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Kapverden- Sao Nicolau

von Ute und Wilfried Richert, SY. Morgane
E-Mail: symorgane@web.de

Wer die Kapverden besucht, sollte Sao Nicolau nicht auslassen. Zum einen erlebt man ursprüngliches kapverdisches Leben in den Dörfern im Inselinneren, zum anderen gibt es eine vielfältige und überwältigende Landschaft zu sehen.

Unser TO-Stützpunktleiter Henny Kuster ist ein liebenswerter und kompetenter Inselführer und eine große Hilfe bei allen Problemen. In seinem Haus kann man duschen, seine Wäsche waschen lassen, bekommt immer einen Kaffee und Hennys Abendmenüs sollte man sich unbedingt gönnen.

Bei der Ansteuerung von Sao Nicolau muss man auf die Orientierungshilfe der Leuchtfeuer verzichten, sie funktionieren nicht, ausgenommen das Molenfeuer von Tarrafal. Die gelben Bojen vor (!) der Hafenmole sollte man nicht übersehen. Einen Ankerplatz auf sieben bis zehn Metern kann man ansteuern zwischen den Mooringbojen der Fischerboote südlich sowie dem Shelldepot nördlich. In der Nähe der Hafenmole muss reichlich Platz bleiben, damit die Fähre manövrieren kann. Die Yachten schwojen um 360 Grad. Leichte auflandige Winde, starke Fallböen von Land (wir maßen bis 42 Knoten) und zeitweise einiger Schwell machen das Liegen vor Anker abwechslungsreich und erfordern zwei Anker, verkattete Anker oder wenigstens ein Ankergewicht und großzügig bemessene Kettenlängen. Das Beiboot kann an den Slips im Hafen festgemacht werden. Eine Bootswache muss nicht engagiert werden.

Die Jungs, die sich als Dinghiwatch anbieten, freuen sich jedoch über Bonbons, Stifte, Kulis oder einige Escudos. Wenn man aus dem Hafentor herausgeht, liegt die Bäckerei gleich rechts, auch über die Bar an der Ecke im gleichen Haus zu erreichen. Geht man geradeaus weiter über den Platz, liegt in der Strasse rechts voraus das Internetcafé, hält man sich eher links voraus, kommt man in eine Strasse mit Mittelstreifen; rechter Hand liegt in einem ockerfarbenen Haus die Capitaneria (Delegacao Maritima), bei der man ein- und ausklariert.

Die Post ist einige Schritte weiter auf der rechten Seite. Verschiedene kleine Supermärkte findet man linker Hand vom Hafenausgang. Man kann alles in Euro bezahlen und sich Wechselgeld in Escudos rausgeben lassen. Geld per VISA-Karte bei der Bank abzuheben (max. 270 Euro), hat uns insgesamt zwanzig (!) Euro an Gebühren gekostet. Trinkwasser in guter Qualität gibt’s im Hafen unter der kleinen Treppe, im Hafenamt darüber vereinbart man einen Termin (90 Liter = 100 cent). Diesel kann man bei der Tankstelle am Ortsausgang per Kanister mit Hilfe eines Aluguer abholen.

Hält man sich vom Hafenausgang rechts, kommt man zu den Badestränden. Rechts voraus oben auf einem strandnahen Hügel steht Hennys hellblauer Bungalow, aus der Nähe erkennt man dann die großen aufgemalten Fische: eines der ersten Besuchsziele auf der Insel. Bestellt ihm einen schönen Gruß von uns!



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Letzte Änderung / Last change: Dienstag, 01. Januar 2008