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Galapagos 2004
Von SY "Quinuituq", Eva + Uwe Keil
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Auf den Marquesas trafen wir einige Boote, die wegen der vermeintlich unmoeglichen oder extrem teuren Einklarierung auf den Galapagos diese Inseln aussparten. Alles Quatsch! Moegliche Einklarierungshaefen sind auf Isla San Cristobal und Santa Cruz. Nicht nur gelten die Behoerden auf San Cristobal als freundlicher, sondern auch der Ankerplatz ist deutlich besser geschuetzt. Die Formalitaeten kosten je nach Bootsgroesse zwischen 25 und 50 US$ und sind schnell und freundlich erledigt, die Nationalparkgebuehr wird NICHT faellig. Damit erhaelt man das Recht, 21 Tage auf San Cristobal bleiben zu duerfen und mit oertlichen Veranstaltern Ausfluege zu machen. Andere Inseln duerfen nicht angelaufen werden. Wir suchten 6 andere Segler zusammen fuer einen Tagesausflug nach Espagnola ( das Boot kostet 300 $ den Tag incl. Fuehrer und hat Platz fuer 8 Leute. Der Ausflug war absolut phantastisch. Das Boot schuetzt man, wie ueberhaupt waehrend des gesamten Galapagosaufenthaltes vor ungebetenen Gästen + Besuchern, indem Badeplattformen oder Treppenstufen am Boot mit Fendern verstellt werden. Andernfalls findet man jede Menge Seeloewen auf Deck und im Cockpit, niedlich anzusehen, aber leider nicht sehr reinlich. Auf dem Weg nach Isabella ist ein Uebernachtungsstop in der Postoffice Bay moeglich, man darf nicht an Land und, wird man erwischt, kostet es eine saftige Geldstrafe. Die Postoffice Bay lohnt eigentlich auch nicht, das beruehmte Postfass ist mit vorgedruckten Karten vorbeifahrender Kreuzfahrer gefuellt, eine absolut identische Version des Fasses steht im Museum in San Cristobal. Isla Isabella, der eigentlich verbotene westlichste Hafen der Galapagos, hat einen Hafenkapitaen, der sich Regeln hin oder her- ueber vorbeireisende Yachten freut und ueber die wirtschaftliche Bedeutung dieses Bootstourismus. Hier also kann man bleiben, solange man will. Wem das nicht genuegt, wer offiziell laenger bleiben will und mehr Inseln besuchen will, kann eine Sondererlaubnis beantragen: Bolivar Pesantes auf Cristobal besorgt sie fuer 50 US$ . Man sollte ihn einige Wochen vorher per e-mail kontaktieren, er benoetigt Bootsdaten und persoenliche Daten. E-mail ist: naugala@hotmail.com oder ecuagala@yahoo.com . Mit diesem Permit kann man 3 Monate bleiben und 5 Inseln besuchen, ein Entgegenkommen der ecuadorianischen Regierung fuer Besucher aus den Staaten, die Equador beim Schutz der Inseln finanziell unterstuetzen. Auf beiden Inseln findet man ausreichend Obst, Gemuese und Eier fuer die Pazifikueberquerung, und meistens auch Diesel in allerdings sehr schlechter Qualitaet. Neben unglaublich viel Dreck hatten wir mehr als 10 % Wasser in dem dort gekauften Diesel. So gibt es dann spaeter in Polynesien die Gelegenheit, endlich mal die Dieseltanks komplett zu reinigen, Dieselleitungen durchzuspuelen und die mit Dieselfiltern angefuellte Ersatzteilkiste zu leeren. Auf die Informationen von Panama-Guenthers Pacific Island Net wuerden wir uns nicht verlassen. Der arme Guenther gibt ja nur Informationen anderer Segler weiter und wir hatten doch recht oft den Eindruck, die neben uns liegenden mit Guenther funkenden Yachten muessten auf einem anderen Stern sein, so unterschiedlich waren die Eindruecke von Ansteuerungen, Liegeplaetzen und Versorgungsmoeglichkeiten. Und zum Schluss noch eine Anmerkung zur Taktik fuer die Transpazificstrecke: Im April 2004 hatten die Boote, die relativ weit noerdlich blieben (5Grad Sued) eine schnellere Reise als die, die auf der Suche nach mehr Wind weiter suedlich gingen, da sie vom Equatorialstrom profitierten. Ausserdem sollte man sich bemuehen, die Wettertonne, die auf 08° 29’26“ Sued und 125° 01“21“ West liegt und nicht in allen Karten verzeichnet ist, nicht ueber den Haufen zu fahren. Geruechten zu Folge soll es einem Boot ohne Mithilfe der Crew geglueckt sein, sie nachts zu finden! |
