Karte gross |
Bremen- Niederlande- England - Schottland- Irland - Island
von Dr. Franz-Georg Burtscheidt &
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Am 28.2.2003 wurden die steif gefrorenen Leinen von der vereisten Pier losgeschmissen und nun sind wir beide tatsächlich unterwegs.
Bremen - Holland Die Fahrt von Wilhelmshaven über Bremerhaven nach Bremen und über Helgoland bis zur Emsmündung war kalt aber unproblematisch. Einmalig war, dass wir in beiden Richtungen auf der Weser segeln konnten.
Dank an die URAG und das WSA die uns in Bremen einen Liegeplatz überließen. Bis auf zwei Yachten in Helgoland beim Schwerwettertraining trafen wir niemanden. Dann trafen die Schlechtwettermeldungen ein und wir liefen den Burkana Hafen in Borkum an. Zum erstenmal in meinem Seglerleben sah ich eine 10 auf dem Windmesser und die kostete prompt ein Stück Scheuerleiste, die sich an den Reifen zerrieb. Vom Hafenmeister (Holländer) erhielten wir Infos über die "Staande Mastroute" und entschlossen uns diese zu nehmen. Karten können im Hafenmeisterbüro erworben werden. Grüße an Luk und Maat. E-Mail: burkana@borkum-hafen.de oder ISBN 90-18-01724-8 für 17,50€. Und den "Wateralmanak" Bd.1 ISBN 90-18-01603-9 für 24,90€ nicht vergessen, er ist Pflicht. Ebenso UKW-Funk mit ATIS und Reduktion auf 1W also Binnenfunk.
Einige Tipps:Für die Ungläubigen man kann tatsächlich mit stehendem Mast von der Ems über Amsterdam bis Willemstad oder über den Noordzeekanaal segeln. Je nach Wasserstandsregulierung max. Tiefgang 2m auch bei 1,90 rutscht man gelegentlich durch den weichen Mud. Achtung die Betonungsrichtung wechselt gelegentlich. Alle Schleusungen sind unproblematisch man muss sich nur in Gouda frühzeitig (24h) anmelden sonst sitzt man u.U. am Wochenende fest. Mit Masthöhe <23m je nach Pegel an der Brücke kann man sogar nach Rotterdam. Es ist schon ein seltsames Gefühl mit 1,50m Clearance unter der Brücke durchzufahren. Die Berufsschiffer kommen an anderen Brücken aber auch mit ein paar Zentimetern aus. In Haarlem ist die Werft "de Riepol" für Reparaturen und Schiffsbedarf zu empfehlen. In Haringsvlies sind wir dann in die Nordsee geschleust. Die Marina dort wird gerade umgebaut in der Saison ist Hochbetrieb. Bei Bft.7 haben wir die neue Sturmfock angetestet. Resultat: Der untere Stagreiter ist aufgebogen und das Segel lässt sich nicht flach trimmen, weil das Unterliek zu lang und das Babystag im Weg ist. Obwohl der Segelmacher bereits sechs Segel für diese Yacht anfertigte und alle Daten zur Hand hat. Also testen ehe es zu spät ist. Holland - Belgien - Holland Von Haringsvlies aus versuchten wir direkt Antwerpen zu erreichen, hätte auch fast geklappt, wenn wir nicht einen der drei häufigsten Fehler in der Schelde gemacht hätten. 1) Lichter der Schleusen nicht beachten 2) VHF nicht benutzen 3) Kurven schneiden. Genau das taten wir und liefen prompt auf. Nicht weiter schlimm, Anker ausbringen und auf die Flut warten. Nach zwei Stunden erschien die Polizei mit Suchscheinwerfern und Tochterboot. Es folgte Routine, Papiere, Alkoholtest (zu aller Erstaunen nix), welche Karten nutzen Sie?, warum keine VHF Meldung?, (weil wir trockengefallen =erlaubt und nicht gestrandet =verboten sind) dann großes Geschrei. Das Polizeiboot saß hoch und trocken auf der Sandbank. Damit war auch die Frage wie das passieren konnte, erledigt. Später stellten wir dann fest, das dadurch wohl die Motoraufhängung bzw. der Silentblock an Bb. gerissen war, was wir aber selbst reparieren konnten. Am nächsten Tag dann weiter nach Antwerpen. Dort muß man sich per VHF anmelden, sonst gibt es einen "Prozess" O-Ton Schleusenwärter, der sonst aber ganz nett ist. Und man braucht unbedingt eine FD Nr., die man bei der erstmaligen Passage erhält. Diese ominöse Abk. die man selbst im Reeds nicht findet, heißt übrigens finanzielle Dienstnummer. Über Sie werden Gebühren usw. abgewickelt. Sie bleibt lebenslang beim Schiff und muss bei jedem Anruf angegeben werden. Die Schleusung für Sportboote ist mit den Marinagebühren abgegolten. Hinweise zur Ansteuerung und den UKW Kanälen findet man im "Reeds Nautical Almanac" ISBN 1-9044358-00-4 für 32,95 engl.Pfund. In diesen Ländern wird auf die Beachtung der internationalen Hafensignale und der Anmeldung über Funk erheblich mehr Bedeutung beigemessen als bei uns. Im Vorhafen Kattendijkdock zur Marina Willemdock lagen wir längsseits an einem befreundeten 30m Cargoship aus den USA wir mussten dennoch Marinagebühren zahlen 1,25€ pro Meter und Tag das Cargoship nur 0,35ct / m pro Monat. Wer Stadthäfen liebt ist hier im Zentrum und Hafenviertel bestens aufgehoben. Die Marina ist ansonsten super. Die beste Chandlery heißt Francois und man bekommt dort auch ausgefallene Adapter, Umfüllschläuche etc. Nebenbei hat Gerd noch einen Schwan gerettet der zwischen einem alten Militärboot und der Quaimauer eingeklemmt war. Zurück nach Vlissingen -klein und teuer- über Zeebrügge -billiger Diesel und sehr gute Lebensmittel Einkaufsmöglichkeiten- nach Oostende. Die Lichtmaschine fällt aus. Wieder Polizeikontrolle, es fahren ja nicht viele im März auf der Nordsee. Großer Wert wurde auf die Papiere der Funkanlage -Ship station licence / Operators licence- gelegt. Als sie dann das GOC sahen war dieser Punkt erledigt. Und dann ging die Suche nach der Seriennr. des Rumpfes los, die es nicht gibt, aber nach Ansicht der Beamten am Heck eingeschlagen sein müsste. Sie haben sogar den Gummischutz abgenommen und nahe der Wasserlinie nachts im Taschenlampenlicht bemerkenswerte Turnübungen gemacht, die ich mir aber wegen der Kälte nur von innen ansah. Zum Abschied Händeschütteln und den Tipp Waffen auf dem Schwarzmarkt zu besorgen!? Belgien - England - Frankreich Wegen der vorherrschenden Winde konnte Calais nicht angelegt werden und so war Royal Sorveign das Ziel. Die Kanalquerung verlief problemlos. Um 23 Uhr erfolgte prompt die Schleusung in die Marina, Liegeplätze an Bb. nach der Schleuse. Die roten Tonnen der Ansteuerung sucht man aber vergeblich. Der Ort ist hübsch aber synthetisch, diverse Becken, durch Kanäle und Klappbrücken, die wie Fußgängerampeln bedient werden, miteinander verbunden. Es gibt alles nahebei, gute Werkstätten usw. Gas nicht preiswert und man benötigt Calorgasflaschen. Nach Austausch der Lichtmaschine geht es wieder Richtung Frankreich. Zurück nach Cherbourg, dort kann man normalerweise im inneren Vorhafen vor der Einfahrt zur Marina ankern, was wegen einer Regatta aber diesmal nicht möglich war. Kassiert wird dort vom Hafenmeister der morgens längsseits kommt. Besucherpontons sind deutlich ausgeschildert.Frankreich - Kanalinseln - England Diesmal waren Cap la Hague und die Alderney Races ein Kinderspiel - ich habe mir aber auch schon stundenlang das AKW bzw. die Wiederaufbereitungsanlage angeschaut ohne voran zu kommen. Ankunft in Guernsey St. Peters Port.
Den besten Hummer weit und breit gibt es in den Markthallen von St. Peters Port für 10 Pfund / Kg. Die Überfahrt nach Jersey
In dieser Region erhält man die Wettervorhersage per HF-Fax von Fleetweather Northwood England (4610 KHz) und per RTTY (10100,8KHz / DDK9) vom DWD . In Jersey recht günstig eine Kamera gekauft und dann ging es Richtung Nord nach Alderney. Achtung ein Teil des Wellenbrechers liegt dort unter Wasser und sollte an seiner Spitze 400m umfahren werden. Man liegt an Mooringbojen und zahlt eigentlich für nichts. Versorgung spärlich und mit Fußwegen bergauf verbunden. Wassertaxi vorhanden. Von dort weiter Richtung England.
Ursprünglich wollten wir nach Portland, landeten dann aber wegen des Versatzes, den man auf dem Plotterbild sehr gut erkennen kann, in der Lulworth Cowe, einer kleinen fast kreisrunden Bucht. Die Bouy Y Spec. Purp. Saftey Boat exsistiert dort nicht mehr. Am nächsten morgen erfuhren wir aber was es damit auf sich hatte. Ein Patrouillenboot kam gegen zehn Uhr längsseits und informierte uns, dass östlich der Bucht der Schießbetrieb aufgenommen wurde, offensichtlich ein Schauspiel für viele Sonntagsausflügler, die die Klippen bevölkerten. Zeitaufwendig war die Rundung der Bill of Portland wegen der Strömungen und Races, denn dort treffen zwei südlaufende Strömungen mit bis zu 10kn aufeinander.
Wir segeln um Start Point herum weiter nach Salcombe wo man sowohl im Fluss ankern als auch an einer Mooring festmachen kann. Allerdings kostet auch das Ankern ca 10 Pfund. Hier findet man fast alles was des Seglers Herz begehrt. Gutes Essen im Kings Arms und freundliche hilfsbereite Menschen. Grüße an das ganze Team dort und Huddy. Wir gaben unseren Außenborder zur Reparatur und bekamen neben Bildern des Defektes auch einen perfekt reparierten Motor zurück. Auch die Segelmacher sind Spitze. Duschen ist im Yachtclub möglich, trockenfallen an der Rampe und Diesel vom Schwimmponton. Der nächste größere Ort ist Kingsbridge mit dem Beiboot in 30 Minuten erreichbar. Ein Dinghi ist dort ein muss, obwohl es auch andere Möglichkeiten gibt.Von Salcombe nach Plymouth ist es ein Katzensprung und wir machten in der Mayflower Marina fest. UKW Ch. 80 Tel.01752 556633 Zugang: 24h Man sollte die Quittungen aufbewahren, denn es gibt Rabatt wenn man vorher in einer Marina gelegen hat die zur selben Kette gehört. Gegen 10 Pfund Pfand hat man Zutritt zum Superloo den einzigen Badezimmern mit Wanne die ich je in einer Marina sah. Zur Stadt und zum Supermarkt ist es aber recht weit. Einfahrt in den Visitorsbereich von Osten her. Tankstelle bei Ebbe nur in einem engen Fahrwasser erreichbar bis ca. 2,3m Tiefgang. Scilly Is. - Isle of Man - Irland Über Lizard Pt. geht es zu den Scilly Is.
Historisch haben die Inseln allerdings eine Bedeutung für die Seefahrt, denn der Verlust eines Teils der engl. Flotte auf den Scillys führte zum Longitudinal Act und später dann zur H1, der ersten Uhr mit der der Längengrad hinreichend genau bestimmt werden konnte. Der südl. Teil der engl. Westküste -St. Georges Channel, Bristol Channel- ist für den Segler nicht so attraktiv. Bei den TSS ist zu beachten, dass nicht immer eine Küstenverkehrszone eingerichtet ist und die Fähren meist W-E verkehren. Bei der Ansteuerung der Isle of Man die Races im Süden meiden. Kurz vor Ankunft öffnete sich das Schäkel des Genuafalls und das Segel kam runter, es war aber kein Problem bei ruhigem Wetter den Mast zu entern und dies zu klarieren. Auffällig ist aber doch, dass selbst mit Kabelbindern gesicherte Schekel sich lösen können. Wer noch nie Races gesehen hat kann sie dort hautnah erleben und auch die Geschichte vieler Hundert Strandungen am Calf of Man. In der Bildmitte sieht man undeutlich einen Twr., der einem die Dimensionen verdeutlicht. Der Besucherponton befindet sich südlich der Richtfeuerlinie am SE Ende des Hafens von Douglas auf die Schnellfähre achten. Die Richtfeuerlinie ist nicht zu übersehen. Wasser gibt es am Ponton, Diesel in Kanistern. Behördenkontrolle gibt es nicht. Douglas ist eine kleine feine Stadt. Dennoch hat man uns hier den "Adenauer" gestohlen. Am Yachthafen gibt es Duschen auf 4 Min. begrenzt. Gutes Frühstück in den Markthallen. Ab Plymouth sind zwei zusätzliche Crewmitglieder an Bord. Deren Bekannter wohnt auf der Insel und macht mit uns eine Rundfahrt und zeigt uns die Sehenswürdigkeiten darunter die alte Dampfeisenbahn und den Calf of Man. Danke Wolfgang.
Die Fahrt geht nach Belfast Irland. Nach Belfast kann man mit einem Sportboot nicht direkt einfahren. Die Häfen sind ungeeignet. Ca. 20 km vor Belfast liegt Bangor mit einer sehr großen und guten Marina. www.crestnicholsonmarinas.co.uk Die Alternative ist Carickfergus fast gegenüber. Keine Einklarierung. In Bangor gibt es alles von Todds Chart Agencie (admiralty@toddchart.co.uk) High Street 85 wo man auch C-Maps umtauschen kann bis zur Chandlery. Bus und Bahn fahren regelmäßig nach Belfast. Dort kann man sich zollfrei verproviantieren was bei den engl. Bierpreisen (2,7 Pound pro pint, Zigaretten 5 Pound) sinnvoll ist. Adresse: Ship Store Belfast, Unit 10, Fort William Industrial Park, Belfast Tel. 02890771989. Der Shop liegt versteckt im Hinterhof, alle Schilder aufmerksam lesen. Sehr freundlich, die Lieferung erfolgt auf das Schiff. Übrigens kauft auch die dt. Marine hier. Jürgen und Horst verlassen uns wieder. Irland-Island Durch den North Channel geht es mit günstigen Winden und Strömungen vorbei am Mull of Kintyre und dem Mull of Oa. Sonnenschutz, T-shirt und Schmetterlingssegeln vor den äußeren Hebriden, das ist kaum zu glauben.
Nach einer Woche und 813sm liegen wir im SE von Island ca.60sm vor Höfn. Dann passiert es Schlag auf Schlag. Das Baro fällt der Wind frischt auf 6 Bft. auf. See 3-4m die Reffleine bricht, die Klemme der Reffleine zerbricht, das Schäkel der Großschot öffnet sich trotz Sicherung, die Haken der Bullentallje biegen auf, die Ukw Antenne kommt runter, reißt die Windex ab und beschädigt den Radarreflektor. Der Motor blockiert wir haben eine Leine im Propeller. Mittlerweile Bft.8 in Böen 9 Regen See 5-6 m.
Nur noch Kurse von 150 bis 330 Grad sind möglich. Also statt linksherum um Island neuer Kurs West. Unterwegs begleitet uns ein großer Hai ca. 6-8m lang der sich sogar streicheln ließ. Natürlich habe ich versucht zu tauchen, was aber bei bis zu 1m Seegang und 2Kn Fahrt beigedreht, leider ergebnislos war. Dennoch konnte ich ca. 30 min im Wasser aushalten. Ein Freediver, oder eine kleine Flasche ist die nächste Anschaffung. Eine entsprechende Ausbildung ist ja gegeben. Hier halten übrigens noch alle Möwen und Seevögel auch einen Segler für einen potentiellen Futterspender d.h. Fischer. Hunderte begleiteten uns. Ein spannendes Thema für segelnde oder fischende Verhaltensforscher. Zwei Tage später erreichen wir problemlos Heimaey, segeln durch den Fjord und werden die letzten 100m zum Liegeplatz längst eines großen Fischerbootes geschleppt. Freundliche Begrüßung, Versuch noch in der Nacht trocken zufallen, was wegen zu geringer Tide am folgenden Tag aber nicht ging. Dann das Angebot von Berufstauchern das Problem am nächsten morgen zu beheben. Und tatsächlich noch während wir schliefen waren sie binnen Minuten fertig und wollten keine Bezahlung, nahmen aber gerne Becks. Auf Vestmannaeyjar gibt es Diesel, Wasser, und kostenlose Liegeplätze -wenn man dicke Fender hat. Am Tag darauf liefen wir in Reikjavik ein und liegen kostenlos am Besucherponton bei den whale watching Schiffen. Wasser am Steg, Diesel kommt bei Bestellung an der Essotankstelle mit dem Tankwagen. Es gibt auch einen Yachtclub mit Namen Brokey der aber abgeschlossen ist. Details findet man im Band Royal Cruising Club Pilotage Foundation, Faroe, Iceland, Greenland erschienen bei Imray Laurie Norie & Wilson ISBN 0-85288-376-5 füSS25,50 Pfund. Wir wurden belehrt, dass wir uns 24 Std. vorher bei der Coast Guard anzumelden haben -wie und auf welchem Kanal wusste aber niemand und begannen dann die Einklarierung: Crewliste, Zollliste, Alkohol, Tabak, Fleisch, Eier, Fernseher, Radios, Gesundheitszeugnis für die Crew, Bescheinigung dass keine Ratten an Bord sind und dann Versiegeln des Vorschiffes mit unserem Proviant. Tel. Zoll / Told 8988493 Am nächsten Tag Sonntag um 21Uhr 30 kommt dann die Immigration. Nun warten wir auf Ersatzteile, denn ein Hohlbolzen der Dieseleinspritzung ist abgebrochen und die Antenne muss wieder auf den Mast. Die Notantenne tat bis dahin guten Dienst. Es gibt zwar alles fürs Schiff und Motoren aber alles auch drei Nummern zu groß, für Fischer eben. Wir haben aber genügend Werkzeug an Bord um uns selbst zu helfen. Ersatzteile sind relativ billig, der Schmied "ALTAC" fertigt uns die Halterungen sogar kostenlos, wir revanchieren uns aber, Lebensmittel sind relativ teuer, einen Mietwagen bekommt man für ca. 40€. Strom und Wasser gibt es am Steg, zumindest bis Juli ist das Liegen frei, Dusche, WC (Aegisgata) Wäscherei (Baronsstigs Nr.3), sind nicht so einfach zu finden. Fleischer gibt es nicht, außer im Hagkaup dem großen Supermarkt eine kleine Abteilung. Bus 140,115, 110. Es wird halt Fisch gegessen, oder darauf Musik gemacht. Laut dem Schriftsteller H. Laxness gehen aber auch die Hunde vor die Tür zum kotzen, wenn das Wort Lachs erwähnt wird. So erleben wir hier den Unabhängigkeitstag und die Fußball Europameisterschaft. Prompt kommen wir auch ins Gespräch und erfahren u.a. das der 10.März 1989 allen im Gedächtnis ist, es ist der Tag an dem zum erstenmal Bier auf Island ausgeschenkt wurde. Nicht überrascht sein wenn eine dunkelfarbige Schönheit aus Leipzig im In-restaurant "apotek" bedient und beim Inder ein Schweizer serviert. Englisch spricht fast jeder perfekt, aber auch deutsch wird oft gesprochen. Als wir den Motor wieder am laufen hatten, wollten wir noch einmal das Unterwasserschiff inspizieren und fuhren auf den Slipway der Werft zum trocken fallen. Welch böse Überraschung. Der Faltpropeller hatte sich regelrecht zerlegt, dank eines festen Reservepropellers konnten wir binnen Stunden wenigstens die Manövrierfähigkeit wiederherstellen, denn wir mussten den Slipway räumen.
Wieder Fahrten durch die Stadt, Ersatzteile bestellen, warten. Als alles da ist, kommt Sturm auf, laut DWD Bericht den wir von der MS. C. Columbus bekamen 5-8Bft. abschwächend am nächsten Morgen haben aber kaum neun Leinen ausgereicht das Schiff an der Pier zu halten, und 30mm Leinen sind einfach gebrochen. Sehr starke Federn, die wir dabeihaben, reduzierten die Belastungen auf ein gerade erträgliches Maß. Eine Yacht auf der Luvseite des Schwimmstegs muss mit vereinten Kräften verholt werden, sie drohte auf den Steg geschwemmt zu werden. Eilig herbeigebrachte Tonnen und Autoreifen halfen da nichts mehr. Wetter: http://www.theyr.net Wir werden Island umrunden und versuchen Jan Mayen zu erreichen. |
