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Immer genügend Spannung an Bord,
Relaissatz zum Selbstbau

von Karl and Dianne Reichart/ SY Arion


Relais- Schaltung

Nicht jedes Boot hat einen mechanischen Kühlkompressor und so sind oft die Batterien leer, weil wieder einmal vergessen wurde den Kühlschrank abzuschalten. Es gibt automatische Unterspannungs-abschaltungen, aber die sind teuer, wenn man sie nicht selbst aus einem Bausatz fertigt (z.B. Conrad Electronic). Einfacher, billiger und zuverlässiger arbeitet eine Relaisschaltung. Ist das Batterieladegerät eingeschaltet, schaltet die 220 V Netzspannung die 12 V durch. Achtung: Relais mit galvanischer Trennung und genügend Isolationsspannung zwischen 220 V Relais und 12 V Schaltkontakt verwenden. Ein einfaches Kfz-Relais schaltet bei arbeitender Lichtmaschine (Kontakt D+) ebenfalls 12 V durch. Ob diese 12 V (+) nun direkt für den Kühlschrank, den manuellen Schalter des Kühlschranks oder eine Relaisschaltung des Kühlschranks verwendet werden, hängt vom jeweiligen Konzept ab. Die Schaltung über ein Relais empfiehlt sich immer bei großen Strömen. Die dicken Kabel führen immer auf kurzem Weg von der Batterie über die Leitungsabsicherung zum Verbraucher, die Zuschaltung kann dann über lange dünne Leitungen von irgend woher erfolgen.




Immer auf der gleichen Leitung Phase

Polwender- Schaltung

In der Theorie und der Norm folgend bekommt ein Bordnetz über einen CEE-Stecker immer auf der gleichen Leitung die Phase L und den Nulleiter N. Zusätzlich den Schutzleiter PE. Es gibt nun Schaltungen/Geräte bei denen ein Vertauschen der beiden Leitungen nicht egal ist. In England sind Schutzkontaktstecker selbst im Haushalt, also nicht CEE, verpolungssicher und werden deshalb auch hier gerne für Solaranlagen eingesetzt. Es ist auch nicht egal, wenn das Landnetz nur eine abgesicherte Leitung hat und nur eine Leitung über den Landanschluß-Hauptschalter aus geschaltet wird. Unsere Nachbarn im Süden sehen das alles nicht so eng und so kann man an einer CEE-Steckdosenleiste die Phase einmal links und einmal rechts am Stecker finden. Schließlich ist es einem Fön, Lötkolben oder Heizlüfter egal, er funktioniert ja. Ein Polwende-Relais in Verbindung mit einer Spannungsüberwachung löst das Problem. Wird die Spannungsüberwachung zwischen die ankommende Leitung N und PE geschaltet, stellt sie keine Spannung fest und das Relais bleibt in seiner Stellung stehen und wir haben auch an Bord N mit Land-N verbunden und Phase L mit Land-L. Ist der Landanschluß auf dem Steg falsch angeschlossen, d.h. nicht normgerecht, stellt die Spannungsüberwachung ein Potential von 220/230V fest und der Schaltausgang der Spannungsüberwachung steuert das Relais an, dieses schaltet und polt dabei um, d.h. an Bord ist wieder alles richtig. Wer sich über sein Bordnetz nicht sicher ist, sollte sich an einen Fachmann wenden.

Karl and Dianne Reichart
DKRA-ARION@t-online.de






Gleitringdichtungen und ihre Probleme

Gleitringdichtungen sind eine feine Sache und eigentlich problemlos, nur nicht in Verbindung mit weichen Motorlagern und plötzlichem Vorwärtsschub, wie er entsteht, wenn jemand aus dem Stand heraus plötzlich Gas gibt, ohne ein schweres Boot langsam beschleunigen zu lassen. Der Motor wird nach vorne verschoben, die "Ziehharmonika" der Wellendichtung wird entlastet und Wasser tritt ein. All diese Probleme und auch die Probleme mit der Ausrichtung der Motoren, lassen sich mit einem homokinetischen Gelenk zwischen Motor und Welle lösen. Der Wellenschub wird von zwei schräg gestellten Rollenlagern aufgenommen und die Welle läuft absolut schwingungsfrei. Homokinetische Gelenke (Gleichlaufgelenke) haben auch die PKWs. Man darf sie nicht mit Kardangelenken oder Hardy-Scheiben verwechseln. Ich verwende einen "Aqua-Drive", der inzwischen ca. 6.000 Motorstunden und unzählige Segelstunden im Mitlauf hinter sich hat. Völlig problemlos und wartungsfrei.




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Letzte Änderung / Last change: Mittwoch, 02. Juli 2003