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Ost - Küste USA von Fort Lauderdale FL bis New York Reisetipps von Jakob Staubli, S/V "James McDust"
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Nautische Dokumente / Karten Relativ preiswert sind die Chartkits von Maptech, da in handlicher Form die Karten für Buten (Küstenfahrt) wie auch die Karten für Binnen (Intracoastal Waterway), darin enthalten sind. Gewöhnungsbedürftig ist, dass die Karten des Binnenteils nicht mit Nord oben gedruckt sind und die Standortbestimmung über Koordinaten relativ aufwendig ist. Ersteres kennt man auch von anderen Binnengewässerkarten. Maptech Chartkit Region 7: Florida East Coast Fernandina to the Keys,. Key West and the Tortugas, incl. St Lucie Channel and Lake Okechobee $ 120 Maptech Chartkit Region 6: Norfolk VA to Jacksonville FL $ 120 Maptech Chartkit Region 4: Chesapeake and Delaware Bays $ 120 Maptech Chartkit Region 3: New York to Nantucket & Cape May $ 120 Kartenkopien (sehr preiswert!!) aller amerikanischen Seekarten gibts bei: www.tidesend.com Diese amerikanischen Karten sind brauchbar, entsprechen aber nicht der uns gewohnten Qualität britischer Admiralty Charts oder deutscher- und französischer- Karten. Immer wieder sind Druckfehler festzustellen, z.B. Koordinatennetz verschoben, Wassertiefen sind oft nicht genau, meist weniger tief. Es lohnt sich stets ein Auge aufs Echolot zu richten und die Fahrweise rechtzeitig anzupassen. Grundberührungen sind, von ein paar wenigen Stellen, die zudem meist mit Seezeichen bezeichnet sind, abgesehen, nicht gefährlich, da es sich beim Grund um weichen, schwarzer Schlick handelt. Dann kommt man entweder selber wieder frei oder muss etwas warten bis die Tide stimmt. Die Amerikaner rufen dann einfach nach dem Tow - Boat US das sie freischleppt. Da ich selber immer wieder Kollegen freigeschleppt habe, nannte man mein Boot "Tow Boat Swiss". Es könnte sich lohnen bei Boat US Mitglied zu werden, da sich Mitglieder günstig für unbeschränktes Abschleppen versichern können(ca. 130$ für Jahresbeitrag und Versicherung für unlimitiertes Abschleppen und Pannenhilfe). Die Mitgliedschaft kann über das Internet www.boatus.com oder direkt bei einem der sehr zahlreichen Tow-Boat US direkt vor Ort erworben werden. Zahlung mit Kreditkarte. Nautical Guides Die Qualität der Guides ist sehr unterschiedlich. Mit den folgenden war ich zufrieden: Captn Bob Books Anchorages along the Intracoastal Waterway from Hudson to Florida 14$ Captn Bob Books Marinas along the Intracoastal Waterway 14$ Guide to Cruising the Chesapeake Bay by Chesapeake Bay Magazine 34.50$ Reeds Nautical Almanach Nicht empfehlen möchte ich die Embassy Guides, die vollgepackt mit Inseraten mehr Restaurant- und Marinaführer, denn nautisches Handbuch schienen. Reisebeschreibungen: E. Hiscock Atlantik Kreuzfahrt mit Wanderer III Delius Klasing vergriffen M. Furrer Big Loop (Fahrt mit Motoryacht) Delius Klasing Intracoastal Waterway (ICW) Ein Binnenwasserweg von New Jersey bis nach Texas der, ein paar Inlets (Seegatte) und die Delaware Bay ausgenommen, sehr guten Schutz bietet. Er kann somit unter praktisch allen Wetterbedingungen befahren werden. Segeln ist oft möglich, verlangt aber einen guten Ausguck, damit Fahrwasserzeichen und andere Boote die sich unter der Genua verbergen mögen, nicht übersehen werden. Die amerikanischen Liveaboards segeln unter Genua und Motorunterstützung, das Gross bleibt eingerollt im Mast. Wenn ich keine Rollgenua hätte würde ich wahrscheinlich einen Niederholer riggen. Es werde sehr viele Fischerboote, die ihre Liegeplätze in Flüssen, zum Teil weit im Landesinnern haben und einige Frachtschiffe (meist Schubschiffverbände) angetroffen. In der Chesapeake Bay und der Delaware Bay trifft man Grossschiffahrt aus aller Herren Länder. Der Einfluss der Gezeiten ist sehr unterschiedlich. Von praktisch nur durch Windeinfluss veränderlichtem Wasserstand im Indian River ungefähr ab Melbourne FL bis zum Haulover Canal bei Titusville FL bis zu erheblichen Gezeiten und damit verbunden und damit starkem Strom in den Inlets und Flüssen. Scheinbar gab es früher Tabellen über die Gezeitenströme im ICW, wir haben trotz intensiver Nachfrage keine gefunden. Für ein schwach motorisiertes Segelboot wäre es eine feine Sache wenn bei längeren Distanzen zwischen Inlets mit dem Strom gefahren werden könnte. Ein einziger Hinweis findet sich als Bemerkung in "Anchorages along Intracoastal Waterway": ich zitiere: "Leaving Georgetwon at HW gives you a fair tide almost until Barefoot Landing". Mindestens bei Springtide wird es sich lohnen ein nicht allzu spät am Tage eintreffendes Hochwasser abzuwarten um die rund 45 Meilen nach Barefoot Landing unter den Kiel zu nehmen. Fahrwasserbezeichnung: Das Fahrwasser ist nach IALA System B von Nord nach Süd bezeichnet , "Red right returning" wie die Amerikaner sagen. Zusätzlich sind die Steuerbord Daymarker, normal dreieckig, Spitze nach oben, rot, mit einer dreieckigen goldfarben fluoreszierenden Markierungen versehen währenddem die Backbord Daymarker (quadratisch grün) eine ebenfalls goldfarben fluoreszierende, quadratische Markierung aufweisen. Das sollte man sich merken, da der ICW immer wieder in Fahrwassern von Inlets (Seegatte) geführt wird und dort die Betonnungsrichtung ändert. An den genannten Markierungen kann man mit Gewissheit erkennen welche Fahrwasserzeichen den ICW bezeichnen und welche Seezeichen anderen Fahrwassern zugeordnet sind. Man sollte sich auch merken, dass die Seezeichen an engen Stellen des Fahrwassers ausserhalb desselben platziert sind. Die Brücken über den ICW sind entweder als feste Brücken (fixed Bridges oder als Hebe- (Lift-), Schwing- (Swing) oder Klappbrücken (Drawbridge) vorhanden. Der Folklore zuliebe ist in der Nähe von Myrtle Beach NC noch eine Pontonbrücke vorhanden. Die festen Brücken zwischen Port Everglades (Fort Lauderdale) und Norfolk haben 65 Fuss Durchfahrtshöhe. Manchmal hat es an den Brücken Tafeln auf denen die Durchfahrtshöhe, bezogen auf den aktuellen Wasserstand, ersehen werden kann. Diese Tafeln sind aber mit Vorsicht zu geniessen. Bei einer Brücke auf deren Tafel eine Durchfahrtshöhe von 66 Fuss angab (1. Brücke nördlich von Vero Beach FL) haben wir mit der VHF Antenne recht heftig touchiert. Wir nehmen an, dass der Unternehmer zum Erstellen der Tafel einen Arbeiter mit zu kurzen Füssen erwischt hat. Denn bei anderen Brücken deren Durchfahrtshöhe mit nur 63 oder 64 Fuss angezeigt wurde, konnten wir problemlos, wen auch mit leicht an der Brückenuntersicht schleifender Antenne, durchfahren. Hebebrücken öffnen oft ohne Aufforderung wenn man und noch ca. 100 Yards vor der Brücke ist (der letzte Daymarker (Seezeichen) vor der Brücke gilt oft als Opening Distance) und der Brückenwärter, oder Brückenwärterin, das Boot wahrgenommen hat. Sonst wird auf Verlangen geöffnet (on Demand). Akustisch kann mit dem Horn einmal lang und einmal kurz Signal geben was dem Brückenwärter anzeigt, dass das Öffnen der Brücke verlangt wird. Oder einfach über VHF auf Kanal 09 oder 13, mit niedriger Ausgangsleistung: "Name der Brücke, Name und Art des Bootes (Sailing Vessel oder Motor Vessel), Fahrtrichtung: southbound oder northbound, Höflichtkeitsformel, "we Request an opening" oder höflicher "may I ask you for an opening". Und das in der Nähe der Brücke, ca. 200 Yards entfernt. Der Brückenwärter meldet sich meist schon auf den ersten Aufruf hin und wird mitteilen, dass er oder sie die Brücke wenn wir näher sind öffnen wird oder begründen wieso das nicht sofort erfolgen kann. Viele Kollegen fahren ohne Guides oder wissen aus anderen Gründen nicht um welche Brücke es sich handelt, denken dann es sei eine Brücke die nur zu gewissen Zeiten öffne und warten dann zu weit weg. Der Brückenwärter macht die Brücke nicht auf, bevor das oder die Boote nahe genug sind. So mussten wir einmal die "Herde" zusammentreiben, da uns der Brückenwärter partout nur in Gesellschaft durchfahren lassen wollte und die Kollegen, die die Brücke verwechselt hatten, meinten sie gehe erst zur vollen Stunde also in etwa 40' oder so, auf. Sie hatten ca. eine halbe Meile vor der Brücke Wartestellung bezogen, da sie nicht, vermeintlich lange, in der Strömung vor der Brücke warten wollten. Welcher VHF Kanal, der Name der Brücke und auch der Öffnungsmodus ist normalerweise auf Schildern an den Brücken ersichtlich, allerdings muss man schon sehr nahe sein damit man es durch das Fernglas, geschweige denn von blossem Auge, erkennen kann. Über Beschränkungen der Brückenöffnung gibt der Guide "Anchorages along the ICW" Auskunft (siehe Guides). Hier noch drei wissenswerte Besonderheiten: Am Virgina ICW, zwischen dem Currituk Sound und Norfolk, ist eine feste Brücke mit 60 Fuss kartographiert, tatsächlich sind es aber 65 Fuss Durchfahrtshöhe. Die Durchfahrt von Fort Lauderdale nach Miami ist auf dem ICW nur mit 56 Fuss möglich da die feste "Julia Tuttle Causeway Bridge" nur diese Durchfahrtshöhe aufweist. Wenn diese Durchfahrtshöhe nicht ausreicht muss man vor der Küste fahren, was vor allem südwärts ganz nahe unter der Küste erfolgen sollte um den Neerstrom auszunützen, der Golfstrom weiter vor der Küste strömt kräftig nach Norden. Die Fahrt zwischen Fort Lauderdale und West Palm Beach auf dem ICW lohnt nicht. Die Ufer sind dicht bebaut, die Marinas sind teuer und Ankerplätze rar bis nicht vorhanden. Ein möglich scheinender Ankerplatz hat schlecht haltenden Grund, wie wir trotz 35kg Anker, der an diesem Platz zum ersten mal nicht griff, feststellen mussten. Viele der zu öffnenden Brücken werden meist nur zweimal oder sogar nur einmal pro Stunde geöffnet und zu gewissen Zeiten gar nicht (Meist zwischen 7 - 9 a.m. und 4 - 7 p.m.). So braucht man für diese 30 Meilen locker einen ganzen Tag (Statute Miles auf dem ganzen ICW und nicht Nautical Miles, da Binnengewässer). Washington DC: die Hebebrücke der I-295 (auf 38-47N, 77-02W), etwa drei Meilen südlich des Ronald Reagen Airports, öffnet nur nachts und auf Grund einer Anmeldung, die 24 Std vorher zu erfolgen hat. In New Jersey sind einesteils die Brücken über den ICW viel zu niedrig für ein Segelboot, andererseits ist er teilweise sehr seicht. Darum kann der ICW in diesem Staat, mit mehr als 4 Fuss Tiefgang und/oder mehr als 25 Fuss Höhe, nur Streckenweise, aber nicht durchgehend befahren werden. Beim Manasquan Inlet ca. 20 Seemeilen südlich von Sandy Hook endet für der ICW auch für die nordwärts fahrenden kleinen Boote . Fahren bei Dunkelheit ist möglich aber nicht empfehlenswert. Einmal sind die Seezeichen weit auseinander und nicht alle beleuchtet und zweitens sind von den Fischern viele Krabbenkörbe (Reusen bzw. Crabpots) an Bojen ausgesetzt, der Leinen beim Überfahren mit der Schraube unklar kommen können und schon manchen Skipper in Bedrängnis gebracht haben. (Hail for Towboat US on Channel 16, working channel 12). Liegeplätze a) in Marinas: Entlang dem ICW sind zahlreiche Marinas in unterschiedlicher Grösse, Preislage und Qualität vorhanden.. In Südflorida sind die Marinas meist in der Grössenordnung von 1.25$ bis 2$ pro Fuss, werden gegen Nordflorida etwas weniger teuer und berechnen dann ab Chesapeake Bay wieder mehr. Portsmouth VA, St. Michaels MD, Annapolis und Baltimore MD sind im Sommer ebenfalls etwas teurer so um 1.75 herum, mehr zugelangt wird dann wieder in Washington DC und später in New York. Die Preise rangieren ab ca. 30 Cents pro Fuss in the Middle of Nowhere bis 4$ pro Fuss, als Maximum, das wir in Atlantic City bei der Trump Marina bezahlt haben Somit haben wir trotz unserem bescheidenen Lebensstil, den etwas luxuriöseren von Herrn Trump finanzieren helfen. Ha, ha. Im Heft "Marinas along the ICW" von Captn Bob werden die Marinas tabellarisch beschrieben und erschöpfend Auskunft gegeben, von den Preisen für Diesel und Benzin, über den Preis pro Fuss für die einmalige Übernachtung (Transient) oder als Dauerlieger. Und natürlich darüber was alles geboten wird. (z. Beispiel ob Courtesy Car zum Einkaufen, ob Swimming Pool - das Wasser im ICW lädt nicht zum Bade ein - ob ein Golfplatz in der Nähe, Aufenthaltsraum mit TV oder nicht, Waschmaschinen und Tumbler usw.), alle Marinas sind mit Adressen und Telefon, Fax, e-mail und evtl. web page aufgeführt. b) Ankerplätze und Moorings Bei entsprechender Planung ist es möglich von Fort Lauderdale bis Norfolk durchzufahren und jede Nacht an einem Ankerplatz zu verbringen. Das belastet die Bordkasse weniger, trotzdem ist möglich all die schönen Orte an Land zu besichtigen. Wasser ist kein Problem da die Tankstellen, wenn man Brennstoff bunkert, Trinkwasser gratis abgeben. Es kann vorkommen, dass zwei Wassersorten vorhanden sind, oder aber dass das Wasser von möglicherweise zweifelhafter Qualität ist, erst fragen dann einlaufen lassen. Wir geben bei jedem Bunkern Desinfektionsmittel bei (eine Messerspitze Kaliumpermanganat, da das beliebte Micropur Alumuniumtanks durch Elektrolyse beschädigen kann). An einigen Ankerplätzen ist man mit starken Tidenströmen konfrontiert. Es ist daher nicht zu vermeiden sich vor zwei Buganker, ein Anker stromauf, einer stromab, zu legen (vermuren). Die Amerikaner nennen das "Bahamian Style", da man in den Bahamas oft genau so ankern muss. Als Europäer wundern wir uns immer wieder über das Ankergeschirr unserer amerikanischen Freunde. Ankerketten, ausser als Kettenvorlauf, sind wenig verbreitet und Ankertrossen, Rode genannt, sind im Durchmesser garantiert nicht überdimensioniert. Dass die Boote vor Anker ins Treiben geraten ist nicht unüblich. Als Ankerlieger ist es manchmal schwierig an Land zu kommen. Es ist verpönt bzw. untersagt an Privatstegen mit dem Dingi oder der Yacht anzulegen, es sei denn man habe die Erlaubnis dazu bekommen. Vom einfachen "Private No Trespassing" bis zu "Armed Response" sind alle Stufen der Verbotstafeln zu sehen. Allerdings wird einer höflichen Anfrage von Privaten ab und zu entsprochen, weniger in Florida (Südteil) als von Georgia nordwärts. Nie bei Condos (Appartmenthäuser) oder Resorts, da die Angestellten keine Kompetenz haben Ausnahmen zu gestatten. Also immer nach einem Public Dingi Dock fragen oder suchen. Das Dingi sollt am Dock mit einer langen Leine belegt werden, damit möglichst viele Beiboote Platz haben. Es lohnt sich, das Dingi und den Aussenborder mit Vorhängeschloss zu sichern. Versorgung: Ist nicht so einfach wie in Europa. Daher ein etwas langer Absatz über den Lebensmitteleinkauf. Wer sich aber schon mal in den USA ohne Auto durchschlagen musste, wird mir zustimmen. Die Ortschaften in den USA sind immer grossflächig. Vernünftige Lebensmittelläden findet man nicht mehr in den Zentren, wo die Mieten hoch sind, sondern draussen auf der grünen Wiese. Der Lebensmitteleinkauf ist daher immer mit mehr oder weniger grossem Aufwand verbunden. Man kann in einer Marina liegen die einen Courtesy Car für Fahrten zum nächsten Grocery Store kostenlos zur Verfügung stellt oder man muss ein Taxi oder einen Mietwagen nehmen, was relativ teuer ist. Es lohnt sich daher beim Crewwechsel einen Wagen zu mieten evtl. in Absprache mit der vorgehenden Crew. Einwegmieten vermeiden. Alle FahrerInnen im Vertrag eintragen lassen, auch wenn das mehr kostet. Wir haben gute Erfahrungen mit Grosseinkäufen gemacht, so dass wir dann mindestens eine Woche unabhängig waren. In den Guides werden zwar immer wieder Convenience Stores (Sortiment: Softdrinks, Chips, Sandwiches, Süssigkeiten, evtl. weisses Brot, Telefonkarten) erwähnt, aber in denen finden Europäer, ausser vielleicht den Sandwiches, nicht viel Brauchbares zu kaufen. Oft geben die Ketten Kundenkarten heraus mit denen man von Sonderangeboten profitieren kann. Es lohnt sich, sich beim Kundendienst im Laden so eine Karte, die im Übrigen kostenlos ist, zu beschaffen. Die Karten kann in allen Geschäften der gleichen Kette verwendet werden. (Kundenkarten bei: Food Lion, Harris Teeter, Giant Food usw. in Florida hatten Winn Dixie und Publix im November 01 noch keine Kundenkarten). Da die Preise nur am Regal angeschrieben sind, lohnt es sich erfahrungsgemäss auf die Preise die an der Kasse eingelesen werden zu achten oder den Kassenzettel zu kontrollieren. Zahlung ist mit Kreditkarte möglich (Visa, Master evt. Amexco, sehr selten Diners). Hier unsere Erfahrungen mit dem Einkaufen von Süden nach Norden: Hollywood FL: Publix ca. 1.5 Meilen von der Marina entfernt, zu Fuss, Taxi oder Bus Fort Lauderdale FL: kein Supermarkt in Gehdistanz. Taxi zum Publix in der 17th Strasse (Southport shopping mall) oder zum Winn Dixie in der Nähe des Publix (Taxi oder Bus), ein gut sortierter Laden, Bluewater (www.bluewaterweb.com) verkauft Seekarten und Handbücher, direkt neben Publix Titusville FL: SAL (Save a Lot) mit beschränktem Sortiment (wenig Milchprodukte) ca. 250 Yards von der Marina. San Augustine: FL ca. drei Meilen von der Marina mit dem Bus Jacksonville Beach FL: Diverse (Publix / WinnDixie/ Waltmart) ca. 1,5 - 2 Meilen von der Jacksonville Beach Marina entfernt. Charleston SC: Municipal Marina hat Courtesy Van der zum Einkaufen zu Harris Teeter fährt. Öffentliche Bibliothek mit Gratis Internet und e-mails. Für Amerika gutes Busnetz für die Innenstadt. Tageskarte 2$.Seniorentickets für 50 Cents ab 55 Jahren. Die Busse sehen orignell aus dafür wird man beim Fahren auch kräftig durchgeschüttelt. Amerika du hast es nicht immer besser. Georgetown SC: vieles in der Nähe sofern man vor dem Ort vor Anker liegt. Der Ort ist sehr sypmpathisch. Öffentliche Bibliothek mit Gratis Internet Zugang und e-mail. Bei Nordwestwind gibt's schmutzigen Niederschlag aus den Kaminen des nahe gelegenen Stahlwerkes und der Papiermühle und man hört nachts den Lärm der Werke. Barefoot Landing (North Myrtle Beach) SC: man kann gratis längsseits festmachen. Evtl. im Päckchen, kein Wasser, keine Elektrizität. Grosse Shopping mall, Grocery store und Walmart mit dem Bus erreichbar. Wrightsville Beach NC: Läden mit beschränktem, teurem Sortiment in der Nähe des Ankerplatzes im Ort, sonst Taxi. Beaufort NC: beim North Carolina Maritime Museum gibt's einen Oldsmobile Station als Courtesy Car für Segler. Mit dem Wagen kann man zu Food Lion, ca. 2,5 Meilen entfernt, fahren. Der Wagen wird gratis zur Verfügung gestellt, bitte wieder sauber zurückgeben und eine Donation in das Kässeli geben. Das Museum lohnt den Besuch, sehr schöne Bibliothek mit Galerie und grossem Cheminée und komfortablen Polstermöbeln im englischen Stil wo beim Schmökern in den ebenfalls aufliegenden nautischen Zeitschriften die Zeit im Fluge vergeht. Öffentliche Bibliothek mit Gratis Internet Zugang in der Nähe des Museums. Vor dem Burger im St. James Cafe sei gewarnt. Er wird als bester Burger Beauforts angepriesen, wenn das stimmt, ist anzunehmen, dass der Verzehr von Burgern in Beaufort eher unterdurchschnittlich ist. Ocracoke NC (Outer Banks) gut sortierter, aber teurer General Store direkt am Ankerplatz am Silver Lake. Stimmt, für den preiswerten Einkauf fahren wir auch nicht nach Sylt. Elizabeth City NC: da wir uns unterdessen an die Distanzen gewöhnt haben ist der Grocery Store (Food Lion) in Gehdistanz (ca. 2 Meilen), für den Heimweg Taxi nehmen, ca. 4$. Öffentliche Bibliothek im Stadtzentrum, ca. fünf Minuten zu Fuss vom Liegeplatz, mit Gratis Internet und e-mail. Portsmouth/Norfolk: VA für Grosseinkauf Taxi nehmen, ca.3-4Meilen. Willoughby Bay: Norfolk, aus Ausgang zur Cheasapeake Bay: Rebel Marina hat Courtesy Car, zum Einkaufen Richtung Airport ca. 2,5 Meilen. Bekanntes, relativ preiswertes Restau-rant mit Seafood Buffet für 20$ neben der Marina. Deltaville VA: Grocery Store etwas 2,5 Meilen, kein Taxi. In den Marinas gibt's Fahrräder (z.B. Fishing Bay Harbour Marina). Allerdings kann man auch an der Tankstelle im Ort jemanden fragen, dann wird man mitgenommen. Nach dem Einkauf auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt fragen. Öffentliche Bibliothek mit Gratis Internet und e-mail. Cambridge MD: im Ort keine Lebensmittelgeschäfte mehr vorhanden. Öffentliche Bibliothek mit Internet und e-mail (gratis). Kostenloser Liegeplatz längsseits an Quai vor dem Countybuilding. St. Michaels MD: guter Generalstore direkt im Ortszentrum in der Nähe der Marinas und der Ankerplätze. Öffentliche Bibliothek. Annapolis MD: Verschiedene grosse Lebensmittelgeschäfte mit dem Bus (Annapolis Transit) erreichbar. Bushaltestellen sowohl vom Ankerplatz im Spa - Creek wie auch vom Back Creek gut erreichbar. Giant Food hat ein gutes Sortiment, Fresh Fields bietet auch mehrere Bioprodukte an (z.B. das beste Nature Yoghurt das wir in den USA kaufen konnten). Mehrere öffentliche Bibliotheken, mit Gratis Internet und e-mail, mit dem Bus oder zu Fuss erreichbar. Bootszubehör West Marine ist gut sortiert aber relativ teuer. In den Ladenschäften von West Marine ist nicht das ganze Sortiment gemäss Katalog verfügbar. Oft fehlen die preiswerteren Varianten. Wenn man sich als Kunde eintragen lässt gibt es ab ca. 250$ Umsatz 20$ in Form eines Checks retour. Boatowner US ist in vielen Artikeln wesentlich günstiger, hat aber, zumindest im Katalog, ein weniger grosses Sortiment. Marken Motorenöl z.B. Shell, Esso, Mobil usw. kauft man am günstigsten bei Walmart, der auch ein sehr günstige Eigenmarke im Sortiment hat. Dasselbe gilt für Oelfilter z.B. der Firma Fram die etwa zum halben Preis gegenüber West Marine und zu ca. einem Viertel des Preises des Originalölfilters in der Werkstätte angeboten werden. Getriebeöl der Viscosität SAE 80-90 oder SAE 80 - 140 wird oft unter der Bezeichnung "Gearlube" angeboten. Es ist bei Tankstellen (die haben nur ATF für automatische Getriebe) nicht erhältlich kann aber im Autozubehör (z.B. Pep Boys, Westin Autoparts) oder bei Walmart gekauft werden. Internet Zugang Siehe unter Versorgung. Besonderheit: die meisten Bibliotheken lassen den Versand von attachments zu e-mails nicht zu. Viele Computer haben zudem gar keinen Floppy Drive. Daher ist es auch nicht oder nur auf Nachfrage möglich etwas auf Floppy zu speichern. Es gibt kommerzielle Anbieter, die auf ihren Computern den Versand von attachments zulassen z.B. der vielerorts anzutreffende 24 H geöffnete Copyshop Kinkos. Standorte mit Lageskizzen unter http://www.kinkos.com/ Telefon Europäisches Handy: mit dem Triband Natel (Handy) kann man in den USA relativ teuer telefonieren. Das Natel von Swisscom funktioniert ab Florida bis etwas nördlich von Charleston und dann wieder ab New York. Dazwischen hat es kein GSM Netz, ausser in Washington DC ausserhalb dessen Netz man bald ist. Die ganze Chesapeake Bay hat keine Versorgung mit GSM Standard. Stand November 2001. US Cellphone: man kann aber auch, z.B. beim örtlichen Carrier Verizon ein Cellphone für ca. 100$ kaufen und einen East Coast Prepaid Plan erwerben. Der Anschluss kann, sofern man eine US Kreditkarte mit US Abrechnungsadresse besitzt am Telefon aufgeladen werden, mit Ausland Abrechnungsadresse muss man sich zu einem Verizon Shop oder Radio Shack bemühen. Stand November 01. Für 75$ kann man 214 Minuten telefonieren. Eingehende von überall und ausgehende Anrufe in die USA kosten 35 Cents die Minute ab Freitagabend bis Montag 06 a.m. 10 Cents die Minute. Dieses Cellphone funktioniert dann durchgehend an der ganzen Ostküste, auch auf den Bahamas mit Roaming und ist bis ca. 3 - 5 SM auf See hinaus verwendbar (allerdings abhängig vom Netz, das Handy arbeit digital bzw. analog in Analognetzen). Die Minuten werden als Airtime gezählt, d.h. ab dem Moment wo man die Taste "Send" drückt oder einen Anruf annimmt, beginnt die Zeitberechnung. Leider kann man von diesem Handy aus nicht in die Schweiz aber in andere Länder Europas telefonieren. Anrufe aus der Schweiz sind kein Problem, ausser zu gewissen Zeiten über den Carrier Tele 2, dessen Leitungen dann möglicherweise überlastet sind. Öffentliche Telefone: zum Telefonieren vom Payphone aus verwendet man, ausgenommen Lokalgespräche für 35 Cents pro drei Minuten, am besten eine Telefonkarte. Ansonsten müsste man Unmengen von Quarters (25 Cent Münzen) mitführen. Ein Gespräch in die Nachbarschaft das nicht mehr als Lokalgespräch gilt, kann locker drei vier Dollar für drei Minuten kosten, also12 bis 16 oder mehr 25 Cent Münzen. Telefonkarten 1: Da geht's mit Telefonkarten einfacher. Die Telefonkarten werden nicht in den Apparat geschoben, da dieser dafür gar nicht ausgerüstet ist, sondern man wählt eine 1-800 oder ähnliche kostenlose Nummer ohne Einwurf eines Geldstückes. Nach der Ansage muss man unter Umständen durch Drücken einer Taste die Sprache wählen, entweder Englisch oder Spanisch. Anschliessend muss der Pin Code der Telefonkarte eingegeben werden, meist eine zehnstellige Ziffernfolge. Anschliessend wird über die Höhe des zur Verfügung stehenden Kredites informiert und aufgefordert die Telefonnummer zu wählen, z.B. wenn der CCS in Bern angerufen werden soll: 011- 41 - 31 - 311 74 96 die Eingabe ist mit der # Taste (Poundkey) zu bestätigen. Hierauf erfolgt die Ansage für welche Gesprächszeit der Kredit noch ausreicht und dann wird verbunden. So, nun hoffen wir, dass wir uns nicht verwählt haben, dass die Verbindung zu Stande kommt und dass der/die Gewünschte abnimmt. Wenn nicht, ist man im Falle der falschen Nummer der nicht zu Stande gekommenen Verbindung etwas 2.50$ los. Vor dem Erwerb einer Telefonkarte sollte man das Kleingedruckte des Kartenausstellers lesen. Nicht immer ist derjenige mit dem billigsten Minutentarif in den USA auch günstig für internationale Verbindungen. Für Anrufe ab Payphone wird eine Anschlussgebühr verrechnet die unterschiedlich hoch sein kann. Zusätzlich verrechnen einige Kartenaussteller noch Verwaltungsgebühren die bis 50 Cents pro Woche betragen können. Am Schluss sind dann noch, wenn man Pech hat, zwei $ auf der Karte die nicht vertelefoniert werden können, da die Grundgebühr höher ist. Es kann sein, dass z.B. für einen Anruf in die Schweiz eine Grundgebühr von 2.60 $ für drei Minuten erhoben wird und dann noch pro Minute 3 Cent. So dass dann 13 Minuten Gespräch 2.90 kosten, aber eben, mindestens ein Kredit in Höhe der Grundgebühr muss noch vorhanden sein. Telefonkonto: Im Internet kann man bei www.getpennytalk.com ein Konto eröffnen mit der Kreditkarte einen bestimmten Betrag, mindesten 15$ einzahlen und kann dann von jedem Telefon in den USA aus ob öffentlich oder Privat auf eigene Kosten telefonieren. Zum Telefonieren muss man wie bei einer Telefonkarte ein 1-800 Nummer einstellen und dann sein Konto und die persönlich Pin eintippen. Hierauf kann man preiswert telefonieren z.B. in die Schweiz oder Deutschland für 2Cents pro Minute bzw. 35 Cents wenn ein Natel oder Handy angerufen wird. Pro Anruf werden 49 Cents Vermittlungskosten verrechnet dazu kommen nochmals 50 Cents wenn der Anruf von einem Payfone aus erfolgt. Dies ist unseres Wissens nach die günstigste Möglichkeit von den USA ins Ausland und innerhalb der USA zu telefonieren ohne dass man über einen Festanschluss verfügen muss. Da man über eine 1-800 Nr. anruft sind auch Private, Geschäfte und natürlich auch die Marinas bereit ihr Telefon benützen zu lassen. Customs and Immigration Die USA verlangen bei der Einreise mit einer Segelyacht ein Visum. Es sei denn, dass man einen Einreisestempel im Pass hat, der weniger als 90 Tage alt ist und dass man spätestens bei Ablauf dieser 90 Tage ausgereist ist. Ein Touristenvisum ist, obwohl als unlimitiert angegeben, zehn Jahre gültig. Es kann auch in einem alten, abgelaufenen Pass sein, der in diesem Falle mitgenommen werden muss. Beim Einlaufen in die 3 Meilen Zone ist die Gastlandflagge und darunter die Flagge Q unter der Steuerbordsaling zu setzen. Die Einreise hat in einen Port of Entry zu erfolgen z.B. Miami, Port Everglades, West Palm Beach. Sofern es schon spät ist und niemand das Boot verlässt kann man den nächsten Morgen abwarten bevor der Schiffsführer allein das Boot verlässt und vom nächsten Telefon aus mit dem Zoll Kontakt aufnimmt. Schiffspapiere, Notizblock und Stift mitnehmen. Der Zoll in Miami kann über die Nr. 305-536-5263 in Miami oder Port Everglades 954-356-7240 erreicht werden. Im Cruising Guide für die Bahamas ist auch noch eine 1-800 Nr. des US Custom notiert. Der Zoll wird nach dem Boot , der Flaggschein - Nr. und der Nationalität fragen und ob was zu verzollen ist. Wenn nicht, sagt man dass man Personal Belongings und Ship stores habe. Hierauf wird vom Zoll ein Ziffern und Zahlenfolge als Clearence angegeben, die man notieren muss. Nachher lässt man sich mit der Immigration verbinden um sich und die Crew dort ebenfalls zu melden. Wenn die Beamten nicht an Bord kommen wollen muss hierauf die ganze Crew persönlich auf dem Büro der Immigration erscheinen, Pass mit VISA oder Pass mit Einreisestempel weniger als 90 Tage alt und grüne Einreisekarte sind mitzubringen. Den Beamten am Telefon fragen wo sich das Büro befindet, da die Taxifahrer dies oft nicht wissen. Beim Zoll wird für das Boot gegen Gebühr eine Cruising License ausgestellt die ein Jahr gültig ist. Das gilt nur für Staaten die ein entsprechendes Abkommen mit den USA habenz z.B. Deutschland, Schweiz, Frankreich usw.) Fazit: Es lohnt sich die Ostküste der USA mit dem Boot zu bereisen und Land und Leute kennen zu lernen. Die Natur ist beeindruckend und in den abgelegenen Teilen von grosser Schönheit. Die vielen kleinen Städtchen die zum Teil in den Tagen der ersten Pioniere gegründet wurden sind reizend und mit den alten Häusern in den Baumalleen auch sehr romantisch. Das Wasser, das im Sommer bis 30° C warm ist, ist leider von moorig brauner Farbe und lädt den karibikverwöhnten Segler nicht zum Bade ein. Wer sich überwinden kann, sollte auf die vielen Quallen acht geben. |
