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Überfall auf St.Vincent
Reinhart Bein und Katrin Hennings, Kutter „Grete“
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Am 2.4.03 waren Katrin und ich allein auf dem Vermont Nature Trail unterwegs. Der Trail durch den Regenwald (ca. 2,5 Std. Rundweg) führt in das einzige Gebiet, in dem noch ca. 500 St. Vincent Papageien leben. Am Trail Center wurden wir gefragt, ob wir mit einem Gide, oder lieber allein gehen wollten. Als wir uns für das Alleingehen entschieden, wurden wir mit Hilfe von Schautafeln über das Sehenswerteste auf diesem vom WWF unterstützten Trail unterrichtet. Etwa auf der Mitte unserer wunderschönen Rundwanderung, nach ca. einer Stunde unterwegs, setzten wir uns auf eine Bank um den Papageien zu lauschen. Nach wenigen Minuten wurden wir von einer einzelnen, maskierten und bewaffneten Person überfallen und aller Dinge beraubt, die wir mit uns führten: Digitalkamera, Armbanduhr und 120 East Caribien $, daneben nur Kleinkram; keine Pässe, Kreditkarten etc. Wir gingen nach dem Überfall auf dem Trail weiter, bis wir zum Trail Center zurück kamen. Dort berichteten wir über das Vorgefallene. Die Leute dort waren wirklich bestürzt, brachten uns sofort zur Polizei und haben sich auch weiter um uns gekümmert. Die Polizei war sehr hilfsbereit, schaltete sofort die Kripo ein, mit denen zusammen wir noch einmal den Trail zwecks Ortsbesichtigung abliefen. Vier Polizeibeamte, drei Kripoleute und deren Chef kümmerten sich noch am selben Tag bis abends um 2300 Uhr um uns. Innerhalb von drei Tagen fassten sie den Täter (unter aktiver Mithilfe der Bevölkerung), stellten unser Eigentum sicher, beantragten einen Eiltermin vor Gericht und waren bei der Verhandlung 6 Tage nach dem Vorfall mit uns dabei. Der Täter, der anfänglich geleugnet hatte, erklärte sich schuldig als er uns im Gerichtssaal sah. Daraufhin wurde der Fall an den High Court überwiesen, da die zu erwartende Strafe zwei Jahre überschreiten würde, und dieses Gericht nicht höher gehen durfte. Rückblickend kann man sagen: wir hatten von der Polizei den allerbesten Eindruck; die Leute, mit denen wir darüber hinaus in Berührung kamen, waren bestürzt über das Vorgefallene und haben uns mit einer Welle der Sympathie überschüttet. Von allen Seiten wurden wir immer wieder gefragt, ob uns die Insel denn trotz dieser leidigen Geschichte, für die sie sich schämten, gefallen habe und ob wir evtl. noch einmal wieder kommen würden. Dieses haben wir ausdrücklich bejaht. St. Vincent ist immer eine Reise wert. Nun noch zwei Anmerkungen zu Artikeln in Heft 99: Mailänder Bootsbetrüger. Genau wie hier berichtet, wurde mir ein Angebot gemacht von den selben Leuten als ich vor zwei Jahren mein Haus in Dänemark verkaufen wollte und dieses im Hamburger Abendblatt angeboten hatte. Ich bin allerdings nicht nach Mailand gefahren, weil ein Bekannter von mir bei diesen Leuten zwei Jahre zuvor ebendort seinen neuen Mercedes eingebüßt hatte und ich somit vorgewarnt war. Kanarische Inseln Lanzarote/Fuerteventura Auch dieser Artikel deckt sich völlig mit unseren Erfahrungen im Sept. vergangenen Jahres. Eine weitere Rose für Puerto Calero: Wir haben 14 Tage kostenlos täglich das Internet beim Hafenmeister benutzt. Das Preisverhältnis Puerto Calero/El Castillo: € 18,- / € 42,- Die Begründung des äußerst ungehobelten Hafenmeisters in El Castillo: Da wir die größte Pier belegt hatten (in die er selbst uns eingewiesen hatte, obwohl wir lieber an einen kleineren Steg gegangen wären und es war genügend Platz), und er dort nun kein anderes Schiff mehr hinlegen könne, müssten wir diesen Preis bezahlen. Wir waren 14 Tage in Puerto Galero und eine Nacht in El Castillo; und das auch nur des schlechten Wetters wegen. |
