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Tipps und Fragen bezüglich Botschaften und Quarantäne Reisen mit einem Hund von Britta Theisen |
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Wir sind 4 Jahre lang eine Friendship 28 mit Golden Retriever Alina
gesegelt, haben dann festgestellt, dass wir Mee(h)r wollen. Wir verkauften unsere Lisa und suchten und suchten. In der Zwischenzeit hatte ich mich selbstständig gemacht und (ungewollten) Nachwuchs in Form von Labradorwelpe Jan bekommen. Dadurch änderte sich natürlich die Anforderung an das Schiff, da auch in der Zwischenzeit der Plan wuchs, auf große Fahrt zu gehen. Insgesamt 2 Jahre hat es nun gedauert, bis wir unser "Traumschiff" gefunden hatten, das unseren Ansprüchen und den Bedürfnissen der Hunde entspricht. Nun sind wir seit ein paar Wochen alle glücklich mit unserer 30 Jahre alten Trintella 3a, die von Anne Wevers in Holland gebaut und kürzlich refitted wurde. Wir planen nun eine Auszeit auf unbestimmte Zeit und wollen unsere Route so gestalten, dass die Tiere genügend Bewegung bekommen und nicht in Quarantäne müssen. Die ansteuerbaren Ziele in der Karibik sind nur teilweise eingeschränkt, so dachte ich. Bei der tatsächlichen Planung konnten mir die Veterinärämter nicht mehr weiterhelfen. Es folgten etliche Telefonate mit den Botschaften verschiedener Länder. Die angedachte Route war Mittelmeer, Kanaren und dann, tja dann?! Wir reisen als Deutsche mit einem Niederländischen Schiff, welches im niederländischen Schiffahrtsregister eingetragen ist, somit niederländisches Flaggenzertifikat. Da dachten wir uns, es wäre sinnvoll, von den Kanaren direkt ein niederländisches Territorium z. B. Sint Maarten anzulaufen. Nun gibt es aber eine Regel, die besagt, dass man nach Ausstellung des Health Certificate, welches von einem autorisierten Veterinär auf den Canaren ausgestellt werden muss (wer ist denn da zugelassen?) innerhalb von 10 Tagen Sint Maarten anlaufen muss. Wir schaffen die Atlantiküberquerung aber nicht innerhalb von 10 Tagen! Und wie kriege ich einen Amtstierarzt mitten auf dem Atlantik? Mit der Beantwortung dieser Frage ist die Vertretung der Antillen in Den Haag (Tel. 0031 703066111 Frau Lambeck) nun doch nicht zuständig. Wir wurden nun auf die Instanz, die auch für die Immegration zuständig ist verwiesen. Bureau Burgelijke Stand en Bevolkingsregister van het Eilandgebied Sint Maarten Sualouiga Road Philipsburg, Sint Maarten (N.A.) Was ich nun aber schon herausbekommen habe, ist, dass wir - wenn wir Antigua anlaufen wollen - hier das Pet Travell Scheme der UK gilt. Tollwut Titer liefert das Amt für Virologie in Giesen. Ich habe bei meinem Tierarzt für 150 Euro ein eigenes Chiplesegerät gekauft. Für England ist das wirklich wichtig, weil es keine internationale Regel zur Vereinheitlichung der Chips und Lesegeräte gibt. Innerhalb der Karibik muss ich nun herausfinden, wo die Einzelnen Behörden sitzen, da wir - angeblich - immer wieder ein Health Certificate neu ausstellen lassen müssen. Die Tollwuttiterbestimmung aus Giessen soll von Übersetzern ins Niederländische, Englische, Französische und Spanische Sprache (Venezuela) übersetzt und beglaubigt werden müssen. Leider scheiterte mein Versuch, die zuständigen Behörden der venezuelanschen Vertretung zu erreichen, oder zumindest die, die wirklich Ahnung haben. Bezüglich Antigua ist nun festzustellen, dass die Einreisebestimmungen für die UK nur teilweise gelten können, da das Tier laut Verordnung innerhalb der letzten 6 Monate nicht außerhalb Europa gewesen sein darf. Aber wir wären ja dann auf Sint Maarten oder auch Martinique gewesen... Hääää?! Dazu noch die Bescheinigung über Ekto und Endoparasieten eines Veterinärs (in Spanien, mitten auf dem Atlantik?)
Ich wäre wirklich froh, wenn mir da jemand Hilfestellung leisten könnte! Hier einige meiner Tricks und Tips, Eine Hundlandratte immer positiv konditionieren, wenn es das erste mal heißt, die Relingshürde zu überwinden. Je größer der Hund, desto schwieriger das Unterfangen. Wir haben mit einem Schnapschäkel einen variablen Relingsdurchbruch hergestellt. Bedeutet, die unterste Reling löse ich im Hafen und kann somit die Reling nach außen über bord hängen lassen. Bloss nicht nach innen - Stolperfalle. Eine Laufleine rundherum haben wir noch in guter Erinnerung gehabt, da meine Tochter mit damals 3 Jahren natürlich herumlaufen und gucken wollte. Klappt prima mit Hund. Lassen wir aber nur bis maximal 4 Bft zu. Sehr wohl beim Seglen fühlen sich die beiden zwischen Sprayhood und Süll, weil die so schön eng ist und Halt bietet. Dazu noch nen leckeren Kauknochen und die Welt ist perfekt. Wir legen immer mit dem Heck rückwärts an, wenn möglich. Da kann Dein Hund einfacher ohne Hilfe einsteigen, als wenn Du mit dem Bug anlegst. Getragen werden mögen meine beiden nicht, ich mag dass auch nicht (+ 35 kg). Beim An- und Ablegen picke ich die beiden immer an Ihrer Schwimm/Bergehilfe ein. Beziehungsweise der vorwitzige Jan geht dann unter Deck. Er springt selber den Niedergang runter. Somit gibt's keinen Stau auf dem Vorschiff. Seegang: Auf dem Cockpitboden sehen die meisten Hunde zu wenig - Gefahr der Seekrankheit. Wie bei den Menschen ist es wichtig, dass Sie den Horizont sehen können. Aber was machen, wenn es schaukelt und die Süll nicht hoch genug ist, bzw. die Hunde auf dem Teak rutschen? Erst einmal ist nasses Teak für "angstkrallende" Hunde rutschfester als trockenes. Gfk unter "krallenstellenden" Hundebeinen bietet keinen Halt. Wir haben bei Scheckers eine "blaue" Gesundheitsdecke mit zusätzlicher antirutschgummimatte bestellt. Das Gewebe leitet Feuchtigkeit ab und funktioniert ähnlich wie Flies, halt also auch bei Nässe recht warm. Diese Doppeldecke legen wir auf die Cockpitbank richtung Lee(zum Anlehnen). Eine Wärmflasche haben wir eh immer an Bord, nur für den Fall der Fälle. Da finden die Beiden Halt und können den Horizont beobachten. Übernachten: Wir wollen unsere Hunde nicht in der Koje haben, aber alleine im Cockpit lassen? Was passiert wohl, wenn nachts eine neugierige Ente vorbeikommt oder man im Heimathafen am Steg liegt? Damit die beiden Windgeschütz übernachten, ziehen wir abends die Boyscap (alternativ Kuchenbude) drauf, fertig ist der ausbruchssichere Extraraum. Hitze/Kälte: Wir haben am Wochenende unser Neues Boot (30 Jahre alt) vom 18. bis 21. März von Wesel am Niederrhein bis nach Port Zelande am Grevelingermehr überführt. Der Labrador hatte irgendwann mal kalt, da trotz Boyscap während der Fahrt im Hollands Diep gut Wasser überkam. Da hilft nur mit Handtuch abrubbeln und mit Fliesdecke von oben Schützen, zusätzlich noch eine große Plastikdecke als Wasserschutz obendrüber. Die beiden haben sich eingekuschelt und geschlafen. Da wir immer Tee mit Rohrzucker trinken, hab ich scherzhaft den Beiden Vierbeinern auch etwas angeboten. Den warmen Tee haben sie verschlungen (süss). Gegen Langeweile: Kauknochen, Tricks beibringen, bei denen die Hunde Ihren Grips benötigen müssen. Beispiel: Bei Hatschi (beim Niessen) bringt mir Labrador Jan automatisch die Tempos, die immer im Schwalbennest liegen. Alina mag es gerne, wenn ich lese, dann darf Sie immer die Seite umblättern. Dafür müssen die Hunde aber schon an Land kennengelernt haben, dass Tricks lernen Spass macht. Tennisball- Fangen wird auch sehr gerne gespielt. Bei Hitze: Pütz voll Wasser übers Fell giessen mögen beide gern, an Land oder an Board. Pipimachen, wenn's mal länger dauert: Gut ist es, wenn der Hund weiß, dass er auf dem Vorschiff und im Cockpit Pipi machen darf. Teak nimmt kein Wasser auf und eine Pütz Wasser und die Hygiene ist wieder hergestellt. Hilfreich kann es sein, beim ersten mal etwas Sand aufs Vorschiff zu streuen. Das "Pipimachendürfen" ist sehr wichtig, damit der Hund nicht panisch wird, wenn es in Notfallgründen keine Anlegemöglichkeit gibt. Loben, wenn er gemacht hat. Er soll ja nicht immer dort machen (müssen), aber nichts ist schlimmer als ein "Müssender" Hund, wenn das Anlagen zu gefährlich ist. Schwerwetter: Einpicken und wenn's denn sein muss: Ab in die Vorschiffskoje mit Leesegel. Da merken die Hunde sehr schnell, dass Sie halt haben.. Tröstende Worte und Kuscheln hilft auch. Besser, Schwerwetter vermeiden (im Urlaub möglich, auf der Passatroute nicht unbedingt möglich). Wir haben durch unser Poopdeck eine riesige Kammer, die aus einer Liegewiese besteht. Bei richtigem Schwerwetter geht's da hinein. Bietet Halt. Bewegung: Schwimmen von Bord aus immer mit Bergungshilfe und immer in menschlicher Begleitung! Meine beiden kennen es, abgeseilt zu werden und auch wieder so an Bord geholt zu werden. Auf dem Atlantik würde ich das aber nicht tun. Da hilft nur (bei gutem Wetter) toben auf dem Vorschiff (riesig und flach), und fangen Spielen (Alina Fängt Jan und Jan fängt Alina) eine Runde nach der anderen. Poopdeck - Centercockpit- Vorschiff und zurück. Einsteigen ins Dingi: Üben, üben, üben. Leberwurst überzeugt bei ängstlichen Hunden oft aber nicht immer. Wir haben ehr Draufgänger, die springen von alleine rein (mit Bergehilfe). Ich hoffe, dass vielleicht einige meiner Erfahrungen Dir - Elke mit Labbi - helfen können. Was Helmut, davon verbraten kann, weiß ich noch nicht, würde mich aber riesig freuen, wenn ich irgendwoher Hilfe bezüglich der Einreisebestimmungen erhalten könnte. Lieben Gruß, Britta von SY Pollux Homepage: http://www.tiersitteraixpress.de/ |
