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Kriminalität in Mindelo, Sao Vincente, Kap Verden im Nov. 2002 von KARLA SCHENK, SY THALASSA
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BEWARE MINDELO, SAO VINCENTE, KAP VERDEN Die im Internet veröffentlichten Warnungen von Henny Kusters, (www.trans-ocean.org/kapverden.htm) Stützpunktleiter auf den Kap Verden, können nur bestätigt werden. Am hellichten Tag wurde ich auf der Hafenpromenade in Mindelo von einer jugendlichen Bande überfallen und um mehrere hundert Dollar und meine Kreditkarten erleichtert. In Handbüchern und Zeitschriften wird verharmlost: Von bösen Buben ist da die Rede und von Kids, die Taschendiebstähle begehen. Gewaltkriminalität sei nahezu unbekannt. Die "Kids", die mich überfielen waren einen Kopf grösser als ich und drohten mit eisernen Haken. Wenige Tage später wurden in einer Nacht von ca. 30 Ankerliegern 8 Yachten geentert, einige Yachtsleute wurden verletzt andere bestohlen, darunter auch wir. In den folgenden Nächten wurden weiterhin Yachten überfallen, obwohl die Räuber durch die inzwischen gewarnten Crews lautstark vertrieben wurden. Ein Dinghi, um die Banditen zu verfolgen, hatte wegen der Diebstahlsgefahr niemand mehr im Wasser. Die Frechheit der Verbrecher ging sogar soweit, dass einer von ihnen mit einem Messer bewaffnet, einen Kat enterte, dessen Besatzung aus 8 sportlichen Tauchern bestand. Zwei von den Yachtsleuten wurden hierbei Stichverletzungen beigebracht, ehe der Verbrecher überwältigt werden konnte. Wer jetzt noch Lust verspürt, diesen ungastlichen Platz zu besuchen, dem ist nicht zu helfen, ausser er hat einen Weidezaun oder einen vierbeinigen Wächter an Bord, wie unsere Freunde, deren Wauwau ohne Vorwarnung, einem Ganoven, der das Schiff erklimmen wollte, den Finger abbiss. KARLA SCHENK, SY THALASSA |
