Bericht 01
In Santa Cruz de Tenerife ist ein Problem mit spanischen Gebühren aufgetreten. Zunächst im April, jetzt gab es wieder eine Beschwerde.
Es geht darum.
Seit dem 26. November 2003 gibt es in Spanien ein Gesetz über die Abgaben, die Schiffe für die Finanzierung von Leuchtfeuern etc. entrichten müssen. Es gilt für Spanische Fahrzeuge und ausländische, auch für „Sport- und Erholungsfahrzeuge“ also Yachten.
Laut Gesetz müssen die Boote zu Jahresbeginn zahlen, die ausländischen beim ersten Anlaufen eines Spanischen Hafens. Dort soll kassier werden. Zum Kassieren verpflichtet seien auch die Inhaber von Konzessionen, das heißt, Betreiber der Marinas.
Ausländische Boote zahlen zunächst 20% der Jahresquote. Dieser Betrag deckt die folgenden zehn Tage. Für jeweils weitere zehn Tage werden weitere 20 Prozent fällig. Das heißt, für 50 der 365Tage im Jahr muß man 100 Prozent zahlen.
Bis zum April 2006 habe ich nichts von dieser Regelung gehört. Dann kam eine Beschwerde eines Gastes der Marina Santa Cruz, die mich auf das Gesetz hinwies. Eine Umfrage bei anderen Marinas ergab, daß man dort nicht kassiere, mit welcher Ausrede auch immer. Es scheint also zu gehen.
Vom Sekretariat der Hafenverwaltung bekam ich den Gesetzestext, von dem ich den wichtigen Abschnitt 30 mitschicke. Die interessanten Absätze sind gelb.
Ich halte den ganzen Vorgang für unsinnig, denn die zerstückelten Minibeträge reißen zwar ein Loch in den Kassen der Yachties, dürften aber für Buchungskosten draufgehen. Der Kram stiftet einen Haufen Ärger, zumal sich kein Mensch darauf verlassen kann, daß die Marinas das Geld auch abliefern.
Läßt sich was dagegen machen?
Alles Gute
Heinz
Bericht 02
Der Fall liegt so:
Das Gesetz fordert, daß man zahlt. Die Marinas sollen kassieren. Die meisten tun das nicht. Das ist gegen das Gesetz, schadet keinem und hilft vielen. Ich weiß nur nicht, was daraus wird. Und ich möchte ein paar Tage abwarten, was aus Schluender wird, der in aller Unschuld unterschreiben hat, das Spanische Gesetz könne ihn mal. Ich warte lieber ein paar Tage.
Alles Gute
Heinz
Bericht 03
Hallo Frau Sallmann und Ihre Mitarbeiter.
Am Wochenende bin ich mit meinem Boot Tartaruga von Las Palmas kommend in der Marina Atlantico in Santa Cruz de Tenerife gelandet. Nach einer friedlichen Übernachtung wollte ich mich am nächsten Morgen nach dem Tages- und evtl. auch dem Preis für eine längere Überwinterung erkundigen.
Zu meiner Überraschung wurde mir eine Tagesrechnung von 58 €
(für 12m ) vorgelegt. Da mir andere Segler berichtet hatten, dass sie
Anfang Juni noch 18 € zahlten, und auch im Imray Hafenhandbuch in etwa
Dieser Preis angegeben ist, bat ich höflich um Nachprüfung. Das Mädchen an der
Reception war sehr nett, sagte mir aber sie könne nichts machen, ab 1.
Juli müssten sie die offiziellen Hafengebühren für "Senalisaçao" "Steürn"
und weiteres berechnen. Der Kostenvoranschlag für 9 Monate belief sich dann
auf 4500,- €, das habe ich schriftlich.
Erst, als ich mich strikt weigerte, mehr als 20 € zu zahlen und mich damit
verabschiedete, telefonierte sie mit ihrer Chefin. Daraufhin musste ich
ein Protokoll unterschreiben, dass ich mich weigere die Gebühren an die "
Autoridade Portuaria " zu zahlen, was ich gerne machte und zahlte dann nur
die normalen Marinagebühren mit Trans-Ocean Nachlass von insgesamt 15,6¤.
Nun liege ich in der Marina Darsena Pesqueira, die zwar etwas weiter weg
Ist vom Stadtzentrum, in der aber diese zusätzlichen Gebühren noch nicht
verlangt werden. Ich kann also allen Seglern die noch nach Teneriffa
kommen sollten nur empfehlen, das gleiche zu machen wie ich, zumal ich gehört
habe, dass Spanier auch schon juristisch gegen diese ungerechtfertigten
Gebühren geklagt haben.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich in der nächsten TO- Ausgabe bei
den Standortmeldungen berücksichtigen würden.
SY. Tartaruga B. Schlünder Juli Teneriffa
Danke und freundliche Grüsse
Bernd Schlünder
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