschäft.

Es ist sinnvoll, kleine Dollarscheine bei sich zu haben. 100- und 50-Dollarscheine werden sowieso kaum akzeptiert, was weltweit ein Problem ist. Im Landesinnern zahlt man mit Kuba-Pesos. Dadurch lebt man äußerst günstig. Pesos können in offiziellen Cadecas eingewechselt werden: also nicht auf der Bank!

Für uns war Kuba eine sehr schöne Erfahrung, die wir nicht missen wollen. Obwohl sozialistisch, ist es ausgesprochen sympathisch. Es gab keine Reisebeschränkungen und keine Kontrollen außer den beschriebenen.. Die Begegnungen mit den Offiziellen beim Einklarieren sind zwar manchmal ermüdend, aber problemlos. Wer dies also in Kauf nehmen kann, dem tut sich ein schönes Land auf. Und: wo in der Welt zahlt sich Ärger mit den Authorities aus?

Literatur:
Nigel Calder - Cuba, a Cruising Guide (Imray)
Cuban Charts

Einklarierungshäfen im Süden: Santiago de Cuba, Cienfuegos



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Letzte Änderung / Last change: Freitag, 18. Februar 2005