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BARRAKUDA als erste westliche Jacht im Paradies (Malediven)
- das gibt's noch!

Elke und Eckhard Pieske, "Barrakuda", L: 12,59 T: 1,20


Omadhoo, so heißt das kleine Paradies am östlichen Außenriff des Süd-Ari-Atolls/Male-diven, das noch nie zuvor auswärtigen Besuch, geschweige denn den einer ausländischen Jacht, hatte Vom South Male Atoll kommend, waren wir abends auf der Suche nach einem geeigneten Ankerplatz, als die Maldivianer der Insel uns in ihren gerade nur zu 3/4 fertigen kleinen Hafen hineinlotsten, wo wir für eine Woche festmachen konnten, mit dem Heck zum Kai und vor Buganker Na, bestimmt kann sich jeder vorstellen, welch atemberaubende Attraktion wir abgaben.

Wir waren der Mittelpunkt des Geschehens, von früh morgens bis spät abends ununterbrochen beobachtet, aber auch gerne aufgesucht und noch viel lieber eingeladen Einige Männer sprechen Englisch, wenige Frauen versuchen es, aber verstehen wenigstens ein wenig, und ein dort ansässiger Gastlehrer aus Sri Lanka, Rismie, und sein Freund Muhammed nahmen uns unter ihre besonderen Fittiche Wie überall in solch kleinen Gemeinschaften üblich, öffnete uns der Besuch beim Dorfchef Mohamed Ismail mit Gemüsekonserven als Gastgeschenk Tür und Tor, und vom ersten Abend an waren wir täglich zum Tee eingeladen, was mit einem (für westliche Verhaltnisse kleinen) Dinner begleitet wird.

Das Besondere an der Insel Omadhoo ist, dass sie als Belohnung für den Status der saubersten Insel des Sudan-Bezirks einen großen Zuschuss zum Bau eines Hafens bekommen hat Dieser Hafen wurde mit weiteren Sponsorleistungen einiger Resorts und Mäzene finanziert und in Eigenleistung Barrakudas Ankerplatz im Hafen von Omadhoa von der gesamten Männerwelt Omadhoos errichtet. Am Wochenende (nur der Freitag ist absoluter Feiertag!) war das ganze Dorf auf den Beinen, von 5.30 bis 20.00 Uhr.... Die Frauen sorgten für das leibliche Wohl, und was an Wertlosem liegengeblieben ist, haben alle Frauen am folgenden Tag gemeinsam weggeräumt. So war wirklich jeder Erwachsene mit eingebunden. Wer sich aus der Gemeinschaftsarbeit ausklinken wollte, musste ein Strafgeld von täglich 150,- Rufyias bezahlen - Beschluss des Dorfrates.

Der Hafen musste inzwischen fertiggestellt sein, und beim Abschied, der uns wirklich sehr schwerfiel, versicherten uns die Einwohner, dass sie in Zukunft gerne Gäste sehen wollen!

Also, wirklich eine tolle Gelegenheit, auf dem Weg nach Norden oder Süden mit der ursprünglichen Bevölkerung der Malediven in Kontakt zu kommen.

Die Versorgungsmöglichkeiten sind natürlich sehr beschränkt, die Bescheidenheit sehr groß, daher ist das eine oder andere Gastgeschenk wirklich eine riesige Überraschung. Obst, Gemüse (auch aus Dosen), ja vielleicht sogar haltbare Milch (statt Milchpulver) sind angebracht, ferner Mal- und Spielsachen, T-Shirts und Shorts, für die Frauen duftende Seife, Creme und Haarschmuck, da sie sehr traditionell gekleidet sind. Der Hafen ist für Jachten nur über den westlichen, also innen liegenden Eingang zu erreichen, der Ankerplatz liegt bei
Position 72° 57'67' E und 3°47'60' N.



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Letzte Änderung / Last change: Sonntag, 20. August 2000