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Neueste Infos: Sevenseas organisiert Transporte um den Globus.
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Wir haben schon über den Jachttransport „Huckepack" berichtet( vom Jan. 97+98). Dabei gab es positive und negative Stellungnahmen. Mittlerweile wird aber diese Art der Beförderung immer beliebter. An dem Geschäft beteiligen sich nach unserer Kenntnis amerikanische und eine holländische Firma. Die holländische Reederei „Zeventer Yachttransport" hat seit 1996 den Transport zwischen Holland/England und Mallorca von 96 Booten auf 175 Boote im Jahr 1997 steigern können. Es wird jetzt ein weiterer Liniendienst zwischen Nordeuropa und den Kaiarischen Inseln eingerichtet.

"Dockwise Yacht Transport"
www.yacht-transport.com


Informationen sind unter Tel. 0031-38-423 00 99 zu erhalten.


Huckepack über den Atlantik

Die etwas andere Art den Atlantik zu queren
Margret und Horst Wogatzke, „Schwan", L: 12,67, T: 1,27
Seit 16 Jahren segeln wir nun schon mit unserem „Schwan“ in westeuropäischen Gewässern: Ostsee, Nordsee, Biscaya, Mittelmeer mit Tunesien, Malta, Griechenland usw. Wie viele Segler, so hatten auch wir den Traum, einmal die Bahamas, die Karibik oder Nordamerika kennenzulernen. Deshalb rüsteten wir unser Boot gut dafür aus, zuletzt noch mit einem Faltpropeller und einer Klimaanlage, fertig für die Überfahrt auf eigenem Kiel. Aber dann kam alles ganz anders: Ein guter Freund fragte uns: „Wozu wollt ihr euch die vielen Wochen auf See durchschaukeln lassen, habt keine frischen Lebensmittel, vielleicht sogar noch Langeweile, usw., usw. verladet euer Boot doch auf einen Frachter!“ Wir fanden die Idee brauchbar und kamen nach Umfragen auf die Firma ‘United Yacht Transport’, die Passagen nach Mallorca, Florida, Mexico, Tahiti und in die Karibik mehrmals pro Jahr durchführt. Dann ging alles zügig voran. Wir segelten von Sibari/Süditalien über Sizilien, Sardinien zu den Balearen.

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Super Serrant 4
Palma de Mallorca, 6.9.96
05. Sept. 96, Palma de Mallorca, wir fahren mit unserem „Schwan“ (stehende Masten) in den als Schwimmdock um 5m abgesenkten „Super Servant 4", einem speziell für den Transport von Motor- und Segeljachten umgebauten, unter holländischer Flagge fahrenden Frachter von 170m Länge und 34m Breite. Dem holländischen Kapitän unterstehen 9 Landsleute und 10 Philippinos. Mit von der Partie sind 4 Segel und 12 Motorjachten. Sobald das Wasser aus den Tanks des Frachters ausgepumt ist, werden die Stahl-Palleinrichtungen der einzelnen Boote an das Deck des Frachters geschweißt, mit Gurten verzurrt und mit Strom und Seewasser für die Kühlanlagen versorgt. Nach 2 Tagen ist es so weit, wir beginnen unsere 4446 sm Trans-Atlantik-Uberquerung nach Port Everglades/Fort Lauderdale, Florida, die 16 Tage dauern wird, Richtung Gibraltar. Dort werden 500 to Schweröl übernommen. Wir erfahren, daß 10% weniger geliefert wurde, ein Sachverständiger wird bestellt usw....und wir waren der Meinung, daß diese Tricks, die wir in Griechenland und Italien erlebten, nur bei den Seglern angebracht werden!

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Einschwimmen für den
Huckepack- Transport
Die Crews der Jachten, „Riders“ genannt, schlafen an Bord ihrer Schiffe. Pro Boot ist eine Begleitperson erlaubt (Ausnahmen können die Regel bestätigen). Es stehen 2 Aufenthaltsräume mit Bar, TV, Videos, Bücher und Gesellschaftsspielen zur Verfügung. Im Preis eingeschlossen sind ein reichhaltiges Frühstück und zwei warme Malzeiten pro Tag, vom holländischen Koch schmackhaft zubereitet. Wir haben Zutritt zur Brücke und allen sonstigen Räumen, besonders interessant ist die Führung durch die Maschinenräume. Alles ist elektronisch überwacht und wird auf Bildschirmen angezeigt. Es werden für über 2 Millionen US$ Ersatzteile mitgeführt.

Schon nach der ersten Nacht sind sich die Riders einig: „Welch eine Wohltat....keine Verantwortung für’s eigene Boot, Ausrüstung, Crew, Proviant, Navigation...keine Nachtwachen usw. usw.!“ Bald beginnt die Bordroutine. Wir nutzen die Zeit, um das Unterwasserschiff auf das neue Segelrevier vorzubereiten. Dabei sind die Philippinos behilflich, die sich freuen, ein paar Dollars mehr in die Heimat schicken zu können. Sie liefern gute Artyit ab. Mit Freude entdecken wir Schraubstöcke, Drehbank, Schweißgeräte... da kommt keine Langeweile auf.

„Super Servant 4" läuft mit voller Kraft 11-13 Knoten, zwischen 36º und 26º Nord und macht ein Etmal von ca. 310sm. Obschon wir mitten in der Hurrikan-Saison unterwegs sind, hatten wir die stärksten Winde im Alboran und nicht auf dem Atlantik. Sehr interessant war die Wolkenbildung: meistens Cumulus gewaltigen Ausmasses, die sichan manchen Tagen so verdichteten und bedrohlich aussahen, daß man meinte, jetzt geht’s gleich los - aber bis auf tropische Regengüsse passierte nichts. Der Wind blies meist aus W-SW um 10-20kn, Wassertemperatur um 26,7ºC! Die Zeit vergeht wie im Flug. Die Crew und die Riders verstehen sich gut und wir genießen gemeinsam die schönen BBQ-Abende.

Am 23.09.96 machen wir in Port Everglades, Fort Lauderdale fest. Unseren Entschluß, den Atlantik „huckepack“ bequem, schnell und stressfrei zu überqueren, haben wir nicht bereut. Ausgeruht freuen wir uns nun auf neue, interessante Segelreviere.

Wer noch mehr zu diesem Thema erfahren möchte:
"Dockwise Yacht Transport"
www.yacht-transport.com



Last change / letzte Änderung: Freitag, 17. Juni 2005 2000© HvS / Webmaster / NetDesign Rheinland
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