In Spanien ist eine neue Verordnung in Kraft getreten, wonach alle Schiffe - besonders betroffen sind Sportboote - eine Seezeichen- und Leuchtfeuergebühr, genannt Tarifa T-0 (T-Zero), zu entrichten haben.
Die Jahresgebühr für unseren Katamaran liegt bei ca. DM 1.012,-- Im Vergleich dazu zahlt ein Küstenfischer pro Jahr ca. DM 28. Würden wir- wie die Hochseefischer nach BRT eingestuft, läge unsere Jahresgebühr gar bei nur ca. DM 11. Es steht außer Diskussion, daß auch Sportboote ihren Beitrag zu Einsatz und Instandhaltung von Seezeichen und Leuchtfeuern leisten müssen, allerdings kann die momentan so ungerechte Tarifstaffelung nur lauten Protest hervorrufen. Denn es sind doch gerade die Fischer und die Berufsschiffahrt, die sich Tag und Nacht auf See befinden und daher besonders von Seezeichen und Leuchtfeuern abhängig sind, während wir Sportbootfahrer des Nachts in der Regel im Hafen oder in einer Bucht liegen und auch mal für längere Zeit an einem Ort verweilen (z.B. als Winterlieger). Dass wir mit einem Katamaran im Hafen höhere Liegegebühren bezahlen, weil wir mehr Fläche beanspruchen, ist klar - aber wir benötigen doch nicht doppelt so viele Seezeichen und Leuchtfeuer nur weil wir auf zwei Rümpfen segeln!? Krass ist auch die Grenze bei den kleinen Sportbooten: zahlt eine 6.90m Segelyacht nur einmalig bei Zulassung DM 71,-- so muss eine Yacht von 7.50 x 2 m (= 15 m2 Fläche) jedes Jahr DM 171,-- berappen! Gerne wären wir noch in Spanien geblieben, aber unter diesen Umständen haben wir das Land nach Ablauf der ersten T-0 Frist (10 Tage) sofort verlassen. |