Karte gross Trans-Ocean-Stützpunkt |
Galle - Sri Lanka & Male - Maldives
von Georg Rehnert - SV Bushman ll
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Galle: Die Einfahrt durch die Untiefen in der Bucht zum Hafen ist ja klar betonnt mit “A” und zwei Paaren Fahrwassertonnen, andere Tonnen sind nicht da. Man kann aber durchaus auch, von Osten kommend, gleich um das SO Kap in die Galle Bucht einlaufen. Achtung: die UW Felsen vor der Unawatuna Bucht vezeihen nichts, aber die grossen Grundseen brechen ja darueber! Dann im Bogen an der Kueste entlang bis zur gut sichtbaren Hafenmole laufen, alles tief. Man irritiert aber wohl die Posten auf den Wachtuermen etwas. Empfehlenswert: ca 5nm vor der Einfahrt ueber Ch16 Galle Harbour Control rufen. Hatten wir nicht gemacht. Die Hafeneinfahrt ist mit einer Trosse, Tonnen und einem Netz geschlossen. Nur eine schmale Einfahrt an der SO Seite, direkt unter dem MG des Wachturms ist offen. Wir wollten nun, wohl ungewoehnlich, aussen an der Mole entlang kommend, um den Molenkopf drehen und einfach einlaufen. Doch da kam sehr hastig das Navyboot und machte 10m vor unserem Bug ganz zu! Man bedeutete uns unmissverstaendlich dass wir erst mal draussen vor der Einfahrt ankern muessen, und da rollt es etwas. Aber die Navy kommt dann und will vor Einfahrt inspizieren, nett und freundlich, aber dann: wwwwww (woher,warum,was,wieviel,wann,wohin), und nur danach darf man dann rein, durch die Ritze. An Stb an der Wurzel der Mole, ist der Yachthafen: zwei Schwimmpontoons aus Plasticwuerfeln, gut verankert, und einige Tonnen mit Topringen dazwischen. Man kann sich da hineinmanoeverieren und mit Bug- und Heckleinen zwischen Boje(n) und Pontoon legen, oder mit eigenem Buganker das Heck da ran bringen. Lange Leinen an den Steg, es kommt oft Groundswell in den Hafen, und der wird besonders am landseitigen Steg unangenehm da es dort flacher, 2-4m, ist. Das Dinghi zu Wasser bringen und die Leinen anbringen ist ratsam, da man es dort sowiso braucht. Die Stege haben naemlich keine Landverbindung. Das Dinghi Dock ist ein nicht schwimmender Betonsteg mit Wellenschlag am Closenburg Pier (Klinker- und Zementverladung) und an dem Navy Depot (schwer bewacht) vorbei, anderen Ende des Hafenbeckens. Bei Ostwind (oft im Jan/Feb) kann derYachthafen schon mal “staubig” werden, wenn da so ein Frachter seine Klinkerladung mit seinen Greifbaggern auf die Lkw’s entlaed und die anschliessend durch denHafen karjolen. In den Hafen ist eine grosse neue Jetty gebaut worden: Suedseite fuer Grosschiffe, Westseite (Kopf) fuer den grossen Schlepper und an der Nordseite duerfen 5-6 Yacten festmachen. Vorsicht: die gebaggerte Rinne ist wohl 3m tief aber nur ca 15m breit, dann hat’s nur noch ‘n Meter vor der Flussmuendung! Die Kante ist mit kleinen rot-weissen Bojen bezeichnet. Also vorwaerts rein und laengseits gehen, oder mit Landleine vor dem Festmachen drehen, wenn man mehr als “den Teller” braucht. Die Jetty ist recht hoch, hat 4m Gummifender an Ketten, an denen man gut mit Springs etc. festmachen kann (Swell). Auch ein Anker ueber die Rinne zum Abhalten ist angebracht, Leine absenkbar (Gewicht) um andere Yachten rein oder raus zu lassen. Nach dem Festmachen auf Ch 16 Harbour Control und auf Ch 69 den Agenten verstaendigen. Das ist Don Windsor, und nur der fuer alle Yachten. Der schickt dann den Zoll. Der kommt an Bord, Beamter leichtfuessig, Assistant mit Tasche. Papiere ausfüllen, sehr freundlich, nein nicht genau, ungefaehre Angaben zu Flaschen, Bier und Zigaretten genuegen! Aber…, wenn dann alles unterschrieben und amtlich ist, dann will der Assistant, mit Tasche (leer!) ploetzlich alles ganz genau sehen und zaehlt! Alles was er mehr zaehlt als angegeben moechte er einpacken, oder wenigstens einen Teil davon. Mich hat diese Dreistigkeit etwas “irritiert”. Ich empfehle daher genau zu wissen was man hat, auch angegrochene Flaschen und Stangen, und alles anzugeben, oder ihn beim einsacken zu fotografieren (leider nicht von mir die Idee, aber sicher gut). Nach Zufriedenstellung des Zolls, “darf” man den Agenten aufsuchen, das ist nur 60m vor dem Hafengate, Paesse abgeben, ein paar Angaben zum Schiff und der Reise, und natuerlich “loehnen”! Only $US175,- kostet’s jetzt: 100$ fuer den Hafenliegeplatz (woanders darf man nicht liegen) fuer 30 Tage, auch wenn man nur zwei Tage bleiben will, und 75$ fuer den Agenten, da ist aber das Ausklarieren schon einbegriffen. Der macht dann die weiteren Formalitaeten. Es ist ganz intessant da mal mitzugehen und sich die Effektivitaet der Immigration und Hafenpolizei anzuschauen, fuer Health hatte er bei uns keine Formulare mehr. Der Liegeplatz an der Jetty ist sauber und einfacher Zu den Duschen und Toiletten sind’s nur 250m, man koennte es also noch zurueck auf die Bordtoilette schaffen, wenn man da mal vor verschlossenen Tueren steht (nur rennen muss man koennen damit). Oeffnungszeiten 07:30 - 09:00h, 11:30 -13:00h und 16:30 -18:00h, aber nur wenn Wasser da ist. Weiterhin wird der Liegeplatz um 18:00h geschlossen: die Navy legt eine Leine mit Netz vom Kopf der Jetty bis an Land,- zu, und es ist sicher nicht ratsam die anzufassen. Irgendwelche Bewegungen im Hafen nach 18:00h sind nicht zu empfehlen! Wir lagen anfangs an dem Pontoon mit Swell. Am zweiten Tag wurde ein Jettyplatz frei, ein amerikanischer single-hander hatte zu schwache Nerven fuer diesen Hafen. Wir kamen etwas spaet aus Galle zurueck. Unwissend aber fix warf ich meine Leinen los und motorte da rueber. Leider hatte die Navy gerade “zugemacht”, es war 18:10h, das Boot war noch da. Die haetten ja nun die Leine einfach noch mal aufgemachen koennen um mich da reinzulassen. Denkste! Harbour Control antwortete nicht, Navy auch nicht, das Zumacherboot fragte offenbar bei senem Obersten an, Bescheid wohl negativ,- es tat sich nix aber es wurde dunkel. Also schnell zurueck an den Pontoon, die Navy begann wieder ihre Bomberei vorzubereiten! Am nächsten Tag hatte nimand Einwaende gegen unseren Platzwechsel. Wegen des Navy /Army Depots im Hafen, ist dieser schwerst bewacht. Es wird gerade ein neuer Zaun gebaut: zusaetzliche 3m auf die schon 4m hohe Mauer, zusaetzlich zu den Wachtuermen (einer sogar mit Blick in die Damen Dusche, ob’s mal eine gab mit ‘nem Tieger im…?), also sehr sicher. Es ist ja wohl mal eine Leiche im Hafen gefunden worden, das war natuerlich ein “Tieger” (Tamil-). Nun erwarten sie wohl noch weitere Froschtieger, und denen zu zeigen wo’s lang geht, schmeissen sie ab Dunkelheit, und durch die ganze Nacht, Sprengladungen ins Wasser. Das haut einen dann so manches Mal aus der Koje, der Knall ist aeusserst unangenehm, besonders wenn’s in der Naehe rummst. . Ansonsten sind die Leute alle sehr nett. Besonders Marlin, Dee Dee, Williams und wie sie alle heissen, die vor dem Hafengate warten um die Yachties zu “besorgen”. Sie wissen wo man was in Galle bekommt oder machen lassen kann, und dieses Wissen ist ihr Kapital, das verkaufen sie so gut sie koennen. Ist doch normal. Man muss ja ihre Dienste nicht in Anspruch nehmen, aber dann muss man eben selber suchen. Nutzt man aber ihr Wissen, und erweckt dann noch den Eindruck es mit den Dollars nicht so eng zu sehen, dann kann es eben etwas teurer werden. Die Jungs sind eben Geschaeftsleute. Die Fahrt in die Stadt mit deren Bajai kostet 50 Rupees (1$ ~ 90Rs), das ist sehr praktisch und einfach, direkt vom Gate weg zur Bank oder sonst wohin, wenn man’s weiss, dann kostet’s aber auch schon wieder etwas mehr. Man kann’s aber auch mit dem Bus machen, die Haltestelle ist 150m weiter, die 4 Stationen bis zum Bahnhof, kostet dann nur 3 oder 4 Rs. Bei der Fahrweise der Busse ist man oft sogar schneller da, muss aber meisst stehen in den Bussen. Ahnlich ist es mit allen Dingen die man durch sie machen oder organisieren lasst, natuerlich nicht immer so krass, aber sie muessen doch leben von “den 50%”. Male - Maldives: Wir sind am spaeten Nachmittag suedlich des Lhaviyani Atolls eingelaufen. Da stehen neue Feuer auf der SO Ecke Fl 6s und auf der S Ecke Fl 4s und wir haben 100m westlich der Riffkante beim S Feuer einen Ankerplatz auf 11m Co gefunden, sehr praktisch fuer die Nacht. Endlich mal wieder klares Wasser und den Haken in 11m Tiefe sehen, nach Jahren Malacca Strait mukiness and mud. Ueber Radio haben wir Verbindung mit Miami (Georg und Ute) und Paloma ( Willi und Ursula). Letztere klarieren mit Amsco, dem TO Stuetzpunkt, ein. Kosteten bei diesem Agenten $US150,- und und und, keinerlei Verguenstigungen oder Sonderservice für TO Mitglieder! Wenn wir nichts Besseres finden, dann fahren wir an Male vorbei und weiter nach Addoo. Doch, es gibt Guenstigeres, Georg von Miami hat eine billigere Agentur gefunden und unser Kommen avisiert. Am nächsten Morgen waren wir 9nm westlich Male, um 08:00h habe ich angefangen auf Ch 16 Male Coast Guard, Male Control etc zu rufen, no answer. Um 09:00h meldete sich Amsco als “THE agent for all yachts clearances “ und wollte die Schiffsdaten haben etc, und das recht autoritaer. Ich habe ihn freundlich abgelehnt. Kurze Zeit spaeter meldete sich dann aber auch “mein” Agent. Um 11:00h waren wir am Ankerplatz westlich Male: 42m tief, nach N und S offen und mit viel absolut ruecksichtslosem Motorboots Verkehr, wohl von den umliegenden Resort Hotels zum Flugplatz. Schiffe machen viel weniger Welle! Um 12:00h kam die Coast Guard, die sich nie gemeldet hatte, von allein, und gab uns die clearance. Das ist dem Agenten zu melden der dann Customs, Immigration und Health auf die Reise bringt. Die kommen alle zusammen, eine Stunde Papierkram (crewlist 5fach!), erledigt! Dann die Verhandlung mit dem Agenten. Erst wollte er $US100,- , hat sich aber dann mit $75,- zufrieden gegeben. Dazu kommen $US9,- fuer das Shuttleboat, MRf50,- Ankergebuehr fuer die ersten 15 Tage, MRf200,- fuer Port Clearance und MRf50,- fuer das Certificate (?) (1$ ~ 12,5Rf). Die Rf Betraege sind erst bei der Ausklarierung faellig, da kommen dann eventuell noch Rf50,- fuer jeden Tag ueber die ersten 15 Tage hinaus dazu! Fuer diese Kosten bekommt man also 30 Tage Aufenthalt und einige Touristen Prospekte. Beim Amsco gibt’s auch nicht mehr, aber’s kostet $75,- mehr, auch fuer TO! Man kann’s auch ganz anders haben, Info von meinem Agenten: Fuer einen 72h Aufenthalt braucht man keinen Agenten. Coast Guard (Ch 16) freundlich darauf hinweisen, die sich eventuell einschaltenden Agenten ebenso (Amsco ist schnell dabei) und Harbour Control auf Ch 10 informieren. Nach dem Coast Guard Check dann selbst an Land gehen, bei Harbour Control das Ankergeld Rf50,- bezahlen, und selbst zu Customs, Immigration und Health gehen zum Papierkrieg. Was da eventuell noch zu bezahlen ist sollte man selbst herausfinden, ein Tag wird dabei wohl draufgehen. Wir werden das in Addoo praktizieren Unser Agent ist also: Moosa Ahmed, Managing Director der Madihaa Comp. (Pte.) Ltd. und Managing Director der HOORIYA SHIPPING (Pte.) Ltd die ist als Agent dem Zoll anzugeben. Sein Sohn AHMED MARZOUG, mit seinem Freund Ahmed Hussein ( das ist der der sich auskennt aber bei einer anderen Agentur arbeitet) wickeln die Formalitaeten ab und kassieren. Fax 00 960 322 251 und 00 960 313 936, e-mail madicom@dhivehinet.net.mv Amsco kassiert offenbar von allen und den TO Mitgliedern ohne Hinsehen hoehere Gebuehren als effectiv zu zahlen sind, die Gebuehr ist negotiable. Wofuer sie ist, ist eine andere Frage, man muss ja alle Nebenkosten doch noch in Rf bezahlen. Uebrigens, die Riffe hier haben im El Ninio enorme Schaeden genommen. Es sieht traurig aus, man schnorchelt wie ueber Schutthalden, sind’s ja auch, aber mit vielen bunten Fischen drauf! Kein Wort aber ist davon in den schoenen Prospekten zu lesen,- waer ja wohl auch geschaeftsschaediged (aber fair). Ist aber sicher enttaeuschend fuer weniger gut Informierte mit hohen Erwartungen. Doch das Wasser ist herrlich klar und die Straende sind weiss wie auf den Bildern, nur alle privat. Etwas Entschaedigung sind die absolut einmaligen Wasserfarben ueber den Saenden und weniger als 50m tiefen Gewaessern, mehr als schoen!! In den dem Tourismus anheim gegebenen Atollen ist jeder einigermassen permanente Sandhaufen zum Resort gemacht worden, aber oft sehr schoen! Einsame Inseln werden wir wohl erst in den Atollen im Sueden finden. Letzte Neuigkeit: Wie sind gerade am Ausklarieren, Paloma hat schon und sieh da, Willi hat Dampf gemacht und Amsco ist runter gegangen auf 120$US fuer alles!! Immer noch ca $20 mehr als "mein Agent". |
