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El Hierro - "al fin de mundo" ?
von Ute & Horst Brandenburger SY "NEMO"
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Nur wenige Segler "verirren" sich nach El Hierro, die mit 278 km² kleinste Insel des kanarischen Archipels. Eigentlich schade, denn El Hierro ist eine Reise wert. Es ist kein Umweg, auf dem Weg in die Karibik oder zu den Kap Verden liegt diese wunderschöne Insel fast auf dem Weg. Zugegeben, Häfen gibt es nur zwei und die sind vom Liegen her lange nicht so komfortabel wie man das von den kanarischen Marinas gewohnt ist. Es ist eher ein wenig schwellig und wenn man Pech hat sogar sehr. Puerto de la Estaca ist der Fährhafen Hierros und am besten ankert man in der kleinen Bucht auf ca. 5m über Sand. Die 200m lange Hafenmole ist den Fährschiffen vorbehalten, aber ganz hinten, neben der Kranbox sind 1-2 gute Plätze zum festmachen. Dort kann man sich seitlich verspannen und schon ist es auszuhalten. Hafengebühren werden nicht erhoben. Der Ort selber bietet nichts außer einer kleinen Bar und der Bus fährt nur wenn eine Fähre kommt oder ablegt von und nach Valverde. Aber es ist kein Problem per Anhalter eine Mitfahrgelegenheit zu finden: einfach lächeln und Daumen hoch. La Restinga ist ein kleiner Fischerhafen im Süden. Man kann hier an die Pier, was aber wegen des Schwells nicht zu empfehlen ist. Besser ist man ankert auf ca. 8 Meter oder versucht eine Mooring zu bekommen. Die Moorings gehören den ansässigen Fischern und den Tauchbasen. Mit den Leuten reden und dann bekommt man in der Regel auch eine. Das Hafenbecken selbst ist schon ein kleines Tauchparadies für sich. Das Wasser ist sehr klar und es gibt eine Vielzahl an Fischen zu beobachten. Sogar eine große Schildkröte schwimmt hier regelmäßig rum. Gute Tauchspots gibt es rund um Restinga, welche wohl zu Recht mit zu den schönsten Europas zählen. Von La Restinga aus kann man schöne Wanderungen durch die Lavalandschaft unternehmen und es fährt auch ein Bus Richtung Valverde. Hier im Fischerhafen gibt es einen Travellift mit konkurrenzlos günstigen Preisen. Eine Kranbewegung für ein 13 Meter-Schiff kostet 60 Euros. Ein kleiner Ausstatter der zwar mehr auf Fischereibedarf eingestellt ist bietet das Notwendigste. Frischen Fisch zu akzeptablen Preisen gibt es fangfrisch am Hafen zu kaufen. Generell ist die Versorgung auf der Insel auch nicht schlechter als auf den Nachbarinseln. In Valverde gibt es größere Supermärkte, in La Restinga nur 2 Miniläden. Ein wenig teurer als in Las Palmas und Santa Cruz aber nicht allzu viel. Wenn man gut verproviantiert hier ankommt macht das fast gar nichts aus. Die notwendigsten Sachen sind erhältlich und Frischproviant für die lange Überfahrt ist überhaupt kein Problem. Die Insel ist traumhaft schön und vom Massentourismus bislang verschont geblieben. Die beinahe irisch anmutenden Weidehochflächen, die Cumbre mit ihren Kiefernwäldern, die beiden von riesigen Steilwänden eingerahmten Buchten El Golfo und La Playas sowie die weiten Lavafelder und die eigenartigen Sabinas, der windgeformten Zedernwacholder - das Wahrzeichen El Hierros, sind einfach einen Besuch wert.
Crew "Nemo" und der To-Stützpunktleiter Jörn-Ulrich Horenkohl.Und last but not least der TO-Stützpunkt auf Hierro. Wir hatten eine sehr schöne Zeit zusammen. Auf diesem Weg noch mal ein herzliches Dankeschön für alles an Uli und Marlies. Irgendwann kommen wir bestimmt noch mal wieder! |
