Noch mehr zum Stromproblem
Stromerzeugung auf JachtenAndreas Swart, "Fr. Hölderlin", Italien, 2/05Hiermit möchte ich einen Beitrag leisten zu dem von Lothar und Victoria Jürgens diskutierten Thema "Stromerzeugung auf Jachten", 2/ 2005 Das Energieerzeugungsproblem ist in der Tat eines, das einen zum Handeln zwingt, da die elektrischen Anlagen, die in Jachten eingebaut werden, den Ansprüchen von Automobilen gerecht werden, nicht aber denen von Segeljachten.Zum Unterschied zu Automobilen wird in einer Segeljacht der Motor nur selten und ausnahmsweise betrieben, aber der Stromverbrauch, der oft grenzenlose, hält nie ein: der Kühlschrank läuft und rattert, der Autopilot gibt dauernd Ruder, jemand hat das Licht im Bad angelassen, was man tagsüber nicht bemerkt, die Dusche pumpt, in der Pantry wird an nichts gespart, in der Navigation läuft der Laptop, der GPS, der Plotter, das Speedomoeter, der Fluxgate Compass und das Echolot, abends vor Anker laufen das stromgierige Radio, der Cassetten Recorder und das SSB, von elektrischen Toilettenpumpen und Fäkalien und Deckwaschpumpen wollen wir gar nicht reden. Also verdoppelt man die Batteriekapazität einmal, bald darauf noch einmal, erst wenn wieder nichts mehr läuft, sagt man sich vielleicht: irgendwas stimmt hier nicht. Doch der Trick heißt: gewußt, wie! Dazu sind nötig:
Und so ist es: es ist oft die gesamte Lade und Kühlanlage der Jacht. Doch zuerst ein Wort zum Antrieb des Ladestromgenerators: warum soll man nicht mit der Maschine laden, die man schon hat? Besser eingebaut, solider, zuverlässiger, schallisolierter, dieselverbrauchender, spritz und schwallwasserfester, vibrationsärmer, sparsamer (bei 1500 Upm), benzin- vermeidender, heißwasser- bereitender geht es doch gar nicht!So läßt der Regler bis zur Gasungsspannung von 14,4 V den vollen, konstanten Ladestrom durch, man lädt also die Batterien auf 70% mit der maximalen Ladegeschwindigkeit; in der zweiten Phase regelt er den Ladestrom herunter, um Gasungsphänomene möglichst zu vermeiden, bis zu einer Spannung von zirka 16 V, bei der man erst die Batterien als voll bezeichnen kann. Danach regelt der Regler den Ladestrom so weit herunter, daß der Ladezustand der Batterie genau eingehalten wird, sie also voll bleiben. Ein normaler Laderegler hingegen hält nicht den Ladestrom konstant, sondern die Ladespannung (bei 14 V, um die Batteriegasung zu vermeiden), und man erreicht so mit einem Ladeströmchen von ca. 8 A, nach fast unendlich langer Ladedauer, einen Ladezustande von nur 60% der Batteriekapazität:
Hiermit wünsche ich allen TO Seglern; "buon vento" und ein kühles Bier! Andreas Swart Last change / letzte Änderung
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