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San Blas Inseln – Traumzeiten in Kuna Yala

von SY Kira von Celle – Detlev und Beate Schmandt
E-Mail: b.schmandt@online.de
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Nach 2 Nächten und einer Tagesreise sind wir von den Isla Rosarios kommend am 10.12.2006 im Kuna Yala Land eingetroffen. Die San Blas Inseln sind ein kaum bekannter Landstrich im Norden Panamas und umfasst ca. 200km Karibikküste.

Es ist ein maritimes Flachwassergebiet mit häufig weniger als 20m Tiefe. Eine Vielzahl von Korallenriffen schützen die etwa 360 Inseln und Inselchen. Hier gibt es kaum Tourismus. Kuna Yala ist nur mit dem eigenen Boot oder mit einer Twin Otter ab Panama, zu erreichen. Ca. 50 Inseln sind bewohnt und es existieren noch 11 Siedlungen im angrenzenden Regenwald des Darien. Die Anzahl der Bevölkerung reicht dabei je nach Größe der Siedlung von 100 bis zu 4000 Menschen. Die anderen Inseln werden von einzelnen Familien zur Kokosnussernte bewohnt. Noch in den neunzigern eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kunas. Heute heißt es Dollars statt Kokosnüsse.

Die Kunas selbst bezeichnen sich sowohl als Kuna als auch als Dule. Beide Begriffe können in etwa mit den Worten Mensch oder Person übersetzt werden. Auch die Comarca San Blas wird abwechselnd als Kuna Yala oder als Dule Nega bezeichnet, was in etwa mit "Zuhause der Menschen" bzw. "Berge der Kuna" übersetzt werden kann. Untereinander wird der Begriff Dule häufiger verwendet (z.B. Anmar dule = Wir, die Dule), in Gesprächen mit Weißen bzw. Latinos scheint der Begriff Kuna häufiger zu sein. Auch über den Begriff Indio scheinen sich die Meinungen zu spalten. Einerseits zählt die Bezeichnung Indio nicht mehr zu den politisch inkorrekten Begriffen, und wird von den Kunas selbst verwendet. Andererseits gibt es auch einige, die sich selbst lieber als Aborigenes, also Ureinwohner bezeichnen.

Die Kuna Indios trotzten dem unabhängigen Staat Panama eine weitgehende Autonomie ab, die Tradition der politischen Selbstverwaltung ist in Lateinamerika einzigartig. Die Verfassung garantiert den Kunas wesentliche Punkte: die Gleichstellung der nach traditionellen Riten vollzogenen Ehe mit der zivilrechtlichen Ehe, die Anerkennung der traditionellen Heilmethoden (Ethnomedizin) und der Ibeorgun-Religion als Religion der Kuna. Der Congreso General Kuna hat die Verantwortung die Kuna Völker im Kontext von nationalstaatlicher Politik zu vertreten. Er übernimmt die Aufgabe die Legislation zu erarbeiten, die eine Autonomie der Kuna sicher stellt. Er bietet auch die Schirmherrschaft für soziale, pädagogische und Umwelt Projekte. Das traditionelle und spirituelle Leben der Kuna ruht in der Hand der Congreso de la Cultura Kuna. Diese höchst beachteten Männer teilen und bewahren sowohl die Weißheit über die Kuna Art im Leben zu agieren, tiefe kosmologische Kenntnisse, als auch die gute Beziehungen zu traditionellen Führern anderer einheimischer Gruppen.

Jede Gemeinschaft wird von einem Sayler und vom Dorfrat angeführt, die darauf achten, dass der traditionelle Lebensstil nach alten ungeschriebenen Gesetzen gewahrt bleibt. Einen besonderen Bezug haben die Kuna zu ihrem Land. Es kann nicht gekauft, verkauft oder verpachtet werden. Die Kuna sehen es als das Erbe ihres Volkes und der Erwerb, die Ausbeutung und Nutzung muss mit diesem Status vereinbar sein. Um sich in einem internationalen Rahmen für eine schonende Nutzung der natürlichen Ressourcen, sowie für eine allgemeine Verbesserung der Lebensumstände der indigenen Bevölkerung einsetzen zu können, wurde 1992 die NGO „Asociacion NAPGUANA" (The Association of Kunas United for Mother Earth) gegründet.

Die Kuna zeigen wenig Bedarf am Lebensstil des 21.Jahrhunderts. Sie leben in ihrer natürlichen Umgebung und pflegen ihre Kultur. Ihre Hütten sind aus Bambus und Palmwedeln gebaut. Statt Betten gibt es Hängematten und das Mobilar wird häufig aus Schwemmholz gefertigt. Im Stil der Großfamilie leben die Alten und Jungen zusammen und auch die Tiere, wie Papageien, Hühner und manchmal auch Hunde gehören zur Gemeinschaft. Die Toiletten sind auf wackeligen Stelzen ins Meer gebaut und als Blickschutz dienen Matten aus Bambus.

So eine Hütte ist ca. 30 m² groß und besteht aus einem großen Raum, ist mehr Platz vorhanden wird eine ca. 10 m² Hütte als Kochraum angebaut. Drei sternförmig zusammengefügte Holzprügel ersetzen den Herd. In der Mitte lodert Tag und Nacht das Feuer und das unverbrannte Holz dient als Auflage für den Topf. Auf einigen Inseln haben wir auch schon Gasflaschen, die an alte Herde angeschlossen sind entdeckt. Über die Sicherheit dieser teilweise abenteuerlichen Konstruktionen wird anscheinend nicht immer ausreichend nachgedacht. Am 26.12. 2006 sind in Soledad Miria 30 Hütten abgebrannt. In kürzester Zeit haben die Bewohner alles verloren. Mit Eimern und Kochgefäßen haben sie versucht der Lage Herr zu werden, aber der Passatwind war stärker. Die Seglergemeinde im Revier hat erste Hilfe geleistet. Essen, Trinken, Kleidung, Hängematten, wurden in wenigen Stunden eingesammelt und zur Unglücksinsel gebracht. Über 50 Yachten waren an dieser Aktion beteiligt. Die deutsche Yacht Seeadler mit Guido und Sylvia haben 1000l Süßwasser vor Ort verteilt. Die Kunas waren glücklich und die Logistik der Segler effektiver, als die der anreisenden Politiker aus Panama.

Das bedeutenste Haus auf den bewohnten Inseln ist das Casa de Congreso, es ist das Herz der Kuna Gemeinschaft. Von hier aus organisieren der Sayler und der Dorfrat die Arbeit im Dorf, hier werden Entscheidungen getroffen, Streit geschlichtet, die Kunawerte vermittelt, Geschäfte mit Außenstehenden geschlossen und zu ihren Göttern gebetet. Das zweitwichtigste Haus ist das Chicha Haus. In diesem Haus zelebrieren die Kuna ihre Chicha Feste. Wir haben auf Mormake Tupu einer Chicha Fiesta beigewohnt. Das Ritual, ein junges Mädchen in die Frauengemeinschaft aufzunehmen. Dieser Vorgang beginnt mit dem Einsetzen der Menstruation und ist ein wichtiger Bestandteil der Kuna - Kulter. Die gesamte erwachsene Bevölkerung nimmt daran teil. Die Frauen in farbenfroher Tracht betreten die Chicha-Hütte durch den rechten Eingang, die Männer in Shorts und T-shirts durch den linken. Alle sitzen dichtgedrängt auf Holzbänken. Der Sayler und der Dorfrat sind in der Mitte des Raumes auf Stühlen platziert und bilden gleichzeitig die Trennzone zwischen den Männern und Frauen. Ganz in ihrer Nähe hockt eine dritte Gruppe, die Männer, die sich als Frauen fühlen, teilweise auch Frauenkleidung tragen und ein hohes Ansehen genießen. Das Chicha Getränk steht in großen mit Bananenblättern abgedeckten Gefäßen und wird in Kalebassen durch die Reihen gereicht. Die Schalen werden immer wieder nachgefüllt und wir sind doch sehr erstaunt, dass statt Riten, Tänze und Gesänge hier ein kollektives Besäufnis stattfindet. Wie die Festivitäten ausgegangen sind wissen wir nicht, wir haben nach 45 Minuten die Chicha Hütte verlassen.

Wir wollen nun nicht den Eindruck erwecken, das die Kuna beständig alkoholisiert sind, denn das stimmt nicht. Die Kuna, die wir kennen gelernt haben sind, unaufdringlich und sehr freundlich und geschäftstüchtig. Natürlich haben sie mitbekommen, dass Dollars eine variablere Einnahmequelle sind als Kokosnüsse und so versuchen sie mit uns Seglern Geschäfte zu machen. Sie kommen dann mit ihren Einbäumen längsseits. Einige wenige verfügen über kleine Außenbordmotoren, die meisten paddeln. Ihre Handelsware Fisch und Langusten. Mit Tender Edi und seinen Kuna Kollegen gibt es auch fahrenden Händler, die Obst, Gemüse, Hühner, Grillwurst und Getränke an die Segler verkaufen. Wo sich diese Minifrachtschiffe aufhalten erfährt man am besten über Funk. Panama Connection Net, SSB 8107 kHz, 08:30 Uhr Ortszeit.

Am aktivsten sind die Frauen, Compra mola! (kaufe Mola) schallt es uns fast auf jedem Ankerplatz entgegen. Sie zeigen uns ihre handgearbeiteten farbenprächtigen und einzigartigen Molas und möchten sie gegen Dollars verkaufen und nur ganz selten ist Tauschen angesagt. Diese Molas sind ein wichtiges Kennzeichen ihrer kulturellen und ethnischen Identität. Sie bilden das Element der Tracht der Kunafrauen. Die Tracht setzt sich zusammen aus einem bunten Wickelrock und einer ebenfalls bunten kurzärmeligen Bluse, die auf der Vorder- und Rückseite mit einer Mola verziert ist. Ein rotes Kopftuch mit kleinen gelben Mustern bedeckt die Haare. Glitzernde Ringe und Kettchen sowie Perlenschnüre, Winis genannt, um Hand- und Fußgelenke gehören zum Gesamtbild der Kuna Frau.

Charakteristisch an der Art der Applikation ist, dass die Motive in die oberen Stofflagen eingeschnitten werden (Eine Mola kann aus zwei oder mehr Stofflagen bestehen). Das Umschlagen der Schnittkanten gibt den Blick auf die darunter liegenden andersfarbigen Stoffschichten frei. Dabei wiederholt sich die Linienführung des Motivs in allen Ebenen. Eingesetzt werden zwei Arten der Applikation, die oben beschriebene Negativform und die Positivform durch Aufsetzen der Motive. Andere Varianten der Verzierung sind Zackenlinien, senkrechte Einschnitte "tas-tas" und kleine aufgesetzte Dreiecke "wane-wane". Mit Stickereien werden Einzelheiten hervorgehoben. Bei der Mehrzahl der Mola gruppieren sich kleinere Darstellungen um ein zentrales Motiv. Alle Elemente der Textilbilder sind auf gleicher Ebene, so dass kein Vorder- oder Hintergrund entsteht Durch dieses Verfahren heben sich leuchtende Muster von der meist dunkelroten bzw. schwarzen Oberfläche ab. Die Motive –Vögel, Schildkröten, Fische, Heilpflanzen, Blumen und geometrische Muster- sind Symbole der magischen Welt, die bei den Kunas noch eine große Rolle spielt. Bei vielen Darstellungen bleibt uns jedoch die Bedeutung unbekannt. Durch das Zusammenspiel der ausdrucksstarken Darstellungen, der intensiven Farben, der verschiedenen Techniken und nicht zuletzt der sorgfältigen Ausführung entstehen einzigartige Kunstwerke. Mit den Molas lassen uns die Kuna-Indianerinnen ihren Reichtum an Kreativität und Lebendigkeit miterleben.

Interessant ist, dass die Mola - Produktion ein ausschließlich weiblicher Tätigkeitsbereich ist und in die soziale Ordnung und die geschlechtsspezifische Aufgabenteilung der Kuna eingebunden ist. Ausnahmen gibt es auch hier, mit Lisa, und Venancio haben wir auch Männer „Molamaker“ kennen- und schätzen gelernt haben. In den Dorfgemeinschaften der Kuna besteht eine klare Zuordnung verschiedener sozialer, symbolischer, spiritueller und ökonomischer Aufgaben zu Männern oder Frauen. Die beiden Geschlechter verfügen dabei über getrennte Handlungsfelder, die sich oft komplementär ergänzen. Es gibt nicht eine zentrale Machtinstanz in der Gemeinschaft, sondern verschiedene Machtfelder, in denen Männer und Frauen unterschiedliche Positionen einnehmen

Die soziale Organisation der Kuna beruht auf matrilokalen Haushalten, d.h. ein junger Mann zieht nach der Heirat zu seinen Schwiegereltern, und muß in diesem Haushalt bestimmte Aufgaben erfüllen. Männer nehmen in der Kuna Gesellschaft alle formalen Führungspositionen ein. Dazu zählen politische Funktionen wie jene des Saylers oder die Teilnahme an überregionalen Ratsversammlungen, im ideellen und spirituellen Bereich ist Männern das Wissen über Mythen und Gesänge vorbehalten.

Frauen nehmen auch Einfluß auf politische Prozesse, aber auf informeller Ebene, Sie sind als Heilerinnen und Hebammen im medizinischen und spirituellen Bereich tätig. Generell kann gesagt werden, dass Männer vor allem jene Positionen einnehmen, die besondere Redegewandtheit und verbalen Ausdruck erfordern, während Frauen stärker Handlungs- und objektorientierte Aufgaben zukommen. In dieser Ordnung liegt die Produktion von Molas klarerweise in weiblichen Händen. Die große wirtschaftliche Bedeutung der Molas in den vergangenen Jahrzehnten verstärkte auch den Einfluß der Frauen in den Kuna - Gemeinschaften.

Seekarten
26042 Bahia Conception to Punta Brava
26063 Punta San Blas to Bahia Conception
26065 Golfo de Panama

Literatur
Eric Bauhaus, The Panama Guide
Für uns der beste Revierführer, einige Wegpunkte sind nicht korrekt.

Nancy Schwalbe und Tom Zydler
The Panama Guide – A cruising Guide to the Isthmus of Panama
Etwas älter, 2. Edition von 2001, mit viel Hintergrundinformationen.

In Panama gibt es eine so genannte Regenzeit, von April bis Ende November, wechselnde Winde oder gar kein Wind mit heftigen Gewitter ist zu rechnen. In der Trockenzeit von Dezember bis März herrschen Passatwinde vor.

Die Navigation ist nicht immer ganz einfach, es gibt hier unzählige Riffe. Das karibische Meer erstrahlt in Türkis bis königsblau und die Sandstrände in leuchtendem Weiß. Auf den unbewohnten Inseln, die von weitem alle gleich aussehen, wachsen Kokosnusspalmen mal als Palmenhain oder wenn die Insel zu klein ist, als Solitär. In den Inseldörfern stehen die Hütten dicht an dicht. Es lassen sich sehr abwechselungsreiche Routen planen und die Wahl zwischen einsamen Ankerplätzen oder Ankerplätzen mit organisiertem „social life“ bleibt jedem selbst überlassen.

Wir besuchten die Inseln Provenir zum Einklarieren, die neben liegenden bewohnten Inseln Wichubhuala und Nalunega für den Einkauf von Grundnahrungsmittel und zur Kontaktpflege. Chichime mit den Inselwinzlingen Uchutupu Pipgua und Uchutupu Dummat. Spannende Riffeinfahrt, dahinter spiegelglattes Wasser. Angeblich grillen hier die Fischer die schönsten Lobster und Krabben.

Eastern Lemon mit den Inseln Yansaladup, Banedup, Nuinudup, Dog Island und Niadup, hat sich im Laufe des Jahres zum social life Treffpunkt entwickelt. Auf Banedup ist ein kleiner Kiosk, wenn die Kuna die Conchmuschel blasen, ist das Kunabrot fertig gebacken, Grundnahrungsmittel und Getränke im kleinen Sortiment vorhanden. Die Eastern Lemon sind Außeninseln, die Bewohner wechseln alle drei Monate. Die Heimatinseln sind Carti und die Isla Robesons.

Eastern Hollandes mit - BBQ Island, Banedup, Tiadup, und vielen weiteren Inselchen haben das klarste Wasser und spektakuläre Ankerplätze. Tauchen und Schnorcheln im Japanese garden fast schon ein Muß.

Green Island , sehr geschützter IAnkerplatz, von Riffen eingeschlossen, die besonderen Bewohner, ein kleines und ein großes Krokodil, das große ca. 2,50m

Unser Lieblingsplatz sind die Eastern Coco Bandero. Unser Ankerplatz 09° 30.626 N 078° 37.094 W. Ankertiefe 10m, Ankergrund Sand. Leben wie im Paradies für fünf Wochen. Eine Insel zum Schnorcheln, eine für das Barbeque, eine zum Wäschewaschen und trocknen, eine für die Müllverbrennung, eine zum Spazieren gehen. Alle Inseln sind Außeninseln mit Kokospalmen, feinen Sandstränden und sie sind unbewohnt. Sie gehören zur Gemeinde Azugar, Es wurden keine Ankergebühren erhoben.

Rio Azugar, hier kann man Wasser bunkern. Mormaketupu ist die Insel der schönsten und traditioniellsten Molas, Rio Sidra oder Gaigar ist der Ausgangsort für Dschungelwanderungen. Die interessantesten Führungen bietet die „Mannfrau“ Lisa Harris an. Ihre Handynr. 6709 – 1804. Oder bei den Kuna oder den Seglern nachfragen. Lisa ist auch in Chichime und in Panamacity anzutreffen.

Nubasitupu – Gunboat, hier ist Adelaida und ihre Großfamilie zu Hause. Die Insel ist durch Riffe sehr geschützt. Der Ankerplatz begrenzt. Mehr als drei Yachten können hier nicht seriös ankern.

In der Gruppe der Naguargandup Inseln haben wir häufig die Ankerplätze gewechselt. Salardup und Achudup, Cangombia, Mirya, alles unbewohnte Inseln.

Isla Robesons, in der Kunasprache heißen diese Inseln „Tadarguarnet“ das bedeutet: „wo die Sonne untergeht“. Isla Gerti –Alitupu – hier werden die hochwertigen Ulus (Einbäume) gebaut. Isla Elsie – Tupsuit Pippi- hat ausgezeichnetes Kunabrot. Isla Nellie – Ubicantupu – hat die höchste Bevölkerungsdichte, schulterbreite Gassen, die sich kreuz und quer über die Insel ziehen. Es gibt eine Schule und verschiedene kleine Geschäfte. Isla Lena –Aritupu- ca. 400 Einwohner hat eine Schule und kleine Geschäfte.

Die umliegenden Flüsse Rio Torti, Rio Mandinga sichern die Trinkwasser Versorgung. Die Versorgung mit Ananas, Papaya, Bananen, Avocados, Krebsen, Langusten, Krabben und Fisch ist ausgezeichnet. Alle paar Stunden fährt ein Kuna mit seinem Ulu an der Kira vorbei und fragt nach unseren Wünschen. Jugendliche lassen sich ihre Handys aufladen und die Kunafrauen kommen mit ihren Molas an Bord und üben sich in Verkaufsgesprächen. Eine lustige und entspannte Atmosphäre und keineswegs so perfekt wie auf den anderen Inseln. Hier kommen nur wenige Segler vorbei und die gegenseitige Neugierde ist wichtiger als das Geschäft.

Wir sind von diesem Revier mit seinen unterschiedlichen Inseln, den unendlichen Ankermöglichkeiten, den ausgezeichneten Flachwassersegelbedingungen so fasziniert, das spontan unsere Pläne geändert haben und erst im Januar / Februar durch den Panamakanal gehen. Wir bleiben im Revier, es gibt noch viel zu entdecken.

Für Interessierte ein Auszug aus dem Buch – The Art to be a Kuna, Kuna Oral History

According to Kuna tradition, the Earth is the Body of Great Mother – NAN DUMMAD-. Great Father – BAB DUMMAD- joined in sexual union with Great Mother and she gave birth to all plants, animals and humans. Together they were thinking of the future – “ There was no end to what they thinking”- and their plan was to prepare the world for the arrival, centuries distant, to the “Golden People”, the Kuna. Everything at “the beginning of time” was pure spirit, and all of the creature that issued forth from the womb of the Mother were given names and informed of their duties. The medical plants were advised about their role in during illness; certain animals, peccaries, tapirs, armadillo, etc. – were told that they would be used by Kuna as food; and a number of hardwood trees were given instructions for their use as construction materials in house building, all of this was done in preparation for the eventual arrival of the kuna.

Great Mother then gave birth to a deity named MUU (midwife) who would carry on the task of producing the animals and the humans being on the Earth. In similar fashions, she created a spirit couple, OLOBENKILER and OLOKEKEBYA, to propagate the Earth plants, as well as a host of other deities who ensured the proper functioning of the Earth´s life processes. The Mother had arrived naked and had soon there after become clothed with vegetation, her “green clothes”. Her body was as soft as that of a new born baby. She lived alone and took take care of all her creations, and the Earth was a paradise. There was no misery, no suffering, no illness. There were no noxious insects, nor were there poisonous animals. Plants were without thorns, and those with edible fruits produced every four days. When ever the Mother desired game, she had merely to say “I wish to eat peccary” or “I want to eat agouti” and the animal in question would walk into her patio, where she would dispatch it with a machete, clean it and roast it over fire. The spirits causing illness were absent from the Earth and death was unknown. The sun shone benignly over all its beams as gentle as the rays of the moon.

It was unto this idyllic setting that the first humans – a man named BILER and his wife BURSOBI – made their appearance. They produced 5sons, each of whom was a powerful shaman, and the in turn sired a host offspring that were neither fully human nor fully animals, but intermediate beings that possessed physical and behavioural traits linking them to particular animals of the forest. Among those who came into being at this time were Tapir-man (who had a big belly and slept in pools of mud he found in he forest), Jaguar man ( who was ferocious and stealthy of step) and Red Howler Monkey man ( who had red hair and was a womaniser). One of the sons of BILER and BURSOBI was the father of a series virulent spirits that caused crippling diseases, including paralysis, tumour and boils “rotten vomiting” and “yellow sickness”. Another of the son was the father of Cold, while yet another produced violent winds.

As the animal-men spread across the Earth, corruption and vice became prevalent. The animal men often staged drunken feasts where they brawled and caused havoc with their chaotic magic. Tapirman delight in crazed wrestling matches with Manatee-man, during which they would plunge through the walls of houses and snap trees in half. The corruption brought about a fundamental change in the character of the things. The body of Mother Earth grew hard, like the heart of a tree. Plants became tough and fibrous, their sap ran bitter an stung the skin, and the forest were laced with foul smells and stinking insects. Thorns appeared, and edible plants became more stingy with their fruits. The animals of the jungle were transformed into wild and dangerous beasts. Rivers became swift torrents when it rained, the sun´s rays burned the skin and nature in general shifted from its benevolent and protective stance to become unpredictable and treacherous. It was during this time that the spiritual Earth became over Land with substance, as it is today.

Great Father became concerned over this turn of events. He send successive waves of “good men” to the Earth with instructions to counsel the wrong doers and bring them back to the moral path. These missionaries travelled far and wide, speaking and chanting in the communities across the Earth, warning of impending punishments from Great Father if they refused to correct their profligate behaviour. But the inhabitants of the Earth refused to pay held. They stopped attending the evening gathering sessions and replied simply that since they had arrived on Earth before the missionaries, and they knew what they were doing. After repeated attempts to us avail, Great Father concluded that the tide of corruption and disrespect could not be turned through persuasion and he sent cyclones an earthquakes to castigate the people. He caused the surface of the Earth to turn over, and everything and everybody was banished to the fourth level of cosmos, were they still as spirits to the present day. The Earth population again began to increase, and with trend came renewed depravation and order.

Great Father sent a man named MAGO to Earth to teach “The way of Father” and he, like his predecessors, wandered the land to instil a sense of morality in the people. MAGO took a woman and had three children, two o them were twins a boy named OLONITALIBIPILELE and a girl named KABAYAI. They had incestuous relation and from their union came DAD IBE, the sun, and six brothers and a sister, all of whome were stars.

The Earth at this time was a perilous disease ridden place. Snakes had merely to loo at a person to bring on paralysis and death, bats the size of pelicans flew through the forest; and there were no medicines to combat the virulent spirits that roamed abroad at all hours of day and night. DAD IBE and his siblings took t upon themselves to diminish the terrible power of the disease-causing spirits (Bonigana). Great Father aided them by sending chants and medicinal lore threw the medium of dreams.

They also learned from the spirit of the medicines themselves; and at time they went directly to the spirits that were causing illness and coaxed potent knowledge from them DAD IBE would stand before the spirit of the snake and say: ”My friend snake, I would like to talk to you a bit……..” an Snake would tell him what medicines were good for illness resulting from snake attacks. At time DAD IBE paid the spirits for their information, given them what they valued most highly; a toxic, beverage made of chilli peppers, tobacco, and barbican. On other occasions, we would trick them into revealing their secrets, and even went so far as court their daughters to gain access to their fathers store of knowledge. All of he principal curing chants and medicines were discovered and learned by DAD IBE and his siblings; and armed with these weapons they were able to pale shadow of what they had been.

Their mission accomplished, DAD IBE and his brothers and sisters retired to the heavens and life continued to evolve. Four times the Earth was populated and destroyed when corruption took root and ran unchecked . First by wind, next by fire, then by darkness and finally by a massive flood had subsided people similar to the Kuna of today appeared. But they did not have culture, they knew no history and lived like animals, they went about semi-naked, practiced no ceremonies, were ignorant of kinship ties and left their dead to rot on the ground near their villages.

Shortly there after, a man named IBEORGUN and sister OLOKIKADIRYA arrived to lie among these people and teach them how to live. Much of what taught the Kuna consisted of knowledge that had been discovered by DAD IBE and his siblings in the distant past and then lost. IBEORGUN was a Gandule (puberty mite chanter) he was dressed in golden clothes and adorned with eagle and macaw feathers. He taught the people the ceremonies for puberty, birth and dead, he instructed them in the names of parts of the body, all of the kinship terms, and words used different types of communication; and he journeyed from community to community building gathering houses and teaching the people how to chant and conduct their daily business. OLOKIKADIRYA came fully dressed with a gold ring in her nose, gold and silver necklaces, yellow beads encircling her arms and legs, skits, a scarf for her head, and intricate mola blouses. She taught the woman how to make their clothes and how to wear them. She taught them to make hammocks and clay pots; she taught them how to prepare food and drink, and she taught them how to take care of their children.

IBEORGUN and OLOKIKADIRYA spent many years visiting the communities of the people of the Earth. When their mission was completed, they disappeared and nine powerful shamans appeared to continue their teachings. It was during this time that the white- skinned foreigners came from a land across the seas called Yurup (Europa) and landed on the cost of Kuna Yala.



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Letzte Änderung / Last change: Sonntag, 18. November 2007