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Von Mikronesien nach Borneo

SY ATLANTIS, Gisela und Walter Mittasch
E-Mail: SY-Atlantis@gmx.de

In Pohnpei trafen wir wieder mit Klaus und Maria von der Ludus Amoris zusammen. Klaus und Maria waren einige Tage vor uns, von Papua Neu Guinea kommend, in Pohnpei eingetroffen. Wir hatten uns zum letzten Mal vor zwei Jahren auf Vanuatu getroffen. Demnach hatten wir uns viel zu erzählen. Klaus und Maria hatten schon ein Auto gemietet, so gingen wir gemeinsam auf Inselrundfahrt.

regenbogen.jpg 300x225 Eigentlich wollten wir in Pohnpei einige Reparaturen am Schiff machen, aber der reichliche Regen machte es schwierig, mit den Projekten voran zu kommen. So besorgten wir uns das erforderliche Material in den guten Hardware-Stores und verschoben die Arbeiten auf später.

Seit wir in den Solomon Islands einen Plastiksack in unsere Schraube bekommen haben, der die Maschine abrupt abstoppte, arbeitet unser Getriebe nicht mehr zuverlässig. Wir wollten deshalb ein Anlegen an der Pier zum Ausklarieren vermeiden. Bei Hafenbehörde und Zoll war dies problemlos. Einen Tag vor unserem Aufbruch bekamen wir die Clearance. Immigration stellte sich stur und erklärte, Ausklarieren sei nur an der Pier möglich. Nach vielen Reden erklärte sich die Immigrationsbehörde doch bereit, uns am nächsten Morgen am Boot den Ausreisestempel in den Pass zu geben. Aber am nächsten Morgen erschien niemand. Nach zweimaligem Nachfragen bei der Hafenbehörde wurde uns wieder erklärt, wenn wir nicht an die Pier kommen, bekommen wir keinen Ausreisestempel. Mit mulmigem Gefühl legten wir längsseits an einem an der Pier liegenden Fischer an. Um 12.00 Uhr erschien endlich ein Immigrationsbeamter. Ohne vom Auto auszusteigen stempelte er unseren Pass. Warum alle Yachten zum Ausklarieren an die Pier gezwungen werden, blieb uns ein Rätsel. Und beim Ablegen streikte dann prompt unser Getriebe, der Vorwärtsgang liess sich nicht einlegen. Nach dem 7. Versuch sprang er dann mit heftigem Krachen rein, whow, geschafft.

2segler1.jpg 300x225 Eigentlich wollten wir noch einige Tage auf dem nahe gelegenen Ant-Atoll verbringen. Ludus Amoris war bereits eine Woche auf dem unbewohnten Atoll. Letzt endlich beschlossen wir, direkt zum Lukunor Atoll in den Mortlock Inseln zu segeln.Wir hatten Glück mit dem Wetter und eine wunderschöne Passage. Bei konstantem Wind zwischen 12 und 18 Knoten segelten wir mit ausgebaumter Genua und Gross im zweiten Reef die meiste Zeit Schmetterling. Nur an einem Tag hatten wir Squalls.

lukonor-map.jpg 400x278 Am Morgen des vierten Tages erreichten wir nach 298 sm den Pass von Lukunor (05°29,378 N – 153°48,919 E Passeinfahrt) und ankerten auf Sand und Koralle vor der Hauptinsel (Ankerposition 05°30,298 N – 153°48,837 E , Ankertiefe 15 m).

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Palmen wiegen sich im Wind, das Wasser ist türkis blau. Auf Anhieb verliebten wir uns in den Platz. Etwas später erschien ein Auslegerkanu mit Simon an Bord. Simon ist von der Gemeinde beauftragt, die Daten der ankernden Yachten zu erfassen. Er hat nicht all zu viel Arbeit damit, da meist nur alle 6 Monate eine Yacht in dieses entlegene Atoll kommt. Simon ist eine Perle, 73 Jahre alt, pensionierter Funker und als ehemaliger 2. Bürgermeister der Insel sorgt er sich um das Wohl der Besucher, übersetzt vom Englischen in die Inselsprache, hilft beim Beschaffen von Obst, Fisch oder Benzin usw., ohne jemals aufdringlich zu sein.

Zwei Tage nach unserer Ankunft erhielten wir ein Mail von Klaus und Maria, dass sie am nächsten Tag frühmorgens in Lukunor eintreffen werden. Etwas verschlafen streckten wir um 6.30 Uhr die Köpfe aus dem Cockpit, als Ludus Amoris den Anker warf. Traditionsgemäß richtet die bereits vor Anker liegende Yacht das Frühstück aus. Klaus und Maria hatten nicht den konstanten Wind wie wir und waren gezwungen, einige Stunden zu motoren.

frau.jpg 300x225 Simon kam ebenfalls, um die Daten von Ludus Amoris aufzunehmen, was sofort genutzt wurde, um zu erfahren, welche Aktivitäten die Inselbewohner für Weihnachten und Neujahr planen. Simon erzählte von Singwettbewerben, Tanzen und gemeinsamen Essen. Wir wollten zu diesen Aktivitäten ebenfalls unseren Teil beisteürn. Maria ist Musiklehrerin und Klaus kommt aus einer musikalisch sehr aktiven Familie. Sie haben ein Klavier an Bord. Schon wurde der Ludus Amoris/Atlantis Chor aus der Taufe gehoben. Wir übten fleissig Weihnachtslieder. Am 24. Dezember bauten wir das Klavier in der Evangelischen Kirche auf. Mit Lampen illuminiert, betrieben mit dem Generator von Ludus Amoris, sangen wir in der Evangelischen Kirche vor mucksmäuschen stillen Zuhörern unter anderem Stille Nacht. Es war ein Erlebnis, die glänzenden Augen der Kinder zu sehen. Hier gibt es noch Weihnachten ohne den Kommerz der westlichen Welt.

Nach der Weihnachtsmesse trafen wir uns auf ATLANTIS, wo wir dann gemeinsam traditionelles Deutsches Weihnachten feierten. Rote Tischdecken, mit Weihnachtskugeln dekoriertes Cockpit, Kerzenschein, Weihnachtspäckchen mit viel nützlichem Kram, wie Seife, ein neür Sonnenhut, eine selbst gebrannte Musik-CD – kein Kommerz, aber viel Spass beim Päckchen öffnen. Und natürlich das gute Essen von Maria und Walter.

Wir wurden gebeten, am 25 Dezember wieder in der Evangelischen Kirche zu singen. Beim anschließenden Mittagessen speisten wir Hund, Taro, Bananenpastete und Reis. Wir bedankten uns mit deutschen Weihnachtsplätzchen.

maedchen.jpg 300x225 Der katholische Priester hat mehrere Atolle unter sich. Er kam deshalb erst am 27. Dezember auf die Insel Lukunor, um mit den Bewohnern die Weihnachtsmesse zu feiern. Als Ehrengäste nahmen wir an der Messe teil und beim anschließenden Singwettbewerb trat der Ludus Amoris/Atlantis Chor außer Konkurrenz auf.

Die Spontanität und Gastfreundschaft der Leute ist überwältigend. Da wir mittlerweile schon zwei Wochen vor Anker lagen, war die Scheu gewichen. Sobald wir zu den Insulanern gesellten, wurde eine Sitzgelegenheit und Trinkkokosnüsse herangeschafft., damit wir uns wohl fühlten..

Auf Lukunor gab es in der Silvesternacht keine Party, deshalb feierten wir auf der Ludus Amoris. Die Jugend der Insel marschierte die ganze Nacht mit allem, was sich als Trommel eignet und grossen Lärm verursacht (Kanister, Töpfe und Dosen) die Insel auf und ab, um die bösen Geister zu verscheuchen.

Am Neujahrstag hielt jeder Insel Honoratior eine Ansprache, was im neün Jahr besser werden sollte. Zwischendurch sangen die 3 Chöre der Insel.

Unser Ziel ist Borneo und Ludus Amoris segelt nach Japan, unsere Wege trennen sich wieder. Am 04.01.2010 nahmen wir Anker auf und segelten 500 sm weiter nach Westen zu einem kleinen Atoll mit dem Namen Lamotrek. Die Überfahrt hatte von allem etwas: traumhaftes Segeln und heftige Regenschaür mit Böen bis 35 Knoten. Nach vier Tagen und Nächten segelten wir durch den Pass an der Ostseite des Atolls in die Lagune. Die Seekarte und auch Maxsea weichen ca. 1 sm von der Realität ab. Die Koordinaten für die Passeinfahrt auf der Nordostseite 07°30,457 N – 146°20,672 E, unsere Ankerplatzkoordinaten 07°27,49 N – 146°22,54 E, Ankertiefe 10 m, Sand mit Koralle.

Lamotrek hat uns angenehm überrascht. Auf Lukunor trugen die Bewohner westliche Kleidung, auf Lamotrek ist das verpönt. Selbst Besucher, die länger bleiben möchten, werden gebeten die inselübliche Kleidung anzulegen. Männer und Fraün tragen ein Lava Lava, das unterschiedlich gemustert und geknotet ist. Die Fraün gehen oben ohne.

Auf Lamotrek wurden wir auch in die Zermonie des Tuba Trinkens eingeweiht. Zweimal täglich schneiden die Männer eine dünne Scheibe von der Blüte der Kokospalme ab und fangen den ausfließenden Saft auf. Wird der Saft sofort verarbeitet ist er süß und dient als Getränk für Fraün und Kinder, bleibt er allerdings 12 Stunden stehen, fermentiert der Saft und entwickelt Alkohol. Die Männer trinken den Tuba in zwei Sitzungen. Von drei Uhr Nachmittags bis.17.30 den Saft, der am Abend zuvor abgenommen wurde, von 18.30 bis 20.30 den Saft, der vom Morgen stammt. Danach gehen die Männer heim zu ihren Familien, beglücken ihre Fraün und fallen in einen seligen Schlaf. Jeder Mann darf bis zu fünf Palmen benutzen. Drei für den süssen Saft und zwei für Tuba. Der Chief hat Kontrolleure. Damit ist sicher gestellt, dass es zu keinen Exzessen kommt.

Die Trennung der Geschlechter ist im ersten Moment verwirrend. Das Gebiet um ein Männerhaus ist für die Fraün tabu. Es gibt Ecken nur für Fraün, in denen Männer nicht erwünscht sind. Kommt dennoch ein Mann in dieses Gebiet, wird er von den Fraün ausgebuht.

tanz.jpg 300x225 Während unseres einwöchigen Aufenthalts wurden zwei Feste gefeiert. Erst der Geburtstag von Father Walter, eines beliebten, mittlerweile verstorbenen Inselmissionars. Dazu gab es traditionelle Tänze. Die Frauen und Männer sind geschmückt mit Blumenkränzen, roter und gelber Farbe, Ringen aus Palmblättern und Kopfschmuck aus Pandanus mit Blumen. Wunderschön anzuschaun. Die Tänze erinnern stark an die Tänze der Polynesier in Kiribati.

Das zweite Fest fand aufgrund der ersten Periode eines Mädchens statt. Dazu müssen die Männer vier Tage lang jeden Tag Fisch an die Fraün liefern, nehmen aber sonst am Fest nicht teil, denn diese Zerimonie ist nur für Fraün zugänglich. Gisela konnte teilnehmen. Das Mädchen ist oben ohne, trägt aber am Kopf einen Blumenkranz und einen Blätterrock, der immer wieder erneürt wird. Eine Frau ist für die Betreuung zuständig – sorgt für frische Blätter und führt das Mädchen alle Stunde ins Meer zum Waschen. Anschliessend wird ihr Oberkörper geölt und mit gelbem Farbpuder, der aus einer Wurzel gewonnen wird, eingestaubt. Alle Fraün sind versammelt und kochen die besten Leckerbissen, mit denen das Mädchen den ganzen Tag gefüttert wird. Dazu singen die Frauen Lieder und tanzen.

mann.jpg 360x454 Ich trank mit den Männer Tuba, spielte Schach und lernte den Kindern Boccia. Als wir an die Matchgewinner auch noch Popcorn verteilten, gab es kein Halten mehr. 50 Jungen (Mädchen durften nicht spielen) kämpften verbissen um den Sieg. Das gewonnene Popcorn wurde dann jedoch grosszügig untereinander geteilt.

Die Tage vergingen wie im Flug. Am letzten Tag beschenkte uns die Gemeinde noch mit 180 Meter handgefertigter Kokosnussschnur und einem selbstgewebten Lava Lava. Wir revanchierten uns mit einer Solarlampe und einer Spende für das nächste Fass Benzin.

Von Lamotrek nur 15 sm entfernt liegt das Elato Atoll. Es wird von ca. 90 Menschen bewohnt, die fast alle von Lamotrek stammen. Gemütlich segelten wir die 15 sm mit achterlichen Wind. Der Wegpunkt für den Pass lautet 07°29,579 N – 146°09,812 E. Unser Anker fiel auf 12 m Sand auf der Position.07°30,457 N – 146°10,180 E.

Als wir an Land gingen, war die erste Frage, habt ihr Zigaretten. Wir haben schon seit zwei Monaten keinen Tabak mehr. Da wir diese Frage bereits kennen, haben wir immer Zigaretten an Bord. Die Schachtel wurde gerecht unter den Männern verteilt. Die Zigarette wird in drei Teile zerbrochen und mit dem Tabak werden 3 neue Zigaretten mit Zeitungspapier gedreht. Alles, damit länger geraucht werden kann. Wir haben es aufgegeben, mit den Leuten über die Schädlichkeit des Rauchens und Bethelnut kaüns zu diskutieren. Der Anblick, wenn man ihnen erklärt, man hat keine Zigaretten, ist derart niederschlagend, dass wir lieber Zigaretten verteilen.

Der Paramount Chief für Lamotrek, Satawal und Elato wohnt auf Elato. Es ist eine ca.80 Jahre alte, dünne Frau, die ihr Alter nur schätzen kann, da ihre Geburt nicht registriert wurde. Die Amtsgeschäfte fuhrt John, ein Verwanderter.

Auch auf Elato hatten wir das Glück, den Zeremonien der Fraün beizuwohnen, da auch hier ein Mädchen ihre erste Periode bekam. Für vier Tage ruhte die Schule und Arbeit. ähnlich wie auf Lamotrek fuhren die Männer 4 Tage lang am Morgen zum Fischen, aber auf Elato nahmen auch die Schulbuben am Fischen teil. Die Fraün kochten und sangen und das Mädchen wurde auch hier in Blätter gewickelt und mit gelbem Puder bestäubt. Aber sie hatten auch noch roten Farbstoff, mit dem sich die jungen Fraün die Gesichter bemalten, ähnlich Vampieren. Als ich von Bord Schminke, Lippenstift und Rouge mitbrachte, gab es ein grosses Hallo. Auch ich wurde mit roten Gesichtszeichnungen dekoriert.

Am Nachmittag organisierten wir Boccia Runden mit den Kindern und Erwachsenen. Die Kinder fegten jeden Tag den Boccia Platz und es wurde gespielt, bis wir auf unsere Atlantis zum Schlafen zurück kehrten. Die Männer diskutierten, wie sie aus Inselmaterial Boccia Kugeln fertigen können, um nach unserer Abreise weiter spielen zu können. Die“ winning teams“ der Kinder bekamen wieder einen Becher Popcorn und die Männer eine Zigarette.

Aus Dankbarkeit für die Unterhaltung und Abwechslung wurden wir jeden Tag mit frischen Fisch versorgt. Die Boys tauchten Hummer für uns, Kokosnüsse gab es in Hülle und Fülle. Gisela bekam jeden Tag einen neün Lava Lava (Tuch, das um die Hüften geschlungen wird). Die Lava Lava werden von den Fraün noch selbst gewebt.

Da wir wegen der kräftigen Overtime-Gebühr in Yap nicht am Wochenende ankommen wollten, segelten wir am Donnerstag nach einer Woche Aufenthalt in Elato los. Ein hoher Nordschwell machte am Beginn das Segeln unkomfortable, aber mit jeder Stunde nahm der Schwell ab. Auf der 500 sm langen Passage war uns das Wetter meist wohl gesonnen, so dass wir am Montag Morgen vor der Passeinfahrt von Yap standen. Der Pass ist gut betonnt, aber in einer Accelerationzone, so dass schnell 30 bis 35 Knoten Wind entstehen. Da durch das Riff die Wellen bereits gebrochen sind, stellt dies jedoch kein Problem dar.

Pos. Passeinfahrt 09°29,283 N – 138°08,235 E. Der Ankerplatz ist gut geschützt gegen die vorherrschenden NE to SE Winde. Unsere Ankerposition 09°30,856 N – 138°07,342 E auf 12 m, guthaltender Mud. In den Federated States of Micronesia muss in jedem Staat gesondert ein- und ausklariert werden. In Yap ist es einfach. Mit dem Beiboot fuhren wir an Land. Der Hafenmeister brachte uns in sein Büro, alle weiteren Institutionen kommen zum Hafenbüro. Nach 30 Minuten, vielen Formularen und Gesichtern waren wir einklariert. 20 USD für den Hafenmeister, 25 USD für Quarantine waren die Gebühren.

Colonia, der Hauptort von Yap, ist ein kleines, verträumtes Dorf, sehr sauber, die Menschen sind liebenswürdig und nett. Es gibt einen ordentlichen Supermarkt zum Verproviantieren und mehrere Tauchoperators. Eigentlich sollte die touristische Hochsaison sein, aber wir sahen nur eine Hand voll Touristen. Die Attraktion von Yap ist „ stone money“. Riesige Steinscheiben mit einem Loch in der Mitte waren das ursprüngliche Zahlungsmittel für Land. Die Steine wurden in dem 250 sm entfernten Palau gebrochen mit Muschelscheiben rund geschmiergelt und mit einem Auslegerkanu gegen Wind und Welle zurück nach Yap gesegelt, was wegen des enormen Gewichtes sehr gefährlich war. Das Team war bis zu drei Jahren unterwegs. Wenn alles klappte kam es mit einem sehr wertvollen stone money“ zurück. Viele Teams schafften es nicht, davon zeugen noch „ stone money „ in den Gewässern von Palau.

überhaupt ist Yap die schönste Insel von den vier grossen Inseln von Federated States of Micronesia. Nach einer Woche wollten wir morgens um 9.00 nach Palau Auslaufen. Der Hafenmeister wollte uns allerdings die Clerance erst dann geben, nachdem der angekündigte Tanker eingetroffen sei. Nach vielen Reden erhielten wir die Clerance. Den Tanker sahen wir unterwegs. Seine Ankunftszeit in Yap war ca. 13.00 Uhr. Die Passage von 270 sm von Yap nach Palau war wie üblich schnell mit 20 Knoten achterlichen Wind. Zwei Tage später morgens um 8.00 erreichten wir den Südpass von Palau, der zu unserer Freude gut ausgetonnt war. Zum Einklarieren mussten wir an die Pier. Wegen unseres Getriebe-Problems wurde ein Ausflugsboot verlegt, damit wir beqüm ohne zu manöverieren anlegen konnten. Die ganze Procedur daürte nur 20 Minuten, obwohl 5 verschiedene Behörden an Bord kamen. 50 USD für das einmonatige Yacht Entry Permit und 50 USD Wassersteür waren fällig. Falls wir länger als einen Monat bleiben wollen, müssten wir wieder zu Immigration. Die Verlängerung kostet 50 USD für das Schiff und 50 USD pro Person pro Monat. Für einen Besuch in den Rockislands braucht man ein Permit, das 10 Tage gültig ist und mit Taucherlaubnis ca. 50 USD kostet. Fast alle Yachten ankern vor dem Royal Belau Yachtclub von Sam’s Tours. Hier gibt es kostenlose heisse Duschen, Wasser, Müllentsorgung und sogar Moorings. Sam’s Tours ist einer der grössten Tauchoperators der Insel. Die Bar ist immer belebt. Das Personal hilft bei allen Problemen. Wir hatten uns per email mit dem Yachtclub in Verbindung gesetzt. Sie hatten die Behörden über unsere Ankunft informiert und unsere Daten vorab schon gemeldet.

überhaupt ist Palau eine touristische Insel. Etwa 80.000 Touristen kommen jährlich nach Palau, Hauptsächlich aus Japan, Korea, Taiwan und mittlerweile Rotchina. Die Attraktion ist Tauchen.und Wassersport. Wir packten unsere Fahrräder aus und radelten über die hügeligen Inseln, die meist mit Dämmen oder Brücken verbunden sind. Da wir an Tauchen nicht besonders interessiert waren, erledigten wir einige Lackierarbeiten am Boot und warteten auf Ersatzteile von Westmarine.

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Wir diskutierten mit verschiedenen Leuten über die beste Route nach Kudat in Borneo. Letzt endlich entschieden wir uns für die Route durch die Surigao Strait nördlich von Mindanao, weiter durch die Bohol See, Sulu See, Balabac Strait nach Kudat in Malaysia, Sabah, Nordborneo.

Nachdem die Ersatzteile eingetroffen waren, klarierten wir aus. Weitere 70 USD Gebühren waren fällig. Die 1200 sm nach Kudat war überwiegend angenehmes Segeln. Wir waren bewusst Ende Februar losgesegelt, damit wir noch einen konstanten NE Monsun haben. Die 550 sm bis zur Surigao Strait legten wir in 5 Tagen und 4 Nächten zurück. Bei der Einfahrt in die Surigao Strait hatten wir Glück, dass wir die Gezeit auf unserer Seite hatten. Für ca. 30 sm betrug die Strömung zwischen 2 bis 5 Knoten. In der Strait selbst hatten wir bei gegenläufiger Gezeit nur 0,5 bis 2 Knoten Gegenstrom. Die Boholsee durchpflügten wir mit ca. 30 Knoten achterlichen Wind mit 7 bis 8 Knoten Fahrt. In der Sulusee beruhigte sich der Wind auf angehme 10 bis 15 Knoten, zweimal mussten wir in der Nacht sogar motoren. Hier trafen wir zum ersten Mal auf philippinische Fischer, die wir mit einer Packung Zigaretten beglückten. Insgesamt war wesentlich weniger Schiffsverkehr als wir erwartet hatten..Meist hatten wir einen 0,5 bis 1 Knoten Strom mit uns. Es gab Kabbelwasser fast überall in der Sulusee. Die Balabac Strait verbindet die Sulusee mit dem Süd Chinesichen Meer. Unser Passage bei Nacht war völlig problemlos. Der Schiffsverkehr hielt sich auch hier in Grenzen, einige Fischerboote und 4 mal Großschifffahrt war alles.

Am frühen Morgen steuerten wir bereits auf Kudat zu. Hier war noch ein Kreuzschlag notwendig, da der Wind aus der Bucht kam. Gegen 10.00 Morgens erreichten wir unseren Ankerplatz. Ankerpos. 06°52,62 N – 116°50,64 E, Ankertiefe 8,5 m, Mud. Die Einklarierung war einfach und kostenlos. Kudat ist ein kleiner Ort. Alles ist zu Fuss erreichbar. Wir werden sobald wie möglich Atlantis in der Penuwasa Shiffswerft and Land stellen. Wir brauchen für Atlantis ein neüs Getriebe. ZF hat in Johor Baru, Malaysia eine Niederlassung. Dort haben wir das neü Getriebe bestellt und wenn, alles klappt, ist es 10 Tagen in Kudat.t Auch das Unterwasserschiff benötigt nach 3 Jahren im Wasser dringend einen neuen Anstrich.Da wir bisher nur immer neü Lagen Antifouling gestrichen haben, ohne altes Antifouling zu entfernen, ist dieses Mal das Abschleifen des alten Antifoulings angesagt. . über unsere Erfahrungen auf der Schiffwerft werden wir gesondert berichten.



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Letzte Änderung / Last change: Sonntag, 11. April 2010