| Keine Energieprobleme mehr auf Yachten | |
|---|---|
| Teil 1 |
Ankerlampe oder Deckenlampe mit modernen SMD-LEDs |
| Teil 2 |
Drei Laternen in einem Gehäuse |
| Teil 3 |
Ein Dämmerungsschalter als Adapter |
| Teil 4 |
Ein einfacher Solarregler mit sehr gutem Wirkungsgrad |
| Teil 5 |
Eine neue LED-Lampe mit 92 % Energieeinsparung |
Von Lothar Jürgens, S.Y.Victoria
syvictoria@gmx.net
Dieses Problem muss heutzutage eigentlich keines mehr sein, wenn einige Dinge berücksichtigt werden.
Stromfressende
Glühlampen und Leuchtstofflampen sollten ins Museum verbannt werden, ebenso
energieabsorbierende elektronische Geräte.
Heute,
in der Zeit der LED-Technik und stromsparenden Mosfet-Bauteile, ist nur noch ein
Bruchteil der bisherigen elektrischen Energie erforderlich.
Ein
ständiges Ärgernis auf unserer Weltumsegelung war die Ankerlaterne. Verließen
wir die Yacht am Tage, konnten wir schließlich nicht schon die Ankerlaterne
einschalten, der Stromverbrauch wäre zu hoch gewesen. Ein Dämmerungsschalter
wurde gebaut und zwischen Batterie und Schalter gesetzt. Es half, den
Stromverbrauch etwas zu reduzieren. Doch an bewölkten und windlosen Tagen, wenn
weder Solar- noch Windgenerator Strom erzeugten, war auch dieser Verbrauch zu
hoch.
Auf
Tarawa, Kiribati schalteten wir unsere Ankerlaterne nicht ein. Das Resultat war
ein stundenlanges Suchen nach unserer Yacht nach Mitternacht, bei stark bewölktem
Himmel und Neumond. Dieses unschöne Erlebnis brachte mich damals auf die Idee,
aus fünf super hellen roten Leuchtdioden (ich hatte nur diese roten Dioden),
eine Ankerlaterne mit integriertem Dämmerungsschalter zu bauen. Mit ca. 25
Milliampere Verbrauch bei 12 Volt, wurde sie mit weitem Abstand die sparsamste
Ankerlaterne der Welt und in dem Peanut-Butter-Gehäuse sicher auch die günstigste.
Das
Manko der roten Dioden wollte ich später, wenn anders farbige Dioden zur Verfügung
stehen würden, ändern. Damals war mir noch nicht bekannt, das uns unsere
„rote Laterne“ bis nach Singapur den Weg zur Yacht zeigen musste. Erst dort
bekam ich vier Jahre später die gerade auf dem Markt erschienenen neuen
Leuchtdioden.
Nicht fünf, sondern zehn
Dioden spendete ich jetzt für die neue automatische Ankerlaterne. Die Lampe
wurde in ein in Asien hergestellten kleines Ankerlaternengehäuse mit
Fresnellinse eingebaut.
Von dieser Ankerlaterne waren
wir so begeistert, dass wir das gute Stück gleich registrieren ließen. Erst später
stellte sich leider heraus, dass das Laternengehäuse mit Fresnellinse ein
Schlag ins Wasser war: Das Glas wurde rissig und völlig Matt. Unser günstiges
Erdnussbutter-Gehäuse überdauerte vier Jahre ohne zu erblinden, dieses relativ
teuere Stück nicht einmal ein Jahr.
Heute
verwenden wir ein schönes UV resistentes Laternen-Gehäuse in welchem wir
unsere automatische Ankerlampe mit Dämmerungs-Schalter
Nun zur Bauanleitung
einer modernen manuellen SMD-LED-Anker-Lampe, Tragweite gut 3 SM, Stromverbrauch
60 Milliampere bei 12 Volt. Diese
kleine LED-Anker-Lampe mit 0,72 Watt Verbrauch, ist so hell wie eine 10 Watt
Halogen-Glühlampe, deren Stromverbrauch liegt jedoch bei etwa 833 Milliampere,
also fast um Faktor 14 höher. Doch nicht genug, die Lebenserwartung dieser
LED-Lampe ist auch noch etwa um Faktor 15 höher.
Diese
Argumente sollten eigentlich jeden Segler überzeugen.
Noch ein Tipp: Drei dieser folgend beschriebenen Decken-Lampen in ein vorhandenes Leuchtstoff-Lampen-Gehäuse gesetzt, geben mehr Licht als die veraltete Leuchtstofflampe und stören den Funk nicht.
Die Baubeschreibung einer Ankerlampe oder Deckenlampe mit modernen SMD-LEDs, Verbrauch bei 12 Volt nur 60 Milliampere = 0,72 Watt
Als Anker-Lampe
Als Decken-Lampe
Halogen-Sockel
Komplette Decken-Leuchte
Die Bauteile können in jedem gut sortierten Elektronik-Geschäft gekauft werden, z.B. Conrad-Electronic.
Abhängig davon wie die SMD-LEDs auf die Leiterplatte gelötet werden, kann die Lampe in jede vorhandene Anker-Laterne oder Decken-Leuchte eingesetzt werden.
Bitte unbedingt auf die Polarität der SMD-LEDs achten, die Kathodenseite ist an der Ecke abgeschrägt, alle LEDs zeigen in die gleiche Richtung.
Die Bohrungen für die Widerstände sind 0,8 mm, für die Schottky-Diode 1 mm und für die beiden Lötstifte 1,3 mm.
Zum Schutz vor Korrosion wird die Leiterplatte komplett verzinnt.
Sollte das weiße Licht in der Deckenleuchte störend sein, kann ein sehr leicht getöntes gelb-braunes Plexiglas eingesetzt werden.
Wer keine Möglichkeit hat die Leiterplatten zu fertigen kann diese oder auch die fertigen Lampen / Leuchten von mir beziehen.
Lothar Jürgens, Segelyacht
"Victoria" Tel.: +34 / 650 250 26, syvictoria@gmx.net
