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Aufenthalt in Polynesien

von Johan und Edith, SY. Mignon
E-Mail: johanmeijer44@web.de
Home: www.sy-mignon.com

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Edith + Johann, Bora Bora im Hintergrund
Seit Aug.2005 sind wir in Franzoesisch Polynesien und moechten euch eine moeglichst objektive Meinung, ueber diese schoene Ecke der Welt vermitteln.

Geografie, Kultur und vieles mehr..
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Damit jeder weiss, wo Fr. Polynesien sich geografisch befindet, eine kurze Aufklaerung. Es liegt in der Mitte des Sued Pazifiks und besteht aus den 5 Inselgruppen Marquesas, Tuamotus, Gambiers, Australs und last but not least die Societie Isl. ( ca.145gr.W und 17gr. S) Diese letzten wiederum bestehen aus: Tahiti mit Hauptstadt Papeete, Moorea, Huaine, Raiatea, Tahaa, Bora Bora und Maupiti. Alle sehr schoen, ohne Ausnahme. Das zentrale Geschehen fuer das gesammte Fr. Pol. findet in Papeete statt, sowohl Politisch als Culturel als auch Wirtschaftlich. Sicherlich auch mit Strohmaenner. Die Behoerden, das Schulwesen und Gesundheidswesen werden von Frankreich bestimmt, die sich das auch einiges kosten lassen. Das Geschaeftliche machen vohrnehmlich die Chinesen . Die Polynesier machen die Arbeiten bis auf einige Ausnahmen.

Voraussichtlich werden wir bis Mai 2006 hier bleiben. Weil die meisten Segler Polynesien waehrend der trockenen Jahreszeit durchqueren (Mai bis Aug.), damit sie rechtzeitig inTonga oder Fiji ankommen fuer die Ueberfahrt nach NZ oder AUS., ist es fuer sie dann auch eine Traumreise. Von Nov. bis April sieht die Welt etwas anders aus. Das sind die Sommermonate bzw. Regenmonate. Dann ist es sehr warm, viel Regen und somit sehr schwuel. Dazu wenig Wind und viele Mosquitos. Es ist also nicht immer ein Paradies, wenigstens nicht fuer uns Europaeer. Man kann sich allerdings daran gewoehnen, wenn man die entsprechenden Vorkehrungen trifft. Bei Landstrom am Schiff eine kleine Airco installieren oder ein paar Luefter im Schiff laufen lassen. Dazu Mosquitonetze anbringen. Arbeiten,wenn ueberhaupt, morgens erledigen und sich natuerlich immer gegen die Sonne schuetzen.

Fuer Segler.
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Ankerbucht Moorea
Als Segler ist die erste Polizeiliche Meldung auf der Insel zu taetigen, wo man ankommt. Meistens sind das die Marquesas Ils.(Hiva Oa oder Nuka Hiva). Danach ist man verpflichtet sich in einen angemessene Zeit 800Nm weiter, in Papeete auf Tahiti , bei der Immigration, Customs und Hafenbehoerde zu melden. Die Meldeformulare der 1. Polizeilichen Meldung werden dorthin geschickt. Man bekommt eine Aufenthaltserlaubnis fuer 3 Monate. Das reicht den meisten Seglern. Moechte man laenger bleiben, so kann eine Verlaengerung beantragt werden, was meistens auch genehmigt wird, wenn man seine finanzielle Unabhaengigkeit (Checkkarte) und Krankenversicherung nachweisen kann. Das Schiff darf 2 Jahre in Fr.Pol. bleiben und in dieser Zeit darf man das Schiff ein Jahr bewohnen. (Zeiten werden kulminiert) Fuer diese Zeit ist das Schiff "In Transit". Moechte man offiziel Arbeiten ,dann ist natuerlich eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung erforderlich, und es muess eine Tax von 20% des Schiffswertes bezahlt wereden. Auch Franzosen muessen das. Die Ausreise muss offiziel in Papeete gemacht werden.(wann, wohin usw.) Bei der Ausreise gen Westen kann die letzte polizeiliche Abmeldung in Bora Bora gemacht werden. In Papeete bekommt man beim Customs bei der Abreise (auf Anfrage) eine" Demande d'approvisionnement" zum billigtanken. Nur fuer Diesel und das zum halben Preis. Es lohnt sich!!(ca. $ 0,60 /Ltr)

Um Huricanezeiten zu ueberbruecken, gibt es einen Huricanehole bei Taravao auf Tahiti (hier ist auch eine kleine Werft) oder auf einem Cradle bei der Chantier Naval des Iles auf Raiatea. Hier ist auch eine Werft, wo fast alle Arbeiten am Schiff durchgefuehrt werden. (Die Mignon stand hier 5 Monate an Land) Man darf selber am Schiff arbeiten und auf dem Schiff wohnen.

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Polynesien ist in der Quadratflaeche groesser als Europa, allerdings ist das meiste nur Wasser, besaeht mit den Riffinseln und Atollen, die als die schoensten der Welt gelten. Auch die Neureichen aus Russland und Polen findet man hier. EU 1000,00 pro Tag fuer eine Holzhuette auf Poehlen im blauem Wasser ist doch was, oder!!! (siehe letztes Bild in Diesem Bericht) Schwuele und Mosquitos umsonst dazu. Es ist nicht immer so schoen wie es die Touristenbueroes uns glauben lassen wollen.

Sandstraende gibt es kaum und wenn , so sind sie aufgeschuettet. Die Straende auf den Bildern unter Palmen bestehen meistens aus feinen Korallenresten. Die sind sehr hart und scharf. Laufen darauf kann man nur mit Badelatschen, geschwiegen daurauf liegen. Die Riffs sind leergefischt und die Fische, die noch herumschwimmen sind aengstlich ,weil Viele harpunieren.

gruppe.jpg 350x235 Die Polynesier selber tragen auch nicht zur Sauberkeit bei. Obwohl alles sehr teuer ist und man demzufolge einen hohen Lebensstandart und Geistesvermoegen erwarten wuerde, werden Brotreste ( es wird den ganzen Tag Baguette und irgendwelche Buerger gegessen) und Getraenkeflasschen gedankenloss weggeschmissen. Die Ratten sind dann auch ueberal anwesend. Dort wo die Touristen beherbergt werden oder kommen ,ist es schon sauber. Die Hotels oder Pensionen werden von Auslaendern gefuehrt. Nahmhafte Hotels wie Club Med, Intercontinantal, Novotel, Sheraton und diverse Palm Beach- , Pearl- und Bora Bora Resorts sind hier zuhause.

Trotz allem,was vorher gesagt wurde, ist es sicherlich eine Reise oder Segelurlaub wert. Atollinseln mit wohlklingenden Namen wie Tahiti, Moorea mit seiner weltbekannten Cooks Bay, und Bora Bora sind einmalig und unvergesslich, sicherlich in den besten Jahreszeiten. Das alles bei einem SO-Passat (3bis6) , gruen- bis hellblaues Wasser, Korallenriffs usw. ist ein Seglertraum.

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Unsere Erfahrungen und Erlebnisse
Wie bereits gesagt, Papeete ist das Herz von Polynesien. Hier ist tatsaechlich alles zu kaufen, wenn auch teuer. Gemuese im schnit $4,00 das kilo, Wein $10,00 per Flasche und $4,50 im Tetrapak, Bier $2,20 fuer 33cl, Kaese $20,00 das Kilo(im Schnitt) . Die Preise im Restaurant sind fuer uns Segler nicht mehr drin. Ca.$80,00-100,00 pro Couvert ohne den teueren Wein fuer $ 50,00-100,00 pro Flasche.Wurstwaren sind teuer, nur das Rindfleisch aus NZ ist bezahlbar. ($14,00 das kilo) Billige und schmackhafte Tellergerichte sind bei den Roulottes (Fahrende Imbissbude,aber mit eigenem Tisch und Stuhle) zu haben. Abends wird der Marktplatz gefuellt mit ca. 20 dieser Roulottes. Ein Tellergericht kostet im Schnitt $10,00 . Wein(abgefuehlt in eine Wasserflasche) bringt man selber mit und schon hat man einen gemuetlichen Abend. Uebers Wochenende ist noch Musik dabei. Dann laesst es sich wieder gut leben.

Die groesseren Suppermaerkte wie Champignon und Carrefour sind vertreten aber mit o.a.Preisen. So dreckig es zB ausserhalb Papeetes ist, so sauber ist Papeete selber. Hier werden jeden Tag die Strassen und Gehwege gefegt. Die Stadt hat aber auch bereits seine Obdachlosen (meistens Leute von anderen Inseln, die in Papeete ihr Glueck versuchen) und Drogenabhaengigen. Dadurch auch die Gefahr von Ueberfaelle und Diebstahl. Es sind drei uns bekannte Schiffe in kurze Zeit ausgeraubt worden. Auch hier gilt, dass man das Schiff Abends nicht alleine laest, es sei denn der Kollege passt auf. Es gibt ein Paul Gaugin- und ein Tahiti Museum, und einen botanischen Garten. Bis auf die Heiwa-Tanzfestivals wird kulturel nicht viel geboten. Dieses Tanzen muss man aber gesehen haben. Das sind Wettbewerbe unter den Einzelnen Tanz-Gruppen und Musikgruppen der Inseln.

pirogge.jpg 300x225 Eine Inselrundfahrt ist zwar sehr schoen, aber bringt kaum Abwechselung der Landschaft, weil es nur eine Strasse rundum die Insel gibt, wobei an der eine Seite die blaue Lagune und an der anderen Seite die gruene bergische Landschaft zu sehen ist.

Auch wenn das Schoene nicht aufhoert, hat es dann auch seine Grenzen.

Der internationale Flughafen Faaa hat Verbindungen nach Paris(ueber LA), NZ, Sydney, Japan und China. Mit Trucks(LKW Fahrkabine mit einem primitiv zusammengeflickten Passagiersraum auf Ladeflaeche) faert man relativ billig bis ca. 40 km aus Papeete. ($ 3,00) Ab dann gibt es keine organisierte Verbindungen mehr. Per Anhalter geht es meistens weiter oder zurueck nach Papeete.

Was fuer unsere Schiffe nicht da ist, wird in NZ oder Austr. bestellt und ist meistens innerhalb 2 Wochen in Stock. Im Prinzip ist alles zu kriegen. Ein bischen Geduld muss man halt mitbringen. Das war es erstmal wieder.

Fuer schoene Bilder von Franz. Pol. siehe auf unsere Web-site: www.sy-mignon.com
Wir wuenschen, viel Gesundheit zum guten Schaffen.



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Letzte Änderung / Last change: Montag, 24. April 2006