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Ein Besuch in Israel –
jedem zu empfehlen

von SY. "Bomika", Lisa und Charly Bohne
E-Mail: bomika (ätt) matysonboard.net

Nachdem wir Weihnachten und Sylvester in Rhodos im Kreis unserer Freunde Christa und Sigi von der „SY Phönix“ und Ake von dem alten Kanonenschiff „Tumlaren“ verbracht haben, ergibt sich am Neujahrstag 2009 ein einigermaßen günstiges Wetterfenster für die Überfahrt nach Israel.

Trotz der Unruhen im Gaza Streifen und aller Unkenrufe machen wir uns auf den Weg und sind gespannt, was uns erwarten wird. Wir hatten uns vorsichtshalber bei der Marina Herzliya per email angemeldet, um uns einen Liegeplatz zu sichern und dabei auch erfahren, dass wir zum Einklarieren zunächst nach Haifa müssen. Das Zollbüro in der Marina Herzliya ist im Winter nicht besetzt und Ashkelon wegen der Nähe zum Gazastreifen nicht empfohlen. Für uns lag Haifa sowieso auf dem Weg, also kein Problem.

Bezüglich der Einreiseprozedur hatten wir etwas unterschiedliche Auskünfte. Auch sind auf den Seekarten Fahrtkorridore eingezeichnet, an die wir uns brav gehalten haben. Erst später wurde uns von einem Israelischen Segellehrer bestätigt, dass diese Korridore nur für die Großschifffahrt gelten, während sich die Segler frei bewegen. Auf jeden Fall muss man sich aber bei Annäherung bei der Israel Navy über VHF Kanal 16 melden, üblicherweise etwa 40sm vor der Küste. Wir haben jedoch zunächst keine Antwort erhalten und haben es in größeren Abständen wiederholt. Bei etwa 25sm vor der Küste hatten wir dann Funkkontakt, sind nach allen Daten zu Schiff und Crew befragt worden sowie der geschätzten Ankunftszeit. Die Navy drehte in gebührendem Abstand eine Runde um „Bomika“, ein Bordbesuch erfolgte nicht. Danach haben wir wie vorgeschrieben Haifa Radio angefunkt und ebenfalls über unsere bevorstehende Ankunft informiert. Später kam kräftiger Gegenwind auf und hat eine ziemliche Welle aufgebaut, die unser Vorwärtskommen drastisch verlangsamt hat. Dementsprechend hat sich auch unsere Ankunftszeit um etliche Stunden verzögert.

Prompt werden wir von der Navy angerufen: ob denn alles an Bord okay wäre, ob wir Probleme hätten oder Hilfe benötigen, oder ob unsere Verzögerung der Ankunft nur am Wetter liegt? Vor der Hafeneinfahrt rufen wir nochmals Haifa Radio und erkundigen uns nach den Örtlichkeiten des Zollpiers. Anstatt einer Wegbeschreibung wird uns eine Eskorte der Hafenpolizei geschickt, die uns den Weg zeigt und auch gleich beim Anlegen hilft. Schnell sind ein paar fesche Mädels vom Zoll zur Stelle, die unsere Papiere (Pass und Schiffszertifikat) ansehen, die Formulare ausfüllen und mit einem Einlegevisa versorgen. Üblicherweise bekommt man einen Stempel in den Pass, aber die Problematik bei einer Weiterreise nach Ägypten ist bekannt und man erhält statt dessen auf Anfrage ein Einlegevisa. Anderenfalls kann es passieren, dass der Pass in Ägypten nicht als gültig anerkannt wird. Die Formalitäten sind schnell erledigt, alles direkt am Zollpier, ein Besuch an Bord findet wiederum nicht statt.

Auch unsere Miezen an Bord stellen kein Problem dar. Wir hatten allerdings vorsichtshalber vorab eine Kopie der Impfpässe unserer Miezen an das Gesundheitsamt gefaxt. Da man am Zollpier nicht liegen bleiben kann, haben wir uns in die Marina Quishon, benannt nach dem gleichnamigen Fluss, verlegt. Die Hafenpolizei weist uns darauf hin, dass wir nicht auf einen Marinerio warten und auch die Marina nicht anzufunken brauchen, da sich die Marina sowieso nicht melden würde. Vielmehr sollen wir uns einfach einen Platz aussuchen und festmachen, wo es uns beliebt. Da sie sonst nicht viel zu tun haben und wir wohl eine Abwechslung bieten, begleitet uns das Port Security Boat durch den weitläufigen Großhafen von Haifa, in dessen erstes Becken der Fluss Quishon mündet. Es geht ein kurzes Stück den Fluss hinauf bis eine breite Bucht erscheint, in der die Marina und der alte Fischerhafen liegt.

Bei der Port Security steht zwar immer einer der Crew mit der MP im Anschlag auf dem Vordeck, aber die Lage ist trotzdem jederzeit entspannt. Ab und zu tanzt der bewaffnete Soldat/Polizist auch auf dem Deck zu einer Musik, die nur er hören kann und lächelt dabei in die Gegend oder zu uns herüber. Sicherheit geht auf Grund der besonderen Lage in und um Israel vor, die jungen Soldaten und Soldatinnen fahren genauso selbstverständlich in voller Montur und mit Gewehr mit der Bahn oder dem Bus zur „Arbeit“ wie jeder andere auch und gehören zum Stadtbild. Jeder Eingang zu Shopping Mall, Kaufhaus, Bahn oder Busbahnhof und jedes andere größere oder öffentliche Gebäude wird von einer Security bewacht, bei Eintritt erfolgt eine Taschenkontrolle und Metalldetektor Kontrolle. Auch wenn es manchmal lästig oder übertrieben scheint, hier in Israel ist es normaler Alltag und jeder wartet geduldig, wenn sich eine Warteschlange bildet. Manche dieser „Wärter“ sehen wir öfters und bekommen auch Sprachunterricht in Hebräisch von ihnen, es ist wirklich eine lockere Atmosphäre und kein Grund zur Aufregung, hat auch nichts mit Polizeistaat zu tun. In der Marina Quishon rufen uns andere Segler, die zu einem Tagestörn auslaufen, ein Willkommen zu, winken freundlich und freuen sich, Deutsch mit uns sprechen zu können. Der einzige Nachteil an der Marina Quishon ist, dass man im Marinabüro kaum Englisch spricht und dass die Marina nicht an die Infrastruktur von Haifa angeschlossen ist, andererseits aber weit außerhalb liegt. Bis in die Stadt von Haifa läuft man daher sehr lange oder muss sich ein Taxi rufen.

Wir wurden an unserem ersten Tag von unserem Israelischen Freund Gideon abgeholt und chauffiert, am nächsten Tag wurden wir von einem passierenden Auto mitgenommen, die Israelis sind ja sehr freundlich und hilfsbereit. Am dritten Tag haben wir die letzten 50 sm in Angriff genommen nach Herzliya, ein relativ neuer, komfortabler und riesiger Yachthafen. Natürlich sind wir mal wieder bei Dunkelheit angekommen und waren nicht sicher, wo sich der Besucherkai befindet. Deshalb wollten wir zunächst am Tankstellenpier festmachen, an dem auch ein Schnellboot der Marine lag. Die Soldaten haben uns jedoch gleich zum Besucherpier direkt vor dem Marinakomplex dirigiert, standen zum Anlegen parat, um die Leinen abzunehmen und haben gemeint, dass wir dort viel ruhiger liegen, da ihr Generator durchläuft, Strom und Wasser nutzen können und den morgendlichen Ansturm auf die Tankstelle nicht stören, sondern Ausschlafen können. Mit einem „herzlich Willkommen“ und „Gute Nacht“ verabschieden sie sich wieder.

In Herzeliya g-earth.gif 79x30 haben wir auch 2 Weltumsegler getroffen, die Ihre Rundreise fast beendet haben – Margret und Gerhard von der „SY Margret“ und Ed und Ray von der „SY Seren Wren“ – sowie zwei wundervolle Monate verbracht. Die Marina bietet alle Möglichkeiten, von einer großen Shopping Mall über Werkstatt, 50t Kran und Segelmacher bis hin zum sehr gut sortierten Supermarkt. So haben wir die Hafenzeiten auch für etliche Reparaturen am Schiff und den Einbau einer kleinen Werkbank im Vorschiff genutzt. Allerdings haben wir auch darauf geachtet, uns zwischendurch immer wieder genug Zeit für Ausflüge zu nehmen, da es in Israel viel zu sehen und zu entdecken gibt. Nachdem wir zwei Bordtiger dabei haben, kamen für uns nur Tagesausflüge in Betracht. Schließlich will unsere vier- (bzw. acht-) beinige Crew unsere Gesellschaft nicht zu lange missen. Aber da Israel in der Ausdehnung recht überschaubar ist und das Bahn- und Busnetz gut ausgebaut ist, war das auch kein Problem. Lediglich auf einen Ausflug nach Eilat und Petra am Roten Meer mussten wir verzichten, da hierfür wenigstens 3 Tage eingeplant werden sollten.

Die Bahn verkehrt hauptsächlich in Nord-Süd Richtung, die Busse fahren eigentlich ziemlich überall hin. Es gibt zwei dominante Busunternehmen, EGGED und DAN, Fahrpläne sind an den Informationsschaltern der Busbahnhöfe erhältlich und können auch aus dem Internet geladen werden, die Preise sind günstig.

Wir haben die folgenden Orte besucht, die wir ausnahmslos weiter empfehlen können:

Allerdings sollte man Ausflüge nicht an einem Freitag machen, denn ab Freitag Nachmittag zwischen 1400 und 1500 Uhr stellen Busse, Bahn und auch etliche Taxis ihren Verkehr ein – in Vorbereitung auf den Sabbath. Das haben wir bei unserem Ausflug nach Akko und Cäsaraea gemerkt. Nachdem wir von Haifa aus schon mal in Akko, der Stadt und letzte Bastion der Tempelritter, und an der Grenze zum Libanon waren, haben wir den zweiten Besuch per Bahn mit einem Ausflug nach Cäsaraea verbunden. Wir checken morgens noch mal die Bahnverbindung, kaufen die Fahrkarte am Automaten und um 0815 Uhr sitzen wir im Zug nach Norden. In Benjamina umsteigen und um 10:00 stehen wir in Akko, orientieren uns kurz und marschieren los Richtung Küste. Dort geht es an der Promenade entlang, an der große Teile der alten Befestigungsmauer noch heute stehen und einen guten Ausblick auf das Meer gewähren.
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Skulptur in AKKO
So kommen wir zum Leuchtturm, der auf den alten Festungsmauern der Burg der Tempelritter steht. Dort befindet sich auch ein Zugang zum Tunnel der Tempelritter, der erst 1994 durch Zufall von Klempnern entdeckt und bis heute teilweise freigelegt und Besuchern zugänglich gemacht wurde. Als wir am anderen Ende wieder ans Tageslicht treten, sind wir mitten in der Altstadt und folgen der Beschilderung zum „pisan port“. Dabei laufen wir immer wieder im Kreis, da wir Abzweigungen (natürlich ohne Hinweisschild) schlichtweg ignoriert haben. Dann stellt sich heraus, dass sich der „pisan Port“ nicht auf den heutigen Hafen, sondern auf den altertümlichen Hafen bezieht, von dem nur noch Untiefen und Mauerreste, die kaum aus dem Wasser ragen, zeugen. Wir kommen an der alten Karawanserei vorbei, die heutzutage noch in Betrieb ist. Allerdings nicht mit vierBEINIGEN Kamelen, sondern vierrädrigen.

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Die Karawanserei in Akko ist noch in Betrieb, nunmehr fuer Blechkamele
Die Tore zur Karawanserei sind noch wie ehedem und sorgen für Stau, da die Durchfahrt nur ein Auto (wenn es nicht zu breit ist) erlaubt und der Gegenverkehr jeweils auf eine Lücke warten muss. Gilt natürlich für beide Fahrtrichtungen. Nach einem Besuch des heutigen Hafens

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Hafen von Akko, der Hafen von Akko beherbergt hauptsaechlich Fischer und ist viel kleiner als in vorgeschichtlicher Zeit
machen wir uns auf den Rückweg zur Bahn, wo wir uns die Zeit bis zum nächsten Zug durch Kaffee und eine „Hot Brezel“ vertreiben. Die Brezel ist frisch aufgebacken und mit Sesam anstatt Salz bestreut, schmeckt aber ansonsten nicht schlecht! Bis wir in Parda-Cäsaraea ankommen, ist es fast 1500 Uhr, der Bus lässt auf sich warten. Nacheinander kommen Busse zweier Linien, aber die Fahrer beteuern, sie fahren nicht nach Cäsaraea. Wir starten zu Fuß und halten das nächste Taxi an. Der tut sich schwer mit Englisch und lässt seine Frau über sein Handy dolmetschen, um sicher zu gehen, dass er das gewünschte Ziel richtig verstanden hat. Er liefert uns beim Eingang zu den Ausgrabungsstätten ab, die entsprechend der Hinweistafel während der Wintersaison um 1600 Uhr schließen. Dafür brauchen wir auch keinen Eintritt mehr bezahlen. Wir gehen los und sind sprachlos beim Anblick der noch erhaltenen Mauerreste, Mosaikböden und dem Fortschritt der Ausgrabungen.

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Caesaraea: ein Teil der Ausgrabungsstaette mit Info-Zentrum in Caesaraea
Im Wesentlichen wurde Cäsaraea g-earth.gif 79x30 zu Beginn der christlichen Zeitrechnung von Herodes, der ja viele Bauwerke in Israel bzw. vormals Palästina/Judäa/Galiläa/etc. errichten ließ erbaut und gegründet. Direkt vergleichbar mit König Ludwig und seinen ganzen Schlössern und Schlösschen. Natürlich haben sich die Besitzeigenschaften, wie auch in Jerusalem und anderen Städten, im Lauf der Jahre geändert und gewechselt, Bauten wurden hinzugefügt, zerstört, neu aufgebaut oder es wurde auf die alten Ruinen gebaut. So gibt es auch noch einen verschütteten griechischen Tempel, der noch nicht ausgegraben ist sowie eine christliche Kirche in Oktaederform. Den Römern folgten Byzantiner, Sarazenen, Kreuzritter, christliche Mönche, Osmanen, sowie auch Europäer wie Napoleon, der ebenfalls seine Spuren in der Altstadt hinterlassen hat. Eindrucksvoll ist auch die ursprünglich riesige Hafenanlage, die zwar großteils zerstört ist, deren Ausmaße sich aber durch die verbliebenen Reste knapp über und unter der Wasseroberfläche zusammen mit der rekonstruierten Darstellung noch gut erahnen lassen.

Bis wir uns auf den Rückweg machen, ist es schon fast 17:00 Uhr. Wir erkundigen uns nach der Busstation bzw. dem Fahrplan, finden aber letztendlich nur eine verwaiste Bushaltestelle. Eine Frau, die gerade in ihr Auto am Parkplatz steigt, fragt wo wir hinwollen und bittet uns kurzer Hand, einzusteigen. Zum Bahnhof könnte sie uns fahren, aber das wäre umsonst, da morgen Samstag ist und ab Freitag Nachmittag weder Züge noch Busse fahren. Selbst Taxis sind nur noch dünn gesät. Sie setzt uns an einer Hauptstrasse ab, wo die Chancen, ein Taxi oder eine Fahrgelegenheit nach Herzliya zu bekommen, am größten sind. Sie will sich derweil zu hause einen Pulli holen, da es mittlerweile kühl wird und dann noch mal vorbei kommen. Falls wir dann noch da sind, würde sie uns selbst nach Herzliya fahren.

Von diesem selbstlosen und hilfsbereiten Vorschlag sind wir ganz sprachlos. In welchem anderen Land, insbesondere in Europa, würde einem Fremden so was passieren? Noch dazu, ohne darum zu bitten? Allerdings hält bereits 2 Minuten später ein Taxi, das zwar nicht bis nach Herzliya fahren kann oder darf, aber in die nächste Stadt und dort bereits Verbindung hat zu einem anderen Taxi, das uns dann bis ans Ziel bringt. Gott sei Dank sind die Taxis nicht so teuer wie in Deutschland. Von dem Reisegeld hätten wir zwar auch schön essen gehen können, aber wir hatten uns ja mit Sandwichs versorgt und die Kosten hielten sich in Grenzen. Der Vorfall war beileibe keine Ausnahme, die Israelis sind sehr freundlich und hilfsbereit, wie wir mehrfach und in verschiedenen Landesteilen erlebt haben.

Haifa hat nicht nur eine riesige Hafenanlage, sondern auch die Stadt ist sehr gewachsen. Ursprünglich an der Küste entlang, zieht sich Haifa nunmehr den ganzen Carmel Berg hoch. Die German Colony zeugt durch die Bauweise von ihrer Herkunft, da die Deutschen Juden, die dieses Stadtviertel erbaut haben, durch ihre Präzision und Sturheit wohl etwas von der sonst eher laxen Mentalität abwichen. Den Carmel Berg muss man nicht zu Fuß erklimmen, es gibt hierfür auch die so genannte Carmelita, eine Art unterirdische Berg-U-Bahn, die einen auf den Gipfel bringt und das Fahrvergnügen wert ist. Oben kann man, soweit es nicht regnet und die Tore geschlossen werden, wie in unserem Fall, die Bahai Gärten besichtigen. Die Bahai sind eine streng religiöse und trotzdem liberale Glaubenssekte, die den Garten von oben bis unten zur German Colony in mühsamer Kleinarbeit angelegt und gepflegt haben mit ihren Tempeln im Zentrum.

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Blick von Carmel auf GER colony: vom Berg Carmel in Haifa blickt man ueber die Bahai Gaerten hinunter zur German Colony. Die goldene Kuppel, das Zentrum der Bahai Gaerten, ist weithin sichtbar.
Auch lohnt sich ein Ausflug zum Leuchtturm von Haifa, von dem man einen herrlichen Ausblick hat. Bei guter Sicht kann man die ganze Bucht von Haifa bis hinauf nach Akko überblicken. Sehenswert ist auch das maritime Museum, in dem auch Schiffe und ein U-Boot aus der Zeit des Exodus und der Staatsgründung ausgestellt sind.

Naharyia liegt zwischen Akko und der Libanesischen Grenze. Man muss es nicht gesehen haben, denn es ist eine recht neue Stadt, die erst im letzten Jahrhundert gegründet wurde und keine lange Historie aufweisen kann. Trotzdem ist sie ein typisches Beispiel einer Stadt, wie sie von den Juden nach und während des Exodus in ihr gelobtes Land und zur Zeit der Gründung des Staates Israel errichtet wurden. Modern, aber eher im Stil einer Kleinstadt mit interessanten, normalen Läden und Kaffees in der Hauptstrasse. Naharyia ist im wesentlichen von Deutschen Juden gegründet worden, die dem Holocaust entkommen konnten. Auf Naharyia sind wir gekommen, da unser Israelischer Freund dort sein Büro hatte und wir etwas Zeit zum überbrücken.

Tiberias bietet nicht so viele Ausgrabungsstätten und die Überbleibsel der Vergangenheit sind nicht so zahlreich, die Stadt ist aber trotzdem sehenswert und liegt direkt am See Genezareth. Im Hafen von Tiberias wird auch die Senkung des Wasserspiegels deutlich vor Augen geführt: Die Fender an der Hafenmole aus weiss bemalten Autoreifen hängt noch an ursprünglicher Stelle, befinden sich aber etwa 15 Meter über dem Wasserspiegel des Sees. Der Hafen selbst ist nur noch von Kleinbooten ohne Tiefgang befahrbar und ansonsten trocken.
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Tiberias Hafen am See Genezareth: Der Hafen von Tiberias am See Genezareth macht die Senkung des Wasserspiegels sehr deutlich
Die Anleger für die Fähr- und Ausflugsboote befinden sich dementsprechend außerhalb des Hafens, reichen weit auf den See und wurden bereits mehrfach an den Stützpfählen abgesenkt.

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See Genezareth: Faehranleger am See Genezareth bei Tiberias, verlaengert und abgesenkt wegen des starken Rueckgangs des Wasserpegels.
Man kann von Tiberias mit dem Schiff über den See oder auch nach Ginosar fahren, einem Kibbuz mit einem Museum, in dem das wohl älteste und best erhaltene Schiffswrack zu besichtigen ist – der Rumpf eines etwa 2000 Jahre alten Bootes, wie sie damals zum Fischen oder auch für andere Zwecke verwendet wurden. Die Bergung erfolgte innerhalb von 14 Tagen, die anschließende Konservierung 14 Jahre.

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2000 Jahre altes Bootswrack: einer der aeltesten Bootsfunde im See Genezareth, ein 2000 Jahre altes Holzboot
Alles wird anschaulich dargestellt und auch auf Video gezeigt, Fund, Bergung, Historie und Vermutungen bzgl. der ursprünglichen Nutzung. Im Winter war der Fährbetrieb zwischen Ginosar und Tiberias trotz des warmen Wetters und milden Klimas eingestellt, wir sind deshalb mit dem Bus nach Ginosar gefahren, konnten uns aber für den Rückweg nach Tiberias (unbeabsichtigt) auf ein von Italienischen Touristen gechartertes Schiff schmuggeln und haben dafür beim Hissen der Italienischen Nationale auch brav mitgesungen. Wir hätten ja gerne bezahlt, aber bei Charter ist kassieren des Fährpreises eben nicht vorgesehen.

Einer unserer ersten Ausflüge führte uns nach Masada und zum Toten Meer. Nachdem wir mit dem lokalen Bussystem noch nicht so vertraut waren, haben wir diese Fahrt über ein Reisebüro mit Guide gebucht. Nachdem weitere Fahrgäste für die Tour an den verschiedenen Hotels in Herzliya, TelAviv und Jerusalem aufgegabelt wurden, ging es zunächst weiter nach Masada. Nach den grünen Ebenen und sanften Hügeln verwandelt sich die Landschaft in eine Wüste. Es geht durch die Berge von Judäa, vorbei an Beduinen Camps, schroffen Bergen und Sand- und Geröllwüste. Wir treffen (ohne anzuhalten) eine Karawane, die auf dem nächsten Dünenkamm kampiert, und Beduinen neben ihrem Kamel sitzend. Danach geht es bergab und am Toten Meer entlang bis Masada. Mit der Seilbahn (ist in der Tour inbegriffen) fahren wir den schroffen Felsen hinauf zur Festung, die vor über 2000 Jahren von König Herodes gebaut und in den Schriften des Flavius Josephus beschrieben wurde, aber erst vor ca. 100 Jahren entdeckt wurde. Seit dem laufen die Ausgrabungen und Restaurierungen.

Es birgt eine Menge Geschichten, sei es von König Herodes, der von den Römern zum König von Judäa ernannt wurde und seinem Volk deshalb verhasst war (das Volk wollte einen „geborenen“ König), dessen Grausamkeiten, die auch vor der eigenen Familie nicht halt machten und insbesondere die Geschichte der jüdischen Freiheitskämpfer, die jahrelang von den Römern dort belagert wurden – die römischen Festungen rund um den Felsen sind ebenfalls noch erkennbar – und die letztendlich mit dem Massenselbstmord der Freiheitskämpfer inklusive ihrer Frauen und Kinder endete, nachdem die Römer mittels tausender von Sklaven eine Rampe errichtet hatten und so die Festung erstürmen konnten.

Wir wandern durch die Ruinen und bestaunen teilweise noch heute erhaltene Mosaike, die älteste Synagoge, das Wasserversorgungssystem mit den riesigen Zisternen, die durch 2 bis 3 mal jährliche Überschwemmungen gefüllt wurden, die riesigen Vorratsräume für Lebensmittel und die Weitläufigkeit der riesigen Anlage. Leider ist das Wetter zwar schön und warm, aber auch recht diesig, so dass man leider das Jordanische Ufer des Toten Meeres oder auch die Jordanischen Berge nicht sehen kann. Gegen 1300 Uhr sind wir zurück am Bus, allerdings wieder mit der Seilbahn, anstatt den „Schlangenpfad“, ein schmaler, in Serpentinen verlaufender steiler Bergpfad, hinunter zu marschieren. Das ist eben ein Nachteil der Führertour, der Zeitplan erlaubt keine Verzögerungen.

Die Fahrt mit dem Bus geht weiter zum Kibbuz Ein Gedi, das über eine SPA Anlage verfügt. Wir genehmigen uns ein Mittagsessen im Selbstbedienungsrestaurant, bevor wir uns in die Umkleidekabinen begeben. Der Kibbuz wurde vor 20 Jahren gegründet, damals reichte das Ufer des Toten Meers direkt bis zum Kibbuz. Heute sind beide durch ca. 3 km (oder waren es Meilen?) Sand und Schlamm voneinander getrennt, die Entfernung wird durch einen Shuttle-Service mit einem „Touristenzug“, also Traktor mit bequemen Anhängern, auf einem geteerten Weg überbrückt. Dann stehen wir wahrhaft am Ufer, der Sandstrand besteht, je weiter man dem Uferrand kommt, immer mehr aus Salz und ist am Ende reines Salz, teilweise in kristallisierten Platten – wie Eisplatten – und aus grobkörnigem Salz. Dementsprechend sind die Farben von Türkisblau in Ufernähe bis weiß am Strand. Wir waten ins Wasser und können unseren Hintern selbst im Flachwasser nicht auf den Grund setzen, der hohe Salzgehalt sorgt für den entsprechenden Auftrieb.

Statt Schwimmen lassen wir uns also nur treiben: In Rückenlage, die Arme auf der Brust verschränkt, dazu noch Schneidersitz, oder in leichter Seitenlage, den Kopf wie auf dem Diwan in die Hand gestützt – alles ist möglich, nur nicht untergehen. Ein im Wasser treibendes Gestell sowie einige Dalben sind von einer dicken, schneeweißen Salzkruste überzogen, bieten aber durch den so auf das Wasser verlegten Süßwasserschlauch mit mehreren Hähnen die Möglichkeit, sich Salz aus dem Gesicht zu wischen. Irgendwie wirkt alles etwas surreal: das weiße, reine Salz, das wie Schnee aussieht, die Sonne scheint, wir baden und liegen mit Badehose bzw. Bikini im Liegestuhl und es ist Winter (!) - und wir sind nicht in den Tropen.

Nachdem das Tal des Toten Meeres die tiefste Stelle der Erde sein soll mit 400m unter dem Meeresspiegel, könnte man sagen, dass wir auf 400 Meter Tiefe im Wasser geschwommen sind – ohne Tauchausrüstung oder Schnorchel! Nach dem Bad fühlt sich unsere Haut ölig und weich an, als hätten wir eine Peeling-Session hinter uns. Natürlich duschen wir hinterher mit Süßwasser, aber das gute Hautgefühl bleibt. Eine Schlammpackung oder ein Schwefelbad schenken wir uns dafür. Leider haben wir unsere Kamera in der Umkleidekabine eingesperrt und die Zeit zum Holen ist zu knapp, so können wir keine Fotos machen. Schon geht es wieder auf den Heimweg, die selbe Strecke in umgekehrter Richtung, und nach knapp 4 Stunden Fahrtzeit sind wir zurück in der Marina.

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Jerusalem
Am 20. Januar ist unser Ausflugstag nach Jerusalem, also steigen wir zeitig, noch vor 0600 Uhr, aus den Federn. Um den Zug nach TelAviv und den dortigen Anschluss nach Jerusalem nicht zu verpassen, wollen wir um 0745 los. Genügend Zeit, unsere Miezen derweil noch ein bisschen an die frische Luft zu lassen. Aber Denkste!, Feivel macht uns natürlich einen Strich durch die Rechnung, springt von einem Boot aufs nächste und denkt gar nicht daran, zurück zu kommen. Ich klettere ihm nach, kann aber natürlich nicht so einfach unter Persenninge oder durch Ritzen kriechen wie er, der Größenunterschied macht sich hierbei negativ bemerkbar. Schließlich erwische ich ihn doch und bringe ihn huckepack zurück auf die Bomika. So ist es bereits 0800 vorbei, bis wie los marschieren. Am Bahnhof von Herzliya sind wir natürlich zu spät, um den Anschlusszug von TelAviv nach Jerusalem zu kriegen. „Macht nichts“, sagen wir uns, haben wir eben einen längeren Aufenthalt in TelAviv. Die Tickets gibt’s am Automaten, aber nur bis TelAviv, da Jerusalem in der Auswahl genauso wenig enthalten ist wie ein Hin- und Rückfahrtticket, das ja 15% billiger sein soll. Die kurze Bahnfahrt weckt Erinnerungen an den Mühldorf Express mit seinen Doppelstock Waggons, auch genauso überfüllt. Am Hauptbahnhof in TelAviv kommt dann die nächste Überraschung: ich frage an der Information nach dem Zug nach Jerusalem, da auch hier die Ticketautomaten das Ziel nicht anzeigen, obwohl es in der Bahnrouten-Übersicht Israels und bei den Fahrplänen überall aufgelistet ist. Es gibt aber keinen Zug nach Jerusalem und die Frau am Ticketschalter schaut mich entgeistert an, wie ich denn auf diese absurde Idee käme?

Aber es fährt ein Bus, gleich draußen vor dem Bahnhof. Also raus aus dem Gebäude, und tatsächlich, dort ist ein richtiger Busbahnhof, ein riesiger Platz voller Busse, und dazwischen ein Ticket und Infohäuschen. Natürlich erwischen wir erst das Falsche, denn es gibt zwei große Busunternehmen – Egged und Dan. Egged fährt nach Jerusalem, Hin- und Rückfahrt für uns Beide für 64,60 NIS, also etwa € 13,00. Welcher Bus, wo und wann ist die Abfahrt? Gleich hier, vor unserer Nase, der Bus fährt gleich ab. Nach einer guten Stunde kommen wir in Jerusalem am Busbahnhof an. Der ist diesmal in einem Gebäude, also ein Parkhaus nur für Busse und drum herum eine Shopping Mall. Aussteigen im Erdgeschoss, Einsteigen im 3. Stock, wo auch die Ticket und Info-Schalter sind. Wir fragen erstmal nach, wann und bis wie spät die Busse auch wieder zurück fahren und stellen fest, der Bus fährt alle 20 Minuten anstatt alle 1 oder 2 Stunden wie laut „Bahnfahrplan“. Also erstmal raus und orientieren, wo zum Kuckuck wir (und der Busbahnhof) in Jerusalem überhaupt sind. Wir marschieren los und erkundigen uns bei Passanten. Die Richtung stimmt, 20 Min. Fußweg werden uns vorher gesagt bis zur Altstadt. Es sind wohl eher 30-40 Min., die wir für einen Kaffe mit Croissant unterbrechen.

Wir hätten natürlich auch einen Bus nehmen können, da etliche Stadtlinien in die Richtung fahren. Allerdings heißt das nicht, dass wir eher angekommen wären. TelAviv ist ja schon eine große Stadt mit viel Verkehr, aber in Jerusalem scheint das Verkehrschaos zu dominieren. Was für die Londoner die M25 (Autobahnring um London), ist für Jerusalem die Innenstadt: ein riesiger Parkplatz. Die Autos stehen und schieben sich von Zeit zu Zeit langsam vorwärts, die Linienbusse stehen mittendrin, über 10 Stück hintereinander. Wie in Israel üblich, hupt jeder, weil der Vordermann nicht weiterfährt, obwohl der gar nicht kann, z.B. weil die Kreuzung schon hoffnungslos blockiert ist. An die Hupkonzerte muss man sich erst gewöhnen, dazu wird auch noch an vielen Stellen gebaut, z.B. an Schienen für eine Trambahn durch die Innenstadt, oder an der Pflasterung für breite Gehwege, wodurch die Straßen natürlich weiter eingeschränkt werden und sich der Verkehr umso mehr staut.

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Burg von Koenig David: Ein Besuch der Burg von Koenig David ist ein Muss und bietet auch einen guten Ausblick auf die Altstadt
Schließlich stehen wir vor dem Davids-Tor der Altstadt und stürzen uns hindurch, direkt zur Tourist-Info, wo wir erstmal einen Stadtplan erbitten. Danach besichtigen wir die Davidsburg, eine Festungsanlage mit Türmen und Ausstellungen, wobei Erstere auch einen guten Überblick über die Altstadt gewähren.

Das beinhaltet auch einen Film über die Historie von Jerusalem, die ja in den letzten 3000 Jahren einiges erlebt hat und viele verschiedene Besetzer, von Judäern, Molucken, Ottomanen, Römern, Griechen, Arabern, Engländern usw. Als wir uns weiter in die Altstadt wagen, kommen wir durch etliche Gassen, die von kleinen Läden für Souvenirs, Schuhen, Schmuck, Lebensmitteln, Gewürzen, Tüchern und Kleidung vollgepropft sind und an einen Arabischen Basar erinnern. Etliche fragen freundlich „woher, wohin“ und sind gern bereit, uns den Weg zu erklären oder sonst wie behilflich zu sein – für ein Bakschisch natürlich. Wir müssen sehr aufpassen, alle rechtzeitig abzuwimmeln. Vorsichtshalber hatten wir ein paar einzelne Schekel in eine Hosentasche gesteckt, so dass wir leicht die „leere Tasche“ zeigen können und damit die Hoffnung der „selbsternannten Guides“ gleich in den Anfängen im Keim ersticken.

In dem Versuch, den Basar-Gassen zu entkommen, landen wir bei der „Holy Church of the Sepulchre“, die uns während der Besichtigung sprachlos macht. Das ist keine Kirche, sondern ein Tempel, der mehrere Altäre und „Nebenkirchen“ beinhaltet. Und das nicht nur im Erdgeschoss, sondern auch auf mehreren Ebenen. Beeindruckend auch das nächste Untergeschoss (im zweiten Untergeschoss laufen noch Ausgrabungen und Renovierungen von Wandmalereien), viele unzählige Weihrauchkessel, die überall an den Decken hängen und ihren Duft verströmen, Deckengemälde, Fresken und Emporen in verschiedenen Höhen. Die Kirche wird von verschiedenen Glaubensrichtungen für Messen benutzt und es wurde uns versichert, dass es auch zu Streitigkeiten der Glaubensvertreter kommt, wenn es darum geht, wer welchen Teil der Kirche für seine Messe benutzen darf.

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Klagemauer in Jerusalem: die beruehmte Klagemauer in Jerusalem, getrennt nach Geschlechtern
Aber grundsätzlich sind das verbale Auseinandersetzungen, die auch schnell beigelegt sind, man wechselt ja schließlich die Plätze durch. Danach streifen wir durch das Armenische, das jüdische und das moslemische Viertel, besuchen natürlich auch die Klagemauer und sind letztendlich froh, das Damaskus Tor zu erreichen und damit dem bunten Treiben in den engen Gassen zu entkommen. Obwohl wir uns ja schon daran gewöhnt haben, zum Einkaufen bis zu 5 oder 6 km (einfach) zu Fuß zu gehen, rebellieren so langsam unsere Fußsohlen und aufwärts alle damit in Verbindung stehenden Muskeln bis zum Rücken. Vom Damaskus Tor aus machen wir uns deshalb auf den Rückweg zum Busbahnhof und steigen in den nächsten Bus zurück nach TelAviv.

Bis wir dort ankommen, ist es natürlich zappen-duster und als wir an der Endstation aussteigen, befinden wir uns im 6.Stock einer Shopping Mall. Statt eines Ausgangs finden wir nur die verschiedenen Gates zu den Bussen, je nach Stockwerk entweder des Egged oder Dan Unternehmens. Schließlich finden wir einen Ausgang in der 4ten Etage und finden uns in einer fremden Umgebung in TelAviv. Wer kann denn auch ahnen, dass es zwei Busterminals gibt? Also wieder zurück in die Verwinkelte Shopping-Mall zum Info-Schalter von Egged. Mit dem Bus zum Bahnhof macht eigentlich keinen Sinn, es gibt ja auch einen Bus nach Herzliya!

Gesagt, getan. Ticket gibt’s beim Fahrer, Abfahrt in 2 Minuten, also los zum Gate! Anstatt uns bis zum Bus-terminal in Herzliya fahren zu lassen, steigen wir an der Kreuzung mit der Figur von Theo Herzl aus und gehen den Rest zu Fuß zur Marina – kürzer als vom Bahnhof. Wir wollen auf jeden Fall noch mal nach Jerusalem, insbesondere, um die Gedenkstätte Yad Vaschem zu besuchen. Am 18 Februar ist es soweit und wir fahren mit dem Zug wieder nach TelAviv und weiter mit dem Bus nach Jerusalem; wir wissen ja nun, wie der Hase läuft. Mit dem Stadtbus (Linie 20) geht es gleich weiter zum Yad Vashem, der Holocaust Gedenkstätte. Der Eintritt ist frei, Spenden werden aber in jeder Landeswährung gerne entgegen genommen. Wir verbringen dort über 4 lange Stunden, die uns aber nicht langweilig werden. Allerdings ist Yad Vashem sehr schwer zu beschreiben. Die Ausstellung führt durch mehrere Räume mit Exponaten, Bildern, Schriftstücken, Video-Gespräche mit Überlebenden, zeitgenössische Filme und Berichte, Dokumentationen, Zahlenmaterial usw. Wir fühlen uns richtig erschlagen und betroffen. Dabei wird aber nicht direkt angeprangert und es geht auch nicht nur um die „bösen Deutschen“ oder um die anderen beteiligten Länder sowie die ganze Welt, die lange Zeit tatenlos zugesehen hat und auch ihre Hilfe versagt hat (Beispiel „Exodus“). Was die Juden nicht nur in der Zeit 1933 bis 1945 durchgemacht haben, sondern auch die Bewältigung der Folgen sowohl der Überlebenden als auch der Nachkommen ist unermesslich.

Wir hatten letztlich den Eindruck, dass Yad Vashem g-earth.gif 79x30 genau diesen Zweck verfolgt: eine Vergangenheitsbewältigung für die noch lebenden Opfer und deren Nachkommen sowie auch das Verständnis der restlichen Welt zu deren Unterstützung. Wir besuchen auch die Synagoge mit geretteten Überbleibseln von Altären und sakralen Gegenständen, hauptsächlich aus Rumänien, sowie eine Halle mit Fotos von Opfern, umringt von haushohen Wänden gefüllt mit Akten bzgl. der Auffindung von Verschollenen, der Enteignungen, der Gewissheit von Einzelschicksalen. Am meisten beeindruckt und berührt waren wir allerdings von der Gedenkhalle für die Kinder, die Opfer des Holocaust waren. Im Eingangsbereich einige Kinderfotos, die sich in den Glaswänden der abgedunkelten Vorhalle spiegeln. Dann wird es zappenduster, die Halle, um die der Gang im Innern herum führt, ist fast komplett dunkel. Die Halle selbst ist gefüllt mit Kerzen, die jedoch durch getönte Scheiben nicht hell leuchten und durch die Scheiben und evtl. Spiegel in der Luft zu schweben scheinen – in der Tiefe bis zur Decke und darüber hinaus, wie tausend funkelnde Sterne. Der Raum ist dabei erfüllt von sphärischen Klängen und eine sanfte Stimme zählt die Namen und das Alter der Kinderopfer auf. Yad Vashem lässt sich mit all dem nicht beschreiben, aber es ist ein Muss zum Besuch – nicht nur für Deutsche, sondern für alle Nationen, um zu zeigen, warum so etwas nie und nirgendwo noch mal passieren sollte.

Nach Yad Vashem gehen wir zur Bushaltestelle und fahren mit der Linie 24 zum Israel Museum. Der Hauptteil mit den Exponaten verschiedener Kategorien ist zwar wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, der Besuch lohnt sich trotzdem. Gleich nach dem Eintritt in das Museum befindet sich im Freien ein maßstabgetreues Modell der Stadt Jerusalem, wie es zu seiner Blütezeit in der zweiten Tempelperiode ausgesehen hat. Damals war Jerusalem etwa doppelt so groß wie die heutige Altstadt. Es beinhaltet den Palast des Herodes, die Tempelanlagen, König Davids Grabstätte, die Festung und die Stadtmauern genauso wie einfache Häuser und Villen im höher gestellten Stadtteil. Kurz darauf fand die Revolte gegen die Römer statt, bei der der Tempel sowie der größte Teil der Stadt zerstört wurde. Das Modell wurde ursprünglich von einem Hotelbesitzer zu Ehren seines Sohnes, der im Unabhängigkeitskrieg gefallen war, erbaut und ist seit 1966 der Öffentlichkeit zuständig. Erst 2006 wurde es dem Israel Museum einverleibt und ist neben der Schriftrollen von Qumran die Hauptattraktion.

Natürlich haben wir auch den „Schrein des Buches“ besucht. Von Außen sieht man nur die Kuppel, die einem Deckel der Tonkrüge nachempfunden wurde, in denen die Schriftrollen von Qumran am Toten Meer entdeckt wurden. Der Eingang befindet sich in einem tieferen Innenhof und führt durch ein massives Tor durch einen Gang, der in 3 verschiedene Sektionen unterteilt ist, ähnlich wie die alten Tempelanlagen. Das Zentrum der Halle ist rund gestaltet, das Licht ist sehr gedämpft. In der Mitte ein Podest, dass einer Thora-Rolle nachgebildet ist und Teile der Schriftrollen enthält. Zur Schonung werden die originale teilweise von farbigen Kopien ersetzt, die aber den Eindruck kaum schmälern. Entlang der runden Außenwand sowie im Untergeschoß (wie ein Brunnenschacht im Zentrum der Halle) sind ebenfalls Schaukästen mit Exponaten und Erläuterungen.

Zu Schluss spazieren wir noch durch die Gartenanlage mit Kunstobjekten und machen uns dann auf den Rückweg zum Bus-Terminal, vorbei am Regierungsviertel von Jerusalem mit Ministerien, Knesset und Supreme Court. Auf der Rückfahrt nach TelAviv haben wir Glück, noch einen Platz im vollen Bus zu bekommen. Allerdings fährt er fast alle halbe Stunde, so dass es anderenfalls auch kein Problem wäre auf den nächsten zu warten.

TelAviv ist zwar entgegen einer weit verbreiteten Meinung nicht die Hauptstadt von Israel, aber doch eine riesige Großstadt. Nachdem wir beide eher ländlich aufgewachsen sind, hat uns TelAviv nicht so interessiert auch wenn sie alle Annehmlichkeiten einer Großstadt bietet, was von Israelis eher als Affront aufgefasst wird. In der Innenstadt haben wir das Denkmal besucht, das an der Stelle steht, wo im November 1995 der Israelische Premierminister Rabin erschossen wurde, der sich damals so für den Frieden eingesetzt hatte. Wir kommen auch an einem Infostand vorbei, wo es um die Freilassung eines Israelischen Soldaten geht, der vor 3 Jahren von der Hamas durch einen Tunnel von Gaza nach Israel gekidnappt wurde und bis heute in Gefangenschaft bei der Hamas ist. Durch den Waffenstillstand besteht nunmehr auch Hoffnung auf dessen Freilassung, die sich aber im Nachhinein nicht erfüllt hat. Die Küste von TelAviv besteht aus einer ewig langen Promenade mit Sandstrand, auf denen sich auch Fitnessplätze befinden.

Wie eine Art Kinderspielplatz, aber mit Fitnessgeräten bis hin zum Zirkeltraining, an denen sich hauptsächlich die Erwachsenen üben. Solche Plätze haben wir auch in Herzliya an verschiedenen Stellen gefunden und scheinen insbesondere im Strandbereich weit verbreitet. Wir sind fast die gesamte Strandpromenade abgelaufen bis hinein nach Jaffa. Die beiden Städte gehen fast nahtlos ineinander über, wenn man von einem kleinen Streifen „Grauzone“ und der so unterschiedlichen Bauart und Wesen absieht, die eine klare Linie ziehen. Während TelAviv durch Glamour und Reichtum brilliert, wirk Jaffa fast wie ein Armenviertel, das eher in arabischer Hand ist. Jaffa war im Unabhängigkeitskrieg eine Bastion der Araber, die sich aus dem Konflikt soweit wie möglich heraus hielt, um eine friedliche Lösung zwischen Juden und Arabern anzustreben und so auch von der Geschäftstüchtigkeit und Willensstärke der Juden zu profitieren, die es mit harter Arbeit und Einsatz geschafft haben aus Brachland, Wüste und Morast fruchtbaren Boden und blühende Städte zu zaubern. Die Altstadt zieht sich einen Hügel hinauf und ist malerisch. Da die Wege und Strassen alle gepflastert sind und Grünflächen nicht vorhanden, wurden in den Gassen Bäume in großen irdenen Behältern in der Luft hängend an den benachbarten Häusern verspannt. Eine interessante Lösung.

Auf dem Weg zurück nach TelAviv lernen wir die neueren Stadtteile von Jaffa kennen mit der Markthalle, Häuserzeilen und allem, was eine sonstige Kleinstadt zu bieten hat.

Zu guter Letzt noch ein paar Sätze zu Herzliya. Die Stadt ist noch recht neu und wurde Ende der 40ger Jahre von Theodor Herzl gegründet, seine Figur steht auf einem hohen Silo an der Autobahnüberführung. Der Ort selbst ist etwa eine ½ Stunde zu Fuß von der Marina entfernt, dazwischen befindet sich Herzliya Pitach, ein Reichenviertel, in dem die Minister, Botschafter und sonstige ihre Residenzen außerhalb TelAvivs haben. Überall in der Stadt findet man Skulpturen, aus Eisen, Blech oder aus grünen Stauden in allen Formen und Darstellungen von Biedermeier bis Modern. Es gibt mehrere Shopping Malls inklusive riesiger Supermärkte, die allesamt nicht weit von der Marina entfernt sind und teilweise die Einkäufe auch in die Marina zum Boot liefern – ohne Aufpreis natürlich. Eine dieser Shopping Malls hat innen ein offenes SB-Cafe, das an einen Karpfenteich grenzt.

Der Teich erstreckt sich nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb des Gebäudes, ist nett angelegt und gepflegt und beinhaltet eine Unmenge an riesigen Koi-Karpfen verschiedener Farben. Jeder Supermarkt, auch die kleineren, bieten i.d.R. eine große Auswahl um den Einzelwünschen der Kunden gerecht zu werden. Was aber auch unglaublich ist, die Frische der Lebensmittel wie Obst und Gemüse. Nur das Beste für die Kunden, angefault oder lätscherd weich gibt es nicht. Wir haben uns u.a. mit frischen Pepperoni aus dem Bottich versorgt, die selbst nach 5 Monaten noch frisch, knackig, schmackhaft und scharf sind. Selbst die Obstsäfte im Tetrapack schmecken wie frisch gepresst, bieten eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen und sind vergleichsweise günstig mit umgerechnet 80cent pro Liter.

Fleisch und Wurst können u.U. gewöhnungsbedürftig sein durch die „koschere“ Schlachtung und Herstellung. Gutes Rindfleisch ist aber trotzdem zu bekommen und es gibt auch einige ausgezeichnete Steak Restaurants. Die Anbindung an TelAviv ist einfach, es verkehren Busse von der Marina aus, es gibt eine Bahnstation, an der alle ½ Stunde ein Zug geht und es gibt den überregionalen Busverkehr. In der Marina herrscht auch reger Segelverkehr.

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Segelsport heisst Teamgeist: Teamgeist im Segelsport wird in der Marina Herzlyia nicht nur gross geschrieben, sondern auch praktiziert und geuebt
Die Segelschule übt regelmäßig Anlegemanöver an einem freien Pier, die Optis flitzen meist am Wochenende aus dem Hafen und die Jugend übt sich im Teamgeist, wenn sie mit den Jollen aus dem Hafen (bzw. am Abend in den Hafen) rudern – einer gibt den Takt vor, 6 weitere rudern, gesegelt wird vor dem Hafen an der Küste. (Bild 15, Segelsport heißt Teamgeist) Kajakfahrer und auch Kite-Surfer tummeln sich gerne in der Brandung vor dem Strand neben der Marina.

Wir haben uns unterwegs auch andere Marinas angesehen. Es wird in Israel zwar viel Segelsport betrieben, aber nachdem es keine Ankerbuchten oder vorgelagerte Inseln gibt und auch die Marinas zahlenmäßig beschränkt sind, beschränken sich die Segler auf Tagessegeln vor der Küste und Törns nach Cypern oder Ägypten. Zum Teil werden auch Regatten ausgetragen oder Flottillensegeln veranstaltet (z.B. Herzliya-Alexandria, oder auch vom Schwarzen Meer über Türkei, Cypern, Syrien, Israel nach Port Said). An Marinas stehen in Israel zur Verfügung: Akko im Norden, festmachen mit Bug oder Heck zum Pier und mit Dalben statt Moorings, daher beschränkt bzgl. Breite und Länge. Bis etwa 40Ft. Sollte kein Problem sein, aber der Hafen ist recht voll mit Einheimischen Booten und hat wenig Gastplätze. akko-hafen.jpg 300x225
Marina von Akko: Die Marina von Akko im westlichen Teil des HafensMarina Herzliya mit Shopping Mall: Die Marina Herzliya ist grosszuegig angelegt und bietet auch eine eigene Shopping Mall. g-earth.gif 79x30
Etwas weiter südlich am anderen Ende der Haifa Bucht die Marina Quishon (Haifa), nördlich von Haifa in einem Flusslauf gelegen, den man durch die Einfahrt zum Haupthafen erreicht. Moorings an Bojen, aber „weit ab vom Schuss“ für Ausflüge und Versorgungsmöglichkeiten. Nördlich von TelAviv die moderne Marina Herzliya, g-earth.gif 79x30 alle Versorgungsmöglichkeiten, gute Anbindung an TelAviv mit Bahn und Bus. Weitläufiger Sandstrand gleich neben der Marina. Einklarierungshafen nur während der Sommersaison, Ausklarieren auch im Winter möglich gegen eine kleine Gebühr für die Anreise des Zöllners aus TelAviv (März 2009 € 16,00). Die Marina in TelAviv ist sehr klein und während unseres Besuchs wurde noch fleißig an den Piers und dem Kai gebaut, zusätzliche Plätze waren nicht geplant und die Marina war sehr voll, Gäste wurden daher keine mehr aufgenommen, sondern an andere Marinas verwiesen. Es gibt aber einen Zollpier und Tankstelle.

Die südlich gelegenen Marinas Ashkelon und Ashod haben wir nicht besucht, Ashkelon ist auch Einklarierungshafen, stand aber wegen der Nähe zum Gazastreifen und der aktuellen Unruhen für Neuankömmlinge wie uns nicht zur Auswahl.

Zusammenfassend kann man sagen, was Israel so besonders macht sind die verschiedenen Religionen und Menschen, die friedlich nebeneinander und miteinander leben. Juden, Christen, Muslime – Hebräer, Araber, Armenier – um nur einige zu nennen. Sie nennen sich auch nicht unbedingt Israelis, obwohl es schon auch einen Nationalstolz gibt, sondern Palästinenser, da ja alles aus dem alten Palästina abstammt, das zwar kein eigenständiges Land, sondern eine bestimmte Gegend war, die entweder Niemandsland war oder mal hierzu, mal dazu gehört hat. Die Historie und die dazugehörigen Ausgrabungsstätten und Funde belegen das ja alles, sind oft gut erhalten oder restauriert und in das tägliche Leben integriert. Im Gegensatz zu Ausgrabungsstätten in Italien oder Griechenland (ohne diese schmälern zu wollen), scheinen die Israelis und die Juden im besonderen damit ihre Vergangenheit und Gegenwart zu identifizieren. So werden diese Orte und Ausgrabungen zu einem Teil des jetzigen Lebens und würden die 2000 Jahre zwischen der Vertreibung und der Rückkehr der Juden einfach auslöschen. Anstatt „das ist unsere berühmte Vergangenheit“ würde es hier heißen „das sind wir!“ Man sieht natürlich auch die Spuren der Historie, der verschiedenen Machthaber der Vergangenheit: römisches Reich, osmanisches Reich, Byzantiner, Kreuzritter und Templer, Engländer, Franzosen, sowie auch unbesetzte Zeiten, in denen Hebräer, Araber, Palästinenser, Kaaniter, usw. dort gelebt haben. Israel war eben in der Vergangenheit teilweise Anlaufstation, Knotenpunkt oder Transitstrecke für die verschiedenen Herrscher und Besatzer. Sei es als Tor vom Mittelmeerraum in den Fernen Osten oder auch Wegstrecke zu den Heiligen Stätten wie Jerusalem oder auch Mekka.

Besondere Stätten, die man unbedingt besuchen sollte, gibt es in Israel mehr, als wir selbst besucht haben. Aber wir meinen, unbedingt dazu gehört: ein Bad im Toten Meer, Masada, die Altstadt von Jerusalem, das Yad Vashem Museum und das Israel Museum in Jerusalem, Cäsaräa, Akko, und der See Genesareth. Eilat und Petra auf der Jordanischen Seite im südlichen Zipfel von Israel sollen auch sehr malerisch und sehenswert sein, mangels eines Katzensitters haben wir aber diese Orte nicht besucht, da man für diesen Ausflug wenigstens 3 Tage einplanen sollte. Alle anderen Ziele sind von Herzliya aus, das ja recht zentral liegt, in Tagesausflügen zu erkunden. Von Nazareth wurde uns abgeraten, da es dort nichts besonderes zu sehen gäbe und alles mehr auf Touristen-Nepp ausgelegt sei. Das wurde uns auch von anderen Touristen, die dort waren, bestätigt. Wir haben uns kein Auto gemietet, um Kosten zu sparen. Aber dafür ist das Linien-Busnetz in Israel gut ausgebaut. Natürlich gibt es auch guided Bustours, die in jedem Reisebüro buchbar sind, wie wir es für Masada und das Tote Meer gemacht haben, als uns das Busnetz noch nicht so vertraut war. Neben den großen Linienbussen gibt es auch „Taxi-Busse“, die für denselben Fahrpreis wie ein Linienbus fahren.

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Bomika in der Marina Herzliya: Wegen der Heckanbauten fuer Bomika ein Novum: Fingerpier und rueckwaerts anlegen
Obwohl wir ja inzwischen einige Länder rund ums und im Mittelmeer besucht haben, hat uns kein land so fasziniert wie Israel. Wer neugierig geworden ist, sollte mindestens 2 Wochen einplanen, um die wichtigsten Kulturstätten und Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Unser Bericht gibt natürlich keine vollständige Beschreibung her, aber hoffentlich den richtigen Anreiz, das alles selbst zu entdecken.

Lisa + Charly, SY Bomika



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