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Kuba, Reisehinweise des Auswärtigen Amtes

Vor/bei der Einreise sollte folgendes beachtet werden:

Nachfolgend geben wir auszugsweise Reisehinweise des Auswärtigen Amtes - ohne Gewähr, Änderungen sind nicht auszuschließen! - mit Stand September 2001 wieder.

Vor/bei der Einreise sollte folgendes beachtet werden:

Verständigung
ist i.d.R. nur auf Spanisch möglich. Kubaner, die Fremdsprachen wie Englisch oder Deutsch beherrschen (30.000 Kubaner waren in der ehemaligen DDR), sind die Ausnahme. In größeren Hotels bemüht man sich allerdings immer mehr um Fremdsprachenkenntnisse des Personals.

Medizinische Hinweise:
Medizinische Behandlung für Ausländer ist in Kuba nur in speziellen Ausländerkrankenhäusern bzw. Ausländerabteilungen von Krankenhäusern möglich. Die Kosten übersteigen die in Deutschland üblichen um ein Vielfaches. Das Auswärtige Amt rät deshalb dringend zu AuslandsKrankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung.

Pflichtimpfungen für die Einreise nach Kuba sind nicht vorgeschrieben. Für Kurzreisen wird Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphterie empfohlen. Für einen Langzeitaufenthalt werden auch Impfungen gegen Hepatitis B und Typhus empfohlen. Malaria im Gastland kommt nicht vor, allerdings sind durch Insekten übertragene DengueVirusinfektionen in Kuba relativ häufig. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Schutz gegen Mückenstiche, z.B. die Verwendung von Moskitonetzen oder mückenabweisenden Mitteln (z. B. Autan, NoBite). HIV-Infektionen sind in Kuba relativ verbreitet. Bei Reisebekanntschaften sollte dieses Infektionsrisiko bedacht werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige:
Pauschaltouristen erhalten von ihrem Reisebüro eine "Touristenkarte", die zusammen mit dem Reisepass zur Einreise dient. Individualtouristen müssen sich vor Einreise an die zuständige kubanische Auslandsvertretung wenden und eine Touristenkarte bzw. ein Visum (letzteres erforderlich für alle nichttouristischen Besucher) beantragen. Hierfür ist unter Umständen eine Einladung erforderlich. Die Bearbeitungsdauer kann sich auf mehrere Wochen belaufen. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Rückfrage bei der zuständigen kubanischen Auslandsvertretung wird daher empfohlen.

Besondere Zollvorschriften: Nehmen Sie nur Dinge mit, die für Ihren persönlichen Bedarf bestimmt sind. Obermengen können beschlagnahmt werden, weil sie als unerlaubte Geschenke angesehen werden. Führen Sie auf keinen Fall frische Wurst, Milchprodukte, Gemüse oder Obst ein. Diese werden bei der Einreise beschlagnahmt, da die Einfuhr aus gesundheitspolizeilichen Gründen verboten ist. Elektrogeräte dürfen ebenfalls nur in dem Maß eingeführt werden, in dem sie für den persönlichen Bedarf bestimmt sind und nicht als Geschenke für kubanische Staatsangehörige.

Für Geschenke (nichtkommerzielle Einfuhr) ab einem Wert von 100 US Dollar bis 1.000 US$ wird Zoll in Höhe von 100 % erhoben. Nähere Auskünfte dazu erteilt die zuständige kubanische Auslandsvertretung (siehe letzte Seite, unten).

Während des Aufenthalts in Kuba sollten Reisende folgendes beachten:
Kubaner bedürfen für jegliche Art privater Geschäfte eine Genehmigung der kubanischen Behörden. Daher sowie wegen des Risikos von Raubüberfällen wird ausdrücklich vor privaten Taxis gewarnt, die nicht einem offiziellen Taxiunternehmen angehören und entsprechend gekennzeichnet sind. Ebenso sollte man vor Unterbringung in Privathaushalten (auch im Falle von Bekannten) nach der behördlichen Genehmigung fragen, da sonst für beide Teile (Gastgeber und Gast) Schwierigkeiten mit der Polizei zu befürchten sind.

Es gibt keine Landesteile, die ausgesprochen unsicher wären. Besucher sollten aber in unbekannten Gegenden, z.B. Armenvierteln der Großstädte, allgemeine Vorsichtsmaßregeln beachten und möglichst zu mehreren oder mit einem ortskundigen Begleiter unterwegs sein. In letzter Zeit wurden auch Touristen zunehmend Opfer von Eigentumsdelikten und von Körperverletzung, denen mit verstärktem Einsatz von Polizei und Sicherheitskräften vorgebeugt werden soll.

Vom Fotografieren von Käuferschlangen, verfallenden Häusern u.ä., sollte am besten ganz abgesehen werden, da betroffene Personen zunehmend aggressiv reagieren. Gleiches gilt für das Fotografieren von militärischen Einrichtungen und offiziellen Fahrzeugkolonnen.

Besucher sollten sich außerdem von allen Militär Einrichtungen (Sperrgebieten und Gebäuden) einschließlich des Verteidigungsministeriums am "Platz der Revolution" in Havanna fernhalten. Nicht alle militärischen Einrichtungen bzw. Sperrgebiete auf Kuba sind sichtbar gesichert und eingezäunt oder als solche deutlich erkennbar. Wer nicht sofort den Anweisungen und Aufforderungen des Wach und Sicherheitspersonals Folge leistet oder nicht auf dessen Warnschüsse reagiert, muss mit dem gezielten Einsatz der Schusswaffe rechnen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften:
Kontakt mit Drogen muss unbedingt vermieden werden. Schon beim Fund niedriger Mengen zum Eigenbedarf ist mit drastischen Maßnahmen zu rechnen. Selbst minimaler Drogenbesitz von Ausländern wird zudem als Drogenschmuggel geahndet. Das Strafmaß für Drogenschmuggel beträgt vier bis dreißig Jahre Haft, auf besonders schwere Fälle steht die Todesstrafe. Zur strafrechtlichen Verfolgung nach Verkehrsunfällen: siehe unten.

Im übrigen sollten Besucher stets beachten, dass sie sich in einem sozialistischen Staat befinden, in dem die Sicherheitskräfte weitest gehende Vollmachten haben. U.a. werden gelegentlich Touristen, denen Pass und Geld gestohlen wurde, von der Ausländerpolizei nur deshalb mehrere Tage in Haft genommen und dann ggf. abgeschoben, selbst wenn die Botschaft ihnen ein Ersatzdokument ausstellt und bei Vermittlung einer Geldüberweisung behilflich ist.

Für Rundreisen im Lande kommen in erster Linie für den Auslandstouristen organisierte Bustouren, aber auch Mietwagen in Betracht, wobei Busfahrten hinsichtlich Verkehrssicherheit und Benzinversorgung weniger problematisch sind.

Bei Autofahrten gilt erhöhte Wachsamkeit erforderlich. In letzter Zeit haben sich eine Reihe von teilweisen schweren Unfällen mit Personenschaden ereignet haben, an denen ausländische Fahrer beteiligt waren. In solchen Fällen verhängen die kubanischen Behörden unabhängig von der Schuldfrage z. T. drakonische Haftstrafen gegen die ausländischen Fahrer, insbesondere wenn Personen verletzt oder getötet wurden.

Gefahren im Straßenverkehr resultieren aus schlechtem Straßenzustand, unvorhersehbarem Fahrverhalten sowie technischen Unzulänglichkeiten (keine Beleuchtung, Bremsversagen etc.) auf die besonders auch bei der Anmietung von Mietwagen geachtet werden sollte. Auf Tankfüllung achten Tankstellen sind außerhalb der Großstädte selten und haben manchmal kein Benzin. Kubaner verständigen sich im Straßenverkehr z. T. durch ein System von Handzeichen, die für Ausländer zunächst nicht verständlich sind. Nachtfahrten über Land sollten wegen der schlechten Straßenverhältnisse, unbeleuchteter Fahrzeuge (wie Fahrräder und Pferdefuhrwerke), Fußgänger und Vieh auf der Fahrbahn, gänzlich vermieden werden.

Bei der Ernährung sind die für tropische Länder geltenden generellen Regeln zu beachten.
Wertsachen sollten Sie nur in unbedingt erforderlichem Umfang mitführen. Das gleiche gilt für Geld und Dokumente. Die Kleidung sollte unauffällig und leger sein. Ausländer sind ohnehin leicht erkennbar und gelten generell als wohlhabend.

Zahlungsmittel: Ausländer können in Kuba grundsätzlich nur mit USDollar zahlen. Ein Erwerb von Landeswährung (nichtkonvertible Pesos) ist deshalb nicht erforderlich. Wegen des USEmbargos gibt es keinen Zahlungsverkehr zwischen Kuba und den USA. Die Kreditkarten (Visa, Eurocard/Mastercard) deutscher Bankinstitute werden i.d.R. in allen größeren Hotels und Restaurants akzeptiert, nicht jedoch Kreditkarten US-amerikanischer Institute (American Express, Diners Club) und auch nicht diejenigen deutscher Tochtergesellschaften USamerikanischer Institute (z.B. Citibank).

Euroschecks und/oder Scheckkarten werden in Kuba nirgends angenommen. Als Alternative bzw. zusätzlich zu Kreditkarten und US Dollar Bargeld sollten USDollarReiseschecks nicht American Express mitgeführt werden. Inzwischen kann Bargeld auch mit Kreditkarte in größeren Hotels und in einigen Bankfilialen (z.B. der Banco Financiero Intemacional oder der Banco Metropolitano) gezogen werden. Bargeld (USDollar, möglichst in kleiner Stückelung) sollte nur auf mehrere Stellen verteilt mitgeführt werden.

Wichtige Dokumente (Pass mit Visum bzw. Touristenkarte, Führerschein, Adressenlisten und TelefonnummernListen) sollten nur in Kopie und getrennt von den Originalen mitgeführt werden. Ausländer müssen immer in der Lage sein, sich auszuweisen (Passkopie genügt); es hat bereits Fälle gegeben, wo Ausländer mehrere Stunden von der Polizei festgehalten oder inhaftiert wurden, weil sie sich nicht ausweisen konnten.

In den letzten Jahren wurden wiederholt eigentlich wertlose kunsthandwerkliche Gegenstände, die auf Touristenmärkten gekauft worden waren, bei der Ausreise durch die kubanischen Zollbehörden beschlagnahmt mit dem Hinweis, es handle sich um kubanisches Kulturgut. Auskünfte hierzu sowie Ausfuhrgenehmigungen erteilt: Bienes Culturales, Calle 17 # 1009 entre 10 y 12, Vedado, Telefon: 3 96 58. Die Genehmigung kostet nur wenige USDollar, erspart aber möglichen Ärger bei der Ausreise.

In Notfällen kann die Konsularabteilung der deutschen Botschaft in Havanna weiterhelfen:

Embajada de la Repüblica Federal de Alemania
Calle B No. 652 esq. a 13, Vedado, La Habana
Postanschrift: Apartado 6610, La Habana / KUBA
Telefon: (00537) 33 25 69, 33 25 39, 33 24 60
Fax: (00537) 33 15 86 email: alemania@ip.etecsa.cu
Dienststunden: Montag Freitag: 09:00 12:00 Uhr

Außerhalb der Dienststunden können Sie eine Nachricht über o. a. Telefone der Botschaft hinterlassen bzw. im Notfall den Bereitschaftsdienst der Botschaft erreichen.

Weitere nützliche Telefonnummern in Havanna:

Polizei (Notruf) 82 01 16
Polizei (Botschaftsgebäude): 55 60 11
Ausländerpolizei (Immigración). 58 51 20
ASISTUR (Asistencia al Turista) z.B. für Geldüberweisungen
Paseo del Prado No. 254 e / Trocadero y Animas,
Stadtteil Habana Vieja: 33 85 27 / 57 13 14- 15 / 33 83 39 / 33 89 20

Krankenhaus "CIRA GARCIA"
(Ausländerkrankenhaus): 24 03 30 / 24 28 11 14
Flughafen Havanna (Auskunft): 26 31 33 / 26 46 44
LTUBüro (auch CONDOR) 33 35 24 / 33 35 25
Cubana de Aviación: 33 44 46 Britania (FTI): 0566 84 45
Iberia: 33 50 51 Air France: 33 40 98
Mexicana: 33 35 31, 32, 33 Martinair: 33 43 64

Vorwahl für Deutschland aus Kuba: 119 49
Vorwahl für Havanna aus Deutschland: 00 537

In den größeren Ortschaften gibt es normalerweise öffentliche Fernsprecher für Orts und Inlandsferngespräche; in den Touristenhotels können gegen US$ Auslandsferngespräche geführt werden (1 Minute nach Deutschland ca. 7,00 US$)



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Letzte Änderung / Last change: Montag, 24. Juni 2002