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Um meine Strombilanz an Bord zu verbessern, kaufte ich mir als Ersatz für meinen AEROGEN 3 Windgenerator einen AIR marine Windgenerator der Firma Southwest Windpower Inc.. Leider war ich mit ihm nicht zufrieden. Zum einen leuchtete eine Kontrolllampe, die anzeigen sollte wann der Windgenerator Strom liefert, schon auf, lange bevor Strom geliefert wurde. Zum anderen funktionierte die Spannungsbegrenzung nicht. Auf meine Beanstandung hin beim Hersteller erhielt ich eine neue Elektronik und einen Satz neuester Rotorblätter, kostenlos.
Leider war die Elektronik auch nicht in Ordnung: die Spannungsbegrenzung funktionierte ebenfalls nicht und die Kontrolllampe leuchtete überhaupt nicht mehr. Ich beschloß daher die Elektronik totzulegen. Zu diesem Zwecke untersuchte ich die Wicklungen auf dem Stator des Generators. Es waren drei Wicklungen, zwei mit gleich starkem Draht (1mm) und eine mit etwas dickerem Draht (1,2mm). Nach dem Entlöten aller Verbindungen untereinander wurden die zusammengehörigen Wicklungsenden mit einem Ohmmeter ermittelt. Für Testzwecke habe ich den Generator mit einer Bohrmaschine angetrieben. Dabei stellte ich fest, daß die Spannungen der einzelnen Wicklungen nicht addiert werden konnten (es waren Wechselspannungen), da sie vermutlich eine Phasenverschiebung haben. Ich beschloß daher, die Spannungen der einzelnen Wicklungen getrennt gleichzurichten und die so erzeugten Gleichspannungen zu addieren. |
Hierzu verwendete ich drei 25A Brückengleichrichter (der Spannungsabfall von ca. 1,4V je Brückengleichricher entsprechend 4,2V insgesamt ist zwar bedauerlich, aber bei normalen Siliziumgleichrichtern nicht zu vermeiden). Die Brückengleichrichter-Blöcke schraubte ich innen am Gehäuse des Windgenerators mit Schrauben durch die Gehäusewand fest (die Aluminium-Montageplatten der Gleichrichter-Blöcke wurden an zwei Seiten etwas angefeilt und zusätzlich mit Wärmeleitpaste bestrichen, um einen besseren thermischen Kontakt zum Gehäuse zu bekommen).
Für den Anschluß nach außen wurden die Kohlebürsten-Anschlüsse verwendet. Dort wo zwei Anschlußschrauben nebeneinander waren, wurde mit einem Kabelschuh der Minuspol mit untergeklemmt. Auf der anderen Seite der Kohlebürsten wurde die Kohlebürste von der einzelnen Anschlußschraube entfernt, mit dem Pluspol verbunden und isoliert. Der 1uF Kondensator dient der Funkentstörung (wirkt sehr gut). Bei dem relativ geringen Strom, den der Generator erzeugt (bei Windstärke 5, was in der Karibik sehr selten auftritt, max. 5-6A) besteht keine Gefahr, daß die Wicklungen zu heiß werden, bis 12A Dauerstrom sind die Wicklungen thermisch o.k.). Bis jetzt arbeitet der so umgebaute Windgenerator einwandfrei. Auf die Spannungsbegrenzung kann ich verzichten, da bei einem normalen Strom von 1-2A keine Überladungsgefahr für meine Batterien besteht. |

Letzte Änderung / Last change: Samstag, 26. August 2000