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Spitzbergen - Impressionen einer Reise ins Eis. von Reinhard Schmitz
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Vor uns liegt der Strand. Lang und gewunden, bedeckt mit Kieseln, Felsbrocken und schwarzer Asche, dazwischen Sand. Blumen stehen vereinzelt in den Felsnischen am Ufer und was an unseren heimischen Stränden die Muscheln sind, sind hier gestrandete Eisbrocken.Donnern und Grollen schallt vom nahen Blomstrandbreen herüber, der gerade an seiner Gletscherfront Tonnen von Eis in die Tiefe befördert. Lange schon ist es wieder unendlich still geworden, bis die Flutwelle des Gletscherkalbens rauschend im Kiesstrand ausläuft und einen daran erinnert, daß Minuten vorher der Gletscher seine tödliche Last ins Meer befördert hat. Die Bucht ist bedeckt mit Eisschollen aller Größen, Formen und Farben. Mal flach, mal rund oder unglaubliche Fantasiegebilde, die ineinander verkeilt, oder elegant vereinsamt auf dem milchigen, grauen Wasser treiben.
Wir sind herabgestiegen von den Moränenhängen der umliegenden Berge. Voll tiefer Eindrücke und Erlebnisse, die solch ein Tag in der menschenleeren Einsamkeit der Bergwelt des Kongsfjorden in Westspitzbergen nur bieten kann.
Eine Pelzrobbe taucht auf, streckt ihren Kopf aus dem Wasser, als wir langsam den Strand entlang zu unserem Schlauchboot zurück schlendern. Durch Aufrichten und Herausrobben aus dem Wasser versucht sie eine der zahlreichen Eisschollen in ihren Besitz zu nehmen. Mehrere Versuche und Anläufe startet sie. Schwimmt und taucht um eine Scholle herum, bis sie mit ein paar plump wirkenden Bewegungen endlich auf ihr eisiges Ruhebett gelangt.
Als wir mit dem Zodiak zurück zu unserem vor Anker liegenden Schiff paddeln und uns dabei vorsichtig der Eisscholle nähern, auf der die Pelzrobbe im diffusen Licht des sonnig, grauen, arktischen Sommertages dahin döst, kräuselt kein Windhauch das Wasser. Unendlich langsam nähern wir uns. Bei jedem Paddelschlag darauf bedacht, daß Tier in seiner Ruhe nicht zu stören. Sie ist eine Schönheit. Hat einen makellosen grau schwarzen Pelz und einen blond braunen Schnauzbart. Auch ihre Ohren sind schwarz weiß umrandet. Keine Wunden oder Verletzungen deuten auf Macht- oder Revierkämpfe hin. Sympathisch und liebevoll ist Ihr Gesichtsausdruck, als sie uns aus ein paar Metern Entfernung mit ihren kreisrunden, schwarzbraune Augen anschaut.
Wir wollen Sie nicht erschrecken, wissen, daß wir die Eindringlinge sind in ihrer Welt. Genauso langsam wie wir gekommen sind, ziehen wir uns zurück. Was bleibt ist die Dankbarkeit einen kurzen Moment an ihrem Leben teilgenommen zu haben. Eindrücke nördlicher Breiten Ein traumhafter Segeltag im Smeerenburgfjorden liegt hinter uns, als wir in die Holmiabukta einlaufen. Den Besuch der Virgohamna, der Platz, auf dem sich im 16ten Jahrhundert bereits holländische Walfänger niederließen und von dem später aus mehrere zum Teil tragisch verlaufende Versuche, den Nordpol mit einem Gasballon oder Luftschiff zu erreichen scheiterten, haben wir uns für die Rückreise aufgehoben. Ein Kreuzfahrer, mit einigen hundert Menschen an Bord, ankert bereits dort und durch das Fernglas kann man erkennen, was an diesem historischen Platz vergangener Polargeschichte los sein muß. Das tue ich mir und meiner Crew nicht an. Diesen Platz muß man in aller Stille und alleine erleben, oder ganz darauf verzichten. Die Holmiabukta, ein Traumplatz hier oben im Norden von Svalbard, wie hat er sich verändert seit unserem letzten Besuch. Gefüllt mit Eis und voller Vogelleben. Wir bahnen uns langsam einen Weg durch die Eisschollen auf dem Eiderenten und Gryllteiste sitzen.
An dem alten Ankerplatz ist ein erneutes Ankern nicht möglich. Zuviel Eis staut sich hier. Windstille, glattes Wasser in dem sich die Konturen der Berge und der Eisschollen widerspiegeln. Spuren zahlreicher Eisbären am schmalen Ufersaum, deuten auf einen regen Besuch der größten noch lebenden Landraubtiere der Erde hin. Gesehen haben wir bis heute keine. Die Stille und Beschaulichkeit dieses Platzes läßt uns noch lange an Deck stehen. Wir sind alleine hier oben. Wie sollte es auch anders sein.
Die Nacht, bei der die Sonne hoch oben am Himmel steht, beschert uns eine begnadete Stille und Ruhe. Solch einen Ankerplatz zu haben, ist ein Geschenk. Ohne sensibel auf Geräusche zu achten, schläft man einfach besser. Früh schon verlassen wir den Platz, denn die Mushamna im Woodfjord, in der Prof. Trinks über die Jahrtausendwende mit seiner Yacht und eingefroren im Eis überwintert hat, ist heute unser Ziel. Schnell bleiben die Inseln Amsterdamöya und Norsköyane dank eines guten Windes und der beachtlichen Strömungen, die zwischen den Felseninseln herrschen, achteraus. Unter Spinnaker nehmen wir Kurs auf Moffen, dieser unter Naturschutz stehenden Walrossinsel, die 15 Meilen nördlich der Ansteuerung zum Woodfjord liegt.
Eine Eisbarriere taucht vor uns am Horizont auf. Unpassierbar erscheinen die Eismassen beim Betrachten durch das Fernglas. Wir bergen den Spinnaker, doch beim Näherkommen entpuppt sich die Eismauer als überschaubares Treibeis mit noch genügend freiem Wasser, um unter Segel hindurch zu manövrieren. Das Knistern des Eises und der eisige Hauch, der uns aus dem Treibeis entgegen schlägt, lassen aus den bisher erträglichen Temperaturen von 8 Grad schnell ein polares Abenteuer werden. Schlagartig ist die Wassertemperatur auf minus 2,0 Grad C gefallen und man wird das Gefühl nicht los, in ein offenstehendes Gefrierhaus hinein zu segeln. Trotz der Kälte stehen wir alle an Deck, fasziniert, begeistert, schweigend. Ich mache das Beiboot klar. Will das Schiff unter Segel im Treibeis fotografieren. Axel übernimmt die Schiffsführung und mit einem guten Gewissen schaue ich dem Schiff zu, wie es langsam unter vollen Segeln dicht an den Treibeisschollen vorbei segelt Mit enormem Druck schießt Wasser aus einem Spalt in einer Eisscholle, wenn eine See heranrollt. Zischen und fauchen, energiegeladenes, knackendes, berstendes Eis. Ein lebendes und doch gefrorenes Meer. Beklemmung macht sich keine breit. Nur Freude und unendliche Begeisterung für den Augenblick. Es wird kalt und Wind, Wasser und Salz geben ihr bestes dazu. Ich rudere zurück in eisfreies Wasser und werde von der Crew wieder an Bord genommen. Wir segeln weiter, bahnen uns einen Weg durch ein immer dichter werdendes Treibeisfeld. Gott sei Dank ist der Rumpf der Yacht aus dickem Stahl. 80 Grad 02,2 Nord steht auf dem GPS als wir unsere nördlichste Position erreichen. Ein komisches Gefühl überkommt einen. Alle Landmassen liegen im Süden und voraus sind es nur noch 600 Meilen bis zum Nordpol.Christoph erspäht ein Walross. Immer näher gelingt uns die Annäherung, bis der Bug den Schollenrand berührt. Eine unglaubliche schwarz, grau, brauen Masse liegt regungslos auf dem Eis. Schlafend, nur ab und zu mal prustend und entsetzlich stinkend. Langsam realisiert das Walross uns Eindringlinge. Hebt mehr gelangweilt als neugierig den Kopf mit seinen beeindruckenden Stoßzähnen. Genüßlich prustend legt es sich wieder hin, nicht ohne uns noch einmal aus seinen runden, trüben Augen, versteckt in einer unglaublichen Speck- und Fettmasse, zu beäugen. Beeindruckt von dieser Nähe Tier – Mensch, segeln wir weiter Richtung Moffen. Der Packeisgürtel entläßt uns genauso überraschend, wie er uns eingeschlossen hat. Moffen, ein Atoll auf 80 Grad Nord, auf der im Sommer zahlreiche Walrösser leben, liegt im freien Wasser vor uns. Deutlich auszumachen ist die feuerrote Holzbake, die an ihrer Südspitze steht. Aber auch ohne sie ist dieses Eiland unverkennbar und selbst im pottendicken Nebel leicht auszumachen. Ein unglaublicher Gestank schlägt einem schon aus fast einer Meile Entfernung entgegen, während man sich der Insel nähert. Wir bergen alle Segel, lassen uns einfach treiben und genießen den Augenblick, die Walrösser und den entsetzlichen Gestank. Fünf Walrösser tauchen direkt vor uns am Bug auf. Tauchen, prusten und blubbern und sind zum Greifen nahe. Spielen und tollen miteinander im kalten, klaren Eiswasser. Ihre unförmige, unglaubliche Masse wirkt im Wasser gar nicht mehr so plump. Wie vorsichtig sie mit ihren gewaltigen Stoßzähnen umgehen können, ist erstaunlich. Fast liebevoll spielen sie miteinander, was man ihnen auf Grund ihrer Körperfülle gar nicht zutrauen würde. Spitzbergen einmal anders
Die Trinitybukta im Magdalenenfjord ist ein begnadeter Ort. Ruhe und Geborgenheit strahlt diese Ankerbucht aus und bietet sie auch. Türkis das Wasser umgeben von einem makellosen Strand, der in der Mitternachtssonne fast weiß leuchtet. Die Landschaft ist atemberaubend. Schon beim Einlaufen in den Fjord überraschen steile Berge. Hoch und spitz aus schwarzem, brüchigem Fels. Die Grate übersät mit bizarren Türmen, die im Gegenlicht der morgens um zwei Uhr hoch am Himmel stehenden Mitternachtssonne, wie Schattenspiele am Himmel stehen. Sobald der Anker gefallen ist herrscht Stille. Eine Stille, die wohl nicht für jedermann zu ertragen ist. Aber wer nicht dafür empfänglich ist, gehört auch nicht hier hin. Die Andacht ist schlagartig vorbei, als ein Kreuzfahrer vor Anker geht. Boote werden zu Wasser gelassen und Plastikpalmen, Badeplattformen und Sonnenschirme an den Strand gezogen. Eine Horde grölender, attraktionshungriger Arktistouristen ergießt sich über den Ort der Ruhe. Ganz Mutige mimen karibische Badeträume und springen unter dem anfeuernden Gebrülle der am Strand zurückgebliebenen ins eiskalte Wasser. Stolz nach weniger als einer Minute das begehrte Diplom, mit Stempel und Unterschrift der Schiffsleitung, in den Händen zu halten. Nach einer Stunde ist der Alptraum vorbei. Morgen ist man schon wieder auf dem Weg nach Norwegen, oder in Longyearbyen zum zweistündigen Shopping Stop, um die begehrten Plastiktüten mit nach Hause zu schleppen auf denen man lesen kann , wo man eigentlich war. 78 Grad 13´Nord. Alle waren Sie in der Arktis, waren vielleicht sogar bis auf 81 Grad Nord. Aber war auch die Arktis in Ihnen? Abschied von Svalbard
Im diffusen Licht einer zurückkehrenden Abenddämmerung liegen wir in der Selbukta vor Anker. Draußen heult der Wind über die Muränen des nahen Hyrnegletschers, vor dem wir ankern. Die Farben, die uns umgeben sind schwarz und weiß. Schwarzweiß das Eis, dunkel schwarz das Wasser und schwarzgrau die Wolkenfetzen, die um die Gipfel und Grate jagen. In der Ferne über dem Muränenkamm der uns umgebenden Bucht, leuchtet der Hornbreen im immer noch gleißenden Licht der Mitternachtssonne, wenn sie ab und zu durch Wolkenlöcher hindurch auf den Gletscher scheint. Wir wollten an sich schon losgesegelt sein. Zurück nach Björnöya, zurück nach Tromsö und zurück in den Süden, wo die Nächte inzwischen schon wieder dunkel geworden sind. Wir sind geblieben. Nur noch für eine Nacht. Nehmen Anschied von dem Land, der Natur, die uns für einigen Wochen das Gefühl zurückgegeben hat, vollkommen eins und im Einklang mit ihr zu sein.
Der Tag heute war ein Abschiedsgeschenk. Voller Dramatik, voller großartiger, einmaliger, gewaltiger Natur. Tief drinnen im Inneren Hornesund konnten wir teilhaben an einer Szenerie, die uns in dieser Wildheit, Abgeschiedenheit und manchmal auch beängstigender Einsamkeit selten vorgekommen ist. Der Brepollen war eisfrei. Nicht zugefroren wie die Wochen vorher. Ein kräftiger Wind blies uns unter Segel an eine Gletscherfront, die selbst an der Nordküste Spitzbergens ihresgleichen sucht. Eine Eisbarriere aus Brucheis des nahen Hornbreen versperrte den Zugang zu einer Wand aus bizarren Eistürmen. Eine hochhaushohe Mauer aus purem Eis, die je nach Sonneneinstrahlung und Blickwinkel in allen nur erdenklichen Blau- und Weißtönen leuchtet. Bedrohendes Knacken, Grollen und Besten liegt in der Luft, wenn man sich der Eisfront nähert. Geräusche die warnen und mahnen, daß das Eis in Bewegung ist und jederzeit und unberechenbar mit ohrenbetäubendem Knall in die Tiefe stürzen kann. Wir finden eine Passage durch den Eisgürtel und können so dicht an die Eisfront heranfahren, bis einem eine innere Stimme und die Erfahrungen vieler vergangener Eisfahrten, den richtigen Abstand zur Gletscherkante zeigen. Plötzlich ist es windstill. Die Fallböen, die vom Eis herabjagen, können uns nicht mehr erreichen. Die Szenerie ist gewaltig. Uns stockt der Atem beim Anblick der bizarren Türme aus purem Eis. Kanten, Höhlen und Blöcke, die wild ineinander verkeilt mit Treib- und Brucheis zusammen eine unwirkliche, völlig menschenfeindliche und unbezwingbare Eisblockade bilden. Eine abstoßende und eindringliche Kälte geht von dem Eis aus, wird von einem Hauch Wind zu uns herübergetragen.
Ein gigantischer Eisbrocken treibt im Wasser. Zwischen ihm und der Eisfront wird eine Rinne frei, in die wir langsam und fast lautlos hinein gleiten. Plötzlich, unverhofft und ohne Vorahnung steht er vor uns, ein Eisbär – und keine 20m vom Schiff entfernt!
Neugierig schaut er uns an. Streckt die Nase in den Wind und nimmt Witterung auf. Bis auf wenige Meter können wir uns dem König der Arktis nähern und sind unendlich dankbar dafür, dieses vom sicheren Schiff aus tun zu können. Seit Wochen schon haben wir auf diesen Augenblick gewartet. Haben trotz all der berauschenden Eindrücke, die uns in Svalbard geschenkt wurden, immer gehofft an dieser Begegnung noch teilhaben zu können. Heute an unserem letzten Tag in dem Land, von dem ich mir wünsche immer wieder kommen zu dürfen, wird uns dieses Glück zu teil. Majestätisch und doch bedrohend steht er vor uns. Läßt uns keine Sekunde aus den Augen. Schwarz sind sie und schwarz sind auch seine Nasenflügel, durch die er witternd und mit hochgehobenem, langgestreckten Kopf die Luft ansaugt. Völlig hight und angedopt vom eigenen Adrinalin, kann ich nichts anderes mehr, als einfach nur noch auf den Auslöser der Kamera drücken. Der Gletscher hinter mir könnte zusammenbrechen, ich wäre dankbar für den Moment, den wir gerade durchleben. Langsam ziehen wir uns zurück, segeln durch die Eisbarriere wieder hindurch in eisfreies Wasser. Wenn es Momente im Leben gibt, die einem für immer in Erinnerung bleiben, dann diese.
In der Treskelbukta, entschließen wir uns vor Anker zu gehen. Einsam der Platz. Eine Mondlandschaft mit Blick ins Hochgebirge. Ein Platz, der erst auf den zweiten Blick zum verlieben ist. Eine Schule Belugawale kommt uns entgegen, als sich der Anker endlich in dem zähen, schwarzen Schlamm nach mehreren Versuchen eingräbt. Erkennen kann man die Wale erst, als die vermeintlichen Treibeisbrocken anfangen ihre Atemfontänen in die Luft zu blasen. Das Wetter wird zunehmend besser und ist, wie schon so oft in Svalbard erlebt, gegen Mitternacht am besten. ![]() Die Mitternachtssonne, die hier in den nördlichen Breiten von Mai bis August ständig scheint, läßt Ihre gesamte Energie tief auf einen wirken. Kaltes, graues Land nannten es die Menschen, die vor einigen hundert Jahren hier oben blieben. Mit unseren heutigen Möglichkeiten ein Paradies der nördlichen Breiten. Nicht für jedermann, aber für alle, die für solche Eindrücke empfänglich sind. Das Licht, die Farben des Nordens, die Klarheit der Luft, das Eis, das einen verändert. Die Sonne steht zur Mitternacht im Norden. Genauso hoch und klar, wie zur Mittagszeit eines herrlichen Sommertages. Daß sie im Laufe der vierundzwanzig Stunden einen fast horizontalen Kreis beschreibt, ist gewöhnungsbedürftig. Die Sonne beschreibt einen Kreis, der Kompass dreht sich im Kreis. Eine Orientierung ist im ersten Moment schwierig. Orientierungslos schaut man die erste Zeit über den Horizont. Wo die Himmelsrichtungen liegen ist vom Gefühl her schwer zu sagen. Es dauert seine Zeit bis man begriffen hat, zu welcher Zeit am Tag und in der Nacht die Sonne wo steht. Gott sei Dank gibt es ja GPS.
Wir sind wieder unterwegs. Haben Segel gesetzt und die Berge und Gletscher Svalbards bleiben so langsam achteraus. Wolkenverhangen sind die Bergspitzen der Südinsel und wolkenverhangen ist auch die Kimm vor uns. Wir ziehen nach Süden, Björnöja entgegen. Morgen schon werden wir wieder in einer anderen Welt sein. Inmitten der Barentsee mit Ihrer Weite und Wildnis.
Ich weiß, daß ich wiederkomme. Wer jemals das Licht, der hier oben im hohen Norden zur Sommerzeit ewig scheinenden Sonne erlebt hat, das Knistern und Knacken des Eises tief in sich aufgenommen hat und mit den Vögeln und der Natur eins wurde, wird wiederkommen. Wann ist unbestimmt, aber geschehen wird es mit Sicherheit. Und ich für mich weiß schon, wann es so weit sein wird. |
