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Cubanische Reise

von Theo und Rosmarie, SY. TiTaRo
E-Mail: info@titaro.com

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Marina Hemingway bei Habana:
Die Zerstörungen der letzten Huricane sind beseitigt, Einklarieren geht sehr zügig und freundlich, Festmachen in den 3 Kanälen ist für cubanische Verhältnisse sehr gut. Das Marinapersonal ist äußerst bemüht, Strom und Wasser sowie absolut sauberer Diesel ist vorhanden. In der Marina ist eine Haltestelle der Stadtrundfahrt-Busse, für 5 CUC (ca. 5 EUR) kann man den ganzen Tag 3 Busse benutzen, das entspricht einer kompletten Stadtrundfahrt in Habana, man kann jeder Zeit Aus- und wieder Zusteigen.

Sehr gute und genaue Cubanische Seekarten bzw. Detailkarten gibt es in der "Tienda Nautica" in der Calle Mercadona-Altstadt Habana. Man sollte sich die Chart-Kit Nr. 1 bis 3 besorgen.

Beste Versorgungsmöglichkeiten gibt es am Markt in der Calle 42 Ecke Calle 19. Gute Auswahl an frischem Obst, Gemüse, Huhn und Schweinefleisch, von der Marina aus am besten mit dem "Privat-Taxi" zu erreichen. Dort bezahlt man mit der einheimischen Währung - Cubanische Pesos. Internet gibt es im Hotel, daneben ist auch die Wechselstube, ebenfalls in der Marina.

Via "Cabo San Antonio" in den Süden:
Es sind etwa 160 sm bis zum Cabo San Antonio im Westen. Wer will kann nach ca. 40 sm in der "Bahia Honda" ankern. Riffpassage zur Ankerbucht "El Morro" oder "Ensenada El Cajon" beim Cabo ist bei N 22.07 / W 084.47, der sehr gut geschützte Ankerplatz liegt bei 21.53.8 N / 084.50.8 W direkt vor der Fischerstation - zum Tauschen für Fischfilet und Langusten benötigt man immer einige Flaschen Rum.

Ankerplatz und Marina "Maria la Gorda": Soll sehr schön sein dort, wir mussten das leider auslassen da ein kräftiger Norder im Anmarsch war, wir sind vom "Cabo San Antonio" bis zur "Isla Juventud" durch gesegelt - 161 sm.

Isla Juventud auch "Isla de Pinos": Wir brauchten einen geschützten Hafen und die "Marina Siguanea" im Süden der Insel neben dem Hotel "El Colony" schien uns bestens geeignet. In der betonnten Hafeneinfahrt zuerst 3 m Wasser dann nur noch 80 cm, man muss aus der Betonnung raus ganz nah zu den Mangroven und nach 20 m zurück in den Kanal, dann geht es rein. Wir waren das einzige Schiff im Hafen außer dem Tauchboot und dem rostigen Lotsenkahn. Einklarieren war in 10 Minuten erledigt, wieder sehr locker und freundlich.

Abends kam dann der Norder mit bis zu 45 kn, wir lagen absolut sicher und ruhig. Hier unten ist man aber so ziehmlich am Ende der Welt, hier ist gar nichts, trotzdem wird alles fleißig renoviert, neue Duschen und Toiletten werden gerade gabaut, die Hafenzufahrt wird sicherlich bald wieder frei gebaggert. Die Marina im Norden der Insel in "Nueva Gerona" sollte man auch nur anlaufen wenn es gar nicht anders geht. Im Jahre 2008 wurde die Insel von 3 Hurican's erfasst, es wurde fast alles zerstört.

Weiter in Richtung "Cayo Largo del Sur":
Zur Insel "Cayo Largo" sind es von hier ca. 120 sm, egal ob man die "Juventud" im Süden passiert oder diese fast umrundet und über Nord weiter segelt. Auf der Südroute kommt man an der schönen Ankerbucht "Cayo Matias" vorbei, segelt aber immer über 2000 m Wasser meistens gegen leichte Strömung aus E. Wir sind rauf nach N zum "Paso Quitasol" und dann runter zum "Paso de Rosario", also etwa 2/3 der Strecke immer im flachen Wasser (etwa 6 m).

Den "Paso Quitasol" würde ich heute nicht mehr durchfahren, er ist versandet und die wichtigste Markierung, eine Eisenstange ca. 60 cm über Wasser fehlt. Etwa 5 sm nördlich ist der Fairway für die Fähre und Großschifffahrt, dort kann man problemlos passieren aber Achtung auf die Fähren, die sind absolut Rücksichtslos.

Super segeln bis zum "Paso de Rosario", der Paso ist auch als Ankerplatz geeignet sofern kein N-Wind steht, die Durchfahrt ist problemlos. Jetzt sind es nur noch etwa 20 sm in tiefem Wasser bis "Cayo Largo".

Cayo Largo del Sur
Man nimmt immer die "Neu betonnte Riffdurchfahrt" bei den "Cayos los Ballenatos", dort ist sauberes Wasser ohne Sandbänke, die Ansteuerung der Marina erfordert im letzten Viertel einige Aufmerksamkeit wegen der gut erkennbaren Sandbänke. In der Marina sind relativ neue Schwimmstege, eine schöne Terasse mit Bar, ein sehr gutes und doch günstiges Restaurant sowie Bank und Supermarkt. Bei größeren Posten im Supermarkt bitte 1 Tag vorher eine Bestell-Liste abgeben. Hier können Gasflaschen aller Systeme gefüllt werden, sofern Gas vorhanden ist, Diesel ist sehr sauber. Internet gibt es wieder im Hotel (ca. 5 km), für Wetterberichte kann der Computer des Hafenmeisters benutzt werden.

Die Strände und Ankerplätze der Insel sind super, man ist endlich wieder unter den Lebenden denn von der Marina Hemingway bis hier her ist man absolut alleine unterwegs. Täglich kommen Chartercrews, meist Deutsche oder Österreicher hier an, man erfährt das Neueste aus der Heimat.

Weiter nach Cienfuegos
Nach Cienfuegos knüppelt man immer gegen Wind und Welle (ca. 80 sm). Nach ca. 20 sm jedoch wird es schon etwas leichter, bei "Cayo Ingles" (21.37.5 N / 081.16.3 W) ist eine gute Riffdurchfahrt, dann fährt man hinter dem Riff die "Cayo's de Dios" entlang. Ein schöner Ankerplatz ist bei "Cayo Sal" - tolles Schnorcheln -, jedoch nach N und NE offen. Wir haben beim Leuchtturm "Cayo Guano del Este" bei 21.39.7 N / 081.02.5 W geankert, dort ist man gegen alle Winde geschützt, auch nach N durch das Riff. Außerdem werfen dort jeden Abend die Fischer Ihren Anker, es gibt Langusten und frische Filtet's (4 große Langusten = 1 Flasche Rum) !

Weiter nach "Cienfuegos" - Achtung, das Riff nördlich des "Cayo Guano del Este" ist weiträumig zu umfahren !! Hier beginnt das Militärische Sperrgebiet der "Schweinebucht", man kann bis etwa 5 sm innerhalb problemlos segeln. Marina Cienfuegos: Die Betonstege haben letztes Jahr etwas gelitten, die Marina ist für die Verhältnisse aber immer noch ok, Duschen und Toiletten sind jedoch eine Katastrophe. Das Restaurant im Yachtclub gegenüber ist gut und günstig, daneben ist "Alboran Yachtcharter", Hauptsitz in Palma de Mallorca mit Neuwertigen Yachten und Katamaranen, in der Marina hat "Platten Sailing" ein Büro.

Beste Versorgungsmöglichkeiten findet man in der Stadt, am "Mercado Publico" gibt es wieder frisches Obst und Gemüse sowie Fleisch in reicher Auswahl -(Cubanische Peso), Internet Caffee in der Fußgängerzone. Von hier aus kann man einen Tagesausflug in die alte Stadt Trinidad buchen, es ist auf jeden Fall interesant, wobei uns die Altstadt von Cienfuegos besser gefallen hat.

Fazit
Uns hat Cuba sehr gut gefallen, es ist irgendwie noch die ursprüngliche Caribic ohne den sonst üblichen Touristennepp. Die Liegeplätze in allen Marinas sind noch günstig (0,45 EUR pro ft.), alle Leute incl. die Offiziellen aller Behören sind sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Wir werden nächstes Jahr auf jeden Fall für 2 bis 3 Monate dorthin zurückkehren und das Gebiet von Santiago de Cuba via "Jardines de la Reina" bis zurück nach "Cayo Largo" besegeln.

Man muß auch unbedingt bemerken, dass alle Seezeichen und Leuchtfeuer in Betrieb waren und mit unseren Papier- und elektr. Seekarten auf den Meter genau stimmig waren. Als Seekarten hatten wir -Cuba Western Sheet, Middle Sheed und Eastern Sheed-, erhältlich bei GeoBuch in München, Detailkarten von der Tienda El Navigante in Habana, C-Map für RayMarine und das "Küstenhandbuch Cuba" von B. Bartholmes (sehr hilfreich).

Ausführlichere Info's finden Sie in unserer Homepage - www.titaro.com in den Reiseberichten.
Fair Winds und Happy Sailing wünschen Theo und Rosmarie von der "TiTaRo".



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Letzte Änderung / Last change: Donnerstag, 27. Dezember 2007