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Mexiko - Karibische Küste
von Theo und Rosmarie SY "TiTaRo"
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Nach 46 Stunden haben wir die etwa 320 sm von Cayo Largo im Süden Cuba's zur Isla Mujeres geschafft. Die ersten 250 sm waren sehr angenehm zu segeln, dann kam aber der eigentliche "Kanal von Yucatan" mit der vorgelagerten "Arrowsmith Bank", über die wir rüber mussten. Eine Strömung von bis zu 4 kn läuft hier nach NE, der Wind hatte gedreht von SE auf N-NE mit jetzt 25 - 30 kn, unser Kurs waren 270 Grad, das konnte nur Kabbelwasser werden. Ab dem Erreichen des Kanals zwischen Cancun und der Isla Mujeres war aber alles wieder vorbei, das Wasser war fast glatt. In der bestens geschützten Ankerbucht vor der Isla Mujeres lagen etwa 50 Fahrtenyachten aus aller Welt vor Anker. Da wir aber einige Landausflüge zu den Maya- und Aztekentempeln geplant hatten, wollten wir unsere "TiTaRo" nicht vor Anker legen, sondern hatten frühzeitig einen Liegeplatz in der Marina Paraiso reserviert (www.paraisoclubdeyates.com). Auch das Einklarieren ist in dieser Marina sehr einfach, Jose der Hafenmeister kümmert sich um alles, (kostet 35 $ extra), dafür kommen alle Behördenvertreter in die Marina und an Bord. Man muss anschließend nur noch nach Cancun zum Zoll und bekommt dort ein Cruising-Permit für 10 Jahre. Ankerlieger, die alles selbst erledigen und die 35 $ sparen wollen, sind etwa 3 Tage mit den Einklarierungsformalitäten beschäftigt. ![]() ![]() Isla Mujeres hat uns sehr gut gefallen, nach über 5 Wochen am 28.04.09 ging es dann aber weiter in Richtung Süden, nächstes Ziel ist Puerto Morelos. 3 Tage vorher waren Hubert und Lissy, ein Seglerpaar auch aus München, mit ihrem "Bunter Vogel 2" eingetroffen und somit war weiterhin eine TO-Flagge auf Isla Mujeres vertreten. Leider gibt es nicht gerade viele geschützte Ankerbuchten entlang der Mexikanischen Karibikküste, die meisten Ankerplätze liegen direkt hinter dem Riff, man hat keinen Schutz vor den vorherrschenden Winden und kann daher nur bei ruhigem Wetter beruhigt ankern. So auch vor der Ortschaft Puerto Morelos, dort sind direkt hinter dem Riff 5 Mooringbojen, die sicheren Halt bieten. Nach 2 Tagen wurde es uns aber zu unruhig und wir haben uns in die Marina El Cid verholt, die direkt bei der Riffpassage südlich der Ortschaft liegt. Die Marina hat neue Schwimmstege, man kann aber auch im Hafenbecken an Mooringbojen fest machen für 10 $ pro Tag. Dafür können alle Einrichtungen des angeschlossenen 5 Sterne Hotelresorts mit genutzt werden, auch bei geplanten Landausflügen liegt die Yacht hier sehr sicher.
Etwa 10 sm weiter südlich ist Hut Point, der nächste Ankerplatz hinter dem Riff, wir haben diesen ausgelassen, für uns war dort zu viel Trubel - Waterbikes, Speedboote mit Wasserski etc.Weitere 11 sm nach S und man steht vor der Hafeneinfahrt zur Marina Aventuras. Eine sehr schöne Anlage, man fühlt sich ins Mittelmeer versetzt und liegt dort sehr günstig. Die Hafeneinfahrt jedoch hat es in sich und ist nur bei ruhigem Wetter zu empfehlen. Im Hafenbecken liegt man jedoch auch bei stürmischen Wetter sehr geschützt. Erst jetzt kommt die erste richtige Ankerbucht an dieser Küste, die Bahia de la Ascention. Diese ist dafür richtig groß, in dieser Bucht gibt es kleinere Inseln, hinter denen man auf knapp 2 Metern Wasser ankern kann. Unser Anker fiel hinter der Insel Cayo Culebra, etwa in Höhe des Leuchtturmes, dessen Spitze über den Palmen zu sehen ist. Knapp 30 sm sind es von hier zur nächsten riesigen Bucht, der Bahia del Espiritu Santo. Auch hier gibt es wieder 3 verschiedene, gut geschützte und schöne Ankerplätze, die wir jedoch auslassen mussten, da unser nächstes Ziel Xcalac war, die letzte Möglichkeit zum Ausklarieren nach Belize. Die Riffdurchfahrt in die "Bahia del Espiritu Santo" ist sehr anspruchsvoll, mit Korallenköpfen gespickt und etwa 1,6 m tief. Diese Passage würden wir nur bei hoch stehender Sonne durchfahren, ebenso verhält es sich mit der Riffeinfahrt nach "Xcalac". Wenn wir also bei hoher Sonne die Bucht verlassen hätten und dann die etwa 65 sm nach Xcalac gesegelt wären, hätten wir etwa 10 - 12 Stunden später den Wegepunkt zur Ansteuerung der Riffpassage Xcalac erreicht, diese ist aber vor 10 Uhr Vormittags und nach 15 Uhr Nachmittags nicht zu passieren und macht deshalb keinen Sinn. Wir sind in einer wunderschönen Nachtfahrt von der "Bahia de la Ascention", die wir gegen 17 Uhr verlassen haben, zwischen dem Cayo Norte (einem Atoll und Naturschutzgebiet) und der Küste nach "Xcalac" gesegelt. Wie berechnet erreichten wir die Riffpassage gegen 10 Uhr und konnten diese anspruchsvolle Durchfahrt gut meistern. Xcalac ist ein verschlafenes Nest mit etwa 50 Häusern, von denen ca. 30 bewohnt sind, der Rest ist dem Verfall preisgegeben. Dort ist aber das südlichste Hafenamt von Mexiko und bei der dortigen "Capitaneria" gibt es das nötige Clearenc-Paper,(in Mexiko "Zarpe"), das man für die Einreise nach Belize braucht, wir haben dort ausklariert. Am nächsten Tag ging es weiter nach Belize (20 sm bis San Pedro). Ankerbucht vor der Isla Mujeres lagen etwa 50 Fahrtenyachten aus aller Welt vor Anker. Da wir aber einige Landausflüge zu den Maya- und Aztekentempeln geplant hatten, wollten wir unsere "TiTaRo" nicht vor Anker legen, sondern hatten frühzeitig einen Liegeplatz in der Marina Paraiso reserviert (www.paraisoclubdeyates.com). Auch das Einklarieren ist in dieser Marina sehr einfach, Jose der Hafenmeister kümmert sich um alles, (kostet 35 $ extra), dafür kommen alle Behördenvertreter in die Marina und an Bord. Man muss anschließend nur noch nach Cancun zum Zoll und bekommt dort ein Cruising-Permit für 10 Jahre. Ankerlieger, die alles selbst erledigen und die 35 $ sparen wollen, sind etwa 3 Tage mit den Einklarierungsformalitäten beschäftigt. ![]() Mexiko ist ein für Europäische Verhältnisse äußerst günstiges Reiseland. Man sollte, wann immer es möglich ist, alle Tanks füllen (Diesel 1 Ltr. ca. 30 Cent) sowie in Cancun bei den großen Supermärkten richtig voll bunkern, denn entlang der Küste, auch in den Marinas, ist das Angebot sehr rar. Wichtiger Hinweis für alle, die diese Küste besegeln wollten: Der Tiefgang der Yacht sollte 1,50 Meter nicht übersteigen. In keiner aktuellen Seekarte, egal ob Papier oder Elektronik, sind die oben angeführten Marinas und Ankerplätze verzeichnet. Laut unserem Kartenplotter und auch Einträgen in den Seekarten lagen einige Wegepunkte der Riffpassagen bereits an Land, die Papierkarten wurden vor einem halben Jahr gekauft und sind fast Nutzlos. Ohne genaue Wegepunkte sind auch die Riffpassagen nicht zu meistern, die meisten Riffe liegen knapp unter Wasser. Bei Geo-Buch in München haben wir uns den "Cruising Guide to Belize and Mexico's Caribbean Coast, Third Edition von Captain Freya Rauscher" gekauft. Dieses Buch ist äußerst informativ und enthält alle Wegepunkte entlang der gesamten Küste. Ohne diese Info's aus diesem Buch hätten wir diese Küste sowie die traumhafte Inselwelt von Belize nicht besegeln können. Ausführlichere Berichte finden Sie auf unserer Homepage www.titaro.com. |