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Talofa aus Samoa

von Michaela & Volker Kißling, SY LA GITANA
E-Mail: Michaela@seezigeuner.de
Home: www.seezigeuner.de

Nach 4 Monaten Aufenthalt auf dem abgelegenen Atoll Kanton in der Phoenix-Gruppe, Kiribati, segelten wir Ende Mai 2008 zu dem 650sm entfernten Samoa - zurück in die Zivilisation, zurück auf eine üppig bewachsene und grüne Südsee-Insel.

Samoa liegt auf 14° Süd und 172° West und damit genau südlich von Kanton. Unser Ziel war Apia, die Hauptstadt von Samoa und Einklarierungshafen. Als wir dort ankommen, lagen wir zusammen mit zwei anderen Yachten in der ansonsten leeren Marina und erfahren als erstes, dass die Marina in Seglerkreisen einen ganz schlechten Ruf hat, seit sie vor einem Jahr eröffnet wurden. Die Marina soll sehr teuer sein, viel Schwell haben, gefährlich für die Segelyachten sein, Untiefen haben u.v.m.

Warum Apia und die Marina einen solch schlechten Ruf genießt, konnten wir während unseres langen Aufenthaltes nicht nachvollziehen, aber wie so oft ist es auch hier so, dass viele Orte, die in Seglerkreisen einen schlechten Ruf genießen, gar nicht so schlecht sind. Unsere Devise lautet deshalb: selbst hinfahren und sich sein eigenes Bild machen. In diesem Fall waren wir nun schon angekommen und wir sollten reichlich Gelegenheit bekommen, die Marina und Samoa kennenzulernen...

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"La Gitana" einsam in der Marina
Im August 2007 wurde die Marina in Apia eröffnet und Segler waren aufgefordert, die Marina zu nutzen. Wer ankerte, musste ebenfalls die Marinagebühren bezahlen, was einigen Seglern überhaupt nicht gefiel. Mittlerweile ist Ankern nicht mehr erlaubt und jede ankommende Segelyacht muss einen Liegeplatz in der Marina nehmen. Doch die Marinapflicht störte die Segler in diesem Jahr nicht mehr. Im Gegenteil. Alle waren froh, dass sie nach langer Zeit endlich wieder ein günstige Marina mit Wasser- und Stromanschluß nutzen konnten, die dazu noch in der Nähe des Stadtzentrums gelegen ist.

Ein- und Ausklarieren in Samoa ist völlig problemlos und ziemlich einfach. Eine Aufenthalts-genehmigung von 60 Tagen wird jedem Samoa-Besucher erteilt und kann bei Bedarf verlängert werden. Seit letztem Jahr fallen aufgrund der Marinapflicht keine Gebühren mehr für Immigration, Customs oder Hafenmeister an. Beim Ausklarieren erhebt der Zoll eine Bearbeitungsgebühr von 33 Tala. Die Beamten sind freundlich und hilfsbereit, wie alle Samoaner, die uns begegnet sind. Aber Achtung – die Marina wird, wie der Flughafen, von der K9-Unit mit „Sniffer dogs“ nach Drogen untersucht. Einige Schiffe hatten im Juni das Vergnügen, einen solchen Drogenhund an Bord zu haben. Ein Skipper hatte danach sogar das „Vergnügen“ einer Nacht im Gefängnis, da man bei ihm an Bord 3 Joints gefunden hat. Hier sind die Behörden sehr strikt und kennen kein Pardon!

Da es von Samoa aus eine gute Flugverbindung nach Europa und Deutschland gab, entschlossen wir uns kurzfristig, LA GITANA für 2 Monate alleine in der Marina zu lassen und nach Hause zu fliegen. Zu unserer Freude, war auch dies überhaupt kein Problem. Immigration und Zoll hatten nichts dagegen, dass wir Samoa mit dem Flugzeug verlassen und unser Schiff unbewohnt in der Marina blieb.

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Jeden Morgen um 08:45 Uhr marschiert die Polizeikapelle zum Regierungsgebäude und hisst die samoanische Flagge
Von Immigration erhielten wir einen Brief, der uns die Wiedereinreise nach Samoa garantierte. Für die Marina waren wir erst das zweite Schiff, das unbewohnt für längere Zeit in der Marina liegen sollte. Daher war man sehr bemüht, dass alles zu unserer Zufriedenheit ablief. Fazit: Wer sein Schiff in Apia für einen Heimflug nach Deutschland liegen lassen möchte, kann dies ohne Probleme tun. Die Marina ist 24 h am Tag, 7 Tage die Woche bewacht, es kommen keine Fremden auf die Stege und wetterbedingt ist außerhalb der Zyklonsaison ebenfalls nichts zu befürchten.

Besonders erwähnenswert ist für uns die tolle Unterstützung, die wir hier durch Urs, den hiesigen TO-Stützpunktleiter erfahren haben. Urs & Francoise sind äußerst nett, unkompliziert und sehr hilfsbereit. Es war schön, sie kennengelernt zu haben! An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank für alles! Übrigens betreiben die beiden mit ihrem Katamaran „Shilo II“ einen Day-Charter-Betrieb namens „Samoa Adventures“, bei dem sie u.a. einen Sailingtrip zu der wunderschönen Insel „Manono“ anbieten. Sollte also jemand Lust haben, die Insel anzuschauen – sie ist übrigens mit dem eigenen Schiff nicht zu erreichen, da die Lagune viel zu flach ist – der kann dies, wie wir, ganz entspannt mit Samoa Adventures tun!

Als wir Mitte August wieder zurück in Samoa und auf LA GITANA waren, hatten wir noch einmal drei Wochen Zeit für Arbeiten am Schiff, Ausrüstung, Proviant usw. eingeplant . Dabei haben wir Apia (und alle Geschäfte) gründlich kennengelernt, das Teuila-Festival genossen und die Insel Upolu erkundet. Aufgrund einiger technischer Probleme an Bord mussten wir leider Tonga für dieses Jahr streichen und bekamen weitere 4 Wochen auf Samoa „geschenkt“.

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Im Juni erlebten wir die Feierlichkeiten zum Independence Day
Mittlerweile hatten wir auch zahlreiche Kontakte zu Samoanern und hier lebenden Palagis (Weisse bzw. Nicht-Samoaner) geknüpft, die es uns ermöglichten, Samoa und den Fa’a Samoa besser kennenzulernen. Wir verbrachten ein wunderschönes Wochenende bei einer Familie an der Südküste, die noch sehr traditionell lebt und wo der Fa’a Samoa sehr lebendig ist. Die restliche Insel Upolu haben wir per Mietwagen erkundet, denn die Busse fahren nicht komplett um die Insel, sondern nur zu bestimmten Dörfern und das nicht sehr zuverlässig.

Außerdem ist es nicht schwer in Apia einen Mietwagen zu bekommen. Es gibt ca. 28 Autoverleiher auf der Insel! Wer die Wahl hat, hat die Qual. Wir entschieden uns für den angeblich günstigsten Autoverleih namens „Juliana“, gegenüber der Wäscherei, also in Marinanähe. Gezeigt bekamen wir einen ganz neuen Suzuki Jeep, den wir auch reservierten. Abholen konnten wir dann allerdings nur ein Modell, das schon 170.000 Km auf dem Buckel hatte und kurz vor dem Auseinanderfallen war. Damit waren wir schon die zweiten Segler, die auf diesen günstigen Autoverleih reingefallen sind. Also „Juliana“ am besten vermeiden!

Auf der Inselrundfahrt haben wir natürlich die üblichen, im Reiseführer genannten Sehenswürdigkeiten abgeklappert, die zum Teil Eintritt (3 bis 6 Tala) kosteten. Alles Land gehört irgendeiner samoanischen Familie – auch die Wasserfälle, Strände usw. Wen wundert es also, dass auch sie Eintritt verlangen, wie überall auf der Welt. Apia ist eine im Vergleich zum Rest des Landes moderne, westlich orientierte Stadt, in der man nur wenig von dem Fa’a Samoa spürt. Dennoch ist Apia eine angenehme Südsee-„Metropole“.

Auf der Suche nach dem traditionellen Samoa haben wir kleine, wunderschöne Dörfer mit traditionellen Fales (samoanisches Haus) entdeckt, tolle Landschaften mit üppigem Regenwald gesehen und konnten sogar als erste Palagis einen verträumten Wasserfall an der Südküste Upolus besuchen. Vor allem haben wir viele Kirchen gesehen, denn die Samoaner sind ein sehr gläubiges Volk, bei dem Kirche und Religion eine große Rolle im Leben spielt. Der Höhepunkt unseres Aufenthaltes war jedoch, das Wochenende in einer samoanischen Familie verbringen zu dürfen, die noch sehr traditionell lebt und wo der Fa’a Samoa sehr lebendig ist. Wir wurden wie von weit her angereiste Familienmitglieder empfangen und teilten für einige Tage den Alltag unserer „Gastfamilie“ inklusive Schlachtung eines Schweines und Zubereitung desselben im Umu, dem traditionellen samoanischen Erdofen, der auch heute noch jeden Sonntag von praktisch jeder Familie zubereitet wird.

Obwohl wir viel Zeit auf Samoa hatten, verging sie wie im Flug. Unser Schiff liegt nun schon seit vier Monaten in der Marina und es wird Zeit weiterzusegeln. Unser Plan ist es, eine weitere Zyklonsaison weder in Neuseeland noch Australien zu verbringen, sondern zurück an den Äquator zu segeln, auf einsame und abgelegene Inseln und Atolle. Wir wollen mehr von Kiribati sehen und die Gilbert-Inseln im Norden besuchen. Von dort geht es weiter in die Marshall-Inseln, wo die „Outer-Islands“ mindestens so einsam und abgelegen sein sollen wie das Atoll Kanton, auf dem wir vier Monate verbracht hatten.

Aber vor allem möchten wir noch einmal zurück nach Kanton, um unseren Freunden dort viele Dinge zu bringen, die ihnen das tägliche Leben erleichtern und die wir für sie in Apia eingekauft haben. Die Mittel hierfür kommen aus den Spenden, die wir im Rahmen unseres kürzlich gegründeten Hilfsprojektes SAIL2HELP bekommen haben und für die wir sehr dankbar sind. Wir freuen uns jetzt schon auf die strahlenden Gesichter in Kanton und auf den anderen Inseln! Wer mehr über das Hilfsprojekt SAIL2HELP erfahren oder gar mit einem kleinen Beitrag unterstützen möchte, kann sich auf www.seezigeuner.de näher informieren.

Für alle Schiffe, die planen nach Samoa zu segeln, wollen wir nachfolgend ein bisschen von unserem praktischen Wissen über Apia weitergeben.

Hier die wichtigsten Informationen:

Ein- und Ausklarieren
Ein- und Ausklarieren in Samoa ist absolut problemlos und einfach. Mit der Yacht ankommend, meldet man sich ca. 1 Stunde vor der Ankunft über Kanal 16 bei „Apia Port Control“ und gibt die ETA an. Man wird aufgefordert, sich ein zweites Mal zu melden, wenn man ca. 1 sm vor dem Hafen ist, dann bekommt man die Infos für das weitere Vorgehen. In diesem Jahr schickte man uns ein Motorboot, das uns in die Marina geleitete und uns beim Anlegen half.

Im Anschluss kommen die Behörden zum Einklarieren an Bord: Beamte des „Ministry of Health“, Quarantäne, Immigration und Customs kommen mehr oder weniger gleichzeitig und es sind ein paar Formulare auszufüllen. Gebühren fallen keine an, da man die Marina nutzen muss. Lediglich bei der Ausklarierung sind 33 Tala an den Zoll zu bezahlen. Die Beamten sind alle freundlich und geben auch gerne den einen oder anderen Tipp für den Samoa-Aufenthalt. Auch Claire von der Samoa Port Authority, die für die Marina zuständig ist, kommt an Bord und beantwortet gerne alle Fragen.

Zum Ausklarieren muss man selbst zu den Behörden und zwar in folgender Reihenfolge: Zuerst Immigration (in der Stadt, neben dem Kino), danach geht man mit den Papieren zu Claire und bezahlt den Marinaliegeplatz. Zuletzt geht es von dort zu Customs und dort erhält man sein Zarpe sowie ggfs. seine zollfreien Einkäufe von Le Well.

Marina
Die Marina bietet Platz für 50 Schiffe bis zu 30m Länge. Es gibt Wasser, Strom und Duschen sowie Toiletten. Die Marina ist 24h /7 Tage die Woche bewacht und ca. 5-10 Minuten zu Fuß von der Innenstadt entfernt. Kontaktaufnahme mit der Marina ist vorab per email möglich: spa@spasamoa.ws

Der Preis für ein 10,50m Schiff war in diesem Jahr 31 Tala (ca. 8,75 €) pro Tag, für ein 12m Schiff 37 Tala (ca. 10 €) und für ein 14m Schiff 43 Tala (ca. 12 €) pro Tag.

Preise für längere Aufenthalte in der Marina sind mit Shirleen Fuimaono, Marketing Officer der Port Authority, verhandelbar. Hier ihre Kontaktdaten: shirleen_f@spasamoa.ws

Wer um Upolu segeln möchte oder zur Nachbarinsel Savai’i, der benötigt eine Genehmigung. Diese bekommt man im 5. Stock des Regierungsgebäudes (größtes Gebäude in Apia) im Büro des Premierministers. Man sollte alle Ankerplätze angeben, die man eventuell ansteuern möchte. Die Genehmigung soll problemlos zu erhalten sein. Viele Segler lassen sich eine Outbound-Clearance über Savai’i ausstellen, so dass man auf der größeren Nachbarinsel auf dem Weg nach Wallis oder Tonga nochmals bis zu 4 Wochen bleiben darf.

Touristen-Info:
Apia, vor dem Regierungsgebäude. Jasons Samoa Visitor Guide & Inselkarten gibt es kostenlos bei den Autovermietern, der Touristen-Information und in jedem Hotel. Geschenkartikel und Kunsthandwerk findet man auf dem Flea Market sowie dem Marketi Fou (teilweise teurer), aber auch in den vielen Boutiquen in der Stadt.

Wäscherei:
Eine Wäscherei befindet sich in der Nähe der Marina. Erste Strasse links nach der Marina stadteinwärts. Eine Maschinenladung Waschen & Trocknen kostete 17 Tala, ohne Waschpulver & Chlorox.

Internet:
2U Services Ltd. – direkt neben der Wäscherei. Gebäude mit lila Eingangstür. 1h Internet im klimatisierten Raum kostete 10 Tala (auch mit dem eigenen Laptop). Die Besitzer sind sehr nett und vor allem sehr, sehr hilfsbereit!

Ansonsten gibt es diverse Internetcafés in der Stadt. Z.B. CSL (gegenüber Air New Zealand). Hier kostet 1h Internet mit eigenem Laptop 20 Tala bzw. am CSL-PC für 10 Tala.

Hotspot für Wifi an Bord: - Lavaspot.com, zu kaufen bei CSL in der Stadt oder im Seafood Gourmet Restaurant gegenüber der Marina. Preise: 1h für 10 Tala, 5h für 35 Tala, 20 h für 133 Tala. Die Übertragungsgeschwindigkeiten sind recht ordentlich.

Autoverleih: Hier die am häufigsten von Seglern genutzten Autovermietungen: Discovery Rentals- Tel: 292 30, www.dicovery-rentals.com. Hat die schönsten Autos und unschlagbaren Service! Fun Way Rentals – direkt gegenüber der Marina. Kleinwagen kosten bei beiden Vermietungen ca. 140 bis 150 Tala pro Tag. Ein Geländewagen ca. 170 bis 190 Tala.

Schiffszubehör:
Einen Laden für Schiffszubehör direkt gibt es nicht, aber man findet doch einiges in folgenden Läden:
Bluebird, Lumber & Hardware – gut sortierter Baumarkt mit Werkzeugen, Epoxy, Sperrholz, Elektrik usw.
ACE Hardwarestore – Epoxy, Produkte von International u.v.m.
Samoa Builders Supplies Ltd. – Glasfasermatten, Werkzeug u.v.m.

Elektronik:
Samoa Electric Supplies, gleich neben dem Lotemau-Center
Cash Converters, ein paar Schritte weiter in der Vaea Street

Angelausrüstung usw.:
Seb & Rene Sports Ltd. - gegenüber dem nationalen Krankenhaus.

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Proviant: Die letzten 2 Wochen verbrachten wir mit einem Einkaufsmarathon, da wir, wie im letzten Jahr, für 8 Monate Lebensmittel bunkern mußten. Verproviantieren kann man in Apia gut, zwar immer noch zu pazifischen Preisen, aber nicht ganz so teuer wie in Französisch Polynesien. Dafür ist die Auswahl an Produkten nicht ganz so groß wie in Tahiti. Trotzdem findet man sehr viel, wenn man bereit ist, danach zu suchen und in mehreren Supermärkten einzukaufen. Im Sortiment der Supermärkte sind hauptsächlich Importe aus Neuseeland und Australien. Der Fischmarkt ist täglich geöffnet und hat bis 11 Uhr morgens den meisten Fisch verkauft. Auf dem Marketi Fou, dem Obst- u. Gemüsemarkt gibt es eine gute Auswahl an lokal angebautem Obst & Gemüse zu bezahlbaren Preisen. Der Markt hat ebenfalls täglich geöffnet - ist farbenfroh und quicklebendig!

Supermärkte:

Farmer Joe – gegenüber dem Obst- und Gemüsemarkt (Marketi Fou), Ecke Fugalei Street. Dieser Supermarkt hat mit die beste Auswahl an importierten Produkten aus Neuseeland und Australien sowie eine hervorragende Fleischabteilung mit frischem, lokalem (sehr günstigem) Fleisch. Mittlere Preislage. Hat auch Sonntags geöffnet.

Ming & Hanah – unweit von Farmer Joe in der Moamoa Road.
Dieser Supermarkt ist gut sortiert, auch mit US-Produkten und „Bio“-Produkten wie z.B. Haferflocken, Körner, Weizen- und sogar Roggenmehl. Große Auswahl an Gewürzen, Currypasten, Relish, Chutneys, Oliven, Öle usw. sowie Fertigsaucen für Nudelgerichte. Spezialitäten sollte man hier zuerst suchen. Etwas teurer, aber gut sortiert.

Chan Mow – direkt am Clocktower in der Beach Road.
Großer Supermarkt mit recht guter Auswahl an Dosen und einigen Fertiggerichte.. Angebot in mittlerer Preislage.

Molesi – Richtung Toyota Händler in der Beach Road.
Großer Supermarkt mit guter Auswahl an Dosen zu günstigen Preisen, Gewürzen und chinesischen Produkten. Außerdem im Angebot: Stoffe, Schuhe, Haushaltsartikel, u.v.m. Soll der günstigste Supermarkt mit großer Auswahl sein. Auf der Rückseite des Gebäudes gibt es die Möglichkeit zu Großhandelspreisen einzukaufen, was sich durchaus lohnt, wenn man eine Palette Cola kaufen möchte.

Lucky Foodtown
Soll qualitativ das beste Fleisch haben. Ansonsten ist sein Angebot relativ klein und er ist etwas teurer. Gut für Spezialitäten. Hat einiges, das die anderen nicht haben. Nachschauen lohnt sich immer.

K.K. Mart
Gegenüber der Wäscherei und damit der nächste Supermarkt von der Marina aus. Übliche Auswahl an Dosen, Getränken (inkl. Bier), Brot, Kartoffeln, Zwiebeln usw. Aufgrund der Nähe zur Marina sehr praktisch für den Kleineinkauf auf die Schnelle. Hat 24 Stunden offen!

AQM
die „Apotheke“ unter den Supermärkten. Bezieht alle Produkte per Flugzeug aus NZ und ist entsprechend teuer!

Le Well – In der Fugalei Street
Duty Free Wein, Bier und sonstigen Alkohol – lohnt sich, da ca. 50% des Verkaufspreises! Duty Free einkaufen kann man dort, wenn man ein vom Zoll bestätigtes Schreiben mit der Einkaufsliste vorlegt. Folgende problemlose Vorgehensweise war im Sommer 2008 gültig: Man fertigt ein Schreiben „Request for Duty Free Spirits“ (auch handschriftlich) an, in dem man höflich beim CEO des Zolls um die Erlaubnis bittet, bei Le Well Duty free Spirits wie folgt einkaufen zu dürfen. Dann listet man seine Bestellung mit Mengen auf und nennt das Abfahrtsdatum. Zum Schluss noch Datum des Briefes und Unterschrift des Skippers. Das war’s. Dieses Schreiben lässt man sich beim Zoll (neben der Marina) abstempeln und geht dann zu Le Well einkaufen. Le Well liefert die Ware einen Tag vor der Abfahrt zum Zoll und man muss sie dort abholen.

Unterhaltung:
Für Unterhaltung ist in Apia gesorgt. Es gibt eine Kneipen- und Discomeile auf der Beach Road, deren musikalische Untermalung man ab und zu am Wochenende auch in der Marina hören kann. Allerdings ist um Mitternacht Sperrstunde und damit alles wieder ruhig!

Wer die neuesten Kinofilme aus den USA sehen möchte, kann dies im hiesigen Kinotheater (Convent Street) in der Innenstadt tun. Für nur 6 Tala (ca. 1,70 €) kann man in klimatisierten Räumen (ohne Frostbeulen) der Hitze des Nachmittags entgehen.

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Besonders zu empfehlen ist der Besuch einer der vielen Fiafia-Abende in den Hotels der Insel. Fiafias sind ursprünglich Musik- und Tanzvorführungen in den Dörfern, bei denen die Darsteller in den verschiedensten Kostümen auftraten und für ihre Darbietung Geld- und andere Geschenke entgegennahmen. Heute sind Fiafia-Abende große samoanische Tanzshows in den Hotels, begleitet von einem Buffet mit samoanischen Spezialitäten.

Eine der schönsten Fiafia-Abende gibt es im Aggie Grey’s Hotel am Mittwochabend, die immer gut besucht ist. Für 65 Tala (19 €) pro Person gibt es die Show und anschließend ein traditionelles Buffet. Wer nur die Tänze sehen möchte, kann dies für 20 Tala (6 €) Eintritt tun. Beginn der Fiafia ist gegen 18:45 Uhr. Der besondere Charme der Fiafia-Shows liegt darin, dass die Tänzer keine Profis, sondern normale Angestellte der Hotels sind. Das tut der Professionalität der Show keinen Abbruch, zeigt aber, wie stark die Fiafias in der Kultur Samoas verwurzelt sind.

Wer es einrichten kann, am 1. Juni oder in der ersten Septemberwoche in Apia zu sein, wird mit den Feierlichkeiten zum Independence Day und dem Teuila-Festival belohnt. Zahlreiche Aufführungen, Tänze, Gesänge, traditionelle Spiele, der bedeutsame Miss Samoa Wettbewerb sowie die lautstark umjubelten Fautasi-Regatten (Ruderboote mit 50 Mann Besatzung) bieten tolle Möglichkeiten, die samoanische Kultur und den Fa’a Samoa auf authentische Weise kennenzulernen.

Essengehen und Taxifahren ist in Apia im Vergleich zu Europa wirklich günstig. Für eine Taxifahrt bis ins Stadtzentrum zahlten wir 3 Tala (0,85 €), bis zu Farmer Joe z.B. 4 Tala (1,20 €) und zum Apia Yacht Club 5 Tala (1,40 €). Ein (inn der Regel üppiges) Hauptgericht kostete durchschnittlich zwischen 16 und 45 Tala (5 € - 13 €), ein Bier dazu zwischen 4 und 6 Tala (1,20 € - 1,70 €) je nach Restaurant.

Hier die beliebtesten Restaurants:
Seafood Gourmet Restaurant
Burgers, Sandwiches, Fisch & Seafood – Gegenüber der Marina. War im Juni günstig und gut und ließ im September immer mehr nach. Die Portionen wurden teurer, aber dafür kleiner und schlechter.

Paddles
Italienischer Besitzer namens Giovanni, der auch Deutsch spricht! Italienische & Internationale Karte. Sehr guter Service, gutes Essen. Mittlere Preislage. Beach Road, unweit der Marina.

Swashbucklers im Apia Yacht Club
Toller Blick auf die Lagune! Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Gutes Essen. Eines der wenigen Restaurants, die Sonntags geöffnet haben!

Sails – Nachbar des Apia Yacht Club.
Schönes Ambiente mit dem gleichen, tollen Blick auf die Lagune wie der Nachbar. Gutes Essen im mittleren Preissegment. Hat ebenfalls Sonntags offen!

China Town Restaurant
Beste chinesische Küche der Stadt und sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis! Leider kein romantisches Ambiente. Vor dem Polizeigebäude links ab und kurz danach auf der rechten Strassenseite.

Sidney Side Café
Bester Cappuccino und Café Latte in der Stadt! Gute Sandwiches für Lunch. In der Convent Street.

Rainbow Forest
schönes Ambiente, etwas teurer, gutes Essen. Bier muss man nebenan kaufen. Wein kann man mitbringen. Besitzerpaar aus Schweiz/Deutschland. Auf der Beach Road.

Italiano’s Pizzeria
Relativ günstige Pizzen, amerikanische Machart. Lokales Ambiente. Auf der Beach Road, neben Rainbow Forest.

Giordanos Pizzaria
Pizza schmeckte tatsächlich nach italienischer Pizza, dafür etwas teurer als in der Stadt. Schönes Ambiente!

Wir wünschen allen Seglern fair winds und viel Spaß in Samoa!
Michaela & Volker, SY LA GITANA



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Letzte Änderung / Last change: Donnerstag, 12. Februar 2009