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Abzokke auf St. Maarten, Cruising Permit contribution

im Namen der St. Maarten Cruising Foundation,
L.J. Criens

Sehr geehrte Damen und Herren,
als Mitglied des Vorstandes der "St. Maarten Cruising Foundation" (Segelverein St. Maarten) möchte ich Sie bitten, die von mir frei übersetzten, inakzeptabel hohen "Cruising contributions" (Segelgebühren) zu beurteilen.


Die Regierung auf St. Maarten hat eine "Cruising Permit contribution" eingeführt, um den Kredit zur Vergrösserung und Erneuerung der Brücke (Zugang zur Lagune) abbezahlen zu können. Die Vergrösserung war ausschliesslich notwendig, um in der Zukunft auch Mega-Jachten den Eingang in die Lagune zu ermöglichen.

Trotz vielfältiger Versuche unserer rechtsgültigen "St. Maarten Cruising Foundation", ist es uns, als Vertreter der weltweiten Segel Gemeinschaft, bisher nicht gelungen, die Regierung auf St. Maarten davon zu überzeugen, dass die Preisunterschiede, im Vergleich zu anderen karibischen Inseln, in keinem Verhältnis zueinander stehen.

Die Segel Gemeinschaft ist im Prinzip nicht gegen die Einführung von Gebühren, solange hierfür auch Einrichtungen angeboten werden, wie z.B. Dingi Anleger, Mülltonnen, Sammelstellen für Altöl und Batterien. Dieser Service wird jedoch durch andere Firmen angeboten (wofür dann wieder Kosten anfallen), da die Regierung hierfür weder Platz noch Geld hat.

Die Gebühren (Cruising Permit contributions) lauten wie folgt:
  • 30 - 45 feet US$ 10 / Woche oder Teil einer Woche, US$ 40 / Monat
  • 45 - 65 feet US$ 15 / Woche oder Teil einer Woche, US$ 60 / Monat
  • 65 - 90 feet US$ 25 / Woche oder Teil einer Woche, US$ 100 / Monat
  • 90 - 120 feet US$ 45 / Woche oder Teil einer Woche, US$ 180 / Monat
  • > 120 feet US$ 340 / Monat
  • Extra Gebühr für Jachten > 90 feet US$ 100
Im Moment haben viele Jachten die niederländische Seite (Sint Maarten) verlassen und liegen einige Kilometer weiter auf der französischen Seite (Saint Martin), das als französische Provinz Teil der Europäischen Gemeinschaft ausmacht. Viele Segler machen nach der Einführung dieser Gebühren einen großen Bogen um St. Maarten, da diese, zusammen mit den doch schon teuren Preisen auf St. Maarten, einen zu großer Eingriff in die Geldbörse darstellen.

Scheinbar sind die Mega-Jachten für die Regierung wichtiger als Segler, da die Belieferungsfirmen der Jachten gleichzeitig in den Händen gewisser Regierungsbeamter liegen.

Das einzige Machtmittel, das die Segel Gemeinschaft hat, ist es, den niederländischen Teil zu umgehen und auf St. Martin vor Anker zu gehen. Man kann die Insel weiterhin bequem per Flugzeug verlassen oder erreichen, da der Flughafen (auf der niederländischen Seite gelegen) durch die ganze Insel benutzt wird.

Mit freundlichen Grüßen, im Namen der St. Maarten Cruising Foundation,
L.J. Criens



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Letzte Änderung / Last change: Dienstag, 13. Mai 2003