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Kanarische Inseln Lanzarote / Fuerteventura
von Hansruedi und Vreni Nydegger SY-VERENA
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Eine Rose für Puerto Calero Lanzarote 28°55,0'N / 013°42,0'W Vom Ankerplatz " Francesca", vor der kleinen Insel La Graziosa kommend, laufen wir in die Marina Puerto Calero ein und legen rechterhand am langen Schwimmsteg bei der Tankstelle an. Gleich kommt ein Marineros, hilft beim festmachen und zeigt uns das Hafenbüro und erklärt freundlich, was wir mitnehmen sollen. Im Office werden wir freundlich begrüsst und ein Liegplatz für 10 Tage wird uns per PC zugeteilt. Wir bekommen einen A5 Situationsplan auf dem man uns erklärt, wo sich Duschen, Einkaufsgeschäfte, Taxistand usw. befinden. Nach vorbildlicher Information, erhalten wir, da wir im Voraus bezahlen noch 10 % Rabatt. Der Liegeplatz kostet uns alles inklusive € 15.00 Wir fühlen uns in Calero sehr wohl. Die Liegeplätze sind gross bemessen und der Hafen ist außerordentlich gut geführt. Alle sind sehr freundlich. Die Duschen und WC sind immer sauber, die Kehrichteimer werden mehrmals täglich geleert, immer sind Marineros hilfsbereit in der Nähe. Da wir noch unsere Propellerwellenabdichtung ersetzen müssen, gehen wir für einen Tag aus dem Wasser in die Werft. Als Überraschung kommt dann noch der Ersatz des Wellenlagers dazu. Auch hier unsere Erfahrungen mit der Werft "Varadero Puerto Calero" und vor allem mit dem Mechaniker "Miquel" sehr positiv! Wegen dem Werftaufenthalt möchten wir noch drei Tage länger im Hafen bleiben. Die Verlängerung ist kein Problem und als wir vor unserer Abfahrt die restlichen Tage im Hafenbüro bezahlen, gewährt man uns auch für diese den 10 % Rabatt und nicht genug, man zieht uns einen Tag infolge Werftaufenthalt ab. Schade ist, dass die Umgebung von Puerto Calera, wenig zu bieten hat. Eine Stunde Fussmarsch ist es bis Puerto del Carmen, mit dem Taxi kostet es € 4.70. 15 Autominuten ist es bis Arrecife. Einkaufen im etwas sterilen Supermarkt ist begrenzt möglich, das frische Brot aber schmeckt herrlich! Die Yachtausrüster haben ein karges Sortiment. Bleibt man länger mietet man sich am besten im Hafen bei der einheimischen Mietwagenfirma "Morena" einen Wagen. Wir bezahlten als Sonderaktion "Drei für zwei Tage", für einen Opel Corsa € 70,- für drei Tage. Ein Kaktus für Puerto El Castillo Fuerteventura 28°23,0'N / 013°51,0'W Von Calero aus war unser Zielhafen Corralejo auf Fuerteventura. Die wenigen Stege waren belegt und weder auf dem UKW Kanal 9 meldete sich jemand, noch zeigte sich einer beim mehrmaligen Kreisen im Hafenbecken. Bei den Fähren anzulegen erschien uns als unmöglich und Ankern zwischen den zahlreichen kleinen Bojen und den Untiefen war uns mit 1,90 m Tiefgang zu riskant. Der Versuch vor der Insel Lobos zu ankern brachen wir ab da dort Schwell stand. Bei schönem NE bis N Wind mit durchschnittlich 20 Knoten segelten wir bis El Castillo weiter. Die Einfahrt von El Castillo ist wegen dem vorgelagerten Riff wirklich heikel. Der Wind hat aufgefrischt und weht nun in Böen mit 32 Knoten. Von den verschiedenen Tonnen die rund um das Riff ausgelegt sind erkennt man die grüne Einfahrtstonne praktisch nicht, da sie mehrheitlich unter Wasser gedrückt ist. Der Stab daneben mit einer kleinen Lampe ist im Gegenlicht der Sonne nicht zu sehen. Wir legen uns, wie in unseren Unterlagen angegeben, vor der Tankstelle an den Schwimmsteg. Schon kommen zwei "Marineros" und reklamieren, wir könnten da nicht anlegen. Sie weisen uns einen grossen 14 Meterplatz zu. Unsere Bemerkung "to big for us" ignorieren sie. Beim Festmachen müssen Vreni uns ich wieder einmal energisch eingreifen, die beiden Bojs halten die Anbinder abwechselnd in der Hand oder wickeln sie um eine Klampe, einen Knoten kann anscheinend keiner, sie wissen nicht so recht was tun. Anschliessend es ist 18.00 Uhr machen sie auch gleich Feierabend. Im Büro erklärt uns die nette Dame, dass wir eventuell nicht an diesem Platz bleiben könnte, das müsse aber der "Manager" entscheiden. Wir sollen uns am nächsten Morgen bei ihm melden, wenn er hier im Büro sei. Unsicher geworden ruft sie in gleich an. Wir sollen in einer halben Stunde wieder kommen der Chef sei dann da, denn sie könne uns auch keinen Schlüssel für das Tor zum Steg abzugeben. "MANAGER" steht auf seinem grünen T-Shjrt von Puerto El Castillo. Er will unser Schiff sehen und kommt mit hinaus. Er ist nicht gerade freundlich um nicht zu sagen arrogant. Er schüttelt den Kopf. To small for this place!!!! Er erklärt uns, wir müssten den Liegeplatz an den anderen kleineren Schwimmsteg wechseln. Da die Marineros weg sind, ein starker böiger Wind weht und wir müde sind fragen wir ob wir das am nächsten Morgen machen könnten, denn freie Plätze sind noch genug vorhanden. NEIN, sofort! Sein Sohn werde uns helfen, erklärt er. Vreni und ich verholen an einen der freien Plätze am nächsten Steg, ohne jede Hilfe, es kommt keiner! Da wir am kurzen seitlichen "Finger" des Schwimmsteges etwas Mühe haben uns festzumachen, ragt unser aufgesetzter Bugkorb mit dem Anker etwas weit in den Schwimmsteg hinaus und wir entfernen den Anker, damit sich niemand verletzen kann, obschon wir das äußerste bewohnte Schiff sind. Am nächsten Tag, der Managar saust mit einem Jetski durch die Bucht und etwas weniger schnell durch den Hafen, er macht wohl Kontrolle. Auch bei uns kommt er an diesem Tag vorbei und erklärt, wir seien mit dem Dingi am Heck viel zu gross und vorne zu weit über dem Steg. Recht unhöflich fordert er uns auf einen halben Meter zurück zu versetzen, was wir auch tun, obschon wir jetzt noch unglücklicher liegen. Wir haben leider zum Voraus bereits für 8 Tage bezahlt da wir anhand eines TO Berichtes mit einem Rabatt gerechnet haben. Rabatt haben wir keinen bekommen und zudem war El Castillo der teuerste und von der Leitung her unfreundlichste Hafen den wir seit langem erlebt haben. Wir bezahlten € 22.00 pro Nacht. Hätten wir nicht schon bezahlt wir wären gleich ausgelaufen. Fahrtensegler sind in El Castillo anscheinend nicht so gefragt. El Castillo ist ein 100%iger Urlaubsort mit allem drum herum. Es gibt mindestens drei Supermärkte die etwas teurer sind als am Festland aber kein Frischfleisch führen. Der Hafen ist heute zu einem Drittel belegt mit Ausflugsbooten. Zudem ist auch noch ein Fischaquarium im Hafenbecken und ein "Seeräuberschiff". Leider gibt es an der Ostküste von Fuerteventura wenig Alternativen. Wir würden das nächste mal diese Insel auslassen und von Graciosa, oder sogar Porto Santo aus nach Teneriffa segeln. Eigentlich schade! |
