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USA - die Propangas-Falle

von Jörg Barczynski SY. Trudel
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Wer von der Karibik kommend die US-Ostküste entlangsegelt, um dann nach Hause zu fahren oder -wie wir- zu den Großen Seen aufzubrechen, der läuft unweigerlich in eine Propangasfalle hinein.

Zwar gibt es überall in den USA Abfüllstationen und unsere Kocher funktionieren auch alle sowohl mit Butan wie auch mit Propan, aber die Systeme passen nicht zueinander. In den USA dürfen seit 2002 nur noch Gasflaschen gefüllt werden, die eine automatische Überladungssperre enthalten. Das ist eine einfache Vorrichtung, vergleichbar den Überlaufsperren, die wir zu Hause in unseren Toiletten-Spülkästen haben. Nur: In ganz Europa gibt es solche Flaschen nicht.

Außerdem passen die Gewinde an den Abfüllstationen nicht zu unseren Flaschen und es gibt absolut keine passenden Adapter. Selbst wenn man einen netten Abfüller findet, der entgegen dem Gesetz bereit ist, eine europäische Flasche zu füllen, schafft er das nicht, weil die Anschlüsse nicht passen. Wir sind voller Verzweiflung mit einer leeren Gasflasche über die kanadische Grenze gefahren in der Hoffnung, daß dort die Regeln nicht so streng sind. Der Abfüller hatte auch kein Problem mit der nicht vorhandenen Überladungssperre. US-Gesetze interessierten ihn nicht. Aber leider hatte auch er nur US-Gewindeanschlüsse.

Was also tun, wenn man auch nach acht Wochen US-Aufenthalt morgens noch heißen Kaffee haben will und die mitgebrachten Gasflaschen beide leer sind? Die handlichen, kleinen, blauen Butangas-Flachen, die es angeblich auf der ganzen Welt gibt, sind in den USA nämlich auch nicht zu bekommen. Wir haben deshalb eine US-Flasche gekauft. Üblich sind sehr bauchige Flaschen, die nicht in unseren Flaschenkasten gepaßt hätten, aber es gibt in Eisenwarenhandlungen auch Flaschen, die unseren grauen Campingflaschen sehr ähnlich sind, nur unwesentlich kleiner. Dazu haben wir ein passendes Ventil und einen passenden Druckausgleichbehälter gekauft, alles mit US-Gewinde. Dann haben wir einen kurzen US-Gasschlauch gekauft, auf der einen Seite das US-Gewinde gelassen, auf der anderen Seite selbiges durch eine deutsche Schlauchverbindung ersetzt, den kleinen Druckausgleichbehälter über diesen US/deutschen Schlauch mit unserer fest installierten Gasanlage verbunden und hatten damit endlich die Lösung.

Seither gibt es morgens wieder heißen Kaffee an Bord der "Trudel".



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Letzte Änderung / Last change: Sonntag, 26. November 2006