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Karte gross
Von Lamu (Kenia) bis Pemba (Mocambique)

Anita & Michael Schaadt / SY Sansibar
Email: sysansibar@hotmail.com

Die ostafrikanische Küste gilt als gefährlich. Das ist auch gut so, denn so trifft man nicht ständig die selbe Reisegruppe wieder, mit der man schon seit Jahren unterwegs ist.

Geklaut werden vor allem Außenborder, deswegen ist Rudern angesagt. Der Aussenborder sollte auch von Deck verschwinden, die Dinger sind einfach zu attraktiv. Als gefährliche Ankerplätze gelten Stonetown in Zanzibar und Mombasa Harbour, dort gibt es immer wieder Überfälle. Beide Häfen sind aber leicht zu vermeiden.

Wenn man das beachtet, ist die ostafrikanische Küste nicht gefährlicher als der Rest der Welt. Und sehr schön. Die MONSUNE sind ein sehr praktisches Windsystem auf und ab der Küste, aber die Strömungen sollte man nicht unterschätzen. Nördlich von Cabo Delgado empfiehlt es sich, mit dem S-Monsun nach Norden und mit dem N-Monsun nach Süden zu fahren. Das klingt banal, aber gegen 20 kn Wind und 2-4 kn Strom nach Süden zu fahren ist mit unseren Schiffen schlichtweg unmöglich.

Der EAST AFRICAN PILOT von Delwyn McPhun, Imray Verlag, ist sehr zu empfehlen. Allerdings beziehen sich die Ankerplatzempfehlungen fuer die mocambiquanische Küste auf den Nordmonsun.

WETTERBERICHTE kommen von: Mayotte, 04.03 UTC in französisch auf der Frequenz 6216 kHz und von Allister in Durban, 11.30 UTC auf 14.316 kHz. Zusätzliche Informationen und reichlich Geplauder von Tony in Kilifi, um 04.30 UTC auf 16.351 kHz, 04.45 UTC auf 8101 kHz und um 05.00 UTC auf 14.316 kHZ.

GELD: Geldautomaten gibt es nur in Dar Es Salaam und Mombasa und auf Zanzibar kann man im Hafengebiet mit der Kreditkarte Geld abheben (auch Dollars). Sonst ist der Gebrauch von Kreditkarten so gut wie unmöglich.

GASFLASCHEN füllt man am Besten in Dar Es Salaam, Mombasa oder Kilifi, ansonsten wird’s eine längere Geschichte.

ERSATZTEILE: Chandler gibt es an der ganzen Küste nicht. Der in Dar Es Salaam hat sich vor 2 Jahren erschossen und der Laden ist zu. In Hardware-Shops und im Autozubehörhandel findet man aber einige Dinge, der beste Platz dafuer ist Mombasa. Bestellungen aus dem Ausland sollte man nur nach Mayotte adressieren, evtl.ueber Tony nach Kilifi, keinesfalls jedoch nach Tanzania oder Mocambique. In diesen beiden Ländern investiert man unsinnig viel Zeit, Geld und Nerven, den Kram aus dem Zoll zu bekommen.

LEBENSMITTELVERSORGUNG: In Dar Es Salaam, Zanzibar, Tanga und Mombasa bekommt man praktisch alles was man braucht, wobei das Dosensortiment sehr eingeschränkt ist. Obst und Gemuese gibt es überall in erstklassiger Qualität zu sehr niedrigen Preisen. Fleisch ist auch in sehr guter Qualität in Tanzania und Kenia zu erhalten. Z.B. 1 kg Rinderfilet für ca. 10 DM.

Käse ist nur sporadisch in größeren Stadten zu bekommen. Kaffee kauft man am besten in Kenia ein (ca.7 DM/500g), kostet dort die Haelfte des Preises in Tanzania. In Pemba, Mocambique, kann man einige aus Portugal und Suedafrika importierte Waren (z.B. Wein, Käse) zu günstigen Preisen finden. Verhungern muss man aber sowieso nicht an der Küste, die Fischer tauschen begeistert ihren Fang gegen T-Shirts, Hosen, Schuhe etc. Bier kostet in Tanzania und Kenia ca. 1,50 DM/500 ml Flasche, Dosenbier ist teurer und in Mocambique noch teurer. Wein ca 35-40 DM/5 Liter, in Mocambique etwas weniger.

GESUNDHEIT: MALARIA gibt es in Ostafrika so häufig, wie Erkältungskrankheiten in Deutschland. Eine gute Antimückenausrüstung ist unerlässlich (Moskitonetze, Repellent und Moskitokeulen). Ueber prophylaktische oder therapeutische Behandlung könnte man lang reden und jeder redet auch mit. Am Besten schaut man in die Webseite vom Center of Desease Control in Washington, dort wird der neueste Stand der Dinge veröffentlicht (www.cdc.gov/travel/travel.html). Man sollte eine gueltige GELBFIEBER-IMPFUNG haben. Wer keine hat, kann sich z.B. in Mayotte oder Dar Es Salaam impfen lassen.

DIESEL gibt es fast nur an Straßentankstellen. Nur in Mtwapa im Kenya-Marine-Land kann man nach Vereinbarung längseits gehen und tanken. Preise: Kenia ca. 1,25 DM, Tanzania ca. 1,50 DM, Mocambique ca. 0,80 DM pro Liter.

WASSER gilt als gut in Zanzibar und als zweifelhaft an allen anderen Plätzen der Küste. Wir haben überall das Wasser getrunken, das aus dem Hahn kam und hatten nie Probleme.

INTERNET in allen grösseren Städten, wir fanden jedoch keine Internetcafés mehr noerdlich von Kilifi und suedlich von Dar Es Salaam.

VISA gibt’s in Kenia und Tanzania bei der Einreise. Falls man in Mocambique einklarieren möchte, empfiehlt es sich, vorher ein Visum zu besorgen (z.B. in Dar Es Salaam), das verringert die Kosten erheblich (ab 35 US$). Die Quittung fuer die Visagebühr sollte man in jedem Fall aufbewahren, es wird oft danach gefragt.

Wir sind Ende August 2000 von Mayotte aus nach Norden gesegelt, waren zum Jahresende in Lamu, Nordkenia, und sind Anfang Mai in Pemba, Mocambique angekommen. Wir beschreiben die Ankerplaetze von Norden dach Sueden und beziehen uns auf die Angaben im East African Pilotbook von McPhun.

KENIA LAMU: Eine Reise wert! Alte Suaheli Stadt, wenig Billigtourismus, sehr guter Ankerplatz gegenueber vom Peponi Hotel am Strand von Manda Island. Die Ansteuerung ist wie McPhun beschreibt, es gibt aber neue Seezeichen im inneren Hafenbereich, alle sehr gut erkennbar. Bei Peponi kann man das Dinghi am Strand lassen, duschen und auch Wasser bekommen. Diesel und Benzin bekommt man nirgends, in Lamu gibt es nur Esel und Dhaus als Transportmittel.

ZIWAIYU ISLANDS 02°37,01 S 40°34,03 E Gut für einen Übernachtstopp, von SW aus ansteuern (viele, viele Felsen), ankern auf 8,5 m Sand.

RAS NGOMENI 03° 00,38 S 40°13,37 E Der fuer die Ansteuerung wichtige Berg ist nicht so leicht zu identifizieren, aber das Riff deutlich zu sehen. Ankern auf 9m Sand, bei Hochwasser hoppelig.

KILIFI: Die Leadingmarks (unbeleuchtet) sind schlecht zu erkennen, aber es gibt genuegend Platz zwischen den Riffen. Im Creek sind die Stromkabel zu beachten. Der Reiz an Kilifi besteht wohl in Tony, der Seele des Indian Ocean Net. Wir fanden den Ort nur schmutzig und nichtssagend, haben allerdings auch nur eine Nacht ausserhalbder Stromkabel geankert. Allerdings ist Tonys Ankerplatz der Sammelpunkt fuer Jachten an der Kueste. 1 1/2 Stunden Busfahrt nach Mombasa.

MTWAPA CREEK: Leadingmarks (unbeleuchtet) sehr gut erkennbar, allerdings auch sehr wenig Platz zwischen den Riffen. Bei grossem Ostschwell scheint die Einfahrt gefaehrlich zu sein. Im Creek sicherer Ankerplatz. 20 Minuten Busfahrt nach Mombasa. und 20 Minuten Fussweg zum Bus in Mtwapa. Wasser und Diesel laengsseits bei Kenya-Marine-Land nach Vereinbarung. Zustaendige Immigration in Mombasa, Customs in Kilifi (per Bus, 45 Minuten). Keine Authorities vor Ort. Mtwapa ist schmutzig aber es gibt einen Markt, Supermaerkte, Internet und Mombasa ist leicht zu erreichen. Da vom Hafen Mombasa dringend abzuraten ist, ist Mtwapa die beste Alternative zur Stadt.

FUNZI BAY 04°35,42 S 39°26,05 E im Nordmonsun gut, ankern auf 6,5 m Sand, starke Tidenstroemungen.

SHIMONI 04° 38,93 S 39°22,60 E ankern auf 10 m Sand, offizieller Port of Entry, aber Immigration Officer oft abwesend. Von Shimoni bis Tanga kann man hinter dem Riff und damit ausserhalb des East African Current segeln. Sehr schööön.

TANZANIA TANGA: Bester Platz an der Küste. Die Seezeichen sind nicht nur vorhanden sondern leuchten auch. Ankern vor dem Yacht Club (Yatch Club). Anmeldung bei Tanga Signal über VHF Kanal 16. Der Yatch Club ist ausserordentlich freundlich gegenueber Besuchern. Kosten: 15 DM/ Woche/ Boot, Getraenke zum Einkaufspreis an der Bar, Wasser. Sehr gute Verbindungen zur Stadt (Minibus, 60 Pfennige), sehr guter Markt, Supermaerkte, Internet etc. Entspannte und freundliche Atmosphaere. Von der Logistik her der beste Platz, sich fuer Chagos oder sonstwo einzudecken.Wir haben insgesamt 5 Monate dort verbracht und haben heute noch Heimweh nach Tanga. PEMBA ISLAND: Schön wie Chagos aber ohne Massenbetrieb. Hier koennte man Monate verbringen. Dutzende von guten Ankerplaetzen und zum Einkaufen nach Tanga sind es nur 30 sm.Klarieren in Mkoani.

ZANZIBAR RAS NUNGWI Gut im Suedmonsun, Tourismus nur am sehr schoenen Strand. Im Nordmonsun suedlich des Riffs sehr geschuetzter Ankerplatz (05°48,83 S 39°17,20 E auf 8,5 m) Wer es braucht, kann in einem der Restaurants auch Wasser bekommen.

MTONI 06°08,06 S 39°12,53 E ankern auf 12,5 m Sand vor dem Mtoni Marine Center, neben deren Dhau (nachts bewacht), suedlich des BP-Tanklagers. Der beste Ankerplatz um Stonetown zu besuchen. Das Dinghi kann man am Strand vor der Bar lassen (schoene Gruesse an Theresa), gutes Trinkwasser, 10 Minuten Minibus nach Stonetown. Man sollte nicht vor Stonetown ankern, es sei denn, man hat genuegend Crew, um staendig eine Wache an Bord zu lassen. Klarieren ist wichtig und umstaendlich, die Leute halten Zanzibar fuer was Besonderes.

DAR ES SALAAM, MSASANI BAY Geht nicht nach Dar Es Salaam Harbour, der Platz ist unsicher und die Einfahrt hat starke Stroemungen. In Msasani Bay ankern entweder im Yacht Club oder vor dem Slipway weiter drinnen. Yacht Club: Aufgeblasen, die ersten 5 Tage frei, dann 36 US$/Person/Woche. Slipway: besser geschuetzt, aber gratis. Wasser kann man bei der Pizzeria bekommen.Wir haben doch tatsaechlich hier den Aussenborder benutzt, ohne dass er geklaut wurde. Hoffentlich habt Ihr auch soviel Glueck. Der Slipway ist ein Einkaufszentrum fuer reiche Leute, es gibt Souvenirs, Restaurants, Internet etc. und auch einen funktionierenden Geldautomaten (Barclay’s Bank). Der naechste ist erst wieder in der Innenstadt. Dar Es Salaam ist eine ganz nette Stadt mit allen ostafrikanischen Moeglichkeiten, nur leider ziemlich weit weg von Msasani. Minibus stadteinwaerts 30 Minuten, stadtauswaerts fast 60 Minuten.

SINDA ISLAND 06°49,55 S 39° 23,48 E ankern auf 6 m Sand, guter Uebernachtungsstopp, sehr huebsch, viele Fischer.

SUKUTI REEF 07°14,93 S 39°28,62 E skurriler Ankerplatz auf 6,5 m Sand. Bei Hochwasser verschwinden die Inseln und die Fischer wohnen in den Baeumen. Erstaunlich gut geschuetzt.

NORTH FANJOVE ISLAND 07°19,91 S 39°28,21 E ankern in 12 m Sand, notfalls ueber Nacht im Suedmonsun, Sukuti ist besser.

KOMA ISLAND 07°32,68 S 39°23,08 E ankern in 6 m Sand. Unser Landfall in Afrika. Total freundliche Leute in dem Dorf, hat uns gepraegt fuer den Rest des Lebens, zumindest aber fuer Afrika. Die Leute rufen hier „Karibu“, (Willkommen), nicht „Money“ oder „Cigarettes“.

SHUNGUMBILI 07°42,12 S 39°40,57 E ankern auf 4,5 m Sand. Im Suedmonsun ankern moeglich, aber hoppelig.

MAFIA ISLAND, KILINDONI 07°54,22 S 39°39,14 E ankern auf 6m Sand, sehr gut geschuetzt im S-Monsun, Port of Entry, aber wenn man nicht klarieren will, bleibt man einfach zu hause.

MAFIA CHANNEL: Es empfiehlt sich bei Hochwasser querab von Ras Kisimani zu sein, hier ist die „Wasserscheide“

OKUZU ISLAND 08°16,72 S 39°35,02 E ankern auf 8m Sand, bei Hochwasser rollig.

SIMAYA ISLAND 08°18,14 S 39° 25,80 E Kleine Insel mit grossem Riff. Im NO ist eine sandige Einbuchtung im Riff. Ankern in 8 m, im Suedmonsun gut.

SOUTH FANJOVE 08°34,45 S 39°33,76 E, ankern in 5 m Sand. Ein sehr schoener, sehr gut geschuetzter Platz, sehr empfehlenswert.

KILWA MASOKO ankern in 12 m noerdlich der Pier. Beunruhigende Einfahrt, da die Stroemung sehr stark ist, die rote Boje fehlt und von den Riffen nichts zu sehen ist. Siehe Pilot (Sketchchart sehr gut!). Wenn man drin ist, 1 A geschuetzt. Die erste Einkaufsmoeglichkeit seit Dar Es Salaam (kleiner Markt, Geschaeftchen etc.) Juma Meli arrangiert den Besuch bei den Ruinen. Empfehlenswert!!

KISWERE 09°25,74 S 39°35,65 E ankern auf 6 m Sand. Erstaunlich viel Schwell steht in die Bucht. Grosses Dorf. Da man Ankergeld von uns einfordern wollte, fuehren wir am naechsten Morgen weiter.

MCHINGA BAY 09°44,61 S 39°43,92 E ankern auf 6 m Sand, sehr geschuetzt, wenn man soweit wie moeglich nach Sueden geht. Hier hatten wir ausnahmsweise Gesellschaft einer australischen Jacht. Ihnen wurde der Aussenborder geklaut waehrend das Dinghi 10 Minuten unbeaufsichtigt am Strand lag.

SUDI RIVER 10°08,84 S 39°58,17 E ankern auf 12 m am Sandspit, sehr gut, sehr huebsch, aber viel Kanuverkehr.

MIKINDANI BAY Einfahrt ziemlich unuebersichtlich. Mittendrin kommt ein Sandspit ins Fahrwasser und kein Mensch weiss wo. Tastet Euch rein. Die Bucht ist verseucht von Bommies, aber gut geschuetzt. Sehr guter Ankerplatz vor Pemba Village, aber das ist weit weg von Mikindani. Sonst vor dem Ort selbst ankern, nur bei guten Sichtbedingungen anfahren. In Mikindani gibt es einen kleinen Markt, einige Geschaefte, keinen Diesel.

Der Bus nach Mtwara ist chronisch ueberfuellt. Der Hafen von Mtwara ist andererseits ziemlich unhuebsch und wenn ein Cargoschiff ausgeladen wird, auch noch sehr laut und schmutzig. Wir sind mit dem Bus zum Klarieren gefahren. Es gibt einen Markt, Geschaefte, Diesel, aber alles weit auseinanderliegend.

MSIMBATI CHANNEL 10°18,60 S 40°23,48 E ankern in 10 m Sand, sehr schoener Ankerplatz vor grossem Strand, gut geschuetzt im S-Monsun. Einfahrt wegen der starken Quer-Stroemung bei Hochwasser sehr schwierig. Bei Niedrigwasser sieht man wenigstens die Riffkanten. Im Zweifelsfall naeher ans Suedufer halten. Admiralitaetskarte Nr. 690 ist total ungenau, man segelt staendig ueber Land. Sketchchart im Pilot ist besser.

Wegpunkte von Norden kommend:
1. 10°16,00 S 40°24,30 E
2. 10°17,35 S 40°23,73 E
3. 10°18,20 S 40°23,41 E
4. 10°18,60 S 40°23,48 E

MOCAMBIQUE RUVUMA BAY 10°28,58 S 40°29,45 E, ankern auf 6,5 m. Sieht auf der Karte sehr offen aus, ist aber erstaunlich geschuetzt. Wegen des Flachwassers muss man weit weg von Land ankern.

TECOMAGI ISLAND 10°46,92 S 40°37,92 E Der Pilot verspricht hier einen sehr geschuetzten Ankerplatz, wo man sich nach dem Kampf ums Cabo Delgado ein bisschen ausruhen kann. Das gilt aber definitiv nicht fuer den S-Monsun. Nach Sueden hat man einen sehr langen Fetch und die Tidenstroemungen sind sehr stark.

ILHA VAMIZI 10°59,66 S 40°40,77 E ertraeglich als Uebernachtungsstopp. Man ankert direkt an der Korallengrenze in 10 m Tiefe. Weiter draussen ist das Wasser zu tief.

ILHA QUIFUQUI 11°10,57 S 40°35,50 E auf 6 m ankern. Entgegen dem Rat im Pilot ankert man im S-Monsun am besten an der Nordseite der Insel direkt vor dem kleinen Dorf. Sehr geschuetzt und nett. Am Sandspit, wie der Pilot empfiehlt, ist zuviel Schwell und Stroemung.

ILHA TAMBUZI 11°21,84 S 40°37,30 E auf 10 m ankern. Etwas rolliger Uebernachtungsstopp.

CABO PEQUEVE 11°49,85 S 40°29,64 E auf 6,5 m ankern. War im S-Monsun nicht gut. Weit weg von Land wegen Flachwasser und ziemlich rollig.

ILHA MACALOÉ 11°58,89 S 40°33,81 E auf 5 m ankern. Landschaftlich sehr schoener Ankerplatz, aber hoppelig im S-Monsun. Viel besser 1 sm weiter westlich im Schutz der Halbinsel Pangane.

PANGANE 11°59,10 S 40°32,48 E auf 4 m ankern. Man ankert sehr weit weg von Land entfernt, der Ankerplatz ist aber sehr ruhig. Auf der Halbinsel liegt ein grosses Dorf, man kann dort US$ oder Tanzanische Shilling tauschen (keine Bank). Es gibt kleine Laeden, den ueblichen kleinen Markt und man kann sogar Diesel vom Fass kaufen.

ILHA MATEMO 12°11,29 S 40°33,40 E ankern auf 5m, moeglichst nah an die Insel heranfahren. Riffe sind gut zu sehen, leidlicher Schutz fuer Uebernachtung.

ILHA DO IBO 12°19,29 S 40°33.28 E auf 4m ankern, weit weg von Land aber erstaunlich ruhiger Ankerplatz. Von Cabo Delgado bis Ibo kann man hinter den Riffen seglen, d.h. ausserhalb der Nordstroemung und das Wasser ist angenehm glatt. Zu empfehlen sind die mosambiquanischen Seekarten Nr. 46601 bis 46605, Maßstab 1:50.000 angefertigt von der sowjetischen Marine. Ab Ibo muss man wieder raus in den jetzt Sued setzenden Strom, was das Fortkommen angenehm beschleunigt, im S-Monsun aber leider zu turbulenten Seeverhaeltnissen fuehrt.

ILHA QUIPACO 12°40,81 S 40°36,17 E ankern auf 4 m. Entgegen dem Eindruck von der Karte ein sehr gut geschuetzter Ankerplatz im S-Monsun. Die Einfahrt ist einfach.

PEMBA Der Ankerplatz (10m) vor der Werft ist jeden Nachmittag ein Legerwall-Ankerplatz und sehr hoppelig. Dafuer ist es sehr nah zu den Behoerden und zur Stadt. Das Dinghi kann man beaufsichtigt an der Werft lassen und dort bekommt man auch Wasser. Zur Tankstelle ist es sehr weit, Taxis gibt es nicht. Am besten geht man von der Werft aus rechts zum Tanklager, ca 10 Minuten Fussweg, um Diesel zu kaufen.

Ein viel besserer Ankerplatz im S-Monsun befindet sich ausserhalb der Bucht von Pemba in der ENSENADA DO IMBO 12°58,16 S 40°32,45 E von dort ist es allerdings weit in die Stadt, Taxis gibt es keine in Pemba.

Pemba ist selbst im Vergleich zum suedlichen Tanzania eine sehr aermliche Stadt. Der Hafenmeister verlangt 35 US$ fuer’s Klarieren. Visagebühren in Pemba 55 US$/Person fuer einen Monat. Das Boot muss nach 4 Wochen offiziell importiert werden (fuer sehr viel Geld). Um dem zu entgehen verzichten viele Boote auf’s Klarieren.

Wir haben uns an der afrikanischen Kueste auserordentlich wohl gefuehlt. Die Leute sind sehr nett und die Lebenskosten sind niedrig. Wenn man auch noch ein paar Worte Kisuaheli spricht, ist einem eine herzliche Aufnahme ueberall sicher. Ausserdem erleichtert es einem das Handeln auf dem Markt.

Salaama, Freunde. Bis zum naechsten mal.



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Letzte Änderung / Last change: Sonntag, 03. August 2002