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Eine gute Sache stinkt zum Himmel

Fäkalien/Grauwasser-Tanks an Bord, einige Erfahrungen
von SY ARION


Wie wir 1981 mit dem Bau unserer ARION begannen, haben wir aus eigener Überzeugung und im Hinblick auf kommende Vorschriften bereits getrennte Abwassertanks für Fäkalien und für Grauwasser vorgesehen und dann eingebaut. Grundsätzlich geht bei uns kein Abwasser außenbords und es gibt auch nur einen einzigen knapp über der Wasserlinie liegenden Außenbordsdurchbruch. Das System hat sich bewährt, die Abwasserlenzpumpe ist mechanisch und hat außer einigen neuen Membranen noch keiner Reparatur bedurft.

Wir haben immer mehr an das morgendliche Schwimmen in klaren Buchten gedacht und weniger an ein Entsorgen in Häfen, denn da fangen die Schwierigkeiten an. In einigen Staaten der USA sind z.B. jegliche Abwässer nach außenbords im Küstenbereich völlig verboten. So auch in Maine. In diesem riesigen Flächenstaat mit 3.000 Inseln kann man legal ohne Tank nicht segeln, aber das Gesetz wird nicht vollzogen, wie in vielen Staaten der Erde, wo Gesetze nur auf dem Papier stehen. Es gibt in Maine auch nur 2 Stellen mit einer Absaugstation, und das ist mangels eines technischen Standards für eine dichte Kupplung eine Sauerei. Bevor also irgendwelche Bürokraten eine neue Vorschrift für uns Segler ausdenken, sollten sie sich überlegen ob wir überhaupt von relevanten Abwassermengen reden und einen international gültigen praktikablen Standard für eine Kupplung und eine Absaugtechnik festlegen. Diese Lösung sollte dann auch noch billig und einfach sein. Also bitte keine Bordtoilette des Space-shuttle! Noch nicht einmal die Nato hat es bisher geschafft einheitliche Standards für verschiedene Arten von Rohrkupplungen festzulegen. Hoch lebe eine große Sammlung von Adaptern. Ich habe schon "tausend" Adapter für Landstrom und Trinkwasser an Bord und möchte nicht noch anrüchige Kameraden in die Sammlung aufnehmen. Solange in den Seekarten vor Orten und Städten lange Pipelines für Abwasser verzeichnet sind, sehe ich nicht ein auf ein Auspumpen der Tanks auf See zu verzichten.

Ölabscheider wären wichtiger.
Kurzfrist machbarer und wichtiger wären Ölabscheider an der Bilgenpumpe, gerade Motoryachten tragen immer wieder viel Altöl aus den Bilgen ins Meer ein. Ich habe an Bord getrennte Bilgen, nur das Leckwasser der Stopfbuchse geht elektrisch außenbords, die Maschinenraumbilgen pumpe ich manuell aus und entsorge das Öl-Wasser-Gemisch ins Altölfaß. Ich habe mir jetzt aber einen Ölabscheider konstruiert, wer ihn nachbauen möchte, soll mir schreiben.



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Letzte Änderung / Last change: Mittwoch, 02. Juli 2003
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