Sicherheits- Infos für Langzeitsegler im Internet
von Karl F. Hennig und Crew,
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Nach unserem gezielten Piratenüberfall südl. Sri Lanka machen
wir uns täglich Gedanken über den Vorgang. Auch unser Freunde und Bekannte die mit uns in Verbindung stehen haben da so ihre Meinung und Vorstellungen. Einigen hatten wir unsere Reiseroute gezeigt und unter anderem auch erklärt, das wir im Roten Meer und dem Golf von Aden bei keinem Landfall Informationen über unseren weiteren Reiseverlauf zu unserer Sicherheit abgeben wollen. Vielfach hatte ich den Verdacht, das die meisten Überfälle gezielt ausgeführt wurden. Durch Informationen von Agenten bei denen Waren, Diesel usw. bestellt worden ist. Die die Ein- und Ausklarierung für viel zu viel Geld ausgeführt haben und die gewonnen Informationen weiter verkaufen ? Wieviel Mann Besatzung, Ausstattung und finazielle Verhältnisse der Eigner und Crew. Leute mit solchen überzogenen Preisen schrecken auch vor einer Weitervermarktung der Daten nicht zurück. Länder bei denen man z.B. nur mit Agenten einklarieren kann, welche für die Abwicklung über 165 US plus Bestechungsgelder verlangen und an deren Küste man auch noch überfallen sowie ausgeraubt wird, sollte man auch tunlichst meiden. An eine andere Lücke im System haben wir leider nicht gedacht. Mit Spannung und Interesse verfolgen unsere Freunde den Verlauf der Reise über das Internet, schön zurecht gemacht bei www.intermar-ev.de oder www.findu.com. Die Reiseroute im Detail möglichst noch mit einem Bild der Yacht und Besatzung. Genaueste Standortmeldungen möglichst zwei mal am Tag, eine Datenfülle und Genauigkeit wie man sie selten findet für Freund und Feind. Viele Yachties besuchen in den von ihnen angelaufenen Ländern und Häfen Internetcafes. Suchen nach den Standorten ihnen bekannter Yachten und Freunde. Nach Abschluss ihrer Sitzung verbleiben aber die angewählten Adressen meist erhalten und können von Dritten aufgerufen werden. Einmal im Besitz dieser Adressen von Intermar usw. können sie sich von jedem Internetanschluss aus, auf dem neuesten Stand halten, was (auf dem Meter genau) an ihrer Küste so vor sich geht. Es ist eigentlich nicht mehr nötig draußen herum zu schaukeln und zu suchen. Man bekommt die Position der fetten Gans über das VHF und im Nahbereich durch das Handy von Land aus mit geteilt. Mit schnellen Booten genügt es sogar vom einem Hafen aus zu starten um die vergleichsweise langsamen Yachten abzufangen. Wie könnt ihr euch denn vor so etwas schützen, so wurden wir jetzt von unseren Internetkontakten gefragt. Keinen Standortbericht abzugeben hieße im Seenotfall weiß keiner wo zu suchen ist. Bisher haben wir und geben wir nach wie vor unseren täglichen Standort bekannt, auch für die Piraten. Sehr wichtig und absolut nötig finden wir, Angriffe und Überfälle umgehend zu melden, an die
Wir hätten z.B. eine Change gehabt einen anderen Kurs zu nehmen um nicht überfallen zu werden, wenn eine uns bekannte Yacht, mit der wir schon über 14 Tage vorher in Kontakt standen, uns nicht erst auf unsere Überfall-Meldung hin mitteilt hätte, dort 80sm südlich von Sri Lanka sind auch wir überfallen worden, das ist wohl etwas zu spät. So was zeugt natürlich nicht von guter Seemannschaft. Karl F. Hennig und Crew, Kat "Flying Germania II" |
