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Buntes Treiben auf Galapagos
SY Kira von Celle – Beate und Detlev Schmandt
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Mittwoch, der 26.03.2008, Kira von Celle liegt auf der Ankerposition.00°57.942 S und 090° 57.735 W, Wassertiefe 4,70m, Ankergrund Sand, sicher und geschützt hinter Riffen vor der Isla Isabella. Es ist 17.00 Ortszeit, Essenszeit. Die Blaufußtölpel und die Fregattvögel stürzen sich aus 30 bis 40 Meter Höhe zielgenau und pfeilschnell in das türkisblaue Wasser und tauchen nach Fischen, oft mit Erfolg. Die „Einschläge“ sind nur wenige Meter neben dem Boot und sehr nahe an dem seit Stunden umherschweifenden Seelöwen, keine Angst, man kennt sich ja. Werden wir nicht gerade vom Seelöwen ausgespäht, nähert sich ein Schwarm der kleinen Galapagos Pinguine und taucht unter dem Kiel lang. Der Raum zwischen den beiden Schwimmerenden unseres Dingis, sonst vom Außenborder besetzt, ist Daueraufenthalt für einen braunen Pelikan. Galapagos privat für uns. Am Morgen dieses Tages konnten wir ein anders „Buntes Treiben“ erleben, in dem Büro des Hafenkapitäns. Das ganze Gebäude war „besetzt“ von der Marine (Naval), die die Dauerabwesenheit des Hafenkapitäns für ihre Interessen ausnutzt. Wir waren ohne Einklarierung am Vortag eingelaufen und Isabella ist kein Port of Entry. Dennoch war man bereit uns zu dulden, da wir vor der Weiterfahrt unseren Wassermacher reparieren mussten. 150 US$ hatte sich der diensthabende Offizier so vorgestellt. Da dieses aber nicht den üblichen Gebühren entsprach, lehnten wir ab mit dem Hinweis, dann lieber zurück nach Santa Crux zu segeln. Das gefiel ihm aber auch nicht und so einigten wir uns auf 100,00US$. Wir sollten, das war Vorraussetzung für den Deal, aber auf keinen Fall später in einen Port of Entry auf Galapagos fahren und womöglich jemanden die Quittung zeigen. Drei Tage durften wir bleiben, acht waren wir dort, keiner sprach uns mehr an. Mehr zu diesem Thema findest Du HIER Auch in unserem FORUM wird ausführlich berichtet. Was immer offizielles Recht in den Einklarierungsangelegenheiten auf Galapagos ist, niemanden scheint das zu interessieren, außer Segler. Da die Bedingungen und Gebühren sich häufig ändern, hier nur in Kürze worum es geht. Ecuador unterscheidet zwischen besuchenden und durchreisenden Yachten. Erstere benötigen eine Fahrterlaubnis (Autografo) und können damit alle für Yachten ausgewiesenen Ankerplätze und Häfen während der Dauer von 60 Tagen anlaufen. Das Autografo, erteilt vom Verteidigungsministerium, ist kostenlos und kann bei jeder Botschaft Ecuadors beantragt werden, heißt es. Vor Ort kann das nur ein Agent und der nimmt 200,00US Dollar. - Stand 03/2008. Nun zahlt man die Einklarierungsgebühren, die sich aus verschiedenen Einzelgebühren zusammensetzen einmalig und erlebt, wie man in jedem anderen Hafen die örtlichen Hafen- und weitere Gebühren immer wieder aufs Neue zu entrichten hat. Das Einklarieren geht wie üblich vor sich, man füllt die Formulare aus, dann zahlt man zwischen 100,00 und 180,00US$ für einen Agenten, der das eigentlich machen sollte. Die besuchenden Yachten dürfen mit weit über 1.000,--US$ rechnen, denn es kommen noch 100,00 US$ pro Erwachsenen und 50,00 US$ für Kinder bis 12 Jahren an Nationalparkgebühren verpflichtend hinzu. Auch hierzu eine kleine Episode: eine französische Yacht berichtet, dass sie die Nationalparkgebühr einem Agenten der Agentur Naugala in San Cristobal gezahlt haben, aber dafür keine Marke bzw. kein Kärtchen bekommen haben, sondern lediglich eine Rechnung. Diese Rechnung wurde von Mitarbeitern des Nationalparks in Isabella nicht anerkannt, sie wurden nicht hineingelassen. Einziger Ausweis ist die namentlich ausgefüllte Karte. Die meisten Yachten erhalten den Status der durchreisenden Yacht. Es kann nur ein Hafen angelaufen werden, alle Gebühren sind jetzt einmalig zu zahlen und summieren sich auf ca. 120,00 US$, zusätzlich Agentengebühren in Höhe von 100,00 bis 180,00US$. Die Aufenthaltsdauer beträgt maximal 20 Tage, je nach Gutdünken des Hafenkapitäns. Die Kammer für Touristik in San Christobal hat im März 2008 eine aufklärende Hochglanzbroschüre herausgegeben, in der alle Regeln und Gebühren vollständig gelistet sind. Danach ist die Einklarierung einer durchreisenden Yacht ohne Agententätigkeit und Agentengebühr seitens des Hafenkapitäns vorzunehmen. In San Christobal wurde allen Yachten die Einreise ohne Agentenhilfe untersagt. Kurz nach dem Einlaufen kommt hier ein Offizieller des Militärs an Bord und nimmt die Schiffsdaten auf. Weiter erklärt er, dass für alle weiteren Schritte (An- und Abmeldung beim Hafenkapitän und Stempeln der Pässe bei der Polizei - Immigration) ein Agent angeheuert werden muss, der für seinen Job 120,00 US-Dollar bekommt. Bei unserem Kurzaufenthalt in San Christobal haben wir mit den Skippern von 8 Yachten gesprochen, die jeder 180,00 US Dollar an Agentengebühren bezahlt haben. Nach massiver Beschwerde hat dieser Superagent 50,00 US Dollar an die einzelnen Yachten zurückgezahlt. In Santa Crux gab es für einige Wochen (01.04 bis 15.06.2008) einen Hafenkapitän, der sich an die Gesetze hielt, er wurde abgelöst, danach zahlte man auch dort den gesetzlich nicht vorgesehenen Agenten. Wir ankerten 24 Stunden auf der Reede von Puerto Baquerizo Moreno San Christobal, mit vorgeschriebener Q-Flagge, kein Offizieller hat sich blicken lassen. Im Ort besuchten wir den Markt und kauften frisches Obst, Gemüse, Eier und Ziegenkäse. Das Angebot ist erstaunlich gut und die Preise vernünftig. Für den georderten Diesel in Fässern, an Bord gebracht und getankt, zahlten wir 2.50 US$ pro Gallone, mit Kanistern, selber von der Tankstelle geholt kostet er 1,02 pro Gallone, die Taxifahrt 1,00 US$ und das Wassertaxi 0,50 US$. Die Aussage, dass der Tankstellendiesel nur an die Einheimischen verkauft werden darf und die Segler über den Agenten Diesel ordern müssen, stimmt nicht. Wir haben auf die Entrichtung einer Agentengebühr verzichtet, also nicht einklariert und hatten auf Isla Isabella einen der spannendsten Ankerplätze unserer Reise. Die Gesetze und die Hoheitsakte des gastgebenden Landes zu achten war uns immer wichtig und wird es bleiben. Das sollte das gastgebende Land personalisiert durch seine Beamten aber auch tun. Am Besten haben wir Galapagos durch folgende Begebenheit verstanden: Morgens auf Isabella kommt ein netter junger Mann mit seinem Boot an unser Schiff und bietet uns höflich ein Ticket für den Nationalpark an, 100,00US$ pro Person. Er klärt uns darüber auf, dass hier alles Nationalpark sei und wir nicht einmal am gegenüber liegenden Riff Schnorcheln dürften. Wir erklären, dass wir das auch nicht tun werden und nur vorhaben in die Stadt zu gehen. Am Nachmittag kommt derselbe junge Man mit demselben Boot und bietet uns eine Schnorcheltour zu Haien und Pinguinen an, gleich in der Nähe. Er nennt einen fairen Preis und fügt hinzu, dass hierfür keine Nationalpark Gebühr erhoben wird. Vormittags in Diensten des Touristikministeriums, nachmittags selbständiger Unternehmer, alles kein Problem und das sollte auch für uns Segler gelten. Willkommen auf Galapagos. Buntes Treiben auch auf dem Pacific Island Net 14135 kHz, alle eingecheckten Yachten teilten im Zeitraum vom 28.02. bis 30.06. 2008 ihre Informationen und Erfahrungen auf dem Netz mit. Günter HP1 XX, hat sie alle gelistet und sich mit dem Konsulat der Deutschen Botschaft in Quito, mit dem Konsulat der Botschaft von Ecuador in Berlin und mit dem ecuadorianischen Ministerium für Touristik in Verbindung gesetzt, um Klarheit für die Segler zu schaffen. Der Schriftverkehr läuft noch. Stand 09/2008. Lieber Günter ganz herzlichen Dank für Dein Engagement! Eine Tatsache ist geklärt: Alle einlaufenden Privatyachten, die nur einen Hafen anlaufen, benötigen zum Einklarieren keinen Agenten. Die Aufenthaltsdauer ist auf 20 Tage festgelegt. Ob sich die Amtspersonen – Immigration (Polizei), Custom, Health, Hafenmeister - und die „autorisierten“ Agenten sich daran halten, ist fraglich. In der Segelsaison 2008 hatten die bestehenden Gesetze in San Cristobal keine Gültigkeit, darin waren sich alle beteiligten Amtspersonen und der abgesetzte TO Stützpunktleiter J.G. Romero mit seiner Naugala – Agentur einig. Als Segler sind wir Gäste des Landes und haben keine Chance gegen dieses gesetzwidrige Verhalten vor Ort zu protestieren. Wir gehen davon aus, dass unser Trans Ocean e.V. mit seinen 1000senden von Mitgliedern, alle nur möglichen Verbindungen nutzen wird, die reisenden Yachten mit aktuellen Galapagosinformationen auszustatten. Der Seglergeneration 2009 empfehlen wir, sich frühzeitig um die entsprechenden Papiere (z.B. Autografo) bzw. Informationen (z.B. Namen und Emailadressen der autorisierten Agenten) zu kümmern und wünschen allen einen spannenden und relaxten Aufenthalt auf den Inseln im Galapagos Archipel. Zum Abschluss unsere gesammelten Infos 2008, die 2009 erfahrungsgemäß wohl keine Gültigkeit mehr haben. Sailing in Galapagos: Isla San Cristobal Non commercial private yachts are only allowed to anchor in Puerto Baquerizo Moreno of San Christobal Island, except in case of emergency. Vessels should not have more than 10 people on bord. Length of stay cannot exceed 20 days, if the boat is in a sailing condition and does not have a permit. With an appropriate permit from the respective embassies to carry out tourism, investigations, Volunteering or work in the islands, one can stay for up to 90 days and may receive per permission to visit other ports within the archipelago. Privat yachts have to pay harbour fees and a police (immigration) fee. Fees listed below are for vessels with less than 500 gross tonnage.
We would like to inform you about the rules that must be observed while you are here:
The Ecuadorian Service for plant and animal health in the Galapagos (SESA-GAL) is responsible for inspection and quarantine control enforcement in order to prevent exotic species, plagues and diseases from being introduced and spread on the islands. Vessels arriving in Galapagos entering the protection zone established by law, i.e. 40 nautical miles from the baseline, are subject to regulations governing the transport of products that may endanger Galapagos. These regulations are as follows:
We wish you a pleasant stay in the Galapagos. PLEASE HELP US TO PRESERVE THE GALAPAGOS! SESA Offices in Galapagos: (05) 527-023 Santa Cruz; (05) 521-100 San Cristóbal; Offices at every island’s wharf. SESA Galapagos Non-commercial private yachts are allowed to anchor in any of the four inhabited Galapagos Islands’ harbors, as long as they have no more than 10 persons on board. The length of stay in the Galapagos Islands should not exceed 20 days. Note that it is strictly forbidden to carry out any tourist activities on your vessel. Yacht owners and captains must take care to comply with all of the Galapagos Islands Rules and Regulations. Any person on board wishing to visit the Galapagos National Park areas has to pay an entrance fee of US$ 100 for foreigners over 12 years of age and US$ 50 for those under 12. In Puerto Ayora, taxi boats (locally known as "pangas") are available to take you ashore. Private yachts have to pay harbour fees and a police (immigration) fee:
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