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Ärger und Probleme auf Auruba (NLA)
von Fritz R. Breckner, SY. "Frtz the Cat"
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Als wir am 22.1.2008 kurz vor dem Dunkelwerden und einer Schlechtwetterfront in Aruba(direkt neben Coastgardstation Savaneta) ankerten (an der Stelle,wo ich am 5. April 2004 mit dem selben Schiff ankerte, nächtigte und trotz Kurzbesuches der Coastguard wieder absegelten) kam 5 Minuten später ein Coastgardboot längsseits und der Beamte forderte uns auf Ankerauf zu gehen und den geschützten Ankerplatz zu verlassen und entweder wegzusegeln oder in den Einklarierungshafen Oranjestad zu segeln. Wir hatten die Flagge "Q" (gelb) gesetzt und es war zu erkennen, dass wir nicht Einklariert waren.
Ich erklärte, dass wir um 06.30h Couracao (Spanish Water) 75 Seemeilen entfernt verlassen hatten und ohne Autopilot hierher gesegelt waren (Karl MITSCHE, pänsionierter Beamter des Wirtschaftsministeriums, 62 Jahre alt, ehemaliger Polizeibeamter, als Unterstützung an Bord, Tel./Fax. 280 80 80, 0699 81777945 mail: hk.mitsche@chello.at 1220, Stralehnerg. 11 und der Skipper, 57 Jahre)) und vor dem Schlag nach Cartagena (500 Seemeilen ohne anhalten zu können, wegen des Piratenproblemes an der Columbianischen Küste) eine Nacht erholung brauchten (to shelter and recover). Ich wies darauf hin, dass ich als Kapitän (und Brillenträger) nachts in schlechtem Wetter (Eine Regenfront war aufgezogen und es regnete) nicht in einem mir nicht ausreichend bekannten Gebiet Die Einfahrt hinter das schützende Riff war eng und beim vorherrschenden Wind gefährlich gewesen)ankerauf gehen zu könne. Ich wies darauf hin, dass wir nicht an Land zu gehen beabsichtigen und uns auf das im internationalen Seerecht gewährleisteten Recht auf "shelter & recover" berufen. Wir würden beabsichtigen am nächsten Morgen Richtung Cartagena ankerauf zu gehen. Die Coastgard bestand darauf, dass wir sofort ankerauf gehen und abfahren müssen. Wir könnten nach Oranjestad in den Hafen verholen (über das offene Meer in einen uns unbekannten Hafen) man würde uns bis zur Ausfahrt vorfahren, aber nicht zum Ankerplatz in Oranjestad, der uns unbekannt war. Ich wies darauf hin, dass es schlechte Seemannschaft ist, nach Einbruch der Dunkelheit und eier klar erkennbaren aufziehenden Schlechtwetterfront ankerauf zu gehen und verlangte eine schriftliche Order der Coastguard, was abgelehnt wurde. Da ich als Kapitän die Verantwortung für Schiff und Crew habe musste ich einen entsprechenden Nachweis (Schriftliche Order) haben, falls Schaden entstünde und die Versicherung einen Nachweis für klare schlechte Seemannschaft verlangen würde. Dies wurde abgelehnt, wir wurden verhaftet, gegen unseren Willen von Bord an Land in die Coastguardstation verbracht. Unsere Reisepässe und Schiffspapiere wurden einbehalten, wir wurden in Handschellen zur Polizei verbracht. Es wurden gegen meinen Willen und trotz meines Angebotes das Schiff an die Coastguard Pier (300m vom Ankerplatz)zu verbringen die Schlüssel des Schiffes abgenommen und unser Schiff durch die Coastgard an die Pier verholt. In der Polizeistation wurden wir von Prosecuter (Staatsanwalt) befragt, inhaftiert, von einem Anwalt betreut (Paul van der Sloot Tel. (297) 582 4440 Fax 582 4460 email: paul@carlolawoffice.com www.carlolawoffice.com). Der Transport in das Gefängnis (santa Cruz) erfolgte mit Handschellen am Rücken und ohne anlegen des Sicherheitsgurtes in einem vergitterten Kleinbus. Wir mussten ohne Bettzeug auf Betonliegen (Einzelhaft) die Nacht verbringen. An Schlafen auf Grund des Lärms der anderen Häftlinge kaum zu denken. Am 23. wurden wir gegen 13.00h (keine Uhr, wurde abgenommen) wieder in Handschellen zur Coastgard verbracht, wo ich befragt wurde, ob man die "Crewkabinen" durchsuchen dürfe, was ich erlaubte. Ich durfte meine Medikamente von Bord holen und konnte feststellen, dass bereits das ganze Schiff durchsucht worden war. Auf der Backbordseite befanden sich tiefe Kerben (Beschädigungen) in der Bordwand am Achterschiff. Die Befragung dauerte bis ca. 19.00h dann durften wir an Bord duschen, und eine Suppe bereiten und essen. das war die einzige Zeit, wo uns die Handschellen abgenommen wurden. Danach forderte man mich auf, eine Verzichtserklärung für an Bord gefundene Gegenstände zu unterschreiben, was ich ablehnte. Es wären allesamt "Waffen" und ich hätte auf Befragung gesagt, das"no Wappons" an Bord wären. Erinnerliche Auflistung:
Karl Mitsche wurde freigesprochen und eine Kompensation in Aussicht gestellt, er wurde allerdings nicht frei gelassen. Ich wurde ohne Gerichtsverfahren von dem Prosekuter zu Florins 2.500.- (US$ 1.600.-) von der Staatsanwälten in Gegenwart des Anwalts, verurteilt. Man stellte in Aussicht, dass nach Bezahlung das Land an Bord der beschlagnahmten Yacht verlassen werden könnte. Ich habe weder das Urteil akzeptiert, noch entsprechende Papiere unterzeichnet. Sowohl Karl (freigesprochen) wie auch ich wurden danach (ca. 13.00h) in Handschellen durch den öffentlichen Bereich der Stadt transportiert, Erkennungsdienstlich behandelt, zurück ins Gefängnis verbracht und bis 15.00h in die Einzelzellen gesperrt. Danach brachte man uns in die Coastgardbasis, wo ich die US$ 1.600.- bezahlte. Da wir nach 2 schlaflosen Nächten Erholung brauchten, ersuchten wir an der Coastguardpier die Nacht verbringen zu dürfen, was von der juristischen Leiterin und einem Offizier abgelehnt wurde. Wir wurden gezwungen völlig übermüdet gegn 16.30h in See zu stechen. Ich ersuche diesen Bericht zu veröffentlichen und mit mitzuteilen, welche internationalen Übereinkommen, das Recht auf "to recover and shelter" am Anker mit Flagge "Q" im Top, ohne einzuklarieren zugrunde liegen. |
