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Probleme mit dem australischen Zoll

von Candia Großheim, SY MANDOVAI
E-Mail: candiagrossheim@hotmail.com

Dazu passt auch der engl Bericht:
Brutal Customs or..."Like old communist Russia?"
Information for yachts travelling to australia
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zu diesem Bericht von Jörg Barczynski

Ich habe kürzlich folgende e-Mail von Dorothy und Jim auf der 11m Stahlyacht OCEANUS bekommen. Das Schweizer-US-Amerikanische Rentnerpaar möchte andere Fahrtensegler auf mögliche Probleme mit dem australischen Zoll aufmerksam machen. Dorothy schreibt:

Wir hatten eine gute Überfahrt von Neukaledonien und sind im Oktober in Bundaberg, Australien angekommen. Gemäß den "Notices for Mariners" für Australien und einem Infoblatt, das wir uns vor Abfahrt beim australischen Konsulat in Neukaledonien besorgt hatten, haben wir bei Ankunft in unserem australischen Zielhafen Bundaberg die Küstenwache auf VHF Kanal 81 gerufen. Daraufhin wurde uns von Customs vorgeworfen wir hätten unsere Ankunft nicht früh genug angekündigt.

Unser einziges Kommunikationsmittel an Bord ist ein tragbares VHF mit einer Funkweite von vielleicht 15 Seemeilen. Doch die Customsbeamten nehmen die Tatsache, dass wir einen Computer besitzen als Beweis dafür, dass wir 2-4 Tage vor unserer Ankunft eine e-Mail verschicken hätten können um uns in Australien anzumelden. Völlig hirnrissig! Wir wurden zu einem Strafgeld von 2500 AUS$ verdonnert. Außerdem wollten sie uns eine Strafakte wegen illegaler Grenzüberschreitung anhängen. Das Selbe ist einem anderen Boot in Cairns passiert. Sie haben bezahlt und sind sofort wieder ausgelaufen. Dass ihnen nun eine Strafakte um die Welt folgt können sie scheints akzeptieren. Aber wir können das nicht! Wir sind keine Verbrecher! Wir haben uns einen Anwalt genommen uind fechten das Urteil an. Unser nächster Gerichtstermin ist am 5.Dezember.

Bis jetzt kommen die Anwaltskosten auf 8000 AUS$ und es ist noch nicht vorbei. Wir sind sehr verbittert darüber wie langsam alles vorangeht. Das Budget für ein Jahr Segeln ist schon weg und wir sitzen in Bundaberg fest bis alles ausgestanden ist. Die australischen Zollgesetze sind so ein Durcheinander, dass sie wahrscheinlich immer etwas finden könnten wenn sie wollen. Anscheinend hängen die Beförderungen der Beamten direkt davon ab wieviele Strafgelder sie verhängen und das Schlimmste: Nicht sie müssen beweisen, dass du schuldig bist, sondern du mußt beweisen, dass du es NICHT bist!
Unser Rat ist: Falls ihr unbedingt nach Australien wollt, tut es nicht mit dem Boot!

Ich laß euch wissen wie die Geschichte aus geht.



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Letzte Änderung / Last change: Donnerstag, 29. März 2007