|
Sri Lanka (Cylon)
- der Garten Eden südlich von Indien.
Zu
Cylon (der alten Bezeichnung dieser Insel) fällt einem als erstes
Tee ein - davon gibt es auch genug. Aber mit einem bezaubernden Charme
begrüßt diese Insel seine Gäste und zeigt was sich noch
im Djungel, auf den großen Bergen oder an den sandigen Küsten
versteckt.
Die sehr freundlichen Insulaner unterteilen sich in Muslime, Hindus
und Buddhisten. Einzig die Tamilischen Separetisten im NE der Insel
stören dieses friedliche Nebeneinander. Ob Arbeitselefanten beim
Baden, Gemüsebauern oder riesige Buddha-Tempel - eine 3-10 Tage
Rundreise sollten sie auf alle Fälle einplanen um einen kleinen
Eindruck von der Vielfalt der Insel zu erhalten.
Nach einer verherenden Krankheit der Kaffeepflanzen haben die Besetzer
der Insel (Briten) im vorletzten Jahrhundert ihre Plantagen auf Tee
umgestellt. Ganze Berge sind bewachsen mit dem "Grünen Gold"
von Sri Lanka und die winzigen weißen Punkte darin, entpuppen
sich als Teepflückerinnen die die obersten 3 Blätter eines
Zweiges abzupfen. 18 Stunden nach dem Pflücken können sie
bereits eine Tasse des dampfenden Tees genießen.
Segelinfo:
Segler
nutzen häufig den Hafen Galle als Stopp auf dem Weg von Asien zum
Roten Meer oder von dort kommend und nach Thailand, Malaysia segelnd.
Weitere Check-In/Out Häfen sind nur noch Colombo und Trincomalee.
Die Bunkermöglichkeiten sind deutlich besser als in Male / Malediven
und wer dem Indischen Subkontinent ausweichen möchte, erhält
hier einen herrlichen Einblick im Anklang an Indische Kultur, Menschen
und deren Essen (Curry läßt grüßen). Wermutstropfen
dabei ist die sehr teure Einreise. Der Monopolist Don Windsor (Agent
in Galle) verlangt für seine Dienste 170 US (= 100US / Hafenbehörde,
20 US Zoll und 50 US für den Agent) bei der Einreise - regelt dafür
aber so gut wie alle Formalitäten und ermöglicht auch Crew-wechsel
oder Visabeschaffung ohne Probleme. Benötigt man Ersatzteile, Segelreparaturen
oder Europäische Verpflegung - in Galle direkt an der Hafenausfahrt
teilen sich Mike's Yachtservice und die Windsors dieses einträgliche
Geschäft. Yachten dürfen nirgendwo anlegen oder ankern solange
sie nicht offiziell eingereist sind. In Galle angekommen informieren
sie über Kanal # 16 den Hafenmeister und über # 69 ihren Agenten
Don Windsor. Bevor
die Navy ihr Schiff im Außenhafen nicht inspiziert hat ist die
Einfahrt verboten. Agent und Hafenmeister regeln die Kontrolle und schicken
rechtzeitig die Navy auf ihr Schiff. Der Hafen ist durch ein Netz gesperrt
und sie sollten sich bei Nacht auch über ein sonderbares Knallen
im Wasser nicht wundern - die Navy vertreibt mit Handgranaten Tamilische
Kampftaucher (kein Witz).
Kosten:
Einreisekosten bei Don Windsor 170 US (und muß in US cash bezahlt
werden). Ausreise bei Crewechsel pro Person 10 US + 10 US Flughafensicherheitsgebühr.
Diesel und Benzin sind gleich teuer - 1 Ltr. kosten ca. 0,40 US. Verpflegung
kann in ausreichender Qualität, Menge und Auswahl in vielen Kramerläden
oder Supermärkten gekauft werden.
Der
Beiname "Garten Edens" ist durchaus gerechtfertigt - und davon
kann sich der Smutje beim Einkauf auf dem Markt ein farbenfrohes Bild
machen. Die Preise sind asiatisch moderat. Bis auf Rundreisen können
die meisten Organisations-touren der Jachtcrews mit den Mini-Taxis (Tuck-Tucks)
vor Ort durchgeführt werden. Die meisten Fahrer sprechen leidlich
Englisch und finden in ihrer Stadt den Laden der z.B. "Spezialdichtungen"
oder "Batiksarongs" verkauft. Selbst aber ein Römischer
Autofahrer würde die Augen schließen bei dem Verkehrsgebahren
der örtlichen Kamikaze-Fahrer. Unfälle aber sind sehr selten
(?)
Ein Anlegen an die 5 Peerplätze im NE des Hafens
oder an den Schwimmpantons ist für den ersten Monat umsonst (s.
Hafengebühr 100 US). Wasser und Diesel aber muß per Kanister
zum Boot geschleppt werden.
Visum: Für EU Mitglieder wird direkt bei Ankunft
von der Emigration ein 1-Monat Visum ausgestellt. Dieses ist ohne Problem
bis zu 3 Monaten verlängerbar und gilt für Reisen auf der gesamten Insel.
Crew-wechsel ist ohne Probleme möglich.
Einklarierungshäfen:
Galle, Colombo, Trincomalee
Gesundheitsrisiken: keine
Zeitzone ist UTC + 6 Stunden
Internet:
bis zu ISDN Geschwindikeit in ausreichender Anzahl im ganzen Land (ca.
4 Euro / h)
Währung:
http://www.xe.net/ucc/full.shtml/ Sri Lanka Rupee (1 US
= 98,5 SLR / Mrz 2004). In Galle gibt es einige Bankomaten und auch
die Händler tauschen gern zum aktuellen Tageskurs (rechtzeitig
erfragen!)
Links:
weitere Länderinfos meiner Weltreise finden sie unter: http://www.skipper-wws.de/ projekte
Wetter:
http://www.wetteronline.de/segel_asie.htm
Zwei Hauptwinde bestimmen das Wettergeschehen von Sri Lanka. Ab Anfang
Dezember bis Ende Februar der NE Monsun und von April bis Oktober der
SW Monsun. Die höchste Niederschlagsmöglichkeit zu den 80% Luftfeuchtigkeit
liegt zwischen Mai und Juli mit bis zu 17 Regentagen. So nahe am Äquator
sind Starkwinde oder gar Orkane extreme Ausnahmen, aber in Gewitterboehen
kann es kurzfristig bis 40 kt Wind geben. Luft und Wasser sind ganzjährig
konstant fast 28 Grad. Der normale Strom setzt mit ca. 0,3 kt mit der
Monsunrichtung.
|