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Tiere an Bord

Ein Erfahrungsbericht von Raymonda Blume,
Bordfrau und Navigatorin Katamaran Moonyflower // www.Moonyflower.com
E-Mail: moonyflower@freenet.de

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"Echt, hast Du etwa keine Viecher an Bord, wird´s Dir da nich langweilig?"

Diese Frage stellte ich ungläubig einer Kollegin, nachdem wir in ziemlich weinseliger Laune die Wissenschaft von der ganzen Seglerei, den Sinn und Unsinn unseres Tuns, und unser abenteuerliches Leben ganz allgemein hatten Revue passieren lassen. Seit 01.08.2004 waren wir nun schon mit unserem 45-Fuß Katamaran Moonyflower unterwegs zu fernen Zielen. Gestartet im badischen Breisach/Rhein und jetzt auf dem Weg in Richtung Dakar/Senegal. Dauer der Reise: unbestimmt. Außer mir gehören zur Crew mein Mann Steffen, unsere mittlerweile 8-jährige Tochter Mira, unsere 12-jährige Bordhündin Jackie Onassis, und seit einem längeren Aufenthalt in Essaouira/Marokko, auch ein nordafrikanischer Flüchtling - unsere rotpelzige, knapp 1 Jahr alte Bordkatze Lola. Unsere beiden erwachsenen Söhne Patrick und Daniel (20 und 21 Jahre) entschieden sich damals, während des Schiffsbaus, in Deutschland zu bleiben.

Mit der Eingangsfrage an meine Trinkgenossin, war natürlich keineswegs so gemeines Getier wie Kakerlaken, Heuschrecken oder andere Plagegeister an Bord gemeint, sondern Hunde, Katzen, oder wenn es nach unserer Tochter Mira ginge, auch Affen, Chamäleons oder am Liebsten noch ein Pferd in der Koje…

Überragende Seglervorbilder, einer hieß glaube ich, Tommy Schrenk, halten auf Boatshows Vorträge über "Tiere an Bord". Einem Seglergreenhorn, das von Anbeginn einer Blauwasserreise ja alles richtig machen will, und vor allem einem "Einzelkind" an Bord, alles an größtmöglichen sozialen Kontakten bieten will, käme es gar nicht in den Sinn, solch einen Vortrag zu versäumen. Was dort dann folgt, ist von solch tödlicher Langeweile, dass wir Zuhörer mit den Füßen scharren und irgendwann nach einem Bierstand schielen. Denn wann immer den Segelgurus in den so gierig erwarteten Diskussionsforen mit theoretischen Fragen zugesetzt wird, schütteln sie betrübt den Kopf und murmeln etwas wie: "das muss gut überlegt sein, man könnte es so oder so betrachten", oder noch besser: "egal was Sie tun, Sie werden für sich schon das Richtige tun..!" Somit zeigen sie echtes Mitgefühl für uns arme, unwissende Tröpfe, aber jeder von uns Seglergrünschnäbeln soll seine Erfahrungen gefälligst selbst machen. Man soll später einmal einen Tommy Schrenk nicht zur Verantwortung ziehen können, wenn man sich den falschen Hund als Crewzuwachs gekauft hat (und der einem dann bei jeder Überfahrt die teuren Polster voll kotzt..). Nun denn, ich werde euch von unseren Erfahrungen berichten und egal was ihr dann tut - ihr werdet für euch schon das Richtige tun. tiere-jackie.jpg 330x300

Das ist Jackie Onassis.

Ob wir die alte Dame auf unsere Schiffsreise mitnehmen oder nicht, diese Frage stellte sich für uns erst gar nicht. Jackie kam als Welpe zu uns, und gehört seit zwölf Jahren zur Familie.

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Das ist Lola mit ihrer Freundin Rapunzel

Ich rettete Lola im Babyalter vor einer Horde Jungs, die sie als Fußball missbrauchten. Wir brachten sie mit aufs Schiff und es war "klar", dass wir das Kätzchen nur hochpäppeln. Dann wollten wir es unserer marokkanischen Kinderfrau schenken. An jenem Tag jedoch, packte auch unsere Tochter Mira ihre Koffer. Sie konfrontierte uns mit ihrer Entscheidung, ebenfalls von Bord zu gehen, wenn die Katze geht. So entschieden wir uns, beide zu behalten. Allerdings mit der strengen Auflage, dass ab sofort unsere Tochter für die Versorgung der Katze zuständig ist. Hätte ich damals schon gewusst, dass das natürlich blanke Theorie ist, würde sich mir die Frage, ob das Ganze der Mühe wert ist, möglicherweise erneut gestellt haben. So aber kam mir Allah sei Dank in Marokko meine Ahnungslosigkeit zustatten, und wir nahmen unser neues Familienmitglied mit zwiespältigen Gefühlen auf. Inschallah.

Nun also hatten wir jetzt zwei Tiere an Bord. Eine exzentrische alte Hundedame - das Alphatier, und ein ungezogenes, wildes Katzenbaby, das sich unterzuordnen hatte. Konnte das gehen? Zu meiner nicht geringen Überraschung funktionierte das außerordentlich gut. Wir richteten auf unserem Schiff in einer festen Ecke ein Katzenklo ein - das war die erste Bewährungsprobe für Lola. Hätte sie das nicht angenommen, und nach ein paar Tagen weiterhin in jede Ecke gepinkelt, hätten wir die Crew dezimiert… Hier ein Katzenklotipp: eine viereckige Plastikschüssel (ca. 40 x 40 cm) mit täglich frischer Pappe auslegen. Darauf Papierschnipsel statt Katzenstreu legen (ca. 5 cm hoch) und diese ebenfalls täglich wechseln. So ein Katzenklo ist preisgünstig, staubt und stinkt nicht, und saugt die ganze Feuchtigkeit auf. Alte Zeitungen für die Papierschnipsel gibt es überall umsonst. Gelegentlich noch mit einem Babyfeuchttuch auswischen - eine saubere Sache… Ein Hundeklo ist bei uns nicht erforderlich, denn wir sind täglich, samt Hund, an Land. Bei Langfahrt sucht sich unsere Hundedame selbst "ihre" Ecke auf dem Vorderdeck, und setzt täglich einen Haufen stets an die gleiche Stelle. Sie tut das sehr widerwillig und nur, wenn es nicht mehr anders geht. Wir entfernen den Hundekot sofort und füttern damit die Fische. Mit etwas Wasser das Deck nachgespült, mehr Arbeit bleibt nicht. Zu Beginn stellten wir bei Langfahrt als Hundeklo eine große Plastikkiste, ausgelegt mit Zeitungspapier zur Verfügung. Sogar Erde mit etwas Rasensamen hatten wir darin einmal eingesät, weil wir dachten, das mag sie lieber. Beides rührte unsere Hündin nicht an, und so ist die jetzige Lösung wohl für alle Beteiligten die Beste.

Ein größeres Problem stellte sich bei unseren Tierdamen in ganz anderer Richtung: der zweimal (bei Katzen mehrmals) im Jahr drohende Fortpflanzungszwang…Diese Zeit ist grauenhaft und anstrengend. Wir hatten wenigstens das Glück zwei tierische Damen an Bord zu haben. Ein Nachbarschiff hatte einen Riesenlabrador (Max) und ein schwarzes Minischweinchen (Johanna) an Bord. Max wollte permanent Johanna vernaschen; glücklicherweise war Johanna aber ausschließlich an ihrem Futter interessiert…

Im Moment also ist unsere Katze wieder rallig, schläft tagsüber und rast dafür die ganze Nacht, laut und irre nach einem Kater brüllend, übers Schiffsdeck.

Einmal ist sie vor lauter Abgedrehtheit kopfüber ins Wasser gefallen. Sie hatte Glück, dass ich um 03.00 Uhr morgens noch ein Buch las, sie kreischen und fallen hörte, und sie so aus dem Wasser retten konnte. Auf das Thema, ob Bord-Tiere schwimmen können sollten, komme ich später noch zurück. Wenn unsere Hundedame läufig ist, was so etwa in zwei Wochen der Fall sein wird (wenigstens ist dann die Katze wieder normal), dann wird das Spazierengehen an Land anstrengend. Wir benötigen, da unser Hund sehr gut erzogen ist, so gut wie nie eine Hundeleine. In der Zeit der Läufigkeit jedoch, sieht unsere kleine Hundedame, in der Verführung anderer Straßenköter, einen amüsanten Zeitvertreib. Wir, die nicht zulassen wollen, dass sie dann kopflos quer über eine Hauptverkehrsstraße rennt und ihr deshalb eine Leine anlegen wollen, sind ihr da nur im Weg. Was also ist besser, als einfach mit einem Riesensatz aus dem Dhingi zu springen, die letzten Meter zum Strand zu schwimmen und wegzurasen? Einmal lagen wir mit der Moonyflower an einem Pier, an dem auch Ausflugsschiffe festmachen. Alles war eingepackt, nervös und startbereit; wir wollten gerade für Langfahrt ablegen. Doch Jackie im Sexwahn, war unbeobachtet wieder einmal vom Schiff gesprungen war. Auf dem spanischen Ausflugsdampfer hinter uns, hatte sich schnell herumgesprochen, warum wir nicht ablegen konnten, und bald half am Nachmittag alles, unsere Hundeschlampe zu suchen. Zum Trost brachte uns die grinsende Besatzung eine riesige Paella als Geschenk und mehrere Becher Rotwein, was unser Ablegen dann um eine Nacht verzögerte.

Ein paar Stunden später kam unser Hund dann auch völlig erschöpft, aber keineswegs schuldbewusst zurück. Dies führt uns zum nächsten Thema: Sterilisation bei weiblichen Tieren. Wir haben das bis zum heutigen Zeitpunkt bei beiden Tieren nicht machen lassen. Unsere Hündin ist mittlerweile zu alt, um Nachwuchs zu bekommen; grundsätzlich hatte ich aber immer etwas gegen eine Sterilisation, da in Europa meist eine Total-OP gemacht wird. Wir hätten in der Folge auf Hundediät usw. achten müssen, das wollten wir nicht. Als Konsequenz hatten wir denn auch einmal (als wir noch an Land lebten) 5 Hundejunge großzuziehen. Jetzt bleibt unser Hund aber während der Läufigkeit tagsüber auf dem Schiff, das meist vor Anker liegt. Am Morgen und Abend gehen wir dann mit ihm (an der Leine) am Ufer Gassi. Eine Sterilisation (bzw. wieder Total-OP) unserer Katze hätte hier in LasPalmas etwa 200 Euro gekostet. Das war uns zu teuer und es hätte ebenfalls wieder, wenn man keine fette Katze haben will, Diätfutter usw. bedeutet. Wir haben jetzt gehört, dass es in Deutschland Pillen gibt, die man Katzen verabreicht, um Nachwuchsprobleme auszuschließen. Bis wir hierfür keine gute Lösung gefunden haben, werden wir unsere Katze nicht an Land lassen.

Wenn wir einen Kater hätten, würden wir diesen auf alle Fälle kastrieren lassen. Die Kosten hierfür sind gering und in den meisten Ländern herrscht eine echte Katzenplage. Grundsätzlich sollte ein Tier ein Halsband (bei Katzen elastisch) mit Plakette tragen, auf dem sein Name, der Schiffsname und eine Tel.Nr. der Eigner eingraviert sind. Überall sind Tierfänger mit Netzen und Transportern unterwegs, um besitzerlose Tiere einzufangen. Was dann mit denen geschieht, will ich mir gar nicht weiter ausdenken.

Grundsätzlich muß man auch bedenken, dass es viele Länder gibt, die eine Einreise von Tieren nicht erlauben. Oder wenn, dann nur unter verschärften Bedingungen, wie Quarantäne z.B. Für uns kommen solche Länder dann eben nicht in Frage, denn wir lieben es, mit Tieren zu leben. Das muß aber jeder Segler für sich selbst entscheiden bzw. sich ausführlich über die Bedingungen seiner Wunschländer informieren. Einen Impfpass führen wir für unseren Hund mit, für die Katze werden wir noch einen anfertigen lassen müssen. Vermutlich in Afrika, denn hier in Spanien ist alles, was mit Tieren zusammenhängt, elend kostspielig.

Festlegen sollte man auch, wer von den Kindern, die an Bord sind, die tägliche Versorgung der Tiere zuverlässig übernimmt. Mit anderen Worten, es sind insgesamt gesehen, die Eltern.
Tierfutter ist in vielen Ländern ein teurer Luxus. Wir sind deshalb dazu übergegangen, gelegentlich einen Beutel mit Trockenfutter zu kaufen, ansonsten (fr)essen unsere Tiere dieselbe Nahrung wie wir, also Nudeln, Reis, gelegentlich Fleisch und Fisch. Eine Delikatesse sind die Riesenabfallknochen der Fleischer, die mein Mann Steffen gelegentlich für unsere Tiere besorgt. Er sägt sie in zwei Teile; jeweils ein halber Knochen für Hund und Katze. Die werden auf unserer Badeplattform an jeweils eine Schnur angebunden (die Viecher schleifen die Knochen sonst ins Cockpit oder fangen fürchterlich an zu zanken..) und dann hört es sich an, wie wenn Raubtiere ihren Fang zernagen…Wenn wir in ein Lokal Hühnchen essen gehen, haben wir stets eine kleine Tüte dabei um die Knochen für HundKatze mit zu nehmen. Wir haben in Marokko einmal echtes Aufsehen erregt, als mein Mann heimlich unter dem Tisch die Knochen in eine Tüte eingepackt hat. Die umliegenden Gäste an den Tischen beobachteten das wohl, standen auf und boten mitfühlend ihre Lebensmittelreste an. Wir radebrechten auf Französisch miteinander um mitzuteilen, dass es sich um Tiernahrung handeln sollte; nicht um ein Abendessen für die zu Hause gebliebene Großmutter. Seit dieser Zeit schrie der Inhaber der Hühnchenbude jedes Mal quer über den großen Platz, wenn er meinen Mann schon von weitem sah. Er wedelte mit einer riesigen Tüte voll gesammelter Hühnchenknochen und machte sich einen Spaß daraus zu brüllen - er habe wieder "Knochen für die Deutscheland Oma."

Weniger lustig ist es, wenn man nach jemandem suchen muß, der die Tiere zuverlässig versorgt, wenn man das Schiff für eine Weile alleine lassen muß. Ein Nachbarschiff hatte dieses Problem; der Eigner musste für vier Wochen nach Deutschland und benötigte in dieser Zeit jemanden, der seinen Hund versorgt. Die ursprüngliche "Vertrauensperson" sollte (gegen Bezahlung) nach dem Schiff sehen, und nebenbei auch dreimal am Tag mit dem da gebliebenen Bordhund lange am Strand Gassi gehen. Der Vertrauensmann schaute zwar dergestalt nach dem Schiff, dass er darauf nächtelang Videofilme anschaute; sich um den Hund aber überhaupt nicht kümmerte. Ein anderes Nachbarschiff realisierte dies jedoch, und die nette Bordfrau hatte dann sofort die Tierversorgung übernommen. So ein Glück ist aber nicht selbstverständlich und dieses Problem, auch wenn mehrtägige Landesausflüge geplant sind, muss bedacht werden.

In vielen Ländern mögen die Menschen keine Hunde; somit ist ein Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen oder Taxis nicht möglich. Bleibt nur der Fußmarsch; das ist manchmal blöde anstrengend oder wegen großen Entfernungen schlichtweg nicht machbar. Manchmal muß man die Tiere auch vor den Menschen, vor allem Kindern schützen. Diese haben keinerlei Achtung vor Tieren, vor allem nicht, wenn z.B. der Hund vor einem Gemüsemarkt angebunden ist. Ich habe schon gesehen, wie Kinder versucht haben, einem Hund Zahnstocher in die Nase zu stecken und Holzstöckchen in die Ohren. Es nützt auch nichts, wenn man deren Eltern das aufzeigt. Ein Tier (außer wenn man sich darauf fortbewegen kann oder es essen) zählt in vielen südlichen Ländern nichts…)
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Mira + Lola + Jackie

Generell sollten vor allem Hunde viel Auslauf haben, somit jede Menge Bewegung. Das ist bei einem Schiffsleben nicht ohne weiteres möglich. Unser Hund jedoch schwimmt gerne und so kam uns eine Idee: Jedes Mal wenn wir an Land waren und ins Dhingi steigen, locken wir unsere Jackie ins Wasser. Sie schwimmt dann, ganz nahe beim Dhingi (damit wir sehen, wenn es ihr zu viel wird) den ganzen Weg vom Ufer, zum ankernden Schiff zurück. Das ist eine Distanz von etwa 300 Metern. Wir haben den Eindruck, dass ihr das sehr gut tut; ja, dass es ihr sogar Spaß macht. Hinterher wird sie mit Süßwasser abgespült und trocken gerubbelt; ein Teil des täglichen Sports kann abgehackt werden.

Tiere an Bord sollten auf alle Fälle schwimmen können. Bei unserem Hund wussten wir das von Anfang an; er mochte das Wasser schon als Welpe gerne. Als Katze Lola zu uns kam, warteten wir, bis sie etwa 3 Monate alt war. Dann kauften wir eine Art Minigeschirr, das wir ihr um Hals und Brust anlegten. Wir ließen sie vorsichtig ins Wasser gleiten, um zu sehen, ob sie schwimmen konnte. Lola gefiel das überhaupt nicht; sie fing an, fürchterlich zu schreien. Aber sie schwamm. In Todesverachtung schwamm sie die etwa fünf Meter bis zur Schwimmerstufe im Wasser und hatte ihren Bordeignungstest somit bestanden. Später, als sie beim Rumturnen auf der Reling nachts ins Wasser gefallen war, hat ihr diese Eigenschaft mit Sicherheit das Leben gerettet.)

Nun ist es aber Zeit für mich, vor allem über die Vorteile der vierbeinigen, mit Fell bekleideten Bevölkerung auf unseren Schiffen zu berichten:
Unsere Tochter Mira wurde z.B. bei längeren Überfahrten immer fürchterlich seekrank. Sie lag, kalkweiß im Gesicht, in ihrer Koje und kotzte sich die Seele aus dem Leib. Ich musste mich meist dazulegen, sonst weinte sie ständig. Das hat sich, seit wir Lola haben, erledigt! Lola und Mira sind bei längeren Seefahrten unzertrennlich. Sie schmusen zusammen und ich erlaube auch, dass sie beide in Miras Koje schlafen. Jetzt kotzt nur noch der Hund gelegentlich, wenn es raue See gibt - vielleicht denkt er ja, er darf dann auch noch zu Mira in die Koje schlüpfen.
Grundsätzlich erlaube ich sonst nicht, dass die Tiere in unseren Betten schlafen. Aber wer hält sich schon an Mutters Verbote??

Ein Hund an Bord eignet sich z.B. perfekt als Wachhund. Unsere Jackie knurrt jedes Mal, wenn sich eine fremde Person, sei es in einem Dhingi am Ankerplatz, oder zu Fuß im Hafen, unserem Schiff nähert. Würde jemand das Schiff ungebeten betreten, bin ich mir sicher, dass sie lautstark bellen würde. Das gibt, gerade in der Nacht, ein gutes Gefühl. Gerade in Afrikanischen Ländern haben viele Menschen Angst vor Hunden.. Unsere beiden Tiere schlafen draußen; jedes hat sich seinen Lieblingsplatz selbst ausgesucht. Fehlen nur noch Esel und Hahn und fertig wären die Badischen Bootsmusikanten…

tiere-hundkatze.jpg 330x196 Zu guter Letzt ist die herzliche Begrüßung durch unsere tierische Schiffscrew immer schön, wenn wir von einem Landausflug zurückkommen. Beide fressen vor lauter Freude über unsere Rückkehr gleichzeitig aus einem Napf und quieken vor Vergnügen Wir lieben unsere Tiere und unsere Tiere lieben uns. Wenn ihr das genau so seht, dann lebt sich´s wunderbar auf einer schwimmenden Arche Noah. Vielleicht hat unsere Tochter ja recht mit ihrem Wunsch nach einem Affen (wir sind bald in Afrika) und einem Pferd (2006 in Brasilien) in ihrer Koje.

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Es grüßt euch ganz herzlich,
mit einem Glas eiskalten Caipirinha in der Hand,
Raymonda Blume, die Bordfrau und Navigatorin des Weltumsegler Katamarans "Moonyflower"



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Letzte Änderung / Last change: Sonntag, 13. November 2005